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RUBRIK ::: PERSONEN - Verstorben 2000

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UpDate: 10.01.2017

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Verstorbene Persönlichkeiten 2000

Prominente, Theater- und Schauspieler, Regisseur, Musiker/Sänger (Klassik/Rock/Pop/etc.),
Tierfilmer, Sportler, Politiker, Schriftsteller, etc.
(Ob Wohltäter oder Verbrecher, ob Vorbilder oder Kriminelle - alle haben sie Geschichte geschrieben)

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  • Barbara Cartland (a), (USA) - geb. 09.07.1901 - gest. 21.05.2000 / Autorin / schrieb 723 Liebes-Romane mit einer Weltauflage von einer Milliarde Exemplare / Ihre Lieblingsfarbe war PINK - ob bei ihrer Bekleidung oder Büchern

  • Alex Comfort (schr/a/philosoph), (GB), (80 Jahre) - geb. 19  - gest. 26.03.2000 [Oxfort] / wurde 1972 mit seinem Liebesalmanach «Joy of Sex» weltberühmt / schrieb 50 Bücher / er starb in einem Alters- und Pflegeheim in Oxfordshire. Über die Todesursache wurde nichts bekannt, doch hatte er in den letzten Jahren mehrere Schlaganfälle erlitten. Der Atomwaffengegner und Anarchist Comfort veröffentlichte in seinem Leben über 50 Bücher: Er schrieb Romane, Gedichte, Literaturkritiken, wissenschaftliche Texte und Werke über orientalische Philosophie. Kein Werk aber trug so zu seiner Popularität beim breiten Publikum bei, wie der 1972 erschienene Liebesalmanach «The Joy of Sex». Das Werk wurde in zwei Dutzend Sprachen übersetzt und mit über zwölf Millionen verkauften Exemplaren ein Riesenerfolg.
    Comfort zeigte sich immer wieder irritiert und auch ein wenig enttäuscht darüber, dass seine vielen literarischen und philosophischen Werke auf weniger Interesse stiessen als sein Sexbuch. Auch fand er es nicht unbedingt angebracht, als Pionier der Promiskuität apostrophiert zu werden. Dennoch war er ein wenig stolz auf seinen Erfolg und räumte ein, dass er mit dem Buch eine gewisse Vorreiterrolle gespielt habe. «Vor der Veröffentlichung meines Buches», so sagte er einmal, «vermittelten alle Texte über Sex den Eindruck, dass sie von nicht spielenden Trainern verfasst worden waren». Er liess dem Erfolgswerk noch zwei Fortsetzungen, «More Joy of Sex» (1974) und «The New Joy of Sex» (1991) folgen.
    Comfort, einer der Väter der Friedens- und Abrüstungsbewegung, ging 1970 in die USA, wo er von 1974 bis 1983 am psychiatrischen Institut der Stanford-Universität lehrte. Von 1980 bis 1991 lehrte er Neuropsychiatrie an der Universität von Kalifornien. Comfort war zwei Mal verheiratet. Seine zweite Frau starb 1991. Er hinterlässt einen Sohn aus erster Ehe.

  • Bettino Craxi (polit), (ITA) - geb. 24.02.1934 [Mailand, ITA] - gest. 19.01.2000 [Hammamet, Tunesien] an Herzanfall / italienischer Politiker / 1983 erster sozialistischer Regierungschef / Rücktritt am 03.03.1987 mit 42 Monaten längste Amtszeit eines Ministerpräsidenten (1983-87) nach dem Krieg in Italien / Schmiergeldaffäre - zu 20 Jahren verurteilt, floh 1994 nach Tunesien

  • Willy Adalbert Friedrich Droemer (unternehmer/verleger), (D) - geb. 18.07.1911 [Berlin] - gest. 03.04.2000 [München] / Der Verleger Willy Droemer ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Wie der Droemer-Weltbild-Verlag am Freitag mitteilte, starb er bereits am Montag in München. Sein Verlag zählte mit den Knaur-Lexika sowie mit Bestsellern von Autoren wie Johannes Mario Simmel, Erich Kästner, Curd Jürgens und Lilli Palmer zu den weltweit erfolgreichsten Häusern. Droemer hatte in Hamburg Buchhändler gelernt und 1939 den väterlichen Buchverlag in Berlin übernommen. Nach dem Krieg zog der Verlag nach München um und wuchs mit neuen Marketingideen zu einem der grössten europäischen Häuser. 1980 verkaufte Droemer den Verlag an die Holtzbrinck-Gruppe.

  • Kurt Drummer (a/fernsehkoch), (D "DDR") - geb. 20.03.1928 [Gornsdorf, Erzgeb.] - gest. 08.06.2000 [Chemnitz, Sachsen, DT] / 1958-1983 ehm. DFF-Fernsehkoch der "DDR" ("Der Fernsehkoch empfielt") / 1961-1989 SED-Mitglied / Chefkoch in div. Interhotels, lernte von der Picke auf alles was in der Ernährungsmittelindustrie und der Zubereitung von Gerichten gehört

  • Johannes Dyba (kirche/erzbischof), (D)

  • - geb. 15.09.1929 [Berlin] - gest. 23.07.2000 [Fulda, DT] / Fuldaer Erzbischof / Weihbischof Ludwig Schick sagte am Sonntag, am frühen Morgen sei ein Notarzt alarmiert worden. Alle Rettungsversuche seien jedoch vergeblich gewesen. Dyba habe seit einiger Zeit Probleme mit seinem Herzen und den Bronchien gehabt.
    Dyba wurde 70 Jahre alt. Er war in der Katholischen Kirche ein führender Vertreter eines sehr konservativen Kurses. Zuletzt hatte er das Vorhaben der Berliner Regierung, Homo-Beziehungen Ehen weitgehend gleichzustellen, scharf kritisiert.
    Der am 15. September 1929 in Berlin geborene Dyba, der als Kind noch Boxer, Missionar oder Pilot werden wollte, studierte zunächst Rechtswissenschaften in Bamberg und an der Duke-University in Durham (USA), bevor er sich für die geistliche Berufung entschied. Der Priesterweihe 1959 in Köln durch Kardinal Frings folgten eine kurze Kaplanszeit in Köln und Wuppertal, Studien in Rom, zweite Promotion und Diplomaten-Tätigkeit für den Vatikan in Buenos Aires, Den Haag, Kinshasa und Kairo.
    Nach der Bischofsweihe im Oktober 1979 in Köln und der Ernennung zum Erzbischof wirkte Dyba als Apostolischer Pronuntius in vier westafrikanischen Staaten, bevor er im September 1983 neuer Diözesanbischof des Erzbistums Fulda wurde.

