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55 Jahre
deutsches Fernsehen (DEUTSCHLAND, BRD + "DDR") |
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THEMEN:
Fernsehstart
DDR-Fernsehen
Sandmann
&
Co Spielplatz-
und Geschichtenlieder
Märchenland
Sandmännchen
(West+Ost)
Seamstrasse |
PERSONEN:
Meister
Nadelöhr
Taddeus Punkt
Meister
Briefmarke |
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Sandmännchen-Vater
Puppendoktor
Pille
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FERNSEH-GESCHICHTE |
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22.08.1932
- BBC
beginnt mit einem Fernsehprogramm |
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Nach
zweijährigem Versuchsbetrieb sendet die britische Rundfunkgesellschaft BBC (gegr.
am
14.11.1922) ein regelmässiges Fernsehprogramm, das mit einer Kabarettsendung
beginnt.
Das BBC-Fernsehen benutzt das von John Logie Baird entwickelte System, das ein
Postkarten grosses Bild mit niedriger Auflösung liefert. Wenige Tage zuvor wurde
in den USA vom Sender CBS die erste Fernsehserie ausgestrahlt: Die Wochenschau
»The Wide World Review«. Der erste Programmdienst in Deutschland sendet ab
1935 zunächst dreimal wöchentlich für je anderthalb Stunden. 1936 gibt es die
ersten Fernsehübertragungen von Olympischen Spielen. |
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07.07.1951
- Fernsehen
wird bunt
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In den USA
beginnt mit der Ausstrahlung einer CBS-Show der Siegeszug des Farbfernsehens.
Die Farbqualität lässt allerdings noch zu wünschen übrig.
Ein erstes, wirtschaftlich erfolgloses Farbfernsehpatent hatte 1902 der deutsche
Physiker Otto von Bronk erhalten.
1928 gelang dem Schotten John Logie Baird die
Ausstrahlung eines 30zeiligen Farbfernsehbilds. Während sich in den USA und
Japan das vom National Television System Committee entwickelte NTSC-System
durchsetzt, ist in Frankreich das 1958 von Henri de France erfundene
Farbfernseh-System SECAM (séquentiel à mémoire) verbreitet.
Das u. a. in
Deutschland übliche PAL-System (PAL = Phase Alternating Line) stellt 1961
Walter Bruch vor.
In der ehm. 'DDR' gab es bis 1989 das
Farbsystem Secam. Grund war auch, das "DDR"-Bürger, das in der
Bundesrepublik ausgestrahlte PAL-System nicht nutzen zu können. Der Bildschirm
erschien schwarz-weiss. |
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Fernsehstart
in Deutschland
(incl. BRD und DDR) |
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Fernsehen in
Westdeutschland |
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Schöne
Bescherung für die Bundesbürger: Am ersten Weihnachtstag - 25.12.1952 - nimmt
der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) in Hamburg mit dem Fernseh-Spiel
»Stille Nacht, heilige Nacht« in den Zentralen Hamburg, Köln und Berlin den
regelmässigen Fernsehbetrieb auf; einen Tag später geht Peter Frankenfeld mit
einer Unterhaltungsshow auf Sendung.
Ebenfalls am 26.12.1952 wird erstmals die
Tagesschau
gesendet und liefert fortan zunächst dreimal wöchentlich bewegte
Nachrichtenbilder ins Haus.
Die Geburtsstunde des deutschen Fernsehens erleben nur wenige Zuschauer, da
bislang erst rund 4.000 Geräte zu einem für wenige erschwinglichen
Stückpreis von 1.150 DM verkauft wurden.
Nachdem 1948 die britische
Militärregierung eine entsprechende Genehmigung erteilt hatte, strahlte der
NWDR im November 1950 Testprogramme aus.
