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Robert Ludlum,
(a/s/schr), (USA)
- geb. 25.05.1927 [New York, USA] - gest. 12.03.2001 [Naples, Florida, USA]
Herzschlag / amerikanische Bestseller-Autor von 22
Spionage-Romanen ; war mehr als 20 Jahre
als Schauspieler und am Theater tätig, bevor er 1971 seinen ersten Thriller
"The Scarlatti Inheritance" (Das Scarlatti- Erbe) schrieb ;
seine Spionageromane wurden in 32 Sprachen übersetzt und mit über 220 Millionen
Exemplaren in 40 Ländern veröffentlicht ; zu seinen
bekanntesten Romanen gehören "Die Matlock-Affäre", "Der
Matarese-Bund", "Das Parsifal-Mosaik" und "Das
Ostermann-Wochenende", das auch durch seine Verfilmung mit
US-Hollywood-Star Burt Lancaster bekannt wurde. Die bevorzugten Themen seiner
Bücher waren Spionage-Geschichten aus der Zeit des Kalten Krieges. Eine seiner
beliebtesten Roman-Figuren war Jason Bourne, der Held in vier Spionage-Bücher
(Die "Borowski"-Serie). Der vorerst letzte Spionage-Roman Ludlums,
"The Prometheus Deception", wurde im vergangenen Jahr veröffentlicht
und erschien in den amerikanischen Bestsellerlisten.
Seine Tätigkeit am
Theater sei ihm als Autor zu Gute gekommen, sagte Ludlum in einem Interview.
Dies habe ihm geholfen, komplizierte Szenen und Zusammenhänge für den Leser
verständlich darzustellen. Ludlum, Vater von drei Kindern, arbeitete nach
eigenen Angaben gewöhnlich etwa 18 Monate an einem Roman. Drei Monate
recherierte er für die Geschichte, 15 Monate schrieb er an dem Buch. Über
seine Arbeit sagte Ludlum: "Es ist nichts Magisches daran, ich liebe es
einfach, Geschichten zu erzählen." Das meiste komme aus der simplen
Vorstellungskraft, die er habe, und aus den Reisen, die er mit seiner Frau
unternehme.
Gelegentliche Kritik,
er ahme den Stil anderer bekannter Spionage-Autoren wie John Le Carre und Tom
Clancy nach, schadete Ludlums Beliebtheit nicht.
Manuela [eigtl.
Doris Wegener]
(m/s), (D), (57 Jahre)
- geb. ? - gest. 13.02.2001 [Berlin]
an Krebs / Schlagersängerin / 1962 erster
Plattenvertrag / Lied: "Schuld war nur der Bossa Nova" (1963) /
erhielt achtmal den BRAVO-OTTO John
Phillips, (m), (USA)
- geb. 1936 - gest. 18.03.2001 / Gründer und Song-Schreiber der Pop-Band
"The Mamas And The Papas" ist am Sonntag im Alter von 65 Jahren
gestorben. Phillips, hier ganz rechts beim 13. "Annual Rock and Roll Hall
of Fame Induction Dinner" im Januar 1998 in New York zusammen mit den
Band-Mitgliedern (v.L n. R) Owen Elliot, Michelle Phillips, Denny Doherty, sei
nach mehrwöchigem Krankenhausaufenthalt im Kreise von Verwandten und Freunden
gestorben, sagte seine Sprecherin. Dem Musiker war vor einigen Jahren eine neue
Leber eingepflanzt worden. Helmut
Reck, (s), (D), (68 Jahre)
- geb. [Berlin, DT] - gest. 30.01.2001 [Nienburgan der Weser, DT] an Herzinfarkt
/ der als Kommissar Ecki Schöller in der TV-Serie "Die Männer vom
K3" (seit 1987) bekannt wurde / er spielte auch in den TV-Serien:
"Forsthaus Falkenau", "Der Bergdoktor", "Ein Bayer auf
Rügen", "immenhof" und in "Totort"-Krimmis /
zudem war er ein gefragter Synchronsprecher und lieh Richard Chamberlain und
Anthony Hopkins seine Stimme
Gerd E. (Egilhart)
Schäfer,
(s/mod/th/a/k), (D "DDR")
- geb. 14.07.1923 [Berlin] - gest. Sept. 2001 (Krebs, seit 1995) / Schauspieler
und Moderator / Ur-Berliner / 15 Jahre Fernseh-Sendung 'Der Wunschbriefkasten'
mit Uta Schorn *1947 (zu Zeiten der DDR) / 1997 Rückzug aus gesundh. Gründen /
spielte die Rolle des Maxe-Baumann / Familie: Ehefrau Ruth-Ellen (61=2001),
