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Verstorbene Persönlichkeiten 2002
*und ein Hund
was sooo ... nicht in Lexika zu finden ist|

Theater- und Schauspieler, Regisseur, Musiker/Sänger (Klassik/Rock/Pop/etc.),
Tierfilmer, Sportler, Politiker, Schriftsteller, etc.
(Ob Wohltäter oder Verbrecher, ob Vorbilder oder Kriminelle - alle haben Geschichte geschrieben)

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Matthias Beltz (kabarett), (D) - geb. 31.01.1945 - gest. 27.03.2002 / Kabarettist

Vlastimil Brodský (s), (CR) - geb. 15.12.1920 [Hrusovany, Czechoslovakia] - gest. 20 April 2002 [Prague, Czech Republic] Selbstmord / einer der europaweit bekanntesten tschechischen Schauspieler / Filme: u.a. "Die Besucher" (1984); "Pan Tau" (1969)

Buddy (Pres.Hund), (USA) - geb. 1997 - gest. 03.01.2002 [Chappaqua, New York] / der Labrador "Buddy", ehemals "First Dog" des früheren US-Präsidenten Bill Clinton, ist von einem Auto überfahren worden. Wie Fernsehsender am Donnerstag berichteten, starb der Hund am Vorabend auf einer belebten Strasse in der Nähe des neuen Hauses der Clintons in Chappaqua (New York). Wie es zu dem Unglück kam, war zunächst nicht bekannt.
Clinton gab Trauererklärung ab: Weder der Ex-Präsident noch die frühere First Lady und jetzige Senatorin Hillary Rodham Clinton waren zum Zeitpunkt des Unglücks in ihrem Haus. In einer kurzen Erklärung drückten sie ihre Trauer aus. Die ganze Familie sei sehr traurig über "Buddys" Tod, betonte die Sprecherin im Namen der Clintons: "Er war ein treuer Freund und hat uns so viel Freude gemacht. Wir werden ihn sehr vermissen."
"Buddy" behielt Oberhand über "Socks":
Der Präsident hatte den Hund 1997 als Welpen gekauft und nach seinem im gleichen Jahr verstorbenen Lieblingsonkel benannt. Der oft fotografierte "Buddy" (Kumpel) war nach Clintons Abschied aus dem Weissen Haus vor einem Jahr mit nach Chappaqua gezogen und hatte dabei die Oberhand über Präsidentenkatze "Socks" behalten. Über das Hunde- und Katzenleben im Weissen Haus veröffentlichte die First Lady 1998 ein Buch, das in den USA zum Bestseller wurde.

Camilo José Cela (schr), (SPA) - geb. 1916 [Iria Flavia, SPA] - gest. 17.01.2002 [Madrid] / Cela gilt als Neubegründer der Romanform innerhalb der spanischen Literatur der 30er Jahre. Er erhielt 1989 den Literaturnobelpreis, laut Nobelpreis-Komitee "für seine reiche und eindringliche Prosa". 1995 wurde ihm der Cervantes-Preis verliehen, die höchste literarische Auszeichnung in der spanischsprachigen Welt. In Deutschland wurde er vor mit seinen Werken "Der Bienenkorb" und "Geschichten ohne Liebe" bekannt. An der Universität Madrid studierte er Medizin, Jura und Philosophie. Während des Bürgerkriegs gehörte Cela 1936-1939 den Franco-Truppen an und wurde schwer verwundet. Später distanzierte er sich vom Franco-Regime. Nach dem Bürgerkrieg arbeitete er als Journalist. 1942 gelang ihm mit seinem Roman "Die Familie des Pascual Duarte" der Durchbruch als Schriftsteller. Seit 1957 war er Mitglied der Spanischen Akademie und wurde Ehrendoktor zahlreicher Universitäten. Im Mai 1996 adelte ihn der spanischen König Juan Carlos I. und ernannte ihn zum Markgrafen von Iria Flavia.
Cela war seit 1991 in zweiter Ehe mit der vierzig Jahre jüngeren Journalistin Marina Castaño verheiratet. Aus erster Ehe hat er einen Sohn Camilo José.

Rosemary Clooney (s/m), (USA) - geb. 23.05.1928 [Maysville, Kentucky, USA] - gest. 29.06.2002 [Beverly Hills] / Sängerin und Schauspielerin / Tante von Hollywoodstar George Clooney / kurze Ehe mit Oscar-Preisträger Jose Ferrer (Schauspieler) / hatte sechs Kinder, davon fünf mit Jose Ferrer

Ivan Desny (s) (FRA/RUSS/CH) [eigtl. Ivan Nikolai Desnitzky] - geb. 28.12.1922 [Peking, China] - gest. 13.04.2002 [Ascona, CH] / Schauspieler

Der französische Filmschauspieler Ivan Desny ist im Alter von 79 Jahren in Ascona in der Schweiz gestorben. Der in Peking geborene russischstämmige Darsteller sei bereits am vergangenen Samstag aus dem Leben geschieden, teilte seine Agentur auf Anfrage am Dienstag in München mit. Es sei sein Wunsch gewesen, die Öffentlichkeit erst nach seiner Einäscherung zu informieren. Dies sollte am Dienstag geschehen, hiess es. Über die Todesursache konnte seine Agentin nichts weiter sagen. Er sei vor einigen Wochen wegen einer Lungenentzündung ins Krankenhaus gekommen.

Zuletzt hatte der Schauspieler unter anderem in der ARD-Serie «St. Angela» in der Folge «Der erste Tango» und in dem Fernsehspiel «Scheidung mit Hindernissen» mitgewirkt. Desny spielte unter anderem in Michelangelo Antonionis Film «Die grosse Rolle», in «Anastasia, die letzte Zarentochter» mit Ingrid Bergmann und in Rainer Werner Fassbinders Film «Die Ehe der Maria Braun». Eine seiner letzten Arbeiten war Andre Techines Krimi-Psychodrama «Diebe der Nacht» (Les Voleurs/1996) mit Catherine Deneuve und Daniel Auteuil. 1980 hatte der Franzose das Filmband in Gold für sein langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film erhalten.