  • Constanze Engelbrecht (s/synchr), (D), (45 Jahre)

  • - geb. 06.01.1955 [München] - gest. 21.07.2000 [München, DT] /
    München (AP) Die in München geborene Tochter einer Schauspielerin und eines Bildhauers war seit dem sechsten Lebensjahr beim Fernsehen, am Theater und in der Synchronisation tätig. Unter anderem lieh sie Jeff in der beliebten TV-Serie «Lassie» ihre Stimme. Im Kino war die Schauspielerin unter anderem 1983 in «Is' was Kanzler?!?» und 1984 in Christian Rischerts «Wenn ich mich fürchte» zu sehen. In dem 1990 erstmals ausgestrahlten Fernsehfilm «Der Eindringling» (Regie: Sigi Rothemund) mimt Engelbrecht eine durch Unfall erblindete Zahntechnikerin, die eine besondere Liebesbeziehung mit einem charmanten, aber glücklosen jungen Mann erlebt. Engelbrecht lebte mit ihrem Ehemann, dem Autor, Regisseur und Schauspieler François Nocher und der 1984 geborenen gemeinsamen Tochter Julie zuletzt in Paris. Mit ihrer Tochter stand sie in Franz-Peter Wirths TV-Film «Adieu, mon ami» vor der Kamera.
    Die 45-Jährige erlag in der Nacht zum Freitag in der Frauenklinik des Roten Kreuzes in München einem Gehirntumor, wie ein der Familie nahe stehende Fotograf der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte. Bereits 1998 erkrankte die gebürtige Münchnerin an Brustkrebs. Später griff die Krankheit auf die Leber über. Constanze Engelbrecht wurde im Fernsehen unter anderem bekannt durch die ZDF-Serie „Diese Drombuschs“. Sie hinterlässt ihren Mann, den Schauspieler, Regisseur und Autor Francois Nocher, und die gemeinsame Tochter Julie (15).

  • Josef Ertl (polit), (D) - geb. 07.03.1925 [] - gest. 16.11.2000 / 1969-1983 FDP-Landwirtschaftsminister

  • Douglas Fairbanks jr. (s/prod/a/unter), (USA) - geb. 09.12.1909 [New York, USA] - gest. 07.05.2000 / amer. Schauspieler / Sohn des Stummfilmschauspielers Douglas Fairbanks war in 75 Filmen zu sehen, unter anderem in « Der kleine Caesar», «Katharina die Große», «Der Gefangene von Zenda» und «Sindbad, der Seefahrer». Als Douglas neun Jahre alt war, liess sich sein Vater scheiden und heiratete «Amerikas Liebling», die Schauspielerin Mary Pickford. Ihr Palast «Pickfair» war in den 20er Jahren das gesellschaftliche Zentrum Hollywoods. «Ich habe nie versucht, meinem Vater nachzueifern», sagte Fairbanks Jr. einmal. Doch der Name seines Vaters habe ihm viele Türen geöffnet.
    Neben seiner Filmkarriere war Douglas Fairbanks als Diplomat tätig. 1941 wurde er zum Sondergesandten für Brasilien, Argentinien, Chile, Peru, Uruguay und Panama. Für die Förderung der anglo-amerikanischen Freundschaft wurde er vom britischen König Georg VI. zum Ritter geschlagen. 1991 heiratete Fairbanks, der auch eine Affäre mit Marlene Dietrich gehabt haben soll, zum dritten Mal. «Ich habe ein enorm glückliches Leben geführt», resümierte der Schauspieler 1989, «ich habe getan, was ich tun wollte...»

  • Richard Farnsworth (s), (USA) - geb. 19 - gest. 06.10.2000 / Film: Hauptrolle in "The Straight Story" (2000, Oscar-Nominierung) / nach Polizeiangaben erlag er am Freitag an seinem Wohnort in Lincoln im US-Staat New Mexico Schussverletzungen, die er sich selbst beigebracht hatte. Seine Lebensgefährtin Jewely Van Valin erklärte, Farnsworth habe seit Jahren an Krebs und starken Schmerzen gelitten. Farnsworth arbeitete 30 Jahre lang als Stuntman und wurde erst mit 57 Jahren Schauspieler. Der Film "The Straight Story" von Regisseur David Lynch erzählt von einem alten Mann, der 500 Kilometer auf einem Rasenmäher zurücklegt, um seinen kranken Bruder zu besuchen, mit dem er seit zehn Jahren kein Wort mehr gewechselt hat. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Farnsworth war mit 79 Jahren der älteste Schauspieler, der jemals für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert wurde.

  • Josef Felder (polit/jounal), (D) - geb. 1900 - gest. 28.10.2000 [München, DT] / letzte sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete / Der letzte sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Josef Felder ist tot. Nach Angaben der bayerischen SPD vom Sonntag starb der Widerstandskämpfer gegen die Nazis am Samstagabend im Alter von 100 Jahren in seiner Münchner Wohnung. Erst vor zwei Monaten war Felder, der im Reichstag gegen das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten gestimmt hatte, zu seinem 100. Geburtstag unter anderem von Bundspräsident Johannes Rau, Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bundestagspräsident Wolfgang Thierse geehrt worden. Schröder nannte ihn in seinem Glückwunschschreiben einen «Kämpfer für Demokratie und Freiheit».
    Als junger Mann war Felder 1932 in den Reichstag gewählt worden, dem er bis zu dessen Auflösung durch die Nazis angehörte. Er war einer jener 94 SPD-Abgeordneten, die in der historischen Reichstagssitzung vom 23. März 1933 gegen Adolf Hitlers Ermächtigungsgesetz stimmten. Später wurde Felder in der NS-Diktatur verfolgt und musste mehrfach sein Versteck wechseln. Vorübergehend wurde er auch im KZ Dachau inhaftiert (2 Jahre). Nach dem Zweiten Weltkrieg war er als Journalist tätig und auch mehrere Jahre lang Chefredakteur der SPD-Parteizeitung «Vorwärts».
    Bis kurz vor seinem Tode hatte Felder immer wieder engagierte Reden gehalten und zu Zivilcourage aufgehalten. Am 6. oder 7. November 2000 soll eine Trauerfeier für Felder in München stattfinden. Nach Informationen der bayerischen SPD plant auch die Bundesregierung einen Staatakt zu Ehren des Verstorbenen.

  • Angelika Feldmann (tv-ansagerin/s), (D), (84 Jahre) - geb.  - gest. 05.04.2000 / Angelika Feldmann, neben Irene Koss die erste Ansagerin der deutschen Fernsehgeschichte, ist im Alter von 84 Jahren in Hamburg gestorben. Das teilte der NDR am Mittwoch in der Hansestadt mit. Angelika Feldmann führte von 1956 bis 1959 für den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) durch das TV-Programm, das damals versuchsweise dreimal wöchentlich für einige Stunden ausgestrahlt wurde. Nach ihrer Tätigkeit als Ansagerin kehrte die ausgebildete Schauspielerin zur Bühne zurück. Im Fernsehen war sie später unter anderem in Serien wie «Unsere Hagenbecks» oder «Großstadtrevier» zu sehen. Daneben arbeitete sie als freie Autorin. 1982 wurde Angelika Feldmann von der Fernsehzeitschrift «Hörzu» mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet.

  • Lolo Ferrari (erotic), (FRA) - geb. 14.03.1962 - gest. 05.03.2000 starb durch Pillen / französisches Silikon-Busenwunder

  • Gisela Freund (fotografin), (D) - geb. 19.12.1908 - gest. 31.03.2000 / machte Porträts von Sartre und anderen Existenzialisten

  • Fred Frohberg (m), (D "DDR"), (74 Jahre) - geb. 19  - gest. 01.06.2000 [Leipzig, DT.] starb nach einer Hirntumoroperation / Schlagersänger / Ehefrau Almut, Sohn Frank / 13.06.2000 beerdigt in Lindenau (Leipzig, Sachsen)

  • Adolf 'Addi' Furler (sport-journ), (D) - geb. 21.03.1933 [Berlin] - gest. 30.08.2000 [Köln] / Sportreporter und Pferderennexperte / Mit-Begründer der ARD-"Sportschau" und Moderator 1961-1995 Der ARD-Sportjournalist Adi Furler ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Wie seine Lebensgefährtin am Mittwoch bestätigte, starb Furler nach einer Bandscheibenoperation. Der gebürtige Berliner war einer der populärsten deutschen Fernsehjournalisten. Bei der ARD-Sportschau zählte der Pferde-Experte zu den Männern der ersten Stunde. 1995 moderierte Furler seine letzte Sportschau – die 5000. Ausgabe. Er begann seine Karriere als 17-jähriger Reporter für die Fussball-Woche. Danach war er Chefreporter der Deutschen Welle, moderierte den Kirchenfunk und erfand den Galopper des Jahres. Furler erkrankte Anfang der 70-er-Jahre an einem Nierenleiden. Er lebte in Bonn, von seiner Ehefrau Hildegard war er geschieden.

