|
|
|
| ::: Bauwerke | |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| . | |
| BAUWERKE DER WELT (4) | |
| . | |
| Der schiefe Turm von Pisa | |
| . | |
|
Amtlicher Name: DI PISA
TORRE PENDENTE Funktion: Glockenturm (Campanile) Ursprünglicher Architekt: Bonanno Pisano Architekt, der feststellte, dass der Glockenturm nicht gerade gerichtet werden könnte: Da Pontedera (1275) Tomasso di Andrea Jahr der Errichtung: 1173-1350 Breite: 43,7167 (43° 43 ' 0"N) Länge: 10,3833 (10° 22 ' 60"E) Aufzug von dei Miracoli Piazza: Ungefähr 6 Fuss, (2 Meter) (DMS) Erster Anschlag: 1178 (Krieg mit Firenze) Jahr, in dem Mageres offensichtlich wurde: 1178 (Dritte Geschichte) Höhe, auf der Mageres offensichtlich wurde: 10,6 Meter (35 ft.) Niveau, auf dem Turm zum Norden gerade richtet: 5 (ungefähr 110 Meter) Zweiter Anschlag: 1185 (Krieg mit Firenze) Neuerer Anschlag: 1284 (Krieg mit Genua, Hauptseeschlachtniederlage) Höhe: 55,863 Meter (185 Fuss) Äusserer Durchmesser der Unterseite: 15,484 Meter Innerer Durchmesser der Unterseite: 7,368 Meter Gewicht: 14.700 metrische Tonnen Stärke der Wände an der Unterseite: 8 Fuss Richtung des Mageren: 1173-1250 Norden, Süden 1272-1997 7. Fussboden hinzugefügt: 1319 Glockenturm hinzugefügt: 1350 Erste Glocke hinzugefügt: 1198 (Dritter Stock) Gesamtzahl der Glocken: 7, abgestimmt zur musikalischen Skala Grösste Glocke: Drei und Hälftentonnen, Form 1655. Name der ältesten Glocke: Pasquarreccia Adresse: Dei Miracoli ("Der Platz der Wunder"), Pisa, Italien Jahresaufschrift eingespritzt in die Unterseite: 1934 Schritte zum Glockenturm: 294 Zahl der Besucher 1989: 700.000 Datum - für die Öffentlichkeit geschlossen: 07.01.1990 Datum - wieder geöffnet: seit 15.12.2001 Gewicht Leitung fügte auf Nordseite hinzu: 600 Tonnen (1995) Menge Neigung über Nacht notiert im September 1995: 2,5 Millimeter (0,07") Gewicht nach Nachtneigung im September 1995 hinzu: 230 Tonnen Rate des Falles 1990: 1,2 Millimeter (1/20") jedes Jahr ("Un-Millimeter pro anno") Quelle: Der Wächter (London) August 19 1997 Menge der Neigungkorrektur von 1990 - 1999: 25 Millimeter (ungefähr 1,0") Menge der Neigungkorrektur von 1999-2001: 43,8 Zentimeter (ungefähr 17,25") Turm an der gegenwärtigen Neigung letzte Datierung war: 1700 |
|
| . | |
|
Einem internationalen Expertenteam ist es scheinbar endlich gelungen, das weltbekannte Gemäuer vor dem sicher drohenden Einsturz zu bewahren. Seit über 800 Jahren versuchen Architekten den Glockenturm zu stützen. Alle bisherigen Sanierungsversuche schlugen jedoch fehl und haben dem einzigartigen Baudenkmal eher geschadet. Nachdem sich der Schiefe Turm im Laufe der Jahre um mehr als 5 Meter neigte, begann 1990 eine aufwändige Rettungsaktion, die zwölf Jahre andauern musste. Das 54,75
Meter hohe Bauwerk wurde für die Öffentlichkeit gesperrt, jahrelang beobachtet
und akribisch vermessen. Einsturz und bürokratische Hürden schienen das Ende für
das einzigartige Weltkulturerbe zu besiegeln. Erst 1998 brachte ein Verfahren
von Fernando Terracina aus den sechziger Jahren neue Hoffnung. Dreissig Tonnen
Erde wurden unter der Nordseite des Patienten herausgebohrt. Zur Sicherheit
wurde er während der Arbeiten mit Bleigewichten beschwert und mit Stahlseilen
verspannt. |
|
| . | |
|
Fast sein gesamtes Leben lang, das schon mehr als 800 Jahre dauert, war er schief. Niemanden schien es allzu sehr zu stören. Dennoch versuchten einige Quacksalber, den Langen von seiner schlechten Haltung zu kurieren. Das allerdings bekam ihm nicht sehr gut. Seine Schieflage wurde immer bedrohlicher. Ein weiterer Rettungsversuch vor sechs Jahren brachte ihm schliesslich fast den Tod. Der Patient musste auf die Intensivstation. Eingeschnürt in ein Korsett, mit Stahlseilen und Gewichten vor der tödlichen Fallsucht gesichert, mühten sich die Experten, seine bedrohliche Schieflage dauerhaft zu kurieren. Und sie hatten Erfolg: Der zähe Alte, der schiefe Turm von Pisa, erstrahlt in neuem Glanz und darf sogar wieder Besuch empfangen. Die Geschichte des schiefen Turms von Pisa beginnt am 09.08.1173: An diesem Tag wurde der Grundstein für den Turm gelegt. Dem prächtigen Dom von Pisa fehlte bislang ein passender Kampanile, ein Glockenturm. Ein hoher, schöner Bau sollte es werden, der vom Reichtum und der Macht der Stadt Pisa zeugen sollte. Aber schon fünf Jahre nach Baubeginn begann sich der Turm, bereits drei Stockwerke hoch, zu neigen. Dummerweise hatten die Baumeister den Turm auf einem puddingweichen Boden errichtet. Schwemmland vom Fluss Arno, das auf einer mächtigen Tonschicht liegt, hielt dem Druck der Fundamente nicht stand. Und so dämmerte der schiefe Stumpf nach Abbruch der Arbeiten als Bauruine 100 Jahre lang dahin.