Mit Peter von Zahns
*29.01.1913 [] - †21.07.2001 [Hamburg] "Bilder aus der Neuen Welt"
nahm 1955 die kontinuierliche Auslandsberichterstattung im Deutschen Fernsehen
ihren Anfang. Ende der 50er Jahre begann die ARD, ein eigenes
Korrespondentennetz aufzubauen. 1963, als der "Weltspiegel" seine
Sendungen begann, waren bereits in sieben Hauptstädten Europas, Asiens und
Amerikas feste Korrespondenten etabliert.
Lehrer und Ärzte warnen vor schädlichen
Einflüssen des Fernsehens auf Kinder lange vor der Diskussion über »Gewalt im
Fernsehen«, die in den 70er und 80er Jahren geführt wird.
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"DDR"-Fernsehen |
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Am 21.12.1952
startete der DFF (Deutschen Fernsehfunk)
in Berlin-Adlershof sein Versuchsprogramm. Damit war es auch die erste
Fernsehausstrahlung nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland. [In der ehm. 'DDR' gab es bis 1989 das
Farbsystem Secam]
Am 27.10.1968 startete
das DFF mit "Du und Dein Garten" ein Ratgebermagazin. Seit
Beginn der Sendereihe mit einer Unterbrechung ihrer Mod., Comeback ab 28.05.1993
bis Mai 2004 im damals ORB moderierte Schauspielerin Erika Krause (über
80 Jahre alt und eine der dienstältesten TV-Persönlichkeiten) sachkundig für das
garteninteressierte Publikum. Die die 100. Folge nach der Wende lief am
07.04.2002. 463 Folgen wurden bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt ausgestrahlt.
Das "Verkehrsmagazin"
des DFF startete im Frühling 1966 seine Ausstrahlungen, die bis zum Ende 1991
fortdauerten. In der Ausgabe des "Verkehrsmagazins" wird an ein Auto
sowjetischer Bauart erinnert, das in der DDR-Bevölkerung auf grosses Interesse
stiess: der Moskwitsch. Die Sendung unterzog den robusten Wagen einer
verkehrstechnischen Härteprüfung, die sich von Prüfungen ähnlicher Art in
der heutigen Zeit wenig unterscheidet.
Das pädagogische Magazin "Elternsprechstunde"
berichtet in seiner Ausgabe aus dem Jahre 1986 über die Erziehung zur
Hilfsbereitschaft, über Taschenrechner für die Schule und über mögliche
Schwierigkeiten, auf die Kinder in der Schule stossen können.
Das DFF-Magazin "Journal
für Sie" richtete sich vornehmlich an die Familie und ging auf
familienpolitische Fragestellungen ein, so wie sie sich Winter 1965 darstellten.
Alexander und die Frauen:
In
der Ratgebersendung werden Fragen der Kosmetik, Mode, Hauswirtschaft und der
Kindererziehung behandelt - so wie die Fernsehmacher sich das im Jahre 1963
vorstellten.
1973: "Das unsichtbare Visier"
war
ein Stück DDR-Teledramatik der 70er Jahre im historischen Rückblick auf die
50er und 60er. (Inszeniert als Agenten-Thriller im internationalen
Geheimdienstdschungel war es gemeint als ein überlegener Blick auf den
"Klassenfeind" jenseits der deutsch-deutschen Grenze. Die Fernsehfilme
als abenteuerliche Unterhaltung waren dabei klare Agitation. Zu Zeiten des
Kalten Krieges war allerdings keine Seite frei davon - der glaubwürdige,
sympathische Achim Detjen wie "James Bond" oder "Smiley"
alias Alec Guiness als Chef des britischen Geheimdienstes. Unter dem Label
"Das unsichtbare Visier" entstanden in den 70er Jahren insgesamt 15
Filme, davon neun Filme mit Armin Mueller-Stahl. Er wurde 1977 von Horst Schulze
und später Gerry Wolf als "Chefkundschafter" abgelöst. Darsteller:
Armin Mueller-Stahl (Achim Detjen), Albert Hetterle (Erich),
Günter Grabbert (Dohmke), Giso Weißbach (Förster), Annekathrin Bürger
(Silke), Micaela Kreißler (Uta), Thomas Langhoff (Kaiser) |
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50 Jahre deutsches
Kinderfernsehen |
Sandmann &
Co
"Lach mit, mach's nach, spuk besser"
Wie sagte schon
Meister
Nadelöhr Eckart Friedrichson *1930 -
†1976: "Mach mit, mach's nach, mach's besser
[gab es auch als Sportsendung (DFF) 27 Jahre lang von 1964 bis Dez. 1991, 333.