  • Vittorio Gassmann, (s/th), (ITA) - geb. 01.09.1922 [Genua] - gest. 29.06.2000 [Rom] /

  • italienische Bühnen- und Filmschauspieler / Wie seine Sprecherin Franca Rodolfi mitteilte, erlag Gassman in seinem Haus in Rom einem Herzinfarkt. Der Schauspieler hatte 1974 mit seiner Hauptrolle in «Der Duft der Frauen» (»Profumo di donna») Weltruhm erlangt. Er wurde in seiner Heimat vier Mal als bester Theater-, und ebenso oft als bester Filmschauspieler ausgezeichnet.
    Seine Bühnenpremiere feierte der gebürtige Genuese 1943 in Mailand. Seine Zuneigung galt zunächst vor allem klassischen Stücken, in denen er sowohl tragische als auch komische Rollen übernahm. Dem internationalen Publikum wurde Gassman 1949 mit seinem ersten Filmauftritt in «Bitterer Reis» (»Riso amaro») bekannt. Zuletzt trat er 1997 neben Robert De Niro, Dustin Hoffman und Brad Pitt in dem US-Film «Sleepers» auf. Der 1,90 Meter grosse Gassman galt als einer der bestaussehenden Schauspieler Italiens.
    In den 70er Jahren gründete er ein mobiles Zelttheater; 1980 folgte eine eigene Theaterschule für den Nachwuchs, «La Bottega Theatrale». Später engagierte sich Gassman auch erfolgreich als Regisseur (»Irma la Douce»). Trotz seiner Filmerfolge kehrte er immer wieder auf die Bühne zurück. 1982 veröffentlichte er unter dem Titel «Eine grosse Zukunft hinter sich» (»Un grande avvenire dietro alle spalle») seine Memoiren. Gassman hinterlässt seine dritte Ehefrau, Diletta D'Andrea, und vier Kinder.
  • John Gielgud (Sir seit 1953) (s), (USA) - geb. 14.04.1904 [London] - gest. 21.05.2000 [Aylesbury bei London] /


  • Im Alter von 96 Jahren ist der britische Schauspieler John Gielgud gestorben. Dies teilte seine Familie am Montag in London mit. Gielgud galt als einer der ganz Grossen des britischen Theaters; bereits vor 70 Jahren feierte er Erfolge als Shakespeare-Darsteller. Er wurde in einem Atemzug genannt mit berühmten Kollegen wie Laurence Olivier, Michael Redgrave und Ralph Richardson. In den 70er Jahren widmete er sich verstärkt dem Film, wo er vor allem in Nebenrollen brillierte. Für seine Rolle in der Komödie «Arthur - kein Kind von Traurigkeit» erhielt er 1981 einen Oscar.
  • Albrecht Goes (schr./lyri), (D), (91 Jahre) - geb. 22.03.1908 [Langenbeutingen, DT] - gest. 23.02.2000 [Stuttgart-Rohr] / Schriftsteller und Lyriker / Nach Angaben des S. Fischer Verlags starb er am Mittwochmorgen im Alter von 91 Jahren in seinem Haus ins Stuttgart-Rohr. In der schwäbischen Stadt hatte der ehemalige Pfarrer mehr als vierzig Jahre lang gelebt. Die Werke des vielfach ausgezeichneten Autors basieren auf einer christlich-humanistischen Gesinnung, zu den bekanntesten zählen die Erzählungen "Das Löffelchen", "Das Brandopfer" und "Unruhige Nacht".


  • Zu seinem 90. Geburtstag im vergangenen Jahr hatte Goes eine Auswahl aus seiner Lyrik getroffen, die unter dem Titel "Leicht und schwer. Siebzig Jahre im Gedicht" im S. Fischer Verlag erschien. Nach seiner theologischen Ausbildung in Urach und im Tübinger Stift wurde Goes 1933 Pfarrer, ab 1942 dann Soldatenpfarrer. Seit 1953 war er vom Dienst beurlaubt und nur noch Prediger. Erst vor wenigen Wochen hatte Goes den Ehrenpreis der württembergischen Landeskirche und der ökumenischen Stiftung «Bildung und Kultur» für sein Lebenswerk erhalten.
  • Polita Grau (first lady), (Kuba) - geb.  - gest. März 2000 / Präsidentengattin /


  • Die ehemalige kubanische First Lady Polita Grau ist im Alter von 84 Jahren in Miami gestorben. Ihre Tochter Hilda Aguero erklärte, Grau sei am Mittwoch einer Herzkrankheit erlegen. Graus Onkel Ramon war von 1933 bis 1934 und von 1944 bis 1948 Präsident Kubas. Er ernannte seine Nichte während seiner ersten Amtszeit zur First Lady des Landes. Grau gründete später die antikommunistische Bewegung Peter Pan, an der sich auch die katholische Kirche beteiligte, und forderte kubanische Eltern auf, ihre Kinder zu Verwandten in die USA zu schicken. Die Bewegung verhalf in den 60er Jahren 14.000 Kindern zur Ausreise in die USA. Grau verbüsste eine Haftstrafe von 14 Jahren, weil sie zusammen mit dem amerikanischen Geheimdienst CIA den kubanischen Präsidenten Fidel Castro (*1926-!2016) stürzen wollte. Sie wurde 1978 aus der Haft entlassen.
  • Max Grießer, (s/th), (ÖS/D) - geb. 18.11.1928 [Österreich] - gest. 11.08.2000 [ ] hat sich erhangen / Der am Freitag gestorbene bayerische Volksschauspieler Max Grießer hat sich erhängt. Ein Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch entsprechende Presseberichte. Der 71-Jährige sei während des Polterabends eines Verwandten in Eppstein im Taunus in den Keller des Anwesens gegangen und habe sich an seinem Gürtel erhängt. Der Bayerische Rundfunk hatte am Dienstag (15.08.2000) den Tod des 71-Jährigen gemeldet. Der in Österreich geborene Grießer war an der Seite von Walter Sedlmayer unter anderem als Moosgruber in der Serie „Polizeiinspektion 1“ zu sehen. Als „Bruder Barnabas“ las er bis 1996 Politikern beim traditionellen Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg lustvoll die Leviten.

  • Otto Grünmandl, (s/kabarett), (ÖS) - geb. 19  - gest. ?? März 2000 / Der Tiroler Kabarettist und Schauspieler ist mit 75 Jahren gestorben, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Samstag meldete. Der Grossmeister der Kleinkunst trat zusammen mit seinem bayerischen Kollegen Gerhard Polt und der «Biermösl Blos'n» auf. Er orientierte sich in seiner Nonsenskomik am legendären Karl Valentin. Für seinen szenischen Monolog in «Ich heisse nicht Oblomow» von Iwan A. Gontscharow erhielt Grünmandl den deutschen Kleinkunstpreis. Zum Kabarett und zum Schauspiel kam er erst 1981. Seither tourte er mit seinen Programmen durch Österreich, die Schweiz und Deutschland. Zuvor war er Leiter der Sparte Unterhaltung im ORF-Landesstudio Tirol.

