.

WEB-PROJEKTE
MICHA's WELT
WELT DES WISSENS
GOTOMICHA.de
AUFKLÄRUNG
FRAUENARZTBESUCH
PAUL HARDCASTLE


PERSONEN|A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z|

.

PERSONEN - verstorben 2OO1

.
zum Listenende
.

Robert Ludlum, (a/s/schr), (USA) - geb. 25.05.1927 [New York, USA] - gest. 12.03.2001 [Naples, Florida, USA] Herzschlag / amerikanische Bestseller-Autor von 22 Spionage-Romanen ; war mehr als 20 Jahre als Schauspieler und am Theater tätig, bevor er 1971 seinen ersten Thriller "The Scarlatti Inheritance" (Das Scarlatti- Erbe) schrieb ; seine  Spionageromane wurden in 32 Sprachen übersetzt und mit über 220 Millionen Exemplaren in 40 Ländern veröffentlicht ; zu seinen bekanntesten Romanen gehören "Die Matlock-Affäre", "Der Matarese-Bund", "Das Parsifal-Mosaik" und "Das Ostermann-Wochenende", das auch durch seine Verfilmung mit US-Hollywood-Star Burt Lancaster bekannt wurde. Die bevorzugten Themen seiner Bücher waren Spionage-Geschichten aus der Zeit des Kalten Krieges. Eine seiner beliebtesten Roman-Figuren war Jason Bourne, der Held in vier Spionage-Bücher (Die "Borowski"-Serie). Der vorerst letzte Spionage-Roman Ludlums, "The Prometheus Deception", wurde im vergangenen Jahr veröffentlicht und erschien in den amerikanischen Bestsellerlisten.
Seine Tätigkeit am Theater sei ihm als Autor zu Gute gekommen, sagte Ludlum in einem Interview. Dies habe ihm geholfen, komplizierte Szenen und Zusammenhänge für den Leser verständlich darzustellen. Ludlum, Vater von drei Kindern, arbeitete nach eigenen Angaben gewöhnlich etwa 18 Monate an einem Roman. Drei Monate recherierte er für die Geschichte, 15 Monate schrieb er an dem Buch. Über seine Arbeit sagte Ludlum: "Es ist nichts Magisches daran, ich liebe es einfach, Geschichten zu erzählen." Das meiste komme aus der simplen Vorstellungskraft, die er habe, und aus den Reisen, die er mit seiner Frau unternehme.
Gelegentliche Kritik, er ahme den Stil anderer bekannter Spionage-Autoren wie John Le Carre und Tom Clancy nach, schadete Ludlums Beliebtheit nicht.

.

Manuela [eigtl. Doris Wegener] (m/s), (D), (57 Jahre) - geb. ? - gest. 13.02.2001 [Berlin] an Krebs / Schlagersängerin / 1962 erster Plattenvertrag / Lied: "Schuld war nur der Bossa Nova" (1963) / erhielt achtmal den BRAVO-OTTO

.

John Phillips, (m), (USA) - geb. 1936 - gest. 18.03.2001 / Gründer und Song-Schreiber der Pop-Band "The Mamas And The Papas" ist am Sonntag im Alter von 65 Jahren gestorben. Phillips, hier ganz rechts beim 13. "Annual Rock and Roll Hall of Fame Induction Dinner" im Januar 1998 in New York zusammen mit den Band-Mitgliedern (v.L n. R) Owen Elliot, Michelle Phillips, Denny Doherty, sei nach mehrwöchigem Krankenhausaufenthalt im Kreise von Verwandten und Freunden gestorben, sagte seine Sprecherin. Dem Musiker war vor einigen Jahren eine neue Leber eingepflanzt worden.

.