Söhne: Frank (42) und Alexander (36)
Emilie
Schindler, (-), (D/ARG), (94 Jahre)
- geb. 22.10.1907 - gest. 05.10.2001 [Strausberg bei Berlin, DT] / Witwe
von Oskar
Schindler
(geb. 28.04.1908 in Zwitlau - gest. 1974) / Emilie Schindler
hatte mit ihrem Mann Oskar im Zweiten Weltkrieg mehr als 1.200 Juden vor dem
Holocaust gerettet. Die Rettungsaktion war 1993 durch Steven Spielbergs
Hollywoodfilm "Schindlers Liste" weltweit bekannt geworden. Seit 1949 hatte
Emilie Schindler in Argentinien gelebt. Erst im Sommer dieses Jahres (2001)
hatte sie sich während einer Deutschlandreise entschlossen, den Lebensabend in
Bayern zu verbringen. Unmittelbar vor der geplanten Aufnahme in ein bayerisches
Pflegeheim war sie Mitte Juli jedoch wegen eines Schlaganfalls ins Krankenhaus
Strausberg gebracht worden. Die Witwe des
einstigen Fabrikanten, der in seiner Firma von den Nazis bedrohten Juden
Unterschlupf gab, wollte nicht mehr nach Argentinien zurückkehren. Sie habe
Heimweh nach Deutschland gehabt, so die 94-Jährige.
Karl-Eduard von
Schnitzler, (journal/polit/SED), (D "DDR")
- geb. 28.04.1918 (a.Q. 1919) [Berlin-Dalem] - gest. 20.09.2001 starb an
Lungenentzündung / Urenkel Friedrich III. ; als jüngster Sohn des Generalkonsuls und
königlich-preußischen Geheimen Legationsrates Julius Eduard von Schnitzler in
Köln auf ; war auf dem Internat in Bad Godesberg und sass als Kind auf den
Knien Konrad Adenauers ; Kommunist und Antifaschist ; geriet 1944 in britische Gefangenschaft
; 1944 Mitarbeiter der BBC ; die Briten schickten ihn zum
Aufbau des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) nach Köln, wo er bis Juni 1947
Leiter der politischen Abteilung und stellvertretender Intendant war ; Ende 1947
schied er aus dem Sender aus, bei der er zuletzt im Funkhaus Hamburg als
politischer Kommentator tätig war. Er siedelte in die damalige sowjetische
Besatzungszone um, wurde Mitarbeiter des Berliner Rundfunks und trat der SED
bei. ; ging 1948 nach Ost-Berlin / SED-Chef-Kommentator (seit 1952)
im DDR-Fernsehen "Der Schwarze
Kanal" (Sendg.
lief vom 21.03.1960 bis 30.10.1989, 1.519 mal). / Familie:
Tochter Barbara Schnitzler (*19.02.1953, Berlin, Schauspielerin) und Ehefrau
Inge Keller (*15.12.1923, Berlin, Schauspielerin) / Beinamen "Sudel-Ede"
/ Buch "Der Rote Kanal -
Armes Deutschland"
Gerhard Stoltenberg,
(polit), (DT)
- geb. 29.09.1928 [Kiel, DT] - gest. 23.11.2001 [Bad Godesberg] /
Bundesminister und
schleswig-holsteinische Ministerpräsident (CDU)
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trat 1947 noch als Primaner in die CDU ein. 1954
wurde Stoltenberg Landtagsabgeordneter, 1957 zog er in den Bundestag ein,
bereits 1965 wurde er zum ersten Mal Bundesminister, damals für Wissenschaft
und Forschung. Stoltenberg hinterlässt seine Frau Margot und zwei erwachsene
Kinder ; unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU)
von 1982 bis 1989 Finanz- und anschliessend bis zu seinem Rücktritt wegen der
Lieferung von Panzern an die Türkei 1992 Verteidigungsminister ; zuvor war er
elf Jahre lang Ministerpräsident in Kiel ; als Finanzminister
trug Stoltenberg zu einem Sinken der Inflationsrate auf den niedrigsten Stand
seit Ende der Fünfziger Jahre bei. Mit seiner Haushaltspolitik senkte er zudem
die Neuverschuldung der Bundesrepublik 1985 auf den niedrigsten Stand seit 1977
; Stoltenberg
verteidigte die Stabilitätspolitik von Regierung und Bundesbank auch gegen
Kritik aus den USA. Kurz vor dem Kurseinbruch an den Aktienmärkten am 19.