  • Sir (seit 1959) Alec Guinness (s), (GB)

  • - geb. 02.04.1914 [London] - gest. 05.08.2000 [Sout-Sussex, England] / 1934 Bühnendebüt /  Der britische Schauspieler Sir Alec Guinness ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Wie ein Sprecher des King-Edward-VII-Krankenhauses im südenglischen Midhurst am Montag mitteilte, verstarb der in zahlreichen Film- und Bühnenrollen berühmt gewordene Mime bereits am späten Samstagabend. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt. Guinness hatte internationalen Ruhm erlangt mit so unterschiedlichen Filmen wie «Die Brücke am Kwai» oder «Krieg der Sterne», «Doktor Schiwago» oder «Adel verpflichtet» sowie mit den Verfilmungen der Dickens-Romane «Oliver Twist» und «Grosse Erwartungen». Den Briten war der am 2. April 1914 geborene Guinness unter anderem auch als Hauptdarsteller in dem Bühnenstück «Die Cocktail-Party» von T.S Eliot vertraut. Der Schauspieler, der in Filmen wie „Adel verpflichtet“ und „Krieg der Sterne“ zu sehen war, ist tot. Guinness starb am Samstagabend im Alter von 86 Jahren in einem Krankenhaus in Midhurst, wie seine Sprecherin am Montag mitteilte. Nach Medienangaben hatte er seit Jahren an Krebs gelitten. Guinness galt als einer der grössten britischen Schauspieler. Für seine Rolle in dem Film „Die Brücke am Kwai“ erhielt er 1957 einen Oscar. 1980 wurde er mit einem Ehrenoscar für sein Gesamtwerk ausgezeichnet. Zu seinen Filmen gehörten „Lawrence von Arabien“, „Reise nach Indien“ und „Ladykillers“. 1959 wurde Guiness geadelt. Die Rolle als Obiwan Kenobi in „Krieg der Sterne“ hatte er nach eigenen Worten nur des Geldes wegen angenommen.
    Britisches Verwandlungsgenie von Weltrang
    Seine Erfolge und Vielseitigkeit liessen Alec Guinness zur Schauspieler-Legende werden, die einem Publikum von Weltkriegsveteranen bis jungen Fans des Science-Fiction-Spektakels «Krieg der Sterne» bekannt war. Privat war der Brite bescheiden und zurückhaltend geblieben, der am Samstagabend im Alter von 86 Jahren verstarb.
    In seinem langen Schauspielerleben hat er so unterschiedliche Rollen wie kaum ein anderer verkörpert: Könige, Geistliche, Soldaten, Gelehrte, Agenten, schrullige Typen und sogar Adolf Hitler. Der gebürtige Londoner ist in den Adelstand erhoben, mit Oscars und Ehrendoktorhüten ausgezeichnet und zuletzt 1996 in Berlin mit dem Europäischen Filmpreis Felix für sein imposantes Lebenswerk geehrt worden.
    Was bei Guinness aber stets mehr zählte, ist die Popularität eines Menschen, der für Millionen der Inbegriff des liebenswerten, etwas schüchtern-linkischen Engländers war und bleiben wird. Dass er ein wahrer Meister der Verwandlungskunst war, der unzählige Masken aufziehen konnte, hat der gelernte Bühnenschauspieler am eindrucksvollsten und amüsantesten in dem Kinoklassiker «Adel verpflichtet» (1949) unter Beweis gestellt: Guinness spielte darin gleich acht Rollen, nämlich die acht Mitglieder einer uralten, skurrilen englischen Adelsfamilie, die allesamt umgebracht werden, um den Weg frei zu machen für einen titelsüchtigen Seitensprössling des dekadenten Geschlechts.
    Guinness brillierte in weiteren rabenschwarzen Komödien wie «Ladykillers» (1955) wie auch in den monumentalen Kinoepen «Lawrence von Arabien» (1962) und «Dr. Schiwago» (1966). Den grössten Erfolg feierte er zweifellos 1957 in der Rolle des starrsinnigen britischen Obersten Nicholson in David Leans Kriegsfilm «Die Brücke am Kwai», der ihm einen Oscar einbrachte und weltberühmt machte.
    Seine Autobiografie «Das Glück hinter der Maske» zeichnet das Bild eines nachdenklichen, belesenen Mannes, dessen Leben sich fern von den in der Filmbranche üblichen Skandalen und Extravaganzen des Starlebens abspielte. In den 50er Jahren trat Guinness von der anglikanischen zur katholischen Kirche über. Anlass zu diesem Schritt war die schwere Erkrankung seines einzigen Sohnes Matthew.
    Immer dem Theater verbunden geblieben
    Guinness blieb in all den Jahren seiner Leinwandkarriere dem Theater treu. Mit dem selbstverfassten Stück «West End» hat er sich auch als Dramatiker versucht, doch mit unvergleichlich weniger Erfolg. Eine glückliche Hand hatte er mit seiner Beteiligung an der «Krieg der Sterne»-Trilogie von George Lucas, die ihn zum schwerreichen Mann machte. Darin spielte er den weisen Obi-Wan Kenobi. Später bezeichnete er die Rollen als «schrecklichen Blödsinn.»
    Im Alltagsleben verzichtete Guinness bewusst auf den Status eines Superstars. Er wisse gar nicht, wie das ist, und sei einfach glücklich, ein Schauspieler zu sein. «Man kann nur seine eigene Persönlichkeit sein», sagte er. Anders hätte er sich nur lächerlich gemacht. Vor 15 Jahren sagte er in einem Interview mit der Zeitung «Guardian», er hoffe, am Ende seines Lebens alles in Ordnung gebracht zu haben. «Und ich kann mich in die Ewigkeit gleiten sehen, oder ins Nichts, oder was immer, mit allen Arten loser Enden aus meiner Tasche heraushängen. Warum habe ich dies oder das nicht getan, warum nicht mit jemanden versöhnt? Oder dafür gesorgt, das jemand, den ich mag, in jeder Hinsicht abgesichert ist?»

  • Ingrid Königin von Schwerden (monach), (Dänemark) - geb. 28.03.1910 [Stockholm] - gest. 07.11.2000 [Schloss Frederiksborg bei Kopenhagen] /


  • Die dänische Königinmutter Ingrid ist auf Schloss Frederiksborg bei Kopenhagen gestorben. Die 90-Jährige war am Dienstag bei ihrem Ableben von Königin Margrethe II., deren Schwestern Prinzessin Benedikte und Prinzessin Anne-Marie umgeben (Sie ist Mutter dreier Töchter und hat zehn Enkelkinder).
    In den offiziellen Mitteilungen hiess es kurz vor der Todesnachricht, Königin Ingrid sei einschliesslich verminderter Herztätigkeit immer schwächer geworden.
    Die 1910 in Stockholm als schwedische Prinzessin geborene Ingrid heiratete 1935 den damaligen dänischen Kronprinzen, der später König Frederik IX. wurde und 1972 starb. Nach dem Tod ihres Mannes und der Übernahme der Regentschaft durch die heute 60-jährige Königin Margrethe wohnte die Königinmutter abwechselnd auf Schloss Amalienborg in Kopenhagen, ihrem persönlichen Schloss Grasten in Südjütland nahe der dänisch-deutschen Grenze sowie Schloss Fredensborg. Königin Ingrid wird wie alle dänischen Königinnen und Könige der Neuzeit im Dom von Roskilde beigesetzt.
  • Edmond Kaiser (hilfswerkgründer), (FRA) - geb. 1914 [Paris, Frankreich] - gest. 2000 [Indien] / Kinderhilfswerk Terre-des-Hommes-Gründer /