Marion Gräfin Dönhoff (journal), (D) - geb. 02.12.1907 - gest. 11.03.2002 / Journalistin
Alfred Dregger (polit), (D) - geb. 10.12.1920 [Münster/Westf.] - gest. 29.06.2002 [Fulda] / Hauptmann in der Wehrmacht / Der konservative Dregger wurde 1956 in Fulda zum damals jüngsten Oberbürgermeister Deutschlands gewählt. 1967–82 war er CDU-Landesvorsitzender in Hessen, zur Bundestagswahl 1976 prägte er den CDU-Slogan »Freiheit statt Sozialismus«. 1982–91 war D. Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU im Deutschen Bundestag. / MdB 1972-1998 / Beerdigung am 05.07.2002
Heinz Drache (s), (D) - geb. 09.02.1923 [Essen] - gest. 03.04.2002 [] / Schauspieler, Edgar-Wallace-Filmen wie «Der Hexer») und viele Rollen in Serien.

Queen Elizabeth, Queen Mother (monarchin), (GB) - geb. 04.08.1900 [] - gest. 30.03.2002 16:15 MESZ [Schloss Windsor] / Frau von King Georg VI. und Mutter von Queen Elizabeth II. und älteste Ex-Monarchin bis zu ihrem Tod) / als 9. Kind von 10 Kindern eines englischen Grafen mit dem Namen Lady Elizabeth Angela Marguerite BOWES-LYON geboren, 1923 heiratete Lady Elizabeth Bowes-Lyon den zweitältesten Sohn von König George VI.(1865-1936) und Queen Mary(1867-1953), Albert (den späteren König George VI.) , mit ihm bekam sie 1926 das erste Kind, eine Tochter namens Elizabeth (die heutige Queen Elizabeth II.) und 1930 Prinzessin Margaret Rose (gest. 2002 in LONDON). 1937 wurden Albert und Elizabeth zu König George VI. und Queen Elizabeth gekrönt, nachdem der ältere Bruder Alberts, König Edward VIII. (1894-1972)wegen seiner Liebe zu der geschiedenen Amerikanerin Wallis Simpson (1896-1986), abgedankt hatte. In den Folgejahren bombardierten Hitler und die Nazis England. 1940 wurde der Buckingham-Palast neunmal bombardiert. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt oder gar getötet. Die spätere Queen Mum sagte damals:(Text s.unten!)("Ich bin fast froh, dass wir bombardiert worden sind. Nun habe ich das Gefühl, dem East End ins Auge sehen zu können.) Das Königspaar blieb im Lande und wurde dafür nach dem Krieg vom Volk frenetisch bejubelt. 1952 starb König George VI. mit 56 an Krebs, seine älteste Tochter bestieg den Thron (und regiert heute immer noch). Die damalige Königin Elizabeth ließ sich von nun an mit "Ihre Majestät Königin Elizabeth , die Königinmutter" (Her Majesty Queen Elizabeth The Queen Mother) bezeichnen und in den folgenden Jahrzehnten blieb ihre Popularität als "Queen Mum" ungebrochen. Im Jahre 2000 konnte Queen Mum als erstes Mitglied eines europäischen Königshaus überhaupt ihren 100.Geburtstag feiern. Queen Mum starb am 30.03.2002 auf SCHLOSS WINDSOR im Alter von 101 Jahren "friedlich im Schlaf" an den Folgen einer schweren Infektion der Bronchien. Sie wurde am 09.04.2002 in der St.-George´s Chapel in Windsor neben ihrem Ehemann beigesetzt.

John Entwistle (m), (GB) - geb. 09.10.1944 [Chiswick, London, GB] - gest. 26.07.2002 [Las Vegas, USA] / Bassist der britischen Rockgruppe "The Who" / The Who hatten in den 60er und 70er Jahren die Hitparaden mit Songs wie «My Generation», «Pin Ball Wizard» und «Substitute» gestürmt.
Fips Fleischer (swing/komp), (D "DDR") - geb. 02.05.1923 [Hohenfichte bei Augustusburg] - gest. 25.06.2002 [Klinikum Chemnitz] / ostdeutscher Swing-Legende, Schlagzeuger, Komponist / beigesetzt 01.07.2002 / mehr SuperIllu

Wolfgang Gruner (kabarett/s) (D) - geb. 20.09.1926 - gest. 14.03.2002 / Kabarettist und Schauspieler / spielte oft die lustige Rolle eines Berliner Polizisten (Verkehrserziehung)

«Die Stachelschweine» machten ihn bundesweit berühmt
Das «kabarettistische Urgestein» Berlins ist tot: Im Alter von 75 Jahren starb am Samstagabend der bundesweit bekannte und beliebte Schauspieler Wolfgang Gruner, wie die Geschäftsführerin des Kabaretts «Die Stachelschweine», Charlotte Reeck, am Sonntagabend bestätigte. Nach Informationen des Senders Freies Berlin erlag Gruner einem Krebsleiden.

Der 75-Jährige hatte zum Jahreswechsel einen Herzanfall erlitten und war mehrere Wochen in einer Klinik behandelt worden.

Inbegriff der Berliner Schnauze
Der am 20. September 1926 geborene Gruner, der ausserhalb der Hauptstadt als «Inbegriff der Berliner Schnauze» galt, war vor dem Krieg zum Steuerinspektor ausgebildet worden. Er sei immer stolz darauf gewesen, «ein ausserplanmässiger Steuereinnehmer zu sein», sagte er einmal. Doch in der sowjetischen Kriegsgefangenschaft, aus der er 1949 entlassen wurde, begann Gruner, Theater zu spielen - vor allem Frauenrollen.