Helmut Reck, (s), (D), (68 Jahre) - geb. [Berlin, DT] - gest. 30.01.2001 [Nienburgan der Weser, DT] an Herzinfarkt / der als Kommissar Ecki Schöller in der TV-Serie "Die Männer vom K3" (seit 1987) bekannt wurde / er spielte auch in den TV-Serien: "Forsthaus Falkenau", "Der Bergdoktor", "Ein Bayer auf Rügen", "immenhof" und  in "Totort"-Krimmis / zudem war er ein gefragter Synchronsprecher und lieh Richard Chamberlain und Anthony Hopkins seine Stimme

 

Gerd E. (Egilhart) Schäfer,  (s/mod/th/a/k), (D "DDR") - geb. 14.07.1923 [Berlin] - gest. Sept. 2001 (Krebs, seit 1995) / Schauspieler und Moderator / Ur-Berliner / 15 Jahre Fernseh-Sendung 'Der Wunschbriefkasten' mit Uta Schorn *1947 (zu Zeiten der DDR) / 1997 Rückzug aus gesundh. Gründen / spielte die Rolle des Maxe-Baumann / Familie: Ehefrau Ruth-Ellen (61=2001), Söhne: Frank (42) und Alexander (36)

 

Emilie Schindler, (-), (D/ARG), (94 Jahre) - geb. 22.10.1907 - gest. 05.10.2001 [Strausberg bei Berlin, DT] / Witwe von Oskar Schindler (geb. 28.04.1908 in Zwitlau - gest. 1974) / Emilie Schindler hatte mit ihrem Mann Oskar im Zweiten Weltkrieg mehr als 1.200 Juden vor dem Holocaust gerettet. Die Rettungsaktion war 1993 durch Steven Spielbergs Hollywoodfilm "Schindlers Liste" weltweit bekannt geworden. Seit 1949 hatte Emilie Schindler in Argentinien gelebt. Erst im Sommer dieses Jahres (2001) hatte sie sich während einer Deutschlandreise entschlossen, den Lebensabend in Bayern zu verbringen. Unmittelbar vor der geplanten Aufnahme in ein bayerisches Pflegeheim war sie Mitte Juli jedoch wegen eines Schlaganfalls ins Krankenhaus Strausberg gebracht worden. Die Witwe des einstigen Fabrikanten, der in seiner Firma von den Nazis bedrohten Juden Unterschlupf gab, wollte nicht mehr nach Argentinien zurückkehren. Sie habe Heimweh nach Deutschland gehabt, so die 94-Jährige.

.

Karl-Eduard von Schnitzler, (journal/polit/SED), (D "DDR") - geb. 28.04.1918 (a.Q. 1919) [Berlin-Dalem] - gest. 20.09.2001 starb an Lungenentzündung / Urenkel Friedrich III. ; als jüngster Sohn des Generalkonsuls und königlich-preußischen Geheimen Legationsrates Julius Eduard von Schnitzler in Köln auf ; war auf dem Internat in Bad Godesberg und sass als Kind auf den Knien Konrad Adenauers ; Kommunist und Antifaschist ; geriet 1944 in britische Gefangenschaft ; 1944 Mitarbeiter der BBC ; die Briten schickten ihn zum Aufbau des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) nach Köln, wo er bis Juni 1947 Leiter der politischen Abteilung und stellvertretender Intendant war ; Ende 1947 schied er aus dem Sender aus, bei der er zuletzt im Funkhaus Hamburg als politischer Kommentator tätig war. Er siedelte in die damalige sowjetische Besatzungszone um, wurde Mitarbeiter des Berliner Rundfunks und trat der SED bei. ; ging 1948 nach Ost-Berlin / SED-Chef-Kommentator (seit 1952) im DDR-Fernsehen "Der Schwarze Kanal" (Sendg. lief vom 21.03.1960 bis 30.10.1989, 1.519 mal). / Familie: Tochter Barbara Schnitzler (*19.02.1953, Berlin, Schauspielerin) und Ehefrau Inge Keller (*15.12.1923, Berlin, Schauspielerin) / Beinamen "Sudel-Ede" / Buch "Der Rote Kanal - Armes Deutschland"

 