  • Der Gründer der Hilfsorganisationen Terre des Hommes und Sentinelles, Edmond Kaiser, ist gestorben. Wie der Vizepräsident von Sentinelles, Yvan Muriset, am Sonntag in Lausanne erklärte, starb Kaiser am Samstag in Indien nach schwerer Krankheit im Alter von 86 Jahren.
    Kaiser wurde 1914 in Paris geboren und liess sich 1947 in Lausanne nieder. Im November 1959 gründete er das Kinderhilfswerk Terre des Hommes. Im März 1980 folgte die Organisation Sentinelles, die sich gegen jegliche Form der Ausbeutung von Kindern einsetzt. Kaiser wurde für sein Engagement zu Gunsten der Kinder mehrere Male ausgezeichnet. Als passionierter Musik- und Poesieliebhaber hat er auch mehrere Bücher geschrieben. Laut Muriset soll Kaiser seinem Wunsch entsprechend in Indien ein bescheidenes Begräbnis erhalten.
  • Rolf Kauka (comic-zeichner), (D/USA) - geb. 09.04.1917 - gest. 13.09.2000 / der "deutsche Walt Disney" schuf in den 50er-Jahren die Comic-Füchse "Fix & Foxi"

  • Joachim Kemmer (s/synchr), (D), (60 Jahre) - geb. 1940 [Berlin] - gest. .04.2000 [Wien] Krebs / 1994 heirat mit Schauspielerin Krista Stadler, die er 1974 am Theater kennen lernte / seine Söhne aus versch. Beziehungen: Benjamin (34=2000) und Florian (22=2000)


  • Der Schauspieler und Synchronsprecher Joachim Kemmer ist mit 60 Jahren gestorben. In den 70er Jahren wurde Kemmer zu Humphrey Bogarts Stimme, als dessen Filme nachsynchronisiert wurden. 1952 war eine verfälschte „Casablanca"-Fassung in die bundesdeutschen Kinos gekommen, Hinweise auf den Nationalsozialismus und das Vichy-Regime wurden getilgt.
    Durch Rollen in Fernsehserien wie „Derrick“, „Traumschiff“ und „Wolffs Revier“ war Kemmer einem breiten Publikum bekannt. Zuletzt spielte er im Wiener Theater an der Josefstadt, das am Donnerstag die Todesmeldung verbreitete.
  • Gustav Kilian (sport), (Lux/D) - geb. 03.11.1907 [Luxemburg] - gest. 20.10.2000 [Dortmund, DT] / dt. Radsportler ; zahlreiche Siege beim Sechstagerennen (gen. "Sechstagekaiser") ; führt als Trainer des Deutschen Bahn-Vierer zu drei Olympiasiegen und fünf Weltmeistertiteln

  • Rudolf Kirchschläger (polit), (ÖS), (85 Jahre) - geb. 1915 - gest. ??.03.2000 / von 1970 an war er Aussenminister, 1974 zum Staatsoberhaupt Österreichs gewählt

  • Werner Koenig (filmmanager), (D) - geb. 20.04.1963 - gest. 12.11.2000 Absturz beim Helikopter-Skiing in einer Lawine / Shooting-Star im Filmgeschäft und an der Börse / Extremsportler

  • Konrad Kujau (kunstfälscher/a/maler), (D) - geb. 27.06.1928 - gest. 12.09.2000 / Der Fälscher der Hitler-Tagebücher ist im Alter von 62 Jahren in Stuttgart gestorben. Dies teilte seine Nichte Petra Kujau am Mittwoch mit. Kujau war wegen des Tagebuch-Skandals 1983 weltberühmt geworden: Die Zeitschrift „Stern“ druckte die von ihm gefälschten Hitler-Tagebücher ab. Kujau hatte sich vor drei Monaten einer Krebsoperation unterziehen müssen. Er war bereits in den 80er Jahren an Krebs erkrankt. Vor dem Eingriff im Juni hatte er gesagt, er selbst mache sich kaum Hoffnung: „Wenn der ganze Bauchraum voll Krebs ist, habe ich höchstens noch vier Monate zu leben.“ Kujau büsste den Schwindel um die Hitler-Tagebücher, für den der „Stern“ 9,34 Millionen Mark gezahlt haben soll, mit drei Jahren Haft. Auch nach seiner Entlassung blieb er seinem Ruf als Fälscher treu. Er malte Kopien namhafter Künstler wie Salvador Dali und Marc Chagall. Kujau betätigte sich auch als Gastronom und Galerist in Stuttgart.

  • Hedy Lamarr (s), (USA) - geb. 09.11.1914 - gest. 19.01.2000 [Orlando in Florida] / Schauspielerin / erster Nackstar der Filmgeschichte - im tschechischen  Film "Ekstase". In Hollywood erregten ihre Amouren und Streifen wie "Samson und Delilah" Aufsehen. info

  • Alvaro Menendez Leal (schr), (chile), (69 Jahre) - geb.   - gest. 06.04.2000 / Der salvadorianische Schriftsteller Alvaro Menendez Leal ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Er erlag am Donnerstag den Folgen eines Krebsleidens. International bekannt wurde er mit dem surrealistischen Theaterstück «Luz Negra» (Schwarzes Licht). Das Stück handelt von zwei hingerichteten Gefangenen, deren enthauptete Köpfe versuchen, mit den Lebenden zu kommunizieren. Es wurde in acht Sprachen übersetzt. Menendez Leal schrieb mehr als 15 Theaterstücke, zahlreiche Essays und Gedichte. In den 60er Jahren förderte er als Teil der «Generacion Comprometida» (Engagierte Generation) junge salvadorianische Schriftsteller. Menendez Leal lehrte unter anderem an der Universität von Konstanz.

  • Michael Leckebusch (mod), (D), (62 Jahre) - geb. 1937  - gest. 03.03.2000 / Leckebusch, bekannt als Erfinder des "Beat-Clubs“, erlag am Freitag in Osterholz-Scharmbeck bei Bremen einem Herzleiden / "Mit Michael Leckebusch hat Radio Bremen eine unverwechselbare, für das Ansehen des Senders bis heute repräsentative Persönlichkeit und einen unersetzlichen Ideengeber verloren“, sagte Heinz Glässgen, Intendant von Radio Bremen. Leckebusch wurde 1937 in Leipzig geboren und kam nach einem Studium der Theater- und Zeitungswissenschaften 1962 zu Radio Bremen. Sein von ihm konzipierter, im Herbst 1965 erstmals in der ARD ausgestrahlter „Beat-Club“ hat die Popmusik im deutschen Fernsehen salonfähig gemacht. Mit dem "Musikladen“ gelang Leckebusch 1972 übergangslos ein Anschlusserfolg. Massgeblich war auch seine Zuarbeit für Rudi Carrells Show „Am laufenden Band“.