Neben Auftritten in Operetten gab er auch die Titelrolle in Ibsens «Nora». Auf der Schauspielschule in Berlin lernte er später unter anderem Edith Hancke, Horst Buchholz und Harald Juhnke kennen. Von Juhnke ermutigt, stiess er 1951 zu den «Stachelschweinen». Seitdem stand er in mehr als 60 Programmen auf der Bühne und trat nebenbei in Klassikerinszenierungen und in Film und Fernsehen auf. Mit seinem verstorbenen Freund Wolfgang Neuss spielte Gruner im Theaterstück «Zwei Berliner in Paris» und wirkte in dessen Film «Wir Kellerkinder» mit.

Heute sei Comedy angesagt
Bekannt wurde er auch mit dem Strassenfeger «Telekehrer Otto Schruppke» in der Berliner Abendschau und als «Fritze Flink» in Wim Thoelkes «Der grosse Preis». 1965 zogen die «Stachelschweine» in das Untergeschoss des Europa-Centers. Zu Anfang sei dort Rauchen erlaubt gewesen. Der blaue Dunst habe dazu geführt, dass man die Schauspieler auf der Bühne nur noch schemenhaft erkennen konnte, erzählte der Kabarettist anlässlich seines 75. Geburtstages im vergangenen Jahr.

Heute sei vor allem Comedy angesagt, und die meisten Kabaretts, die Deutschland politisch aufgemöbelt hätten, gebe es nicht mehr. Wenn er drei Wünsche frei hätte, würde er sich zwei Mal Gesundheit wünschen, sagte Gruner damals. Sein dritter Wunsch galt seiner Kunst: Es solle ihm weiter genügend Kabaretttaugliches einfallen.

Ruth Handler (untern), (USA) - geb. 1916 - gest. 24.04.2002 [Los Angeles, Kal, USA] / Unternehmerin starb nach einer Darmoperation
Im Alter von 85 Jahren ist in Los Angeles die Mutter der Barbie-Puppe, Ruth Handler, gestorben. Die Mitbegründerin des Spielwarenherstellers Mattel erlag am Samstag in einem Krankenhaus den Folgen einer Darmoperation. Ihre 1959 entstandene Barbie-Puppe wurde zu einer Ikone der amerikanischen Kultur und prägt seit Generationen das Frauenbild von heranwachsenden Mädchen. Die Puppe wurde mehr als eine Milliarde Mal verkauft und ist in 150 Ländern der Welt zuhause.
„Meine ganze Philosophie von Barbie bestand darin, dass ein kleines Mädchen alles in die Puppe hineinlegen konnte, was sie selbst sein wollte“, schrieb Handler in ihrer 1994 erschienenen Autobiographie. „Barbie hat stets die Tatsache repräsentiert, dass eine Frau Wahlmöglichkeiten hat.“ In feministischen Kreisen wurde dies jedoch ganz anders gesehen. Kritiker wenden ein, dass die Wespentaillen-Puppe den Mädchen eine völlig falsche Körpervorstellung vermittelt – auf menschliche Grösse übertragen hat Barbie die Masze 39-18-33.
Barbie entstand in einer Zeit, als die übliche Puppe ein Säugling zum Bemuttern war. Die Idee für die ganz andere Puppe bekam Handler bei der Beobachtung ihrer Tochter: Barbara, die Barbie auch den Namen gab, war von Ausschneidefiguren fasziniert, die Teenager oder Karrierefrauen darstellten. Die männlichen Marketing-Manager von Mattel waren zunächst wenig angetan, aber nach der Vorstellung der Pferdeschwanz-Schönheit auf der New Yorker Spielwarenmesse von 1959 wurde die 29 Zentimeter grosse Puppe auf Anhieb zum Erfolg. Im ersten Jahr verkaufte Mattel 351 000 Puppen zum Stückpreis von drei Dollar (3,34 Euro).

Jürgen Hart (k/s/m/a), (D "DDR") - geb. 1942 [Treuen/Vogtland/DT] - gest. 09.04.2002 [] an Krebs / sächs. Kabarettist, Autor, Regisseur und Kabarettist bei den »academixern«, Liedersänger "Sing, mei Sachse, sing" -> Arndt Bause

Alfred 'Freddy' Heineken (untern), (NL), (78) - geb.  - gest. 03.01.2002 [Noordwijk, NL] / langjähriger Chef der gleichnamigen niederländishen Brauerei / verstarb der 78-Jährig in seinem Haus in Noordwijk / er leitete das Brauereiunternehmen von 1971 bis 1989 und war bis zuletzt als Vorsitzender der Heineken-Holding aktiv / war 1983 entführt worden - galt als der reichte Mann der Niederlanden - und wurde gegen ein Lösegeld von 31 Millionen DM freigelassen

Thor Heyerdahl (forsch), (NOR) - geb. 06.10.1914 - gest. 18.04.2002 [Alassio, ITA] / norw. Archäologe, Forscher und Zooologe

Mit der »Kon-Tiki« von Peru nach Tahiti

Der norwegische Entdecker und Völkerkundler Thor Heyerdahl ist am Donnerstag im Alter von 87 Jahren gestorben. Heyerdahl litt an einem Hirntumor. Thor Heyerdahl gilt als Begründer der experimentellen Archäologie. Er besiegte seine Angst vor dem Meer, unternahm zahlreiche Seefahrten und widerstand der Kritik etablierter Wissenschaftler.

Der norwegische Abenteurer und Forscher begeisterte ein Millionenpublikum, als er 1947 mit dem zerbrechlichen Floss »Kon-Tiki« über den Pazifik segelte.

Heyerdahl Sohn eines Brauerei- und Landbesitzers geboren. Seine Mutter habe ihm als Kind Bücher über Anthropologie zu lesen gegeben, erzählte er einmal. 1933 schrieb er sich für Zoologie an der Universität Oslo ein, brach jedoch das Studium wieder ab, um sich in die praktische Forschungsarbeit stürzen zu können.