Oktober 1987 lieferte er sich einen offenen Schlagabtausch mit seinem
US-Kollegen James Baker. Dieser hatte den Deutschen vorgeworfen, von ihren hohen
Exporten zu profitieren, ohne selbst mit niedrigeren Zinsen etwas für Wachstum
zu unternehmen. Baker drohte daraufhin im Fernsehen mit einem weiteren Fall des
Dollarkurses. Unpopulär war die von Stoltenberg kurz vor seiner Ablösung durch
Theo Waigel (CSU) eingeführte Quellensteuer auf Zinseinkünfte. |
Prinzessin Soraya Esfandiary Bakhtiary
(monachin), (D/PERS)
-
geb. 22.06.1932 [Isfahan] - gest. 25.10.2001 [Paris, FRA] /
natürlicher Tod / Die Putzfrau habe die
Tote in ihrer Wohnung im vornehmen 8. Stadtbezirk entdeckt. Die Behörden
ordneten eine Untersuchung zur Feststellung der Todesursache an. Die siebenjährige
Ehe der deutsch-persischen Prinzessin Soraya Esfandiary Bakhtiary (Soraya zu
deutsch: Siebengestirn) mit dem Schah von Persien, Mohammed Reza Pahlavi
(1919-1980), wurde 1958 wegen Kinderlosigkeit wieder aufgelöst. Das kaiserliche
Ehe-Drama, bei dem auf anfängliches Glück Kinderlosigkeit und Trennung
folgten, war beliebter Lesestoff der Regenbogenpresse. Die vom persischen Volk
geliebte Kaiserin hatte - so gestand sie Jahre später in einem Interview -
selbst ihren Gatten um die Trennung gebeten, weil ihr der Gedanke an eine
Nebenfrau "unerträglich" gewesen sei. Die
Sensationsberichterstattung deutscher Boulevardzeitungen führte 1958 zu einer
Krise zwischen Persien und der Bundesrepublik. Als der Schah mit dem Abbruch
aller Beziehungen drohte, verabschiedete das Bundeskabinett in aller Eile eine
stark umstrittene Strafrechtsnovelle, die herabwürdigende Behauptungen, das
Privat- und Familienleben fremder Staatsoberhäupter betreffend, mit Strafe
bedrohen sollte. Die so genannte "Lex Soraya" passierte aber nicht den
Bundestag.
Die in Berlin
aufgewachsene Tochter eines persischen Stammesfürsten und einer Deutschen wurde
am 22. Juni 1932 in Isfahan geboren. Im Oktober 1950 verlobte sich Soraya mit
Reza Pahlavi. Das Paar wurde am 12. Februar 1951 in Teheran getraut. Soraya lebte zuletzt
abwechselnd in Paris und im spanischen Marbella. Farah Diba, die dritte Ehefrau
des Kaisers, hatte Ihrem Mann 1960 einen Thronfolger geboren.
Melanie
Thornton, (m), (USA)
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- geb. 13.05.1967
[Charleston, South Carolina, USA] - gest. 24.11.2001 [bei Zürich, CH]
/ US-Sängerin /
ihren
letzten Auftritt hatte sie in Leipzig / Zwei Tage nach dem Flugzeugabsturz
sollte die Neuauflage ihres ersten Solo-Albums "Ready To Fly" auf den
Markt kommen / Zwei Tage vor der
Veröffentlichung der Neuauflage ihres ersten Solo-Albums "Ready To Fly"
in Deutschland nahm das Leben der 34-Jährigen am Samstagabend ein tragisches
Ende. Beim Absturz einer Passagiermaschine der Schweizer Fluggesellschaft
Crossair kam sie zusammen mit 23 anderen Flugzeuginsassen ums Leben. Die ehemalige
Sängerin der erfolgreichen 90er-Jahre-Popformation La Bouche hatte sich gerade
solo einen Namen gemacht und schaute mit grossen Erwartungen in die
Zukunft. |
Ihr Schicksal
erinnert an den tragischen Tod des US-Soul-Stars Aaliyah, die Ende August bei
einem Flugzeug-Unglück ihr Leben ließ. Die 22-jährige Sängerin und
Schauspielerin war mit einer überladenen Cessna über den Bahamas abgestürzt.