Mal mit
'Adi' alias Gerhard Adolph
- das ist für Kinder genau dasselbe, wie für Erwachsene ein
Fussball-Länderspiel oder eine Eiskunstlaufweltmeisterschaft". Adi ist noch
heute unterwegs in Schulen und bei Sportveranstaltungen.
(Stand: September 2007)
Karsten
Blumenthal *24.05.1968 [Stralsund] ist dem
Erfolgsrezept der Sendung auf der Spur und zeigt dabei natürlich noch andere
Shows des DDR-Kinderfernsehens wie "He, Du!" oder "mobil".
Einer, der durch die Kinderrevuen aus dem Neuen Berliner
Friedrichstadtpalast
[Einweihung am 27.04.1984] und später durch das
Fernsehen eine Legende wurde, war Clown Ferdinand [Jiri Vrstala, *31.07.1920 -
†10.06.1999].
Nicht
vergessen sollte Erika Radtke
*31.05.1937 [Berlin] sein, die als Sprecherin des Jugendfernsehens seit
1957 auf dem Bildschirm zu sehen war. Sie ist die Schwester von Annemarie
Brodhagen *1934, die von 1959-1990 zusammen mit Prof.
Heinrich Dathe *1910 -
†1991
den "Tierpark Teletreff" moderierte.
Insgesamt
entstanden im DDR-Kinderfernsehen über 500 Fernsehfilme oder -spiele. Die
Strassenfeger "Spuk im Hochhaus" [1982, DEFA, 7
Folgen] und "Spuk unterm Riesenrad"
[1978, DEFA, 7 Folgen] gehörten ebenso dazu wie der Märchenfilm "Rapunzel" [1988, DEFA],
"Singende klingende Bäumchen" (1957)
die Filme "Karlchen durchhalten" (1979), "Abenteuer
mit Blasius" (1975), der Gegenwartsfilm "Sprache der Vögel" [1991, DFF]
zu den Schätzen.
::> mehr Sandmännchen |
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Märchenland auf www.nabalus.de |
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Spielplatz-
und Geschichtenlieder
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Heute geht es um die wahren Ohrwürmer des DDR-Kinderfernsehens. Angefangen hat
alles mit "Bahnhof Puppenstadt"
(mit z.B. Helga 'Häppchen' Piur)
und als >Meister Nadelöhr
einige Jahre
später in seiner Schneiderstube die Elle schwang, war immer Stimmung angesagt.
Besondere Freude bereitete den kleinen und grossen Zuschauer der
"Liederspielplatz" im Sandmann. Über viele Jahre sangen
Kindergartengruppen Lieder und spielten auf ihren Instrumenten dazu.
