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Galileo
Galilei
(wiss), (ITA)
: geb. 15.02.1564 [Pisa, ITA] - gest. 08.04.1642 [Arcetri bei Florenz, ITA]
ital. Naturforscher
/ begründete die moderne, auf Erfahrung und Experiment beruhende Physik / 1592
Prof. in Padua / 1609 konstruierte er ein Fernrohr und entdeckte Mondberge,
Jupitermonde,
Sonnenflecken, Phasengestalten der Venus u.a. / 1610 nach Florenz berufen / 1615
wegen seinem heliozentristischen Weltsystem des Kopernikus mit der Kirche in
Konflikt und wurde 1616 zum Schweigen verurteilt. 1626-1630 schrieb er sein
Hauptwerk, "Dialog über die beiden grossen Weltsysteme". Wegen
Ungehorsams und Ketzerei schwor er 1633 in Rom vor dem Inquisitionsgericht ab,
widerrief jedoch angebl. mit "Eppur si muove" ["Und sie (die
Erde) bewegt sich doch"] und blieb bis zu seinem Tod Gefangener der
Inquisition. 1979 von Papst Johannes Paul II. öffentlich rehabilitiert.
(Photo:
dpa) Das
undatierte Computerbild zeigt die Raumsonde »Galileo« vor dem Planeten ->Jupiter.
Die blauen Punkte sollen die Radio-Signale illustrieren, die die Sonde über
eine Tochterkapsel von Proben der Jupiter-Atmosphäre empfing. ->Astronomie
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EINE
SONDE ZU EHREN GALILEIS:
Die
am 18.10.1989 gestartet Sonde, die mit einem deutschen Antrieb bestückt ist,
hat bisher alle Erwartungen der Wissenschaftler und Techniker übertroffen. Wenn
sie ihren Dienst beendet, sind über 30 Jahre seit Beginn des vom JPL
entwickelten 1,4 Milliarden Dollar teuren Unternehmens verstrichen. Mit dem
Projekt war eine neue Ära der Planetenforschung eingeleitet worden. Am 22.09.2003
ist die Sonde in der
Jupiteratmosphäre
(60.000 km dick) verglüht.
Bis 2008
gibt es zwischen Italien und Deutschland eine weiteres Projekt, was sich
'europäisches Navigationssystems «Galileo» nennt. Bestehend aus 30 Satelliten
mit einem finanziellen Volumen von 3,4 Milliarden Euro. |
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Greta
Garbo
[eigtl. Greta Lovisa Gustafsson]
(s), (SWE,USA)
: geb. 18.09.1905 [Stockholm, Schweden] - gest. 15.04.1990 [New York, USA]
Schauspielerin, Filmdiva / ab 1951
US-Staatsbürgerin ; 1922 erste Filmrolle, 1941 verabschiedete sie sich, zug
sich ins Privatleben zurück /
Greta Garbo - war sie es, oder
war sie's nicht? Lesbisch nämlich. Zehn Jahre nach dem Tod der
Hollywood-Diva sollte das in den USA jetzt endlich geklärt werden. Wurde die
Garbo doch gerade zur Lesben-Ikone... Darüber hinaus wollte man auch
unbedingt noch wissen, warum sich die Diva 1941 - auf dem Höhepunkt ihres Ruhms - im Alter von 36 Jahren so plötzlich aus
Hollywood zurückgezogen hatte, um danach in völliger Abgeschiedenheit zu
leben. Die skandinavische
Schönheit hatte zunächst im Stummfilm Karriere gemacht und war dann mit Filmen
wie "Mata Hari", "Anna Karenina" und "Ninotschka"
in den 30er Jahren zum Weltstar aufgestiegen.
