Es
schien, als hätte Paul Hardcastle nach seinem weltweiten
Super-Hit '19' (Nineteen) wieder eine geniale Geschichte in einem
Song verarbeitet. Das traf auch zu! Ende 1985 wurde die Single
'Just for Money' aus der LP "Paul Hardcastle"
ausgekoppelt. Dazu gab es wie bei '19' ein Video mit Ausschnitten
aus Presse und Fernsehen. Einstieg in Deutschland auf Platz
31 im Dezember.
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Die
Fakten zum Postzugraub:
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Ronald
Biggs 1963 - Postzug auf dem Weg von Glasgow nach London
- 1963 begeht
er mit 14
Komplizen
am 08. August den grössten Postraub der englischen Geschichte.
Beute 2,6 Mill. Pfund (2001, ca. 70 Mill. DM). Er wird zu 30 Jahren Haft
verurteilt.
- 1965 gelingt
ihm ein spektakulärer Ausbruch aus dem Londoner Wandsworth-Gefängnis.
- 1970
erreicht er nach einer Gesichtsoperation in Paris und einer abenteuerlichen
Flucht Rio de Janero. Von seiner familie trennt er sich wenig später.
- 1974 entgeht
er nur knapp einer Überführung nach England: Seine Freundin Raimunda ist
schwanger. Deshalb liefert Brasilien ihn nicht aus.
-
2001-2009
sass er schwer erkrankt im Belmarsh Gefängnis ein:
Adresse: HM Prison
, Western Way , Thamesmead, London SE 28 OEB
Tel: 0208 3172436 x 323 / 0208 3172421
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Flüchtiger Zugräuber
Biggs will sich britischer Polizei stellen
.
Nach 35 Jahren auf der Flucht will der ehemalige Zugräuber
Ronnie Biggs einem Zeitungsbericht zufolge nach Grossbritannien zurückkehren.
Er sei ein kranker Mann, sagte Biggs am Donnerstag in einem Interview der
Zeitung "The Sun". "Mein letzter Wunsch ist es, als Engländer in
den Margate Pub zu gehen und ein Bier zu trinken", sagte Biggs.
Das Interview wurde
von Biggs Sohn Michael übermittelt, da Biggs nach zwei Schlaganfällen nicht
mehr sprechen könne. Biggs gehörte zu der berüchtigten "Great Train
Robbery"-Bande (Der grosse Zugraub) und war 1965 aus einem Gefängnis in
London ausgebrochen.
Biggs habe sich mit
der britischen Polizei in Verbindung gesetzt, berichtete die "Sun"
weiter. Die Polizei bestätigte, dass eine E-Mail von einem Mann eingegangen
sei, der behaupte, er sei der 71-jährige Zugräuber. Die E-Mail habe eine Kopie
eines Fingerabdruckes zur Identifikation beinhaltet.
Biggs gehörte zu
einer Gruppe von insgesamt 15 Personen, die am 08. August 1963 einen Postzug auf
dem Weg von Glasgow nach London überfallen hatten. Dabei erbeuteten sie mehr
als 2,6 Millionen Pfund - rund 110 Millionen Mark nach heutigem Wert. Biggs
besitzt nach eigenen Angaben nichts von dem Geld.
Er habe die
Absicht, bei der erstbesten Möglichkeit nach England zurückzukehren, erklärte
Biggs über seinen Anwalt. Dem britischen Fernsehsender Sky News sagte der
Anwalt: "Wir haben die Londoner Polizei informiert und Ronnie (Biggs) ist
sich der Tatsache bewusst, dass er verhaftet wird, sobald er im Flughafen von
Heathrow (London) ankommt." Die innenpolitische Sprecherin der britischen
Oppositionspartei, Ann Widdecombe, sagte, Biggs werde durch die normale Prozedur
gehen müssen und diese werde vermutlich Gefängnis bedeuten.