Gerhard Stoltenberg, (polit), (DT) - geb. 29.09.1928 [Kiel, DT] - gest. 23.11.2001 [Bad Godesberg] / Bundesminister und schleswig-holsteinische Ministerpräsident (CDU) trat 1947 noch als Primaner in die CDU ein. 1954 wurde Stoltenberg Landtagsabgeordneter, 1957 zog er in den Bundestag ein, bereits 1965 wurde er zum ersten Mal Bundesminister, damals für Wissenschaft und Forschung. Stoltenberg hinterlässt seine Frau Margot und zwei erwachsene Kinder ; unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) von 1982 bis 1989 Finanz- und anschliessend bis zu seinem Rücktritt wegen der Lieferung von Panzern an die Türkei 1992 Verteidigungsminister ; zuvor war er elf Jahre lang Ministerpräsident in Kiel ; als Finanzminister trug Stoltenberg zu einem Sinken der Inflationsrate auf den niedrigsten Stand seit Ende der Fünfziger Jahre bei. Mit seiner Haushaltspolitik senkte er zudem die Neuverschuldung der Bundesrepublik 1985 auf den niedrigsten Stand seit 1977 ; Stoltenberg verteidigte die Stabilitätspolitik von Regierung und Bundesbank auch gegen Kritik aus den USA. Kurz vor dem Kurseinbruch an den Aktienmärkten am 19. Oktober 1987 lieferte er sich einen offenen Schlagabtausch mit seinem US-Kollegen James Baker. Dieser hatte den Deutschen vorgeworfen, von ihren hohen Exporten zu profitieren, ohne selbst mit niedrigeren Zinsen etwas für Wachstum zu unternehmen. Baker drohte daraufhin im Fernsehen mit einem weiteren Fall des Dollarkurses. Unpopulär war die von Stoltenberg kurz vor seiner Ablösung durch Theo Waigel (CSU) eingeführte Quellensteuer auf Zinseinkünfte.

.

Prinzessin Soraya Esfandiary Bakhtiary (monachin), (D/PERS) - geb. 22.06.1932 [Isfahan] - gest. 25.10.2001 [Paris, FRA] / natürlicher Tod / Die Putzfrau habe die Tote in ihrer Wohnung im vornehmen 8. Stadtbezirk entdeckt. Die Behörden ordneten eine Untersuchung zur Feststellung der Todesursache an. Die siebenjährige Ehe der deutsch-persischen Prinzessin Soraya Esfandiary Bakhtiary (Soraya zu deutsch: Siebengestirn) mit dem Schah von Persien, Mohammed Reza Pahlavi (1919-1980), wurde 1958 wegen Kinderlosigkeit wieder aufgelöst. Das kaiserliche Ehe-Drama, bei dem auf anfängliches Glück Kinderlosigkeit und Trennung folgten, war beliebter Lesestoff der Regenbogenpresse. Die vom persischen Volk geliebte Kaiserin hatte - so gestand sie Jahre später in einem Interview - selbst ihren Gatten um die Trennung gebeten, weil ihr der Gedanke an eine Nebenfrau "unerträglich" gewesen sei. Die Sensationsberichterstattung deutscher Boulevardzeitungen führte 1958 zu einer Krise zwischen Persien und der Bundesrepublik. Als der Schah mit dem Abbruch aller Beziehungen drohte, verabschiedete das Bundeskabinett in aller Eile eine stark umstrittene Strafrechtsnovelle, die herabwürdigende Behauptungen, das Privat- und Familienleben fremder Staatsoberhäupter betreffend, mit Strafe bedrohen sollte. Die so genannte "Lex Soraya" passierte aber nicht den Bundestag.
Die in Berlin aufgewachsene Tochter eines persischen Stammesfürsten und einer Deutschen wurde am 22. Juni 1932 in Isfahan geboren. Im Oktober 1950 verlobte sich Soraya mit Reza Pahlavi. Das Paar wurde am 12. Februar 1951 in Teheran getraut. Soraya lebte zuletzt abwechselnd in Paris und im spanischen Marbella. Farah Diba, die dritte Ehefrau des Kaisers, hatte Ihrem Mann 1960 einen Thronfolger geboren.

.
Melanie Thornton, (m), (USA)

- geb. 13.05.1967 [Charleston, South Carolina, USA] - gest. 24.11.2001 [bei Zürich, CH] / US-Sängerin / ihren letzten Auftritt hatte sie in Leipzig / Zwei Tage nach dem Flugzeugabsturz sollte die Neuauflage ihres ersten Solo-Albums "Ready To Fly" auf den Markt kommen / Zwei Tage vor der Veröffentlichung der Neuauflage ihres ersten Solo-Albums "Ready To Fly" in Deutschland nahm das Leben der 34-Jährigen am Samstagabend ein tragisches Ende. Beim Absturz einer Passagiermaschine der Schweizer Fluggesellschaft Crossair kam sie zusammen mit 23 anderen Flugzeuginsassen ums Leben. Die ehemalige Sängerin der erfolgreichen 90er-Jahre-Popformation La Bouche hatte sich gerade solo einen Namen gemacht und schaute mit grossen Erwartungen in die Zukunft.