  • Harald Leipnitz (s/th), (D) - geb. 22.04.1926 [Wuppertal, DT] - gest. 21.11.2000 [München, DT] starb an Lungenkrebs / Mit Trauer und Betroffenheit haben Freunde und Kollegen auf den Tod von Harald Leipnitz reagiert. «Die Leichtigkeit, mit der er seine Bühnenrollen gestaltet hat, die sanfte Selbstironie und das grosse handwerkliche Können haben ihn zu einer der interessantesten und liebenswertesten Figuren der deutschen Bühne gemacht», würdigte Marianne Koch ihren früheren Filmpartner am Donnerstag, «ich bin traurig über seinen Tod. Er war vor allem für die Münchner eine wunderbare Figur.» Der beliebte Darsteller aus mehr als 120 Kino- und TV-Produktionen war am Dienstag in München im Alter von 74 Jahren einem schweren Lungenkrebsleiden erlegen. Einem Millionenpublikum war Leipnitz bekannt aus Edgar Wallace- und Winnetou-Filmen oder der ZDF-Krimiserie «Der Alte». Auch die Kleine Komödie trauert um ihren Darsteller zahlreicher Rollen. Der Begründer des Münchner Boulevardtheaters, Gerhard Metzner, holte Leipnitz von Wuppertal nach München und ebnete ihm die Wege. Sein Münchner Debüt gab er an der Seite von Barbara Rütting, Lil Dagover und Helen Vita in dem Stück «Ein Schloss in Schweden» von Francoise Sagan. «Sein Tod ist für uns ein grosser Verlust», sagte ein Sprecher des Theaters. Auch Helmut Dietl («Rossini») zeigte sich schockiert über den Tod von Leipnitz. «Ich habe ihn besonders gern gemocht. Er war ein sehr kluger und komödiantischer Schauspieler, der wusste, wie man an die Dinge herangeht», sagte er.

  • Ernst Dieter Lueg (journal/autor), (D) - geb. 09.01.1930 [Essen, DT] - gest. 22.05.2000 Krebs / 1967 bis 1995 berichtete Lueg für die ARD aus Bonn - Sendung: "Bericht aus Bonn" (450mal). Nach seiner Pensionierung (1995) arbeitete er für den Hörfunk und den Sender RTL. Lueg hatte die Studioleitung 1985 von Friedrich Nowottny übernommen, der dann Intendant des Westdeutschen Rundfunks wurde. Der WDR hatte Lueg 1964 von der «Neuen Ruhr-/Neuen Rhein-Zeitung» in seiner Geburtsstadt Essen abgeworben.

  • Sir Stanley Matthews (sport), (GB) - geb. 19 - gest. 2000 / engl. Fussballer / Held des englischen Pokalfinales von 1953 / Sir Stanley Matthews, der erste Fussballer, der zum Ritter geschlagen wurde. Er starb am Mittwochabend im Staffordshire-Nuffield-Krankenhaus in Nordengland nach einer kurzen Krankheit, wie ein Sprecher mitteilte. Er sei friedlich eingeschlafen. Matthews, der als Flügelspieler seine Gegner trickreich umkurvte, war 1956 der erste Fussballer Europas. Er spielte 710 Mal für die Vereine Stoke City und den FC Blackpool; 54 Mal trat er für die englische Nationalmannschaft an und schoss dabei elf Tore.
    Seinen ersten Einsatz für Stoke hatte er im Alter von 17 Jahren 1932. 1953 avancierte er zum Helden des englischen Pokalfinales, als er Blackpool nach einem 1:3 Rückstand gegen Bolton mit drei Vorlagen für den Stürmer Stan Mortenson zu einem 4:3-Sieg führte. 1963 schoss er mit 48 Jahren als ältester Spieler in einem Ligaspiel ein Tor. Als er zwei Jahre später von Königin Elizabeth II. geadelt wurde, spielte er noch immer.
    Nach seinem Abschied war er unter anderem Botschafter des englischen Fussballs. Bobby Charlton, selbst eine geadelte Fussballlegende, sagte: Jeder über 50 Jahre wird Stanley Matthews als absolutes Genie in Erinnerung haben.» Es sei schade, dass es von damals nicht die guten TV-Bilder gebe. David Davies, der Präsident des englischen Fussballverbandes, sagte: «Er war ein grosser, grosser Spieler.» Sportministerin Kate Hoey sagte, Matthews habe mehr als jeder andere Spieler all das verkörpert, was den Fussball ausmache.

  • Klaus Peters (redakt/journal), (D), (61 Jahre) - geb.  - gest. 01.01.2000 starb an Herzversagen / Mann der ersten Stunde und Redakteur beim Deutschlandfunk (DLF) / Sendungen u.a. bis 1996 "Das Wochenend-Journal", sowie "Informationen am Morgen" und "Informationen am Mittag"

  • Klaus Piper (verleger), (D) - geb. 27.03.1911 - gest. 26.03.2000 [München] / Sohn des Piper-Verlag-Gründers Reinhardt Piper (geb. 1879 - gest 1953) / seit 1904 Taschenbuch-Verlag / 1932 ist Klaus Piper in den Verlag eingetreten / Wie die Familie am Sonntag mitteilte, starb der Sohn des Gründers des Piper-Verlages in der Nacht zum Samstag zu Hause in München. Am (morgigen) Montag wäre er 89 Jahre alt geworden. Piper war 1932 nach einer Ausbildung zum Buchhändler in den 1904 gegründeten Verlag seines Vaters eingetreten. Nach dessen Tod übernahm er 1953 alleine die Leitung des kulturell bedeutsamen Verlages. Er erweiterte das bis dahin vorwiegend Literatur, Kunst und Philosophie umfassende Verlagsprogramm um die Richtungen Geschichte, Politik, Soziologie, Psychologie und Naturwissenschaften. Zu den Autoren des Piper-Verlags gehörten die Philosophen Karl Jaspers und Hannah Arendt, der kritische Theologe Hans Küng und die Musiker Alfred Brendel und Yehudi Menuhin. Vor allem auf dem Gebiet des wissenschaftlichen Sachbuches machte sich der Verlag einen Namen, unter anderem mit Büchern von Konrad Lorenz und Werner Heisenberg. Das breite Themenspektrum spiegelte Pipers eigene vielseitige Interessen wider. 1960 gründete er den Deutschen Taschenbuchverlag (dtv) mit. Zum 1. Januar 1995 verkaufte Piper seine Verlagsanteile von 80 Prozent an die schwedische Mediengruppe Bonnier, um die Zukunft des Hauses langfristig zu sichern. Noch zwei Jahre schied er auch als Berater aus. Piper war Träger des Grossen Bundesverdienstkreuzes und Ehrendoktor der Universitäten München und Saint Louis/USA.

  • Baden Powell (gitarrist und komp) - geb. 07.08.1937 [Provinz Rio de Janeiro] - gest. 26.09.2000 [Rio de Janeiro] / brasilianische Gitarrist und Komponist Baden Powell, einer der Väter des Bossa Nova, starb im Alter von 63 Jahren an einer Lungenentzündung / Powell galt als einer der besten zeitgenössischen Gitarren-Virtuosen und als Pionier der von afrobrasilianischen Rhythmen inspirierten Bossa-Nova-Musik. Anfang der 60er Jahre lernte er seinen späteren Partner Vinicius de Moraes kennen. Mit ihm und anderen Musikern wie Antonio Carlos Jobim und João Gilberto kreierte er aus Elementen des Samba, des Cool Jazz und des Swing die Bossa Nova im Zweivierteltakt. Während der neue Rhythmus in Brasilien bald wieder aus der Mode kam und P. weitgehend vergessen wurde, feierte er in Europa, besonders in Deutschland und Frankreich, grosse Erfolge. Von den 70er bis Anfang der 90er Jahre lebte P. mit seiner Familie in Paris und Baden-Baden.