Biggs wurde zu 30
Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Nach 15 Monaten Haft gelang es ihm, 1965 aus
dem Gefängnis auszubrechen und nach Paris zu fliehen, wo er sich einer
Gesichtsoperation unterzog. Danach liess er sich in Australien nieder und
siedelte 1970 nach Brasilien über, wo er bislang lebte. Biggs hinterlässt nach
eigenen Angaben in Brasilien einen Sohn und eine Enkelin. "Ich weiss, wenn
ich gehe, wird es wahrscheinlich das letzte Mal sein, dass ich sie (die Enkelin)
sehe. Aber ich hatte ein grossartiges Leben. Ich bereue nichts", sagte
Biggs der Zeitung.
Biggs war zuletzt
bei der Vorstellung einer brasilianischen Unterwäsche-Kollektion im Januar 2001
gesehen worden - umringt von Mannequins in Unterwäsche und britischen
Polizeihelmen.
(Stand:
03.05.2001)
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Zugräuber Biggs
nach 35 Jahren Exil in London eingetroffen
.
Der britische Zugräuber Ronald Biggs ist nach 35 Jahren auf der Flucht am
Montag nach Grossbritannien zurückgekehrt. Der Fernsehsender Sky Television
übertrug die Landung eines Privatjets auf dem Militärstützpunkt Northolt bei
London.
Das Flugzeug war
dem 71-Jährigen von einer britischen Boulevard-Zeitung zur Verfügung gestellt
worden. Biggs hatte angekündigt, sich in London den Behörden zu stellen. Er
lebte etwa 30 Jahre lang in Brasilien. Der Zeitung "Sun" hat der
kranke Biggs gesagt, er wolle nach Hause zurückkehren. Die britische Polizei,
die Biggs auf dem Militärstützpunkt erwartete, will ihn nach eigenen Angaben
wie jeden anderen Verbrecher behandeln.
Stand: 07.05.2001
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Zugräuber Biggs
bei Rückkehr nach London verhaftet
.
Nach 35 Jahren auf der Flucht ist der britische Zugräuber Ronald Biggs am
Montag nach Grossbritannien zurückgekehrt und sofort verhaftet worden. Etwa 60
Scotland-Yard-Beamten nahmen den 71-Jährigen auf dem Militärstützpunkt von
Northholt bei London in Empfang.
Dort war Biggs mit
einem von einer Boulevard-Zeitung gecharterten Privat-Jet gelandet. Er hatte
rund 30 Jahre lang in Brasilien gelebt und in der vergangenen Woche
angekündigt, sich den britischen Behörden stellen zu wollen. Der zum Teil
gelähmte Biggs hatte gesagt, er wolle vor seinem Tod in seine Heimat
zurückkehren, um dort noch einmal in einem Pub ein Bier zu trinken.
Scotland Yard
teilte mit, Biggs werde zunächst auf eine Polizeiwache in London gebracht, wo
er von einem Arzt untersucht werden solle. Später solle er noch vor Gericht
erscheinen. Die britische Polizei hatte angekündigt, Biggs wie jeden anderen
Straftäter behandeln zu wollen. Er war in Grossbritannien zu 30 Jahren
Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Biggs gehörte zu
der Bande von 15 Tätern, die 1963 den "Great Train Robbery" (Den
grossen Zugraub), verübte. Sie überfielen am 8. August einen Postzug auf dem
Weg von Glasgow nach London und erbeuteten dabei mehr als 2,6 Millionen Pfund,
rund 110 Millionen Mark nach heutigem Wert. Die Täter hatten bei dem Überfall
den Lokomotivführer schwer verletzt. Dieser starb sechs Jahre später,
möglicherweise an Spätfolgen seiner Verletzungen. Der Raub geriet in
Grossbritannien zur Legende, aus den Tätern wurden in der Meinung einer breiten
Öffentlichkeit Helden. Biggs besitzt nach eigenen Angaben nichts von dem Geld.
Biggs gelang es
1965 nach 15 Monaten Haft, aus seinem Londoner Gefängnis auszubrechen und nach
Paris zu fliehen. Dort unterzog er sich einer Gesichtsoperation. Danach liess er
sich in Australien nieder und siedelte 1970 nach Brasilien über, wo er nach der
Geburt eines Sohnes vor 25 Jahren ein lebenslanges Aufenthaltsrecht erhielt.