Wer
erinnert sich nicht an den Hit
"Komm wir malen eine Sonne"
mit
Frank
Schöbel [*11.12.1942, Leipzig-Stötteritz] oder
die "Geschichtenlieder" von
Reinhard
Lakomy [*19.01.1946, Magdeburg] oder
an das
wunderbare Lied von
Gerhard
Schöne [*10.01.1952 in Sachsen]
"Jule wäscht sich nie"? |
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Karsten
Blumenthal hat sie alle und eine kompetente Gesprächspartnerin hat er sich auch
eingeladen: Angelika "Lütte"
Mann [*13.06.1949]. |
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Am 05.01.1983 bis 1991 ging
'Ellentie' ( Ellen
Tiedtke *16.03.1930, Bischofsburg/Ostpreussen) auf den TV-Schirm. Sie war
Moderatorin und die lustige Figur "Picke Puck", wo die Kinder lachen, singen und basteln konnten. Ellen ist auch beim Film als Schauspielerin
(u.a. 'Die Verlobte')
bekannt geworden. |
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Zu
Besuch im Märchenland |
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Die
Stars der "DDR"-Kinder am Sonntag: |
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- Professor
Flimmrich [Walter Eberhardt Fuß *24.05.1921 -
†01.04.1996 : seit 14.09.1959 bis 1980 auf Sendung und musste seine TV-Arbeit aus gesundhl. Gründen beenden] |
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-
Meister Nadelöhr
[seit 23.11.1955 , Eckart
Friedrichson *14.01.1930 - †07.06.1976 (Herzinfarkt!)] mit seinem Kanarienvogel
Zwirnchen sowie als Besucher Kater Mauz, Häschen Hoppel, Frau Elster und
Herr Fuchs |
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- Meister Briefmarke [seit
1955 , Heino
Winkler *22.04.1912 Reppen - †18.11.1964 Berlin] |
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und die Figuren:
Bär Brummi
(später 'Mischka' gesprochen von Harald Preuß - wegen
Ausreiseantrag entlassen) ;
Borstel, Struppi
und
Frau Elster [gesprochen
von
Heinz Fülfe]
sowie Schnatterinchen
[seit
1953 , gesprochen
von Friedgard Kurze] ; Pittiplatsch
(seit 1962) ;
Uhu und Herr Fuchs
[gesprochen
von
Heinz Schröder]
- sie alle
gehörten neben vielen anderen zum Märchenwald-Ensemble. "Zu Besuch im
Märchenland" spielte sich schon nach kurzer Zeit in die Herzen vieler
kleinen und grossen Fernsehzuschauer. Noch heute gibt es immer wieder
Zuschauerwünsche nach Wiederholungen. |
+ Heinz
Fülfe *1920 [Freiberg, DT] - †05.12.1994 [DT] |
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Ab 23.01.1955
begann das regelmässige Kinderprogramm des DFF und am Sonntagvormittag machten Taddeus Punkt und sein Hund Struppi, sowie die Figuren Flax und Krümel,
Frau Elster den Kindern Spass - es wurde gezeichnet und Fragen beantwortet / Heinz Fülfe lebte zusammen mit seiner Frau Ingeburg in Berlin und
auf der Pirnaer 'Festung Königstein'.
Ferienwohnung
"Rüdiger" hier (Der Name
Werner Fülfe ist im Web auch zu finden, ist aber ein Schreibfehler zur Person
Heinz Fülfe) |
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++
Heinz
Schröder (Pittiplatsch-Puppenspieler) geb.
02.05.1928 [Berlin] |
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Seit 1952 verheiratet mit Christel
(71=2007). Drei Kinder.
Die Familie lebt in Schöneiche bei Berlin (Stand: 2002). Lehre
als technischer Zeichner. Von 1953 bis 1957 Puppentheater an der Wuhlheide. Von
1957 bis zur Abwicklung des DDR-Fernsehens Puppenspieler
(u.a. Pittiplatsch)
beim DFF. |
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Sesamstrasse
(Westdeutschland) |
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Moderatoren u.a.: Lilo Pulver, Manfred Krug, Henning Venske demnächst dazu mehr...
ndr.de/tv/sesamstrasse
sesamstrasse-live.de
daserste.de
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Das
Sandmännchen in Ost und West |
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Die
lange Nacht des Sandmanns -> Sendung vom Samstag,
30.11.2002, 23:55 Uhr MDR 360 Min.
"40 Hits aus 40 Jahren"
"Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht soweit
..." Wenn dieses Lied ertönt, sitzen allabendlich über 1,5 Mio. Kinder
gespannt vor dem Fernseher. Den Sandmann kennt jeder. Jeden Abend kommt er via
Bildschirm zu den jüngsten Zuschauern und schaut sich gemeinsam mit ihnen die
Gute-Nacht-Geschichte an. Ein Ritual mit Tradition, denn unser Sandmann wurde am
22. November 1999 auf den Tag genau schon 40 Jahre alt. Und das musste
natürlich gefeiert werden!