  • Jason Nelson Robards Jr. (s/th), (USA) - geb. 26.07.1922 [Chicago, Illinois, USA] - gest. 26.12.2000 [BRIDGEPORT, Conn.] / Hollywood-Schauspieler / Sohn des prominenten Schauspielers Jason Nelson Robards Sr. / Film: u.a. "All the President’s Men"

  • Rolf Römer (s/r), ("DDR", D) - geb. 20.09.1935 [Königswinter] - gest. [16.]03.2000 / ostdeutscher Schauspieler, Regisseur und Ehemann der Schauspielerin Annekathrin Bürger

  • Claude Sautet (r), (FRA) - geb. 1924 - gest. 22.07.2000 / Wie die Filmproduktionsgesellschaft Alain Sarde am Montag in Paris bestätigte, erlag er am Samstag einem langjährigen Krebsleiden. Sautet drehte unter anderem zahlreiche Filme mit Romy Schneider, darunter «Eine einfache Geschichte», der 1980 als bester ausländischer Streifen den Oscar erhielt. Zu einer Art Kultfilm avancierte «Cesar und Rosalie» (1972), ebenfalls mit Romy Schneider und Yves Montand.
    Der 1924 in einem Pariser Vorort geborene Sautet wurde für seine Arbeit in Frankreich mit zahllosen Preisen geehrt. Er begann seine Karriere als Musikjournalist und arbeitete dann als Regieassistent und Drehbuchautor. in den 60-er Jahren begann er, eigene Filme zu drehen; der internationale Durchbruch gelang ihm 1969 mit dem Film «Die Dinge des Lebens».

  • Heinz Schleußer (polit), (D) - geb. 20.04.1936 - gest. 12.07.2000 / SPD-Politiker ; trat im Januar 2000 wegen der Flugaffäre als NRW Finanzminister zurück

  • Gustav 'Bubi' Scholz (sport/s), (D) - geb. 12.04.1930 - gest. 21.08.2000 [Berlin] Herzstillstand / Alzheimer / Sohn eines Schmiedes Profi-Boxer (94 Siege, 2 Niederlagen) / 1948 sein erster Box-Kampf ; erneut Juni 1957 Deutscher Meister im Mittelgewicht / gewann am 04.10.1958 gegen den Franzosen Charles Humez in der 12. Runde vor 25.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion den Europameister-Titel im Mittelgewicht. Am 04.04.1964 den Titel im Halbschwergewicht. Am 23.07.1984 wegen Mord (im Suff) an seiner Frau Helga festgenommen und am 01.02.1985 zu drei Jahren Haft verurteilt.

  • Der ehemalige Profi erlitt am Montag einen Herzstillstand, wie sein Anwalt Ülo Salm mitteilte. Scholz war Europameister im Mittel- und Halbschwergewicht. Nach seiner aktiven Laufbahn hatte das einstige Idol immer wieder für Schlagzeilen mit seinem Lebenswandel gesorgt. Scholz litt an der Alzheimer-Krankheit und hatte die letzten Jahre in einer Seniorenresidenz am Rande Berlins verbracht.
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    Die Kanzlei seines Anwalts Ülo Salm teilte mit, der ehemalige Profiboxer sei am Montag in einer Berliner Klinik an einem Herzstillstand gestorben. Von 1951 bis 1952 war Scholz Deutscher Meister im Weltergewicht. Als Mittelgewichtler gewann er 1957 die deutsche Meisterschaft und 1958 die Europameisterschaft. 1962 scheiterte Scholz in einem Weltmeisterschaftskampf gegen den Titelverteidiger Harold Johnson aus den USA. 1964 wurde Scholz Europameister im Halbschwergewicht. Von seinen insgesamt 96 Kämpfen gewann er 46 vorzeitig.
    Auch nach seinem Karriereende blieb Scholz in den Schlagzeilen. 1984 erschoss er seine Frau mit einem Kleinkalibergewehr durch die Tür einer Toilette in seiner Berliner Villa. Wegen fahrlässiger Tötung und Verstosses gegen alliierte Waffenbestimmungen wurde er zu drei Jahren Haft verurteilt. Das Gericht wertete die Tat damals als "aggressiven Ausbruch", der durch den Gebrauch von Alkohol und Tabletten noch gesteigert worden sei.

  • Charles Monroe Schulz (zeichner/comic), (USA) - geb. 26.11.1922 [Minneapolis, Minn., USA] - gest. 12.02.2000 /Der Schöpfer der weltweit beliebten Peanuts-Figuren, Charles M. Schulz, ist gestorben. Wie sein Sohn Craig mitteilte, erlag der 77-Jährige in seinem Haus im kalifornischen Santa Rosa am Samstagabend einem Krebsleiden. Die Abenteuer von Charlie Brown, seinen Freunden und dem Hund Snoopy begeisterten über Jahrzehnte ein weltweites Publikum. Im Januar hatte Schulz angekündigt, dass er die Comic-Serie nicht mehr fortsetzen werde. Der an Darmkrebs leidende Zeichner teilte noch am Freitag mit, dass er daraufhin mit Fanpost aus aller Welt überschüttet worden sei. In dem letzten Rundfunkinterview sagte Schulz, er sei sich vor dem Entschluss, die Peanuts nicht weiter zu zeichnen, nicht darüber im Klaren gewesen, wie viele Menschen er mit seinen Geschichten von Charlie Brown und seinen Freunden angesprochen habe. Der erste Comic-Strip der Peanuts erschien am 02.10.1950. Charlie Brown und seine Freunde traten dann einen Siegeszug um die Welt an und wurden von 2400 Zeitungen in 68 Ländern gedruckt. Schulz starb am Tag vor der Veröffentlichung des letzten von ihm gezeichneten Strips: Darauf ist Snoopy vor seiner Schreibmaschine zusammen mit den anderen Peanuts zu sehen, wie er sich bei den „lieben Freunden“ für ihre Unterstützung bedankt.

  • Horst Seemann (r), (D "DDR"), (62 Jahre) - geb.  - gest. 06.01.2000 [Tanning-Eglingen (?), Bayern] / bekannter Regisseur der "DDR"

  • George Segal (bildhauer/grafiker), (USA) - geb. 26.11.1924 - gest. 09.06.2000 [Trenton, New Jersey, USA] an Krebs / Der weltbekannte Pop-Art-Künstler litt seit längerem an Krebs. Er wurde 75 Jahre alt.
    Segal schuf dreidimensionale Skulptur-Szenen wie «Cezanne's Still Life», das dem berühmten Gemälde nachgestellt wurde, und «Woman on Orange Bed», eine auf einem sonnendurchfluteten Bett liegende nackte Frau. Für das Denkmal zu Ehren des früheren US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt bildete er in Lebensgrösse eine für Brot anstehende Menschenreihe in der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren nach, die er 1997 der Stadt Washington stiftete. Eine der fünf Figuren ist ein Selbstporträt.
    «Ich wollte die Skulptur vom Sockel holen», sagte Segal 1985 in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. «Ich wollte etwas Solides schaffen, etwas, in das ich hinein- und herumgehen und mit dem ich eins werden kann. Ebenso wollte ich diese Hochzeit von Physischem mit dem Bewusstsein.» Seine lebensgrossen Figuren entstanden aus Gipsabdrücken lebender Modelle.
    Die Entscheidung, Bildhauer statt Maler zu werden, begründete er so: «Ich mag die Frische von Farben, die Striche, ich mag es, Markierungen zu machen. Ich bin aber in die Dreidimensionalität gegangen, weil all diese sehr intelligenten abstrakten Konzeptionen über Kunst mein Malen auf flache Leinwand blockiert haben».
    Segals Agent, der Kunsthändler David Janis, sagte, die Werke des Bildhauers seien in 150 Museen und vielen
    Privatsammlungen zu finden. «Segal war der einflussreichste amerikanische Bildhauer des 20. Jahrhunderts, und sicherlich einer der wichtigsten des 20. Jahrhunderts - Punkt», sagte er am Freitag. Im vergangenen Jahr wurde der am 26. November 1924 geborene Segal von Präsident Bill Clinton mit der National Medal of the Arts ausgezeichnet.
    Segal wuchs in New York auf und studierte dort und in New Jersey Kunst. Seine Familie zog in den 40er Jahren nach South Brunswick, wo sein Vater eine Hühnerfarm betrieb. Segal kaufte später gegenüber seinem Elternhaus eine Hühnerfarm und betrieb sie zehn Jahre. Bevor er von seiner Kunst leben konnte, lehrte er Kunst und Englisch an verschiedenen Oberschulen der Gegend.