Ihr Schicksal erinnert an den tragischen Tod des US-Soul-Stars Aaliyah, die Ende August bei einem Flugzeug-Unglück ihr Leben ließ. Die 22-jährige Sängerin und Schauspielerin war mit einer überladenen Cessna über den Bahamas abgestürzt.

Solo-Album ab Montag in den Läden
Am Samstag war Thornton, die schwarze Sängerin mit den auffällig blondierten Haaren noch in Leipzig aufgetreten. Im Rahmen der "Coca-Cola Weihnachtstour 2001" präsentierte sie den Werbesong "Wonderful Dream (Holidays Are Coming)", der ebenso wie die Neuauflage ihres Debüt-Albums an diesem Montag in die deutschen Plattenläden kommt. Als sie am Samstagabend in Berlin in den Flieger stieg, hatte sie noch zahlreiche Live-Shows sowie Fernsehauftritte vor sich.

Sie arbeitete mit Frank Farian
Für ihre Karriere als Pop-Star zog Melanie Thornton zu ihrer Schwester nach Deutschland, wo Erfolgsproduzent Frank Farian auf sie aufmerksam wurde. Er formte Mitte der 90er Jahre die Dance-Formation La Bouche. Zusammen mit dem Rapper Lane McCray hatte Thornton Hits wie "Sweet Dreams" und "Be My Love" und verkaufte weltweit mehr als zehn Millionen Platten.

Fast wie eine Vorahnung klingen nun ihre Worte vom Samstag, als sie in einem Interview des Privatsenders RTL sagte: "Wir wissen alle nicht, ob wir morgen noch erleben. Also sollten wir unseren Traum jetzt leben". Dieser Traum endete am Samstagabend kurz nach 22 Uhr abrupt mit dem Absturz von Flug LX 3597.

Ausserdem sind zwei Mitglieder des Poptrios Passion Fruit ums Leben gekommen. Maria Serrano-Serrano, die am Montag 28 Jahre alt geworden wäre sowie die 27-jährige Nathaly van het Ende. Die 3.Sängerin Debby St.Marteen, überlebte.

Warum die Crossair-Maschine vor Zürich abstürzte, ist nach wie vor unklar – sie soll zu niedrig geflogen sein. Rund 150 Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr und Armee waren am Montag (26.11.2001) in den Wäldern von Bassersdorf im Einsatz, wo die viermotorige Maschine vom Typ Jumbolino am späten Samstagabend abgestürzt war. Die Bergungsarbeiten, die durch tiefen Morast behindert wurden, sollen mehrere Tage dauern.

Aufschluss erhoffen sich die Ermittler von den beiden Flugschreibern, die bis Mittwoch in Paris ausgewertet werden sollen. Auch die Sicherung der Wrackteile könnte weitere Hinweise auf die Absturzursache geben.

Zu niedrig geflogen

Nach Angaben der Flughafenbetriebsgesellschaft hatte der Kontrollturm keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten des Flugs erhalten. Die Maschine sei planmäßig unterwegs gewesen, aber rund zwei Meilen vor dem Aufsetzen auf der Piste vom Radarschirm verschwunden. Experten erklärten im Schweizer Fernsehen, die Maschine sei zu niedrig geflogen, und Schneeschauer hätten vermutlich die Sicht behindert.

Ein ehemaliger Pilot sagte im Schweizer Fernsehen DRS, die Unfallgefahr sei beim Anflug auf die Piste 28 größer als auf den früher angeflogenen Pisten 14 und 16. Die Maschine hätte auf einer Anflugroute landen sollen, die wegen eines neuen Staatsvertrags zwischen der Schweiz und Deutschland erst seit wenigen Wochen regelmäßig jeweils zwischen 22 und 6 Uhr benutzt wird, um Fluglärm vom Flughafen Zürich über der deutschen Grenzregion zu mindern. Die Strecke sei zwar ohne besondere Probleme, der Pilot hätte wegen schlechter Sicht aber auch eine andere Piste benutzen können, erklärten die Behörden.