Aufschluss über das
(Liebes-)leben der Diva erhofften sich Filmhistoriker und Verwandte nun aus 55
Briefen, 17 Karten und 15 Telegrammen - geschrieben zwischen 1931 und 1959 an
die Freundin und Drehbuchautorin Mercedes de Acosta. Und die war
bekennendermassen lesbisch und hatte schon 1960 in ihrer Autobiografie
behauptet, nicht nur mit Marlene Dietrich und der damals berühmten Tänzerin
Isadora Duncan im Bett gewesen zu sein, sondern auch mit der
"göttlichen" Garbo eine intensive Affäre gehabt zu haben.
Das allerdings
bezweifelten Biografen und Erben der am 15. April 1990 in New York gestorbenen
Garbo von Anfang an. De Acosta habe ständig mit ihren sexuellen Eroberungen
geprahlt und zumindest in Bezug auf Greta Garbo masslos übertrieben. Der
Hollywood-Star selbst hatte nach der Veröffentlichung des Buches alle
Kontakte zur spanischen Freundin abgebrochen.
Und nun - zehn Jahre
nach dem Tod der Diva - durften laut Vermächtnis der 1968 gestorbenen de Acosta
die Briefe der Garbo an sie geöffnet werden. Unter dieser Auflage hatte die
Spanierin nämlich die Korrespondenz 1960 dem Rosenbach Museum in Philadelphia
übergeben.
Grosse Spannung also
bei der Öffnung der Archivbox, an der sowohl Experten des Museums als auch
Vertreter der Familie Garbos teilnahmen. Und siehe da: Neben dem Aufatmen - wir
haben's doch immer gewusst - machte sich stante pede auch eine gewisse
Enttäuschung breit.
Zeigten die Briefe
doch tatsächlich "nur", dass beide Frauen einander in
"intensiver Freundschaft" zugetan gewesen waren, so die Grossnichte
des schwedischen Stars, Gray Horan. Und keine Spur von einem Hinweis auf den
seltsamen Rückzug der Diva auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Nein, das Leben
Greta Garbos bleibt geheimnisvoll.
Nun sind die
Dokumente im Rosenbach Museum zum Eintrittspreis von fünf Dollar (zehn Mark)
für jedermann zu sehen. Bis Anfang Juni können die brisanten Briefe dort
nachgelesen werden. Das bisher wenig bekannte Institut rühmt sich im Übrigen
damit, mehrere Liebesbriefe von historischer Brisanz zu beherbergen. Dazu
gehöre auch das Bekenntnis des Erfinders und Politikers Benjamin Franklin an
die Frau eines französischen Diplomaten, der er schrieb: "Quand je pense
de vous, je chante" (Wenn ich an Sie denke, singe ich).
Den Rummel um die
möglichen sexuellen Neigungen der Garbo machten sich bereits einige der
amerikanischen Schwulen- und Lesbenorganisationen zu Nutze. Sie traten nicht nur
als Sponsoren der Ausstellung von Garbos Briefen auf, sondern machten das
Verhältnis zwischen der Diva und de Acosta auch zum Tagesordnungspunkt eines
Homosexuellen-Treffens in Philadelphia.
Die Fragen über
Fragen, die das Leben und Lieben der Garbo hinterliess, bewegen allerdings nicht
nur Schwule und Lesben, sondern auch Filmhistoriker. Liebte sie Mercedes de
Acosta nun wirklich, oder hat sie die ebenso schöne wie umtriebige
Drehbuch-Autorin sogar regelrecht benutzt? Ist sie mit dem schwulen Fotografen
Cecil Beaton ins Bett gegangen, um Mercedes eins dafür auszuwischen, dass die
auch mit Marlene Dietrich schlief?