Der Flug von Rio de
Janeiro nach London war von der britischen Zeitung "Sun" bezahlt
worden, die sich als Gegenleistung die exklusiven Interview-Rechte sicherte.
Biggs kann nach mindestens zwei Schlaganfällen kaum noch sprechen, so dass er
sich nur schriftlich zu den Fragen der "Sun"-Reporter äussern konnte.
"Ich will in England wieder frei sein", teilte Biggs mit. "Ich
muss zurück nach England".
Seine Anwältin
kündigte Berufung gegen die Gerichtsentscheidung an. Ein Familienangehöriger
appellierte an das Gericht, die angeschlagene Gesundheit Biggs' zu
berücksichtigen. "Ronnie ist ziemlich schwach auf den Beinen und der lange
Flug hat seinen Tribut gefordert", sagte er. Zudem habe er sich freiwillig
gestellt. Vor seiner Abreise unterschrieb Biggs in Brasilien eine Erklärung,
dass er aus freien Stücken nach England zurückkehren wolle.
In Brasilien hatte
Biggs eine Erklärung unterzeichnen müssen, dass er aus eigenem Wunsch nach
Grossbritannien zurückkehrt. "Er schien froh zu sein, nach Hause
zurückzukehren", sagte ein Sprecher der brasilianischen Polizei, der bei
der Unterzeichnung zugegen war. Die brasilianische Justiz hatte mehrfach
britische Auslieferungsanträge abgelehnt.
In einer
Telefon-Umfrage der Zeitung "The Star" sprachen sich 74 Prozent der
Anrufer für eine Inhaftierung Biggs' aus.
Die "Sun"
berichtete, Biggs habe geweint, als er kurz vor seinem Abflug noch einmal seine
Enkelin Ingrid an sich drückte. Eine weitere Sorge galt offenbar dem kühlen
Wetter, das ihn in Grossbritannien erwartete. Er habe seit seiner Ankunft in
Brasilien nie einen warmen Pullover gebraucht, sagte Biggs. "Ich will nicht
nach England zurückkehren und an der Kälte zu Grunde gehen", sagte er.
(Stand: 07.05.2001)
.
Das Schicksal der
Posträuber
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Eine Gruppe von 15 Männern
wurde für den Postraub von 1963 verurteilt – zu Haftstrafen bis zu 30 Jahren.
Der Berühmteste der Bande war Ronald "Ronnie" Biggs, ein Zimmermann aus
Redhill in Surrey. Er bekam 30 Jahre Haft. 1965 floh Biggs aus dem Gefängnis
und lebte bisher in Brasilien.
Bruce
Reynolds, Antiquitätenhändler aus Croydon, war „das Gehirn“ des
Verbrechens. Er wurde zu 25 Jahren Haft verurteilt, davon verbüsste er zehn.
Bandenchef Reynolds wurde nach der Flucht ins Ausland 1968 verhaftet. 1984 wurde
er erneut für drei Jahre wegen Handels mit Haschisch und Amphetaminen
verurteilt.
Ronald
„Buster“ Edwards
war Berufsverbrecher. Er floh nach Mexiko, stellte sich
aber 1966. Neun Jahre sass er im Gefängnis, anschliessend arbeitete er als
Blumenhändler am Londoner Waterloo-Bahnhof. Angeblich war er der Mann, der den
Lokführer erschlug. 1994 wurde er erhängt in einer verschlossenen Garage
gefunden.
Charlie
Wilson, genannt "der Schweiger". Er sagte während der
Gerichtsverhandlung kein Wort. Das Urteil lautete 30 Jahr Haft. Nach vier
Monaten floh er, wurde aber in Kanada verhaftet. Wilson verbüsste zwölf Jahre
Haft. Im April 1990 wurde er vor seinem Haus in Marbella erschossen.
Roy
James, Rennfahrer, genannt „das Wiesel“. Er verbüsste zwölf von 30
Jahren. James war der Fahrer des Fluchtwagens. Er hinterliess jenen
Fingerabdruck im Flucht-Haus, der die Polizei auf die Spur der Täter brachte.