Einzig die Glockenstube fehlte ihm noch. Und im Jahr 1378 bekam der schiefe Turm schliesslich die Krone aufgesetzt. Mit seinen stolzen 55 Metern Höhe war er lange Zeit das höchste Bauwerk Italiens. Im Mittelalter zog er bereits viele Schaulustige und Touristen an, die die einzigartige Erscheinung bestaunten. Der Turm wird krank Er hielt sich gut über die Jahrhunderte. Bis 1550 hatte er sich um 3,79 Meter aus der Senkrechten bewegt. Und 300 Jahre später waren es gerade mal fünf Zentimeter mehr. Also bestand kein Grund zur Sorge. Er würde auch die nächsten Jahrhunderte gut überstehen. Im Jahr 1838 machte sich der Architekt Alessandro Gherardesca daran, das Geheimnis der Schräglage zu lüften. Beim Versuch, das Fundament freizulegen, liess er grosse Mengen Grundwasser abpumpen. Das war ein schwerer Fehler: Der Turm legte sich weitere 20 Zentimeter zur Seite. Eigentlich hätte er damals schon umfallen müssen. Das tat er zwar nicht, neigte sich aber seitdem jedes Jahr um einen weiteren Millimeter der Erde entgegen. Schliesslich blieb den Behörden 1990 nichts weiter übrig, als den schiefen Turm aus Sicherheitsgründen für Touristen zu sperren. Höchste Alarmstufe
Der Stuttgarter Ingenieur Fritz Leonhardt hatte vorgeschlagen, das Fundament mit einem Betonring zu sichern und mit Erdankern die Absenkung auszugleichen. Eine neue Technik sollte verhindern, dass beim dafür notwendigen Abpumpen des Grundwassers der Boden in Bewegung geriet: Der Untergrund wurde vereist. Leider vergassen die Techniker, dass sich beim Auftauen des Eises das Volumen des Bodens verringern würde. Und so passierte es, dass ein Hohlraum entstand, in den der Turm förmlich hineinfiel. Alle Kontrollinstrumente, die die Bewegungen des Bauwerks registrierten, schlugen heftig aus und signalisierten höchste Alarmstufe. Nur mithilfe von mächtigen Bleigewichten verhinderten die Bauingenieure, dass der Kampanile umstürzte. So wäre um Haaresbreite 1995 das Ende des schiefen Turms gekommen. Eigentlich, so zeigen alle Computermodelle, müsste der schiefe Alte schon längst am Boden liegen, hätten die fast 4,5 Meter, die er sich aus der Senkrechten hinauslehnt, ihn längst in die Tiefe ziehen müssen. Die Rettung
Unter seiner Regie wurden lange, schräg in den Boden verlaufende Röhren unter die hoch stehende Nordseite des Turms getrieben. Durch diese Röhren wurden vorsichtig Schlamm und Schlick hinausgebohrt. Und endlich zeigte sich der Erfolg: Der Turm begann sich wieder aufzurichten. Insgesamt wurden 30 Tonnen Erde unter dem Fundament entfernt. Um 40 Zentimeter hat er sich in die Senkrechte zurückbegeben und gilt fürs Erste als gerettet. Die Stahlkorsetts sind weg, die Haltetaue gelöst, auch äusserlich hat man ihn herausgeputzt. Frisch geliftet wird der schiefe Turm von Pisa am 17. Juni wieder in die Obhut der Stadt zurückgegeben. Dann können auch Touristen wieder seine 293 Stufen erklimmen - allerdings nur in kleinen Gruppen mit maximal 30 Teilnehmern und unter fachkundiger Begleitung. Man kann ja nie wissen. Sicher ist Sicher! |
|
| . | |
| . | |
|
|
|
| . | |
|
NICHTKOMMERZIELLER WEBAUFTRITT VON |
|
| . | |
| welt-des-wissens.com ist nicht für den Inhalt externer Internetseiten verantwortlich! | |
|
|
|