»Wenn Sie mir als 17-Jährigem gesagt hätten, dass ich einmal auf einem Floss zur See fahre, hätte ich Sie für verrückt erklärt«, sagte Heyerdahl 1990 in einem Interview. Als Kind war der Abenteurer und Forscher in seiner norwegischen Geburtsstadt Larvik beinahe ertrunken. Erst mit 22 konnte er seine Angst vor dem Wasser überwinden, als er auf Tahiti in einen reissenden Fluss stürzte und selbst ans Ufer schwamm.

Erfolgreiches Experiment
Elf Jahre später, 1947, unternahm er an Bord des Balsa-Flosses »Kon-Tiki» eine 6900 Kilometer lange Reise von Peru nach Tahiti. Er wollte beweisen, dass Polynesien von Südamerika aus besiedelt worden war. Inspiriert hatten Heyerdahl Standbilder polynesischer Gottheiten auf der Insel Fatu Hiva, die ihn an Bildnisse aus der Vor-Inkazeit in Peru erinnert hatten. Das Experiment war ein Erfolg.

Nach 101 Tagen landete er mit seiner Crew auf einem Riff nahe Tahiti. Wissenschaftler erklärten daraufhin 1961 auf einem Kongress, dass Südamerika und Südostasien die Ursprungsländer der Polynesier gewesen seien. Mit der «Kon-Tiki» begründete Heyerdahl die experimentelle Archäologie. Seine Erlebnisse auf der «Kon-Tiki» und seine Theorien schilderte er in dem gleichnamigen Buch, das in über 70 Sprachen übersetzt und mehr als 25 Millionen Mal verkauft wurde.

Oscar für Dokumentarfilm
 Der 1951 gedrehte Dokumentarfilm über seine Reise wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. In den 50er Jahren unternahm der norwegische Forscher weniger spektakuläre Expeditionen auf die Galapagos-Inseln und die Osterinsel, wo er dem Rätsel der Steinbild-Kolosse auf die Spur kommen wollte. Die Ergebnisse seiner Reise zur Osterinsel beschrieb er in dem Buch «Aku-Aku - das Geheimnis der Osterinsel».

1969 unternahm Heyerdahl einen weiteren Versuch in experimenteller Archäologie. Um zu beweisen, dass sogar die Ägypter schon Zentralamerika erreichen konnten, baute er ein Papyrusboot, wie er es auf Jahrtausende alten ägyptischen Wandgemälden gesehen hatte. Doch die «Ra» besass Konstruktionsfehler und zerbrach 960 Kilometer vor Barbados. Heyerdahl liess sich davon nicht entmutigen.

Mit der »Tigris« auf See
Ein Jahr später überquerte er an Bord der »Ra II« den Atlantik in 55 Tagen. 1977 machte Heyerdahl sich mit einem neuen Schilfboot, diesmal nach sumerischen Plänen gebaut, auf die Reise. Er wollte herausfinden, wie weit mesopotamische Forscher mit ihren Schiffen reisen konnten. Fünf Monate lang bereiste er mit seiner internationalen Crew den Irak, Oman sowie Pakistan und fuhr bis an den Eingang des Roten Meeres. Dort wurde der »Tigris« die Weiterreise untersagt.

Nach 144 Tagen auf See setzte der Forscher sein Boot in Flammen, »um gegen den Krieg in der Region zu protestieren.« Auch das Alter hielt Heyerdahl nicht von seinen Forschungen ab. Noch über seinen achtzigsten Geburtstag hinaus studierte der in dritter Ehe mit der Französin Jacqueline Beer verheiratete Abenteurer Pyramiden auf Teneriffa und in Amerika. Er glaubte, dass deren Erbauer in Kontakt mit den Architekten der ägyptischen Pyramiden standen.

Paul Hubschmid (s), (CH) - geb. 20.07.1917 [Schönenwerd, Schweiz] - gest. 01.01.2002 [Berlin] / Der Film- und Theaterschauspieler Paul Hubschmid ist tot. Der gebürtige Schweizer starb am Neujahrstag in Berlin, teilte seine Agentur mit. Hubschmid erlag im Ater von 84 Jahren einer Lungenembolie.Für viele galt der hochgewachsene Kavalier als "der schönste Mann Deutschlands" - zumindest in der Nachkriegszeit. Berühmt wurde der am 20. Juli 1917 in Aarau geborene Hubschmid unter anderem mit Filmen wie "Maske in Blau" (1953) mit Marika Rökk, "Der Tiger von Eschnapur" (1958) von Fritz Lang und der Dreieckskomödie "Die Zürcher Verlobung" (1957) mit Lieselotte Pulver und Bernhard Wicki. /// Am Berliner Theater des Westens spielte er in den 60er Jahren in der deutschen Erstaufführung des Musicals "My Fair Lady" den Professor Higgins. In der WDR-Verfilmung "Jolly Joker" stand er 1989 erstmals mit seiner Adoptivtochter Anouschka Renzi vor der Kamera. Seine letzte Rolle hatte er 1995 als stummer Opa in "Holzers Peepshow" am Berliner Schlosspark-Theater. "Jeder spielt sich doch letzten Endes selbst", hatte Hubschmid, der 1980 das Filmband in Gold erhielt, einmal gesagt. / Hubschmid war drei Mal verheiratet. Er lebte zuletzt in Berlin und Zürich und soll im engsten Familienkreis in der Schweiz beigesetzt werden.

Kim Hunter (s), (USA) [eigtl. Janet Cole] - geb. 12.11.1922 [Detroit, MI, USA] - gest. 11.09.2002 [] /  / 1951 "Oscar" / 2000 letzte Filmrolle "Here's to life!"