Solo-Album ab
Montag in den Läden
Am Samstag war
Thornton, die schwarze Sängerin mit den auffällig blondierten Haaren noch in
Leipzig aufgetreten. Im Rahmen der "Coca-Cola Weihnachtstour 2001"
präsentierte sie den Werbesong "Wonderful Dream (Holidays Are Coming)",
der ebenso wie die Neuauflage ihres Debüt-Albums an diesem Montag in die
deutschen Plattenläden kommt. Als sie am Samstagabend in Berlin in den Flieger
stieg, hatte sie noch zahlreiche Live-Shows sowie Fernsehauftritte vor sich.
Sie arbeitete mit
Frank Farian
Für ihre Karriere
als Pop-Star zog Melanie Thornton zu ihrer Schwester nach Deutschland, wo
Erfolgsproduzent Frank Farian auf sie aufmerksam wurde. Er formte Mitte der 90er
Jahre die Dance-Formation La Bouche. Zusammen mit dem Rapper Lane McCray hatte
Thornton Hits wie "Sweet Dreams" und "Be My Love" und
verkaufte weltweit mehr als zehn Millionen Platten.
Fast wie eine
Vorahnung klingen nun ihre Worte vom Samstag, als sie in einem Interview des
Privatsenders RTL sagte: "Wir wissen alle nicht, ob wir morgen noch
erleben. Also sollten wir unseren Traum jetzt leben". Dieser Traum endete
am Samstagabend kurz nach 22 Uhr abrupt mit dem Absturz von Flug LX 3597.
Ausserdem sind
zwei Mitglieder des Poptrios Passion Fruit ums Leben gekommen. Maria
Serrano-Serrano, die am Montag 28 Jahre alt geworden wäre sowie die 27-jährige
Nathaly van het Ende. Die 3.Sängerin Debby St.Marteen, überlebte.
Warum die
Crossair-Maschine vor Zürich abstürzte, ist nach wie vor unklar – sie soll
zu niedrig geflogen sein. Rund 150 Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr und
Armee waren am Montag (26.11.2001) in den Wäldern von Bassersdorf im Einsatz,
wo die viermotorige Maschine vom Typ Jumbolino am späten Samstagabend
abgestürzt war. Die Bergungsarbeiten, die durch tiefen Morast behindert wurden,
sollen mehrere Tage dauern.
Aufschluss
erhoffen sich die Ermittler von den beiden Flugschreibern, die bis Mittwoch in
Paris ausgewertet werden sollen. Auch die Sicherung der Wrackteile könnte
weitere Hinweise auf die Absturzursache geben.
Zu niedrig
geflogen
Nach Angaben der
Flughafenbetriebsgesellschaft hatte der Kontrollturm keine Hinweise auf
Unregelmäßigkeiten des Flugs erhalten. Die Maschine sei planmäßig unterwegs
gewesen, aber rund zwei Meilen vor dem Aufsetzen auf der Piste vom Radarschirm
verschwunden. Experten erklärten im Schweizer Fernsehen, die Maschine sei zu
niedrig geflogen, und Schneeschauer hätten vermutlich die Sicht behindert.
Ein ehemaliger
Pilot sagte im Schweizer Fernsehen DRS, die Unfallgefahr sei beim Anflug auf die
Piste 28 größer als auf den früher angeflogenen Pisten 14 und 16. Die
Maschine hätte auf einer Anflugroute landen sollen, die wegen eines neuen
Staatsvertrags zwischen der Schweiz und Deutschland erst seit wenigen Wochen
regelmäßig jeweils zwischen 22 und 6 Uhr benutzt wird, um Fluglärm vom
Flughafen Zürich über der deutschen Grenzregion zu mindern. Die Strecke sei
zwar ohne besondere Probleme, der Pilot hätte wegen schlechter Sicht aber auch
eine andere Piste benutzen können, erklärten die Behörden.