Bei dem Absturz waren 24 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen elf Deutsche. Neun Menschen überlebten den Absturz zum Teil schwer verletzt. Unter den Toten war auch die deutsch-amerikanische Popsängerin Melanie Thornton.

„Wonderful Dream“

Thornton, die mit der Gruppe „La Bouche“ bekannt geworden war und deren neue Single „Wonderful Dream“ am Montag erscheinen sollte, war am Samstag im Rahmen der „Coca-Cola-Weihnachtstour 2001“ in Leipzig aufgetreten und danach mit der Crossair nach Zürich geflogen.

Erst im August war die Sängerin Aaliyha bei einem Cessna-Crash auf den Bahamas getötet worden.

Zweites Crossair-Unglück in zwei Jahren

Für die Crossair handelt es sich um das zweite schwere Unglück innerhalb von zwei Jahren, nachdem die Airline zuvor während 25 Jahren unfallfrei geflogen war. Am 10. Januar vergangenen Jahres war eine Saab 340 kurz nach dem Start von Zürich-Kloten in Richtung Dresden abgestürzt. Alle zehn Insassen kamen ums Leben.

Der Flugzeugabsturz vom Samstag setzte die Aktien der Crossair und der Flughafen Zürich AG unter Druck. Im frühen Handel verlor die Crossair-Namenaktie am Montag über elf Prozent. Die Flughafenaktie lag bis zum Mittag mit mehr als acht Prozent im Minus.

Der neuerliche Unfall fällt mir der größten Krise der Schweizer Zivilluftfahrt zusammen. Aus den Resten der vor der Liquidation stehenden Swissair wollen Staat und Wirtschaft mit einem Aufwand von mehr als vier Milliarden Franken eine neue Schweizer Airline aufbauen, und zwar auf der Basis des kostengünstigen Modells der Crossair. Quelle: Focus-Online 26.11.2001 19:20 Uhr

.
Beate Uhse [Beate Köstlin] (untern), (D)

- geb. 25.10.1919 [Ostpreußen] - gest. 16.07.2001 [St. Gallen, Schweiz] / Familie: Drei Söhne (zwei eigene, einen hat sie adoptiert) / machte mit 18 Jahren ihren Flugschein / 1945 Flucht mit einem Wehrmachtsflugzeug aus Berlin / 1951 Gründung des Versandhauses für Hygiene-Artikel in Flensburg / überstand 700 Prezesse / 1984 starb ihr Sohn Klaus an Krebs

Flensburg: Beate Uhse ist an einer Lungenentzündung gestorben. Die Unternehmerin erlag im Alter von 81 Jahren der Krankheit, wie die Beate Uhse AG am Mittwoch mitteilte. Sie sei bereits am Montag in einer Schweizer Klinik gestorben und danach im engsten Familienkreis beigesetzt worden. Eine öffentliche Trauerfeier gebe es am 3. August in Flensburg.

Uhse machte in der Nachkriegszeit den Handel mit Erotik-Artikeln salonfähig und gilt neben Oswald Kolle als wichtigste Figur der „sexuellen Revolution“. Millionen Kunden beziehen die diskreten Uhse-Pakete mit Sex-Spielzeug, Pornos oder Dessous.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) würdigte die gebürtige Ostpreußin als „erfolgreiche, tatkräftige und mutige Frau“. Uhse selbst sagte 1999 über ihr Lebenswerk: „Worüber ich mich am meisten freue, dass es uns in den letzten 50 Jahren gelungen ist, eine hohe nicht nur berufliche, sondern auch gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen.“

Ihr sei es „durch ihr offenes und seriöses Auftreten“ erfolgreich gelungen, die Branche aus der Schmuddelecke zu holen, so der Flensburger Konzern.