"40 Hits aus 40 Jahren" ist eine Zeitreise durch die
Entwicklungsgeschichte des kleinen Mannes mit der Zipfelmütze von seinen
Anfängen, als er noch an der Hausecke einschlief, bis heute, wo er sogar im
Internet seine eigene Homepage
hat. Doch was wäre der Sandmann ohne seinen "Vater" Gerhard Behrendt.
Er hat ihn erfunden und ihm das Laufen beigebracht. Natürlich darf auch ein
Blick in den Fuhrpark nicht fehlen, denn dank Harald Serowski stellen Kinder die
allabendliche Frage "Womit kommt er denn heute?" Beide kommen zu Wort
und haben viel zu erzählen. Eingebettet in alte und neue Sandmann-Geschichten
wird es eine Zeitreise durch 40 Jahre deutsche Kinderfernsehgeschichte geben.
Und die ist so spannend, dass trotz des vielen Traumsands, der während der
"Langen Nacht des Sandmanns" verstreut wird, ganz bestimmt niemand
einschlafen wird! |
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"Das
Sandmännchen ist da"
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Früher
gab es zwei Sandmännchen, die die Kinder ins Bett brachten: ein Sandmännchen
für die Kinder in der ehemaligen "DDR" und ein Sandmännchen für die Kinder in
der Bundesrepublik.
Die Idee
zu einem (West-)Fernseh-Sandmann hatte Anfang 1959 Ilse Obrig vom SFB. Zuvor in
den Nachkriegsjahren gab es im Hörfunk beider deutscher Staaten
Gute-Nacht-Geschichten und -Lieder, unter anderem die "Gutenachtgruss-Eltern"
vom Norddeutschen Rundfunk. Ilse Obrig entwickelte gemeinsam mit der
Puppengestalterin und Autorin Johanna Schüppel eine einfache kleine Handpuppe
mit wachen Augen, die in einem romantischen Heidehaus lebte. Die
Erkennungsmelodie stammte von Max Specht. |
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Noch bevor
"Sandmännchens Gruss für
Kinder" am 01. Dezember 1959 auf dem Bildschirm erschien, sendete der DFF am
22. November "Unser Sandmännchen". Die Fernsehmacher in Adlershof hatten
von der Entwicklung eines West-Sandmännchens erfahren und produzierten mit
aufwendiger Tricktechnik die erste Folge des Ost-Sandmännchens.
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Die
animierte Gelenkpuppe schuf Gerhard Behrendt
[*03.04.1929, Potsdam -
†26.09.2006, Berlin ; "Sandmann-Vater"],
Wolfgang Richter [*1927 -
†22.05.2004]
komponierte das Sandmann-Lied und Harald Serowski
[*07.10.1929 - †09.11.2005 Berlin]
entwarf die Sandmann-Fahrzeuge (200 Fahrzeuge, 1.000 Szenenbilder).
Im Sommer 1960 nahm ihr Erfinder an der Puppe einige Veränderungen vor und
gestaltete das Sandmännchen in seiner endgültigen Form mit dem bis heute
typischen Bart. |
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Bekannte
Figuren des DDR-Kinderfernsehen erzählten Gute-Nacht-Geschichten:
Meister
Nadelöhr ; Taddeus Punkt
; Frau Puppendoktor Pille: vor 1969 mit Helga Labudda
[*27.05.1935, Zschornewitz] und
Angela Brunner
[*12.01.1931, Berlin] sowie 1969-1988 mit
Urte Blankenstein
[*1944] ; Herr Fuchs und Frau
Elster, Mautz und Hoppel, Borstel und Onkel Uhu, Bärbel und Pünktchen, sowie Annemarie und Brummel. |
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Das SFB-Sandmännchen
[SFB=Sender Freies Berlin, Berlin-West]