Bei dem Absturz
waren 24 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen elf Deutsche. Neun Menschen
überlebten den Absturz zum Teil schwer verletzt. Unter den Toten war auch die
deutsch-amerikanische Popsängerin Melanie Thornton.
„Wonderful Dream“
Thornton, die mit
der Gruppe „La Bouche“ bekannt geworden war und deren neue Single „Wonderful
Dream“ am Montag erscheinen sollte, war am Samstag im Rahmen der „Coca-Cola-Weihnachtstour
2001“ in Leipzig aufgetreten und danach mit der Crossair nach Zürich
geflogen.
Erst im August war
die Sängerin Aaliyha bei einem Cessna-Crash auf den Bahamas getötet worden.
Zweites
Crossair-Unglück in zwei Jahren
Für die Crossair
handelt es sich um das zweite schwere Unglück innerhalb von zwei Jahren,
nachdem die Airline zuvor während 25 Jahren unfallfrei geflogen war. Am 10.
Januar vergangenen Jahres war eine Saab 340 kurz nach dem Start von
Zürich-Kloten in Richtung Dresden abgestürzt. Alle zehn Insassen kamen ums
Leben.
Der
Flugzeugabsturz vom Samstag setzte die Aktien der Crossair und der Flughafen
Zürich AG unter Druck. Im frühen Handel verlor die Crossair-Namenaktie am
Montag über elf Prozent. Die Flughafenaktie lag bis zum Mittag mit mehr als
acht Prozent im Minus.
Der neuerliche
Unfall fällt mir der größten Krise der Schweizer Zivilluftfahrt zusammen. Aus
den Resten der vor der Liquidation stehenden Swissair wollen Staat und
Wirtschaft mit einem Aufwand von mehr als vier Milliarden Franken eine neue
Schweizer Airline aufbauen, und zwar auf der Basis des kostengünstigen Modells
der Crossair. Quelle: Focus-Online 26.11.2001 19:20
Uhr
Beate Uhse [Beate Köstlin]
(untern),
(D)
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- geb. 25.10.1919
[Ostpreußen] - gest. 16.07.2001 [St. Gallen, Schweiz] / Familie: Drei Söhne
(zwei eigene, einen hat sie adoptiert) / machte mit 18 Jahren ihren Flugschein /
1945 Flucht mit einem Wehrmachtsflugzeug aus Berlin / 1951 Gründung des
Versandhauses für Hygiene-Artikel in Flensburg / überstand 700 Prezesse / 1984
starb ihr Sohn Klaus an Krebs
Flensburg: Beate
Uhse ist an einer Lungenentzündung gestorben. Die Unternehmerin erlag im Alter
von 81 Jahren der Krankheit, wie die Beate Uhse AG am Mittwoch mitteilte. Sie
sei bereits am Montag in einer Schweizer Klinik gestorben und danach im engsten
Familienkreis beigesetzt worden. Eine öffentliche Trauerfeier gebe es am 3.
August in Flensburg.
Uhse machte in der
Nachkriegszeit den Handel mit Erotik-Artikeln salonfähig und gilt neben Oswald
Kolle als wichtigste Figur der „sexuellen Revolution“. Millionen Kunden
beziehen die diskreten Uhse-Pakete mit Sex-Spielzeug, Pornos oder Dessous.
Schleswig-Holsteins
Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) würdigte die gebürtige Ostpreußin
als „erfolgreiche, tatkräftige und mutige Frau“. Uhse selbst sagte 1999
über ihr Lebenswerk: „Worüber ich mich am meisten freue, dass es uns in den
letzten 50 Jahren gelungen ist, eine hohe nicht nur berufliche, sondern auch
gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen.“
Ihr sei es „durch
ihr offenes und seriöses Auftreten“ erfolgreich gelungen, die Branche aus der
Schmuddelecke zu holen, so der Flensburger Konzern.
Uhse schaffte es
von der „fliegenden Händlerin“ mit einer Broschüre über
Schwangerschaftsverhütung in der Nachkriegszeit bis an die Spitze des
Sex-Konzerns mit über 300 Millionen Mark Jahresumsatz.