1993 wurde er erneut wegen Schüssen auf den Schwiegervater und Angriffs auf
seine Frau zu sechs Jahren verurteilt. Er starb 1997 kurz nach seiner
Entlassung.
Der
Rechtsanwalt Brian Field kümmerte sich um das Haus, in dem die Bande
nach der Tat untertauchte. Er verbüsste fünf von 25 Jahren Haft. 1979 starb er
bei einem Verkehrsunfall.
Der
Buchmacher Thomas Wisbey wurde zu 30 Jahren verurteilt, aber 1976
freigelassen. 1989 bekam er erneut zehn Jahre Haft wegen Handels mit Kokain.
Der
Nachtclubbesitzer Robert Welch wurde zu 30 Jahren verurteilt, aber 1976
freigelassen. Er wurde durch eine missglückte Beinoperation zum Krüppel.
Der
Friseur Gordon Goody wurde bereits 1975 trotz Verurteilung zu 30 Jahren
freigelassen. Er eröffnete vier Jahre später eine Strand-Bar in Südspanien.
Der
Anstreicher James Hussey wurde auch zu 30 Jahren verurteilt und 1975
freigelassen. 1981 wurde er erneut wegen Körperverletzung und 1989 zu sieben
Jahren wegen Drogenhandels (gemeinsam mit Thomas Wisbey) verurteilt.
Der
Florist Roger Cordrey. Er erhielt 1964 20 Jahre Haft, weil er das Signal
für den Zug auf Rot gestellt hatte. Im Berufungsverfahren wurde das Urteil auf
14 Jahre reduziert. 1971 wurde Cordrey freigelassen, seither ist er
Geschäftsbesitzer in der Provinz.
James
White, der Techniker der Bande. Drei Jahre war der Ex-Fallschirmjäger auf
der Flucht, wurde aber 1966 zu 18 Jahren Haft verurteilt. Nachdem er 1975
freigelassen worden war, lebte er in Sussex südwestlich von London.
Der
Ingenieur William Boal starb 1970 während der Verbüssung einer
Haftstrafe wegen Hehlerei an einem Gehirntumor. Die ursprüngliche Haftstrafe
von 24 Jahren war in der Berufung auf 14 Jahre verkürzt worden.
Der
Seemann Leonard Field wurde 1964 zu 25 Jahren Haft verurteilt. Die Strafe
wurde im Berufungsverfahren auf fünf Jahre reduziert, er wurde 1967
freigelassen. Sein letzter bekannter Aufenthaltsort war Tottenham bei London.
Der
Rechtsanwalt John Wheater wurde 1964 zu drei Jahren Gefängnis wegen
Behinderung der Justiz verurteilt. 1966 liessen ihn die Behörden frei. Seither
lebt er mit seiner Frau in der Nähe Londons.
Die Polizei vermutet, dass
noch zwei andere Männer an dem Postraub beteiligt waren – diese wurden jedoch
mangels Beweisen niemals verhaftet.
(Stand: 07.05.2001)
.
Das
Geheimnis der 120 Geldsäcke
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Bis heute konnte nicht
geklärt werden, was aus der Beute des Überfalls auf den britischen Postzug im
August 1963 geworden ist. Bei dem Verbrechen wurden 120 Geldsäcke geraubt, in
denen sich rund 2,6 Millionen Pfund in gebrauchten Scheinen befanden. Die
Umrechnung dieses Betrages auf heutige Verhältnisse ist schwierig: Die meisten
britischen Medien schätzen den Wert der damaligen Beute nach heutigen
Massstäben auf rund 25 bis 50 Millionen Pfund (75 bis 150 Millionen Mark).
Ronald Biggs hat nach
eigenen Angaben damals einen Anteil in Höhe von 148 000 Pfund bekommen. Seiner
Schilderung zufolge waren ausser den 15 Verurteilten noch drei andere, niemals
gefasste Männer an dem Überfall beteiligt. Wenn man davon ausgeht, dass alle
18 Täter den gleichen Betrag erhielten, ergäbe sich bei 148 000 Pfund etwa die
Summe von 2,6 Millionen. Biggs behauptet, mit dem Geld seien auch 50
ungeschliffene Diamanten geraubt worden, mit denen die drei niemals gefassten
Bandenmitglieder entkommen seien. Der Wert der Steine sei höher als der des
Bargelds gewesen.