Alexander Lebed (general/polit), (RUSS) - geb. 20. April 1950 [Nowotscherkask / Südrussland] - gest. 28.04.2002 [Flugzeugabsturz einer Mi-8 in der Nähe der sibirischen Stadt Abakan, Sibirien] / russ. Politiker / 1997 Präsident der Republik Chakasija (Chakassien) - Wiederwahl am 24.12.2000 mit 72% der Stimmen

Moskau - Der russische Ex-General und Politiker Alexander Lebed (a.Q. Aleksej, Alexandr) ist tot. Der 51-Jährige starb am Sonntag bei einem Hubschrauberabsturz in Sibirien. Das berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Hochspannungsleitung gestreift
Der Hubschrauber vom Typ Mi-8 sei am frühen Morgen in der Region Krasnojarsk verunglückt, nachdem er eine Hochspannungsleitung gestreift habe. Die Sicht sei schlecht gewesen. In der Maschine befanden sich vermutlich 14 Menschen.

Unklarheit über weitere Opfer
Lebed starb kurz nach dem Unglück an seinen Verletzungen. Auch anderer Passagiere sind schwer verletzt worden. Ob es weitere Todesopfer gab, war noch nicht bekannt.

Lebed wollte Präsident werden
Der populäre General war 1996 gegen Boris Jelzin in der Präsidentenwahl angetreten und hatte den drittgrössten Stimmenanteil erhalten. Er hatte 1996 das Friedensabkommen mit den tschetschenischen Rebellen ausgehandelt.

Die Maschine des Typs Mi-8 flog am Sonntag in der Nähe der sibirischen Stadt Abakan bei schlechter Sicht in eine Stromleitung und ging zu Bruch. An Bord waren 14 Menschen, wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass meldete. Ob es Überlebende gab, war zunächst nicht bekannt. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus.

Lebed wurde 1998 zum Gouverneur der sibirischen Region Krasnojarsk gewählt, nachdem er sich zwei Jahre zuvor vergeblich um die Präsidentschaft der Russischen Föderation bemüht hatte. Getragen von einer grossen Popularität als Kritiker des Tschetschenien-Kriegs, erhielt der national-konservative Politiker bei der Wahl von 1996 14,7 Prozent der Stimmen und wurde damit Dritter hinter Boris Jelzin und KP-Chef Gennadi Sjuganow. 1997 gründete Lebed die Russische Republikanische Volkspartei. Krasjonarsk – die Region ist immerhin viermal so gross wie Frankreich – hätte das Sprungbrett für einen zweiten Anlauf zur Präsidentschaft sein können, aber Lebed lehnte eine Kandidatur bei der Wahl im Jahr 2000 ab.

Lebed wurde am 20. April 1950 in der südrussischen Stadt Nowotscherkask geboren. Sein Vater kam in der Stalin-Zeit ins Gefängnis, weil er zu spät zur Arbeit kam – später wurde er in einem Strafbataillon im Weltkrieg eingesetzt. 1962 sah der zwölfjährige Lebed, wie Truppen auf streikende Arbeiter schossen.
Gleichwohl schlug er selbst eine militärische Karriere ein, war 1981 Kommandeur in Afghanistan, und befehligte 1989 die Elitetruppe der Fallschirmjäger von Tula. Beim Putsch gegen Michail Gorbatschow im August 1991 weigerte er sich, seine Truppen gegen Jelzin in Marsch zu setzen. Im Jahr darauf wurde Lebed in die von Moldawien abtrünnige Region Transnistrien geschickt, wo er auf ein Ende des Bürgerkriegs hinwirkte. Schliesslich berief Jelzin den General in seinen Sicherheitsrat. Dort vermittelte Lebed erfolgreich im ersten Tschetschenien-Krieg.

Peggy Lee [eigtl. Norma Deloris Enstrom] (m/s), (USA) - geb. 26.05.1920 [Jamesstown, North Dakota, USA] - gest. 21.01.2002 [Los Angeles, USA] Herzinfarkt / Sängerin / Ihre rauchige Stimme ist auf der ganzen Welt bekannt: Peggy Lee, Jazz-Legende und Sängerin von "Fever" und "Is That All There Is?" starb im Alter von 81 Jahren an einem Herzinfarkt.

Charlotte von Mahlsdorf [eigtl. Lothar Berfelde] (history), (D "DDR") - geb. 18.03.1928 [Berlin-Mahlsdorf] - gest. 30.04.2002 [Berlin] / Beisetzung war am 11.05.2002
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Quelle: www.berlin-hidden-places.deBerlin - Charlotte von Mahlsdorf ist tot. Berlins berühmtester Transvestit starb bereits am 30. April in Berlin im Alter von 74 Jahren an Herzversagen, wie eine Mitarbeiterin des Berliner Gründerzeitmuseums, am Freitag (10.05.2002) bestätigte. Die Museumsgründerin wurde am Freitag in Berlin-Mahlsdorf beigesetzt.
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Leidenschaft für die Gründerzeit
Charlotte von Mahlsdorf 1928 als Lothar Berfelde in Berlin-Mahlsdorf im Ostteil der Stadt geboren. Schon früh packte ihn die Leidenschaft für die Gründerzeit. 1946 hatte er bereits fünf vollständige Zimmereinrichtungen zusammengetragen. 1958 nahm sich Berfelde des vom Abriss bedrohten Gutshauses Mahlsdorf an und eröffnete 1960 dort zunächst in zwei Räumen ein Gründerzeitmuseum. 1972 wurde das Haus auf die Denkmalliste der "DDR" gesetzt. In den besten Zeiten umfasste die Sammlung 23 Zimmereinrichtungen.
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Nach Angaben des Museums ging vieles davon verloren, als der Staat 1974 das Museum in seinen Besitz bringen wollte. Berfelde verschenkte daher seine Sammlung teilweise an Besucher.