Uhse schaffte es von der „fliegenden Händlerin“ mit einer Broschüre über Schwangerschaftsverhütung in der Nachkriegszeit bis an die Spitze des Sex-Konzerns mit über 300 Millionen Mark Jahresumsatz.
Beate Uhse und der jüngste Sohn Ulrich Rotermund (geb. 1949) gründeten die "Beate Uhse AG".
1981 erhielt der Konzern die Rechtsform einer AG. Im Mai 1999 ging das größte europäische Erotikunternehmen als weltweit erstes seiner Art an die Börse.

Uhse selbst zog sich 1992 aus dem operativen Geschäft zurück und wechselte in den Aufsichtsrat. Noch 1999 dachte sie nicht ans Aufhören. „Ich will Dinge tun, die mir Freude machen. Und Freude machen mir mein Geschäft, der Sport und mein Garten“, sagte sie in einem Interview. Am liebsten spreche sie über ihr Unternehmen. „Dafür schalte ich sogar mein Hörgerät an."
- Eine öffentliche Trauerfeier für Beate Uhse war für den 03.08.2001 im Deutschen Haus in Flensburg angesetzt worden.

.

Helen Vita [eigtl. Helena Vita Elisabeth Reichel] (s/m/kabarett), (D) - geb. 07.08.1928 [oberbayerischen Hohenschwangau] - gest. 16.02.2001 [Berlin] Krebserkrankung / Schauspielerin und Chansonsängerin, Chansonnette und Kabarettistin / ausgebildet am Musik-Konservatorium Genf / Film: "Was ist denn bloss mit Willi los (1970) spielt sie neben Heinz Erhardt die Frau Stirnima / Vita hatte in mehr als 60 Filmen, auch unter der Regie von Rainer Werner Faßbinder, mitgewirkt.
Zuletzt hatte sie mit dem Bühnenprogramm "Drei alte Schachteln" gemeinsam mit Evelyn Künneke und Brigitte Mira Erfolge gefeiert. Helen Vita war seit 1956 mit dem 1997 verstorbenen Schweizer Komponisten Walter Baumgartner verheiratet.
Zu Beginn ihrer Karriere spielte Vita am Züricher Schauspielhaus die Eva in der von Bertolt Brecht inszenierten Uraufführung seines Stückes "Herr Puntila und sein Knecht Matti". Faßbinder drehte mit ihr Filme wie "Lili Marleen", "Berlin Alexanderplatz" und "Satansbraten". Für Schlagzeilen sorgte sie in den 60er-Jahren mit Aufnahmen frivoler Lieder. Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Sozialministerium ließ 1966 die Platte "Die allerfrechsten Chansons aus dem alten Frankreich" verbieten. Noch Ende des Jahrzehnts waren die Platten nur unter dem Ladentisch zu erhalten, was sie um so begehrlicher machte. Zweimal wurde Vita mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. 1985 erhielt sie den Deutschen Kleinkunstpreis.

weitere - gestorben 2001
23.03. - David McTaggart (68), Kanadier, einer der Gründerväter von Greenpeace, stirbt bei einem Autounfall
17.04. - Vera Brühne (91), in einem der spektakulärsten Indizienprozesse der Nachkriegszeit als Doppelmörderin verurteilt und nach 18 Jahren Haft begnadigt
28.04. - Evelyn Künneke (79), Schauspielerin und Sängerin
11.05. - Douglas Adams (49), britischer Science Fiction-Autor
12.05. - Perry Como (87 oder 88), amerikanischer Sänger
03.06. - Anthony Quinn (86), amerikanischer Filmschauspieler
05.07. - Hannelore Kohl (68), Ehefrau von Altkanzler Helmut Kohl, nimmt sich das Leben
26.07. - Peter von Zahn (88), Rundfunkpionier und Fernseh-Journalist
02.09. - Christiaan Barnard (78), südafrikanischer Pionier der Herzverpflanzung
14.09. - Ahmed Schah Massud (geb. 1953) - Militärführer der Taliban-Gegner in Afghanistan, wird ermordet
16.12. - Stefan Heym (*10.04.1913, Chemnitz), Schriftsteller und früherer Alterspräsident des deutschen Bundestages (1994 Ex-PDS-Bundestagsabgeordneter), erliegt einem Herzanfall am Roten Meer in Israel

.

zum Listenanfang


NICHTKOMMERZIELLER WEBAUFTRITT VON GOMICHA.de - LEIPZIG - NÜRNBERG

.

.