  • Carl Sigman (komp), (USA), (91 Jahre) - geb.  - gest. 26.09.2000 [Manhasset, BS- New York] Komponist / Der amerikanische Komponist Carl Sigman, der mit seinen Liedern Generationen zum Mitsummen brachte, ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Eine Telefonnummer machte ihn berühmt: 1938 schrieb er «Pennsylvania 6-5000» als Ehrung für ein Hotel, in dem die Dorsey Brothers, Benny Goodman und Artie Shaw regelmässig auftraten. Das Glenn Miller Orchestra nahm den Titel auf und machte ihn weltweit bekannt. Unter PE6-5000 klingelt noch heute das Hoteltelefon.
    Sigman, der bereits am Dienstag in Manhasset im US-Staat New York verstarb, schrieb 1940 den Text zu Duke Ellingtons «All To Soon» und 1966 für «What Now My Love», das von Herb Alpert, Sonny and Cher sowie Mytch Ryder aufgenommen wurde. Ferner schrieb er den Text zu «Ebb Tide», das von Vic Damone, den Platters, Righteous Brothers und vielen anderen interpretiert wurde. Für die in den 50er Jahren gedrehte Fernsehserie «Robin Hood» schrieb er die Titelmelodie; vor drei Jahren benutzte Woody Allen sein «Enjoy Yourself» in dem Film «Everybody Says I Love You».

  • Frank Strecker (s/r), (D), (59 Jahre) - geb. - gest. 27.03.2000 / der Regisseur, Autor und Schauspieler Frank Strecker ist im Alter von 59 Jahren gestorben. Dies teilte der Südwestrundfunk am Freitag in Baden-Baden mit. Der gebürtige Stuttgarter spielte unter anderem in den 80er Jahren mehrere jahrelang die Rolle des Kriminalassistenten Wagner im «Tatort» des damaligen Süddeutschen Rundfunks. Der Sohn des Volksschauspielers Max Strecker (»Die Familie Hesselbach») begann seine Fernsehkarriere als Rundfunksprecher und Regieassistent und arbeitete ab 1967 fünf Jahre lang beim Bayerischen Rundfunk. Er führte unter anderem bei zahlreichen Fernsehspielen und -serien Regie, so auch bei der ARD-Serie «Marienhof». mehr hier

  • German Titow (wiss/astro), (RUSS) - geb. 11.09.1935 [Verkhneye] - gest. 20.09.2000 [Moskau] / der nach Juri Gagarin (1934–1968) als zweiter Russe im Weltall berühmt gewordene frühere Kosmonaut German Titow starb im Alter von 65 Jahren / T. kreiste am 06./07.08.1961 als zweiter Russe im All mit dem Raumschiff »Wostok-2« insgesamt 25 Stunden um die Erde. Vier Monate vorher war sein Kosmonautenkollege Juri Gagarin zum ersten Raumflug eines Menschen aufgebrochen. T. war damals Ersatzmann Gagarins. Im Wettlauf zwischen den USA und der UdSSR flog noch vor T. der US-Amerikaner Alan Shepard ins Weltall. Wie die meisten der sowjetischen Raumfahrthelden gehörte der populäre T. später zur Elite des Landes. In den 80er Jahren arbeitete er mit an der Entwicklung der Raumfähre »Buran«; dieses Programm wurde jedoch nach einem unbemannten Flug abgebrochen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 vertrat T. die Kommunisten im Verteidigungsausschuss des russischen Parlaments.

  • David Tomlinson (s), (GB) - geb. 1917 - gest. 24.06.2000 / Wie seine Familie in Buckinghamshire mitteilte, erlitt Tomlinson in den vergangenen Monaten mehrere Herzinfarkte. Der Schauspieler erlangte 1964 in der Rolle des Vaters in «Mary Poppins» Weltruhm. Später trat er, unter anderem neben dem Komiker Peter Sellers, in mehr als 50 weiteren Filmen auf, bevor er seine Karriere 1979 beendete. Tomlinson hinterlässt seine Ehefrau Audrey und vier Söhne.

  • Pierre Elliot Trudeau (polit), (KAN) - geb. 18.10.1919 [Montreal] - gest. 28.09.2000 [ebd.] / mehrfacher Ministerpräsident Kanadas / Der Liberale T. regierte Kanada insgesamt 16 Jahre lang und gehörte zu den schillerndsten Persönlichkeiten der politischen Welt. Als redegewandter Politiker genoss er wegen seiner Friedensinitiativen, die ihn mehrfach nach Peking und nach Europa führten, international hohes Ansehen. Innenpolitisch gelang es T., der durch seine Abstammung (Mutter anglokanadisch, Vater frankokanadisch) für die Rolle des Vermittlers im Nationalitätenkonflikt prädestiniert war, den Sprachenstreit zu entschärfen und die Abspaltung der französischsprachigen Provinz Québec zu verhindern. T. machte Französisch zu einer Amtssprache neben dem Englischen, warb für die Einführung des metrischen Systems, führte den Kampf gegen die Separatisten in Quebec und gilt als einer der Väter der 1982 verabschiedeten neuen kanadischen Verfassung, die das britische Domaniongesetz von 1867 ablöste. Die von ihm eingeleiteten Veränderungen stiessen aber auch auf Widerspruch in der kanadischen Gesellschaft. Die Reformpartei gründete sich vor allem im Widerstand gegen die von T. angestrebte stärkere Kontrolle der Regierung über die Energieressourcen des Landes. Seine Bestrebungen, Kanada aus der wirtschaftlichen Abhängigkeit von den USA zu lösen, brachten nur wenig Erfolg. Die schärfste Rezession seit den 30er Jahren führte 1984 zum Ende der Regierungsära der Liberalen.
    STATIONEN:
    bis 1943: Jurastudium
    bis 1949: Wirtschaftsstudium in den USA und in Europa
    1950: Gründer und Hrsg. der frankokanadischen Zeitschrift »Cité Libre«
    1961: Prof. in Montreal
    seit 1965: Mitgl. der Liberalen Partei
    1966: Parlamentarischer Staatssekr. beim Ministerpräsidenten Lester Pearson
    1967: Generalstaatsanwalt und Justizminister
    1968–74; 1974–79; 1980–84: Premierminister (1974 für kurze Zeit durch ein parlamentarisches Misstrauensvotum gestürzt)
    1984: Albert-Einstein-Friedenspreis.

  • Roger Vadim (r), (USA/FRA) - geb. 26.01.1928 - gest. 11.02.2000 [Paris / FRA] an Krebs / französ. Filmregisseur / eher bekannt durch die Heirat mit Brigitte Bardot und Jane Fonda (beides Schauspielerinnen) und hat ein Kind mit Catherine Deneuve / machte Brigitte Bardot zum Film-Star

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