Die Staatsaktion sei dann dank des Engagements der Schauspielerin Annekathrin Bürger und des Rechtsanwalts Friedrich Karl Kaul gestoppt worden. Von der Aura des Museums fühlten sich die Schwulen- und Lesbenszene wie auch Film- und Fernsehteams angezogen. Ein dunkler Punkt in der Biographie Mahlsdorfs war ihre IM-Tätigkeit für die Stasi. Der "Berliner Zeitung" gestand sie damals ihre Stasi-Mitarbeit, zu der sie sich 1971 verpflichtet habe.
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Bundesverdienstkreuz
Für ihre Verdienste um die Erhaltung der Gründerzeit-Einrichtungen erhielt Charlotte von Mahlsdorf 1992 das Bundesverdienstkreuz. Finanzielle Belastungen führten zur Entscheidung, Deutschland zu verlassen. Auch der Überfall von Neonazis auf ein Frühlingsfest im Gutshaus 1991 sollen den Entschluss beeinflusst haben. 1995 wurde das Museum geschlossen.
Im Frühjahr 1997 siedelte Mahlsdorf nach Porla Brunn in Mittelschweden über. Dort eröffnete sie ein Jahrhundertwendemuseum. Die im Gutshof Mahlsdorf verbliebenen Bestände wurden von der Stadt Berlin erworben. Im Juni 1997 konnte das Museum dann wieder eröffnet werden.

April 2004: Die Sammlung von Gründerzeit-Möbeln des im April 2002 gestorbenen Transvestiten Charlotte von Mahlsdorf ist wieder in Berlin. Die Möbel sind von diesem Sonntag (11.04.2004) an im Gründerzeitmuseum am Hultschiner Damm in Mahlsdorf wieder für die Öffentlichkeit zugänglich, teilte das Museum am Vormittag mit. Von Mahlsdorf alias Lothar Berfelde hatte die Möbel nach der Übersiedlung nach Schweden mitgenommen.

Nach dem Tod von Mahlsdorfs hatte die schwedische Regierung die Erbschaft ausgeschlagen. Der Förderverein des Mahlsdorfer Museums schloss daraufhin mit den Erben einen Leihvertrag über zehn Jahre. Das Museum zeigt neun komplett eingerichtete Wohnzimmer und eine Küche aus der Gründerzeit Ende des 19. Jahrhunderts. Dazu gehören auch Einrichtungen aus der legendären «Mulackritze», der letzten «Zille-Kneipe» im alten Berlin.

Ein Theaterstück über Charlotte von Mahlsdorf ist jetzt mit dem amerikanischen Pulitzerpreis für Theaterinszenierungen ausgezeichnet worden. Damit wurde Doug Wright für sein am New Yorker Off-Broadway gefeiertes Drama «I Am May Own Wife» (Ich bin meine eigene Frau) geehrt. In dem Einpersonenstück spielt der US-Schauspieler Jefferson Mays Charlotte von Mahlsdorf und rund 40 weitere Rollen.

Das Gründerzeitmuseum am Hultschiner Damm 333 in Mahlsdorf ist mittwochs und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Gruppenführungen können extra vereinbart werden. In diesem Jahr kamen bisher über 1.200 Besucher.

Elisabeth Mann Borgese,  (wiss), (D) - geb. 1918 - gest. 08.02.2002 [St. Moritz, CH] / genannt Medi / Meeresforscherin / Elisabeth Mann Borgese, die jüngste Tochter des Schriftstellers Thomas Mann, ist im Alter von 83 Jahren in der Nacht zum Freitag im Ferienort St. Moritz gestorben. Das wurde dpa am Freitagabend aus dem Kreis der Familie ihres Neffen Frido Mann in Göttingen bestätigt. Nach Angaben des International Ocean Institute in Halifax (Kanada) erlag sie in einem Schweizer Krankenhaus einer Lungenentzündung, die sie sich beim Skiurlaub zugezogen hatte. Elisabeth Mann Borgese war das letzte noch lebende Kind des Literatur-Nobelpreisträgers Thomas Mann und erst vor kurzem noch im Fernsehmehrteiler "Die Manns" von Heinrich Breloer zu sehen.

Noch zwei Tage vor ihrem Tod habe sie bei einem Telefongespräch begeistert über das Skilaufen berichtet, sagte der Präsident des Meeresinstituts in Halifax (Provinz Nova Scotia), Robert Race, der dpa. Trotz ihres Alters war Mann Borgese eine leidenschaftliche Skifahrerin.

"Damit hat niemand gerechnet", sagte auch eine Sprecherin des "Suvretta-House", des St. Morizter Hotels, in dem die Familie Mann häufig ihre Winterferien verbrachte. Noch am Tag vor ihrem Tod sei die alte Dame Ski gelaufen.

Die als Pianistin ausgebildete Tochter von Thomas Mann hatte sich in ihren späteren Jahren für die Erhaltung und friedliche Nutzung der Meere engagiert. Sie war die Gründerin des International Ocean Institute mit Hauptsitz auf Malta und Niederlassungen in 20 Ländern und gehörte seinem Vorstand weiter als Ehrenmitglied an.

Mann Borgese lebte in Halifax in der Nähe eines Adoptivsohnes und seiner Familie. Sie hatte zwei leibliche Töchter, von denen eine in Mailand und die andere in Kalifornien lebt. Nach Angaben eines mit Mann Borgese befreundeten Journalisten wird sie vermutlich im Familiengrab der Manns in Zürich beigesetzt.

Prinzessin Margaret (monach), (GB) - geb. 21.08.1930 - gest. 09.02.2002 [London] an Schlaganfall / Schwester von Königin Elisabeth II. / mehr...