Beate Uhse und der
jüngste Sohn Ulrich Rotermund (geb. 1949) gründeten die "Beate Uhse
AG".
1981 erhielt der
Konzern die Rechtsform einer AG. Im Mai 1999 ging das größte europäische
Erotikunternehmen als weltweit erstes seiner Art an die Börse. Uhse selbst zog
sich 1992 aus dem operativen Geschäft zurück und wechselte in den
Aufsichtsrat. Noch 1999 dachte sie nicht ans Aufhören. „Ich will Dinge tun,
die mir Freude machen. Und Freude machen mir mein Geschäft, der Sport und mein
Garten“, sagte sie in einem Interview. Am liebsten spreche sie über ihr
Unternehmen. „Dafür schalte ich sogar mein Hörgerät an."
- Eine öffentliche
Trauerfeier für Beate Uhse war für den 03.08.2001 im Deutschen Haus in
Flensburg angesetzt worden. |
Helen Vita [eigtl.
Helena Vita Elisabeth Reichel] (s/m/kabarett), (D)
- geb. 07.08.1928 [oberbayerischen Hohenschwangau] - gest. 16.02.2001 [Berlin]
Krebserkrankung / Schauspielerin und Chansonsängerin, Chansonnette und Kabarettistin /
ausgebildet am Musik-Konservatorium Genf / Film: "Was ist denn bloss mit
Willi los (1970) spielt sie neben Heinz Erhardt die Frau Stirnima / Vita hatte in mehr
als 60 Filmen, auch unter der Regie von Rainer Werner Faßbinder, mitgewirkt.
Zuletzt hatte sie mit
dem Bühnenprogramm "Drei alte Schachteln" gemeinsam mit Evelyn
Künneke und Brigitte Mira Erfolge gefeiert. Helen Vita war seit 1956 mit dem
1997 verstorbenen Schweizer Komponisten Walter Baumgartner verheiratet.
Zu Beginn ihrer
Karriere spielte Vita am Züricher Schauspielhaus die Eva in der von Bertolt
Brecht inszenierten Uraufführung seines Stückes "Herr Puntila und sein
Knecht Matti". Faßbinder drehte mit ihr Filme wie "Lili Marleen",
"Berlin Alexanderplatz" und "Satansbraten". Für
Schlagzeilen sorgte sie in den 60er-Jahren mit Aufnahmen frivoler Lieder.
Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Sozialministerium ließ 1966 die Platte
"Die allerfrechsten Chansons aus dem alten Frankreich" verbieten. Noch
Ende des Jahrzehnts waren die Platten nur unter dem Ladentisch zu erhalten, was
sie um so begehrlicher machte. Zweimal wurde Vita mit dem Preis der deutschen
Schallplattenkritik ausgezeichnet. 1985 erhielt sie den Deutschen
Kleinkunstpreis.
weitere - gestorben 2001
23.03. - David
McTaggart (68), Kanadier, einer der Gründerväter von Greenpeace, stirbt
bei einem Autounfall
17.04. - Vera
Brühne (91), in einem der spektakulärsten Indizienprozesse der
Nachkriegszeit als Doppelmörderin verurteilt und nach 18 Jahren Haft begnadigt
28.04. - Evelyn
Künneke (79), Schauspielerin und Sängerin
11.05. - Douglas
Adams (49), britischer Science Fiction-Autor
12.05. - Perry
Como (87 oder 88), amerikanischer Sänger
03.06. - Anthony
Quinn (86), amerikanischer Filmschauspieler
05.07. - Hannelore
Kohl (68), Ehefrau von Altkanzler Helmut Kohl, nimmt sich das Leben
26.07. - Peter von
Zahn (88), Rundfunkpionier und Fernseh-Journalist
02.09. - Christiaan Barnard
(78), südafrikanischer Pionier der Herzverpflanzung
14.09. - Ahmed
Schah Massud (geb. 1953) - Militärführer der
Taliban-Gegner in Afghanistan, wird ermordet
16.12. - Stefan Heym
(*10.04.1913, Chemnitz), Schriftsteller und früherer Alterspräsident des deutschen Bundestages
(1994 Ex-PDS-Bundestagsabgeordneter), erliegt einem Herzanfall am Roten Meer in Israel
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