Biggs sagt, er habe sein
Geld schon längst ausgegeben – zunächst für eine Operation zur Veränderung
seines Gesichts, dann während der ersten Jahre in Rio de Janeiro nach seiner
Flucht. Vom damals erbeuteten Geld sind nur etwa zehn Prozent jemals wieder
aufgetaucht. Charlie Wilson, der als "Schatzmeister" der Gang angeblich
wusste, wo die Beute versteckt war, floh 1964 nach Spanien. Wilson wurde dort
1990 vor seiner Villa in Marbella erschossen.
(Stand: 07.05.2001)
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Biggs
in Selbstmordgefahr
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Der nach Grossbritannien
zurückgekehrte Posträuber muss in seiner Zelle rund um die Uhr bewacht werden.
Die sofortige Inhaftierung in Grossbritannien habe ihm einen „Schock“
versetzt, berichtete die „Daily Mail“ am Donnerstag. Er sei in seiner Zelle
„schluchzend zusammengebrochen“, als ihm gesagt worden sei, er müsse noch
mindestens 14 Jahre im Gefängnis bleiben.
Ronald Biggs war nach 35
Jahren auf der Flucht Anfang der Woche von Brasilien nach Grossbritannien
zurückgekehrt. Er war der Anführer einer Bande, die 1963 beim spektakulären
Überfall auf den Postzug von Glasgow nach London eine Millionenbeute gemacht
hatte. Biggs war 1965 nach nur 15 Monaten Haft aus dem Gefängnis ausgebrochen
und hatte sich nach Brasilien abgesetzt.
Die Verbüssung einer
Reststrafe von 28 Jahren steht noch aus. Ein Gnadengesuch sei aber nach 14
Jahren möglich, schrieb die „Mail.“ In London wird allerdings erwartet,
dass der kranke Biggs in nicht allzu ferner Zukunft die Gefängnismauern hinter
sich lassen wird.
(Stand:
10.05.2001)
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Ronnie Biggs heiratete hinter Gittern
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Als die Braut endlich Ja sagte, hatte Ronnie Biggs Tränen in den Augen: Der Posträuber hat in einem Gefängnis bei London seine Freundin Raimunda Rothen geheiratet.
Vier Mal hat der britische Posträuber Ronnie Biggs Raimunda Rothen, seine langjährige Lebensgefährtin und Mutter seines Sohnes Michael bereits gebeten, seine Frau zu werden. Zuletzt stimmte die 54-Jährige zu, auch, weil sie dem schwer erkrankten Häftling einen Wunsch erfüllen wollte.
Am heutigen Mittwoch war es dann soweit: Der 72-Jährige und seine Verlobte haben unter strengen Sicherheitsvorkehrungen im Belmarsh-Gefängnis bei London
(südöstlich) geheiratet. Biggs habe dabei geweint, so die Gefängnisangestellten zu britischen Journalisten.
Ebenfalls dabei bei der halbstündigen Trauung in der Gefängniskapelle: der mittlerweile 27 Jahre alte gemeinsame Sohn Michael, dessen kleine Tochter und Freunde. «Ich bin sehr glücklich», sagte Raimunda Rothen nach der Trauung und zeigte den wartenden Fotografen stolz ihren Ehering. «Jetzt sind wir alle eine Familie», fügte Sohn Michael hinzu.
Rothen sei, so die Familie «extrem besorgt» über den Gesundheitszustand des 72-Jährigen. Er ist gebrechlich und kann nach drei Schlaganfällen kaum noch sprechen. Biggs war nach dem legendären Überfall 1963 auf einen Postzug von Glasgow nach London zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Nach 15 Monaten entkam er 1965 und war dann 36 Jahre auf der Flucht, zumeist lebte er in Brasilien. Im vergangenen Jahr
(2001) kehrte er nach Grossbritannien zurück. Dort muss er bis 2020 eine Reststrafe für den «Raub des Jahrhunderts»
verbüssen.