Dudley Moore (s/pianist), (GB/USA) - geb. 19.04.1935 [Dagenham, nahe London, GB] - gest. 27.03.2002 [Plainfield, New Jersey, USA] starb an Lungenentzündung / Schauspieler und Komiker / in den 70er und Anfang der 80er in zahlreichen Komödien teils in trottligen Rollen zu sehen
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Tod beendet lange Krankheit
Der britische Schauspieler Dudley Moore, der sich auch als Komödiant und Pianist einen Namen machte, ist im Alter von 66 Jahren in Plainfield im US-Bundesstaat New Jersey gestorben. Er erlag am Mittwoch einer Lungenentzündung, teilte seine Sprecherin in Los Angeles mit.
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Moore wurde 1979 an der Seite von Bo Derek in dem Film «10» bekannt. 1981 gewann er in der Rolle eines trinkfreudiger Millionärs neben Liza Minnelli in «Arthur» einen Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Nach einer Reihe schlechter Rollen, geplatzter Projekte und stürmischer Affären war seine Hollywood-Karriere Anfang der 1990er Jahre beendet.
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Moore zog fortan als Konzertpianist um die Welt und trat unter anderem in der New Yorker Carnegie Hall und der «Hollywood Bowl» unter dem Dirigenten Sir Georg Solti auf. 1999 berichtete erstmals von seiner schweren Erkrankung, die den sicheren Tod für ihn bedeuten würde.
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Das Leiden hinderte ihn am Gehen, war mit Sehproblemen und Schwierigkeiten beim Sprechen verbunden. Moore liess sich in einer Spezialklinik in New Jersey behandeln und erschien zur Entgegennahme des Ordens Commander of the Britisch Empire im November 2001 im Rollstuhl im Buckingham-Palast.

Georg Nader (s), (USA) - geb.  - gest. 04.02.2002 [Woodland, bei Los Angeles] / Darsteller Filme nach den  millionenfach verkauften Comicheften 'Jerry Cotton' - Filme zw. 1965-1968 gedreht / war Lebenspartner von Rock Husdon

Hans Posegga (komp), (D), (85 Jahre) - geb.  [Berlin] - gest. 19.05.2002 [Wien, AUS] / Schöpfer der «Maus»-Melodie - 'Sendung mit der Maus' (komponiert 1971) / zu seinen bekanntesten Werken gehören Begleitmusiken zu ZDF-Serien wie «Der Seewolf» oder «Lockruf des Goldes». Er gewann Bundesfilmpreise für die Sielmann- Dokumentation «Galapagos» und Peter Schamonis «Schonzeit für Füchse».

Catya Sassoon (s/model), (USA) - geb. September 1968 [New York City, USA] - gest. 01.01.2002 [Hollywood, California, USA] Herzinfarkt / US-Schauspielerin und Model / Catya Sassoon, Tochter des Star-Friseurs Vidal Sassoon, ist im Alter von 33 Jahren in Los Angeles gestorben. Die genaue Todesursache ist noch unklar. Catya Sassoon war offenbar nach einer Silvesterparty zusammengebrochen. Ihre Managerin Hilly Elkins erklärte, Catya habe während einer Silvesterparty bei Freunden über Schwindel geklagt und sei nach Hause gegangen. Als ihr Ehemann Joe Myers einige Stunden später nach ihr gesehen habe, habe sie nicht mehr geatmet. Laut Elkins litt Catya unter hohem Blutdruck. Eine Autopsie sollte die genaue Todesursache klären. Catya Sassoon hinterlässt auch drei Kinder.
Catya Sassoon pflegte in ihrer Jugend einen extravaganten Lebensstil. Später räumte sie ein, gegen Drogen- und Alkoholprobleme zu kämpfen. "Es gab Zeiten, in denen ich dachte, ich verliere sie", sagte ihre Mutter Beverly Sassoon in einem Interview.
Catya ging mit 14 Jahren von der Schule ab und arbeitete als Model in New York. Sie zierte die Titelblätter der Zeitschrift "Seventeen" und anderen Magazinen. 1985 gab Catya ihr Filmdebüt neben Robert Downey Jr. und James Spader in dem Film "Turf Turf". In mehr als 20 Filmen hatte sie später kleine Auftritte.

Kevin Tod Smith (s), (USA) - geb. 16.03.1963 Neuseeland - gest. 15.02.2002 Peking, Schauspieler (Serie: "Zena") starb bei einem Sturz während des Filmdrehs)