wurde mit ca. 80 verschiedenen Vor- und Abspännen bis zum 30.04.1962
gesendet. Ab 1961 war es auch im NDR zu sehen. Es folgten 13 Sendungen mit einer
animierten Puppe, die von Werner Pfäffinger im Auftrag des NDR gedreht wurden. |
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Westsandmännchen |
Bis dann am 29.10.1962 der Inbegriff des
West-Sandmanns "Das Sandmännchen auf der Wolke", eine Kreation von Herbert
K. Schulz, auf den Fernsehkanälen von NDR, SFB und HR erschien.
Die Produktionen wurden von Helga
Mauersberger vom Norddeutschen Werbefernsehen betreut. Die in bester
Trickfilm-Tradition gestaltete Puppe wurde von Rosemarie Küssner (Schulz)
animiert. Das Lied wurde von Kurt Drabek komponiert, Text von Helga Mauersberger.
Bis zu seinem Tod im Jahre 1985 produzierte Herbert K. Schulz mit seiner Fima
„cinetrick“ 77 Sandmann-Folgen und ca. 1.500 Filme für die
Gute-Nacht-Geschichten.
Längere Serien waren unter anderem „Käpt’n Smoky“
(1963-68, 112 Folgen) und die „Wawuschels“ (1969-73, 82 Folgen). Namhafte
Autoren wie Janosch und James Krüss und Schauspieler wie Uwe Friedrichsen
(Cowboy Jim) und Cornelia Froboess (Trixi Löwenstark) arbeiteten für das
Sandmännchen. Die Augsburger Puppenkiste brachte bis zu 800 Folgen
verschiedenster Serien ein.
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Kultserien in der damaligen Bundesrepublik
waren die Sandmännchen-Geschichten "Hilde, Teddy und Puppi" mit Hilde
Nocker (1965) und in den Siebzigern und Achtzigern "Piggeldy und Frederick"
(Elke und Dietrich Loewe) und "Der Tierbabysitter" (Ludvik Askenazy, Helme
Heine).
Ab Anfang
der achtziger Jahre wurden unter der Leitung von Arno Alexander vom NDR von
verschiedenen Künstlern (unter anderem Armin Lange, Dietrich Loewe, Raymond
Postulath, Alexander Zapletal) neue Vorspänne für das Sandmännchen
entwickelt. Am 31.03.1989 wurde die Sendung im Zuge einer veränderten
Struktur des NDR-Vorabendprogramms eingestellt.
Viele
seiner Geschichten haben jedoch überlebt und werden heute vom gesamtdeutschen
Sandmännchen erzählt, das seit 1992 unter Federführung des ORB vom NDR, MDR
und SFB produziert wird.
Als
literarische Figur ist der Schlafbringer schon einige hundert Jahre alt. Bereits
in den Volkssagen des 18. Jahrhunderts schickte der Sandmann die Kinder ins
Bett. Und nicht immer war er so freundlich wie jetzt. Als Bösewicht beschrieb
ihn der Schriftsteller E.T.A. Hoffmann in seiner Erzählung „Der Sandmann“
von 1815. Und statt Sand sprühte er den Kindern auch schon mal süsse Milch in
die Augen, als „Ole Luköje (Ole Augenschließer), wie ihn der dänische
Dichter Hans Christian Andersen 1841 nannte.
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Das
heutige Sandmännchen |
Das heutige Sandmännchen wird vom
Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg
(ORB, heute RBB) im Filmpark Babelsberg in Potsdam produziert.
Dort kann man auch - nach Anmeldung - zusehen, wie das Sandmännchen laufen
lernt und wie es im richtigen Licht erscheint.
Ausserdem gibt es eine
Sandmann-Ausstellung mit den schönsten Szenerien und vielen beliebten Figuren
aus den Gute-Nacht-Geschichten. Und natürlich auch einen Fan-Shop, in dem die
Figuren, Bücher und Videos erworben werden können.
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Mehr
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Ergänzungen in Klammern [...Daten...]
und Links zu Websites © by Michael Stolle,
www.welt-des-wissens.com |