(Stand:
10.07.2002)
.
Posträuber Biggs wird nicht vorzeitig entlassen
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Ronald Biggs, der vor 40 Jahren den legendären Postraub in England beging, muss wahrscheinlich bis zu seinem Tod im Gefängnis bleiben. Der Oberste Gerichtshof lehnte eine vorzeitige Entlassung ab.
Der legendäre britische Posträuber Ronald Biggs hat seinen Berufungsprozess um eine vorzeitige Haftentlassung verloren. Der Oberste Gerichtshof lehnte am Donnerstag einen Antrag des 73-Jährigen ab, ihm die restliche Haftzeit von 28 Jahren zu erlassen. Biggs ist nach mehreren Schlaganfällen teilweise gelähmt. Biggs hatte den Obersten Gerichtshof angerufen, nachdem die Kommission zur Überprüfung von Kriminalfällen eine Wiederaufnahme seines Verfahrens abgelehnt hatte.
Der «Gentleman-Verbrecher» hat wegen seiner Teilnahme an dem zum «Raub des Jahrhunderts» stilisierten Überfall auf einen Postzug 1963 Kriminalgeschichte geschrieben. Mit 14 Komplizen erbeutete er 2,6 Millionen Pfund, was heute umgerechnet knapp 43 Millionen Euro entspricht. Alle wurden verhaftet, 1965 gelang Biggs als einzigem eine spektakuläre Flucht aus dem Gefängnis. Er liess sich anschliessend in Brasilien nieder und wurde erneut verhaftet, als er vor zwei Jahren nach Grossbritannien zurückkehrte.
(Stand: 02.10.2003)
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Ronnie Biggs erlitt Herzinfarkt
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Der englische Posträuber Ronnie Biggs hatte einen Herzinfarkt. Deshalb wurde er vom Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses ins Krankenhaus verlegt.
Nach mehreren Schlaganfällen hat der englische Posträuber Ronnie Biggs einen Herzinfarkt erlitten. «Ronnie ist sehr krank», sagte sein Freund Kevin Crace der britischen Boulevardzeitung «Sun». «Wir machen uns grosse Sorgen um ihn.»
Biggs, der in London eine 30-jährige Haftstrafe absitzt, wurde vom Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in das Queen Elizabeth Hospital gebracht, hiess es. In den vergangenen Jahren war der 73-Jährige bereits gesundheitlich stark angegriffen.
1963 hatte Biggs, der den Spitznamen «Gentleman-Ganove» trägt, mit 14 Komplizen den Postzug von Glasgow nach London überfallen und 2,6 Millionen Pfund erbeutet. Diese hatten damals einen Wert von umgerechnet rund 14,3 Millionen Euro.
Biggs wurde gefasst, konnte jedoch fliehen und liess sich in Rio de Janeiro nieder. Verarmt und schwer krank kehrte er 2001 freiwillig nach England zurück und wurde noch im Flugzeug
verhaftet.
(Stand: 07.01.2004)
Ronnie Biggs
Entlassung
Wenige Tage vor
seiner geplanten Freilassung ist der legendäre britische Posträuber
Ronnie Biggs ins Krankenhaus eingeliefert worden. Wie sein Sohn
mitteilte, wurde der 79-Jährige wegen Verdachts auf
Oberschenkelhalsbruch und einer Atemwegsinfektion aus dem Gefängnis
in ein Krankenhaus in Norwich in Ostengland gebracht.
Biggs sitzt seit
acht Jahren im Gefängnis. Am 03.07.2009 soll der britische
Justizminister Jack Straw über seine Entlassung entscheiden. Dem
einstigen Posträuber, der im August 80 Jahre alt wird, geht es nach
mehreren Schlag- und Herzanfällen gesundheitlich schlecht.
Am 07. August 2009,
ein Tag vor seinem 80. Geburtstag, wurde Biggs wegen seinem
akut-schlechten Gesundheitszustand entlassen.