Richard Stücklen, (polit), (D), (85 Jahre) - geb. 20.08.1916 [Heideck, Mittelfranken] - gest. 02.05.2002 [Weißenburg] / Ex-Bundestagspräsident (CSU)
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Ex-Parlaments-Chef galt als beherzter Patriot
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Der frühere Bundestagspräsident und Ex- Postminister Richard Stücklen (CSU) ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Das bestätigte seine Familie am Freitag. Stücklen sei am Donnerstag in seiner Heimat Weißenburg von einem langen Leiden erlöst worden, hiess es. Der CSU-Politiker gilt als «Erfinder der Postleitzahl» und des Selbstwähldienstes, der in den 60ern das «Fräulein vom Amt» ablöste.
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Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Michael Glos, erklärte am Freitag in Berlin: «Richard Stücklen war ein Politiker, der wie kaum ein anderer in den zurückliegenden mehr als fünf Jahrzehnten deutsche Politik mit geprägt hat.»
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Beherzter Patriot
Er werde als «grosse Persönlichkeit, beherzter Patriot und treuer Freund in Erinnerung bleiben». Mit Stücklen starb einer der letzten Gründerväter des im Jahre 1949 konstituierten ersten Deutschen Bundestages.
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Der Bürgermeister-Sohn war nach dem Zweiten Weltkrieg Mitbegründer der CSU. Dabei entwickelte der studierte Elektroingenieur schon bald bundespolitische Ambitionen. Dem Bundestag gehörte Stücklen von seiner Gründung bis zum Jahr 1990 an. Er galt bei seinem Ausscheiden als einer der dienstältesten Bundestagsabgeordneten.
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Den ersten Höhepunkt erreichte seine Karriere im Oktober 1957, als er im Kabinett von CDU-Bundeskanzler Konrad Adenauer Minister für Post- und Fernmeldewesen wurde. Eigentlich hatte ihn Adenauer damals als Verkehrsminister ausersehen. Auf Stücklens Drängen willigte der Kanzler aber schliesslich ein, dem jungen CSU-Politiker das Postressort anzuvertrauen. Stücklein sorgte während seiner neunjährigen Amtszeit für eine durchgreifende Modernisierung des westdeutschen Post- und Fernmeldewesens. Vor allem mit der Einführung der Postleitzahl fand er dauerhaften Eingang in die deutsche Postgeschichte.
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Für Humor geschätzt
Die Grosse Koalition im Dezember 1966 brachte das Ende von Stücklens Ministerkarriere. Der katholische Franke hatte sich im neuen Kabinett dem konfessionellen Proporz beugen müssen. Eine zweite Politik-Karriere führte den für seinen Humor und seine Fairness geschätzten Politiker - nach Führungsaufgaben in CSU- Landesgruppe und Bundestagsfraktion - ins Präsidium des Deutschen Bundestags. Insgesamt gehörte er dem Gremium von 1976 bis 1990 an.
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Von 1979 bis 1983 war er Bundestagspräsident. Stücklen, der im örtlichen Kreiskrankenhaus starb, litt schon seit längerer Zeit an einer Herzerkrankung. Er hatte deshalb erst im August vergangenen Jahres einen Empfang zu seinem 85. Geburtstag absagen müssen. Stücklen hinterlässt seine ebenfalls schwer kranke Frau Ruth und zwei erwachsene Kinder.

Robert Urich (s), (USA) - geb. 19.12.1947 [Toronto, Ohio, USA] - gest. 16.04.2002 [Thousand Oaks, KA, USA] starb an Krebs / amerikanische Serienschauspieler / Sohn Ryan Urich (ebenfalls Schauspieler)

Wie seine Managerin Cindy Guagenti in Los Angeles mitteilte, erlag Urich in einem Krankenhaus im kalifornischen Thousand Oaks einem Krebsleiden.
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Er wurde vor allem durch seine Rollen in den TV-Serien «Spenser» und «Soap» bekannt. Zu seinem ersten Theaterauftritt verhalf ihm 1973 Burt Reynolds. Urich war vierfacher Preisträger der «Emmy»-Auszeichnung für US-Fernsehproduktionen. Er hinterlässt seine Ehefrau und drei Kinder.

Viele seiner Fans liebten ihn wegen seinen liebenswerten Vaterrollen in TV-Produktion. Damit starb wieder einer viel zu früh und hinterlässt ein Loch im Filmbereich.

Cyrus Roberts Vance (polit/jur), (USA) - geb. 27.03.1917 [Clarksburg, West Virginia, USA]- gest. 12.01.2002 [Mount Sinai Klinik, New York, USA] Politiker und Jurist / US-Aussenminister unter Jimmy Carter. Vance litt an Alzheimer, die genaue Todesursache wurde zunächst aber nicht bekannt. / der Demokrat wurde 1977 von Präsident Jimmy Carter zum Aussenminister ernannt. Er spielte eine wichtige Rolle in den Camp-David-Gesprächen zwischen Israel und Ägypten, brachte die Verhandlungen über den Panamakanal-Vertrag voran. Zudem setzte er sich für Rüstungskontrolle und Entspannung ein. 1980 trat er aus Protest gegen den Versuch, die Geiseln in der US-Botschaft in Teheran gewaltsam zu befreien, zurück und nahm wieder seinen alten Beruf als Rechtsanwalt auf.
Zu Beginn der 90er Jahre beriefen ihn die Vereinten Nationen: 1992 vermittelte Vance in Südafrika zwischen der Regierung und dem Afrikanischen Nationalkongress. Zusammen mit dem Briten Lord Owen entwickelte er einen Friedensplan für Bosnien-Herzegowina, den so genannten Vance-Owen-Plan, der allerdings 1993 von den bosnischen Serben endgültig abgelehnt wurde.

Henry Verneuil [eigtl. Achod Malakian] (r), (Türkei/FRA) - geb. 15.10.1920 [Rodosto, Türkei] - gest. 11.01.2002 [Paris, FRA] / Der französische Regisseur Henri Verneuil ist im Alter von 81 Jahren in einem Krankenhaus in Paris verstorben. Verneuil gehörte zu den beliebtesten und produktivsten Filmemachern und Drehbuchautoren Frankreichs / zu den bekanntesten Werken Verneuils gehören "Der Clan der Sizilianer" (1969) mit Jean Gabin, "I...wie Ikarus" (1979) und "Tausend Milliarden Dollar" (1982).
Mit bürgerlichem Namen hiess der in der Türkei geborene Verneuil Achod Malakian. Als Vierjähriger kam er nach Frankreich. In der seiner 40-jährigen Karriere arbeitete der Wahlfranzose mit vielen Schauspielgrössen zusammen, darunter Alain Delon, Yves Montand, Fernandel und Lino Ventura.
Internationale Anerkennung errang Verneuil erstmals 1954 mit seinem Streifen "Staatsfeind Nr. 1". Er inszenierte Komödien, Kriminalgeschichten und Thriller. Oft ging es darin um Intrigen, soziale Ungerechtigkeit und finanzielle Machenschaften.

Helmut Zacharias (geiger), (D) - geb. 27.01.1920 [Berlin] - gest. 28.02.2002 [Brissago am Lago Maggiore / Schweiz] an Lungenentzündung / dt. Star-Geiger, bekannt aus zahlreichen TV-Musiksendungen - immer beim Spiel mit einem Lächeln / Komponist und TV-Unterhaltungsstar bis 1995 / Ehefrau Hella

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