Seit 1931 soll die
Affäre zwischen der Schauspielerin und der Autorin viele Höhen und Tiefen
gehabt haben, voll von Sehnsüchten, Selbstverleugnung, Eifersucht und Hass
gewesen sein. Bis 1960 blieben sie noch befreundet. Doch dann brach die Garbo,
die längst zurückgezogen in New York lebte, den Kontakt ab. Sie war erzürnt
und zutiefst darüber enttäuscht, dass die Ex-Geliebte in ihren Memoiren über
die Beziehung berichtete - und dabei offensichtlich so manches Detail
hinzudichtete. Kaum etwas hasste die 1905 in Stockholm als Seemanns-Tochter
geborene so sehr
wie unerwünschte Einblicke in ihr Privatleben. "Ein Filmstar zu
sein", beklagte sie, "bedeutet, dass man aus allen möglichen
Perspektiven betrachtet wird. Du wirst niemals in Frieden gelassen, Du bist
einfach Freiwild."
1941 zog die Garbo
überraschend Konsequenzen und sich selbst vollständig zurück - gerade hatte
sich der Film "Die Frau mit den zwei Gesichtern" als Flop erwiesen.
Die Gerüchte, dass ihre Angst, als Lesbe enttarnt zu werden, ein Grund für den
Weggang der Garbo aus Hollywood war, verstummten nie.
Auch deshalb war sie
nun im Begriff, zu einer Ikone der amerikanischen Lesbenbewegung zu werden. Die
Beziehung zwischen Garbo und de Acosta und die Probleme, die Lesben auch heute
noch in der überwiegend prüden US-Gesellschaft haben, sollen beim "PrideFest
America" Anfang Mai in Philadelphia ausgiebig anhand des Briefwechsels
diskutiert werden.
Neben der sexwütigen
de Acosta ("Ich kann jede Frau jedem Mann abspenstig machen") war es
vor allem der Autor Hugo Vickers, der 1994 aus Garbos Liebesleben Kapital
schlug. Er schlachtete für das Buch "Loving Garbo" jede Menge
Interviews mit Zeitzeugen sowie die bis dahin zugänglichen Briefe der
"Göttlichen" aus und schrieb sich über die Affären mit de Acosta
und Cecil Beaton die Finger wund.
Doch schon der
Briefwechsel mit Beaton zeigt, dass die Briefe der Garbo nur selten erotischen
Zündstoff enthalten. Denn während Beaton die Geliebte mit der für sie
offenbar erotischen Vorstellung aufzog, ein junger Mann zu sein ("Kannst Du
schon mit einem Rasierer umgehen?"), übte die Skandinavierin nordische
Zurückhaltung. Zwar schrieb sie oft an Beaton, aber nie offen über Sex.
Ganz anders die
heissblütige, aus Kuba stammende de Acosta, deren Hollywood-Ruhm weniger auf
ihrer Arbeit denn auf ihren prominenten Eroberungen basierte. Das regte sogar
Schriftsteller Truman Capote zu einem Spielchen der besonderen Art an: Er erfand
das "internationale Gänseblümchenspiel". Dabei mussten Prominente
über ihre Bettkontakte in Verbindung gebracht werden. Gab es eine Lücke,
durfte man de Acosta als "Joker" einsetzen.
Selbst die
Grossnichte des schwedischen Stars, Gray Horan, war fast enttäuscht über die
Inhalte der Korrespondenz: "Ich war überrascht, dass die Briefe nicht
persönlicher sind," sagte sie im Rosenbach Museum in Philadelphia, das die
Briefe seit 1960 verwahrte.
Es gehe in den Zeilen
hautpsächlich um ganz alltägliche Themen wie Reisen, Gesundheit und Ernährung
- "absolut nichts Überraschendes", so Horan. Und sie rückte gleich
mal die Bilder gerade: So habe de Acosta in der Familie Garbos immer den
Spitznamen "Die Krähe" gehabt, weil sie stets schwarz gekleidet und
alles in allem eine seltsame Frau gewesen sei. Sie habe die Garbo mit ihrer
ergebenen Leidenschaft geradezu verfolgt.
Ausserdem habe ihre
Grosstante immer nur Interesse an Männern gezeigt, erzählte Horan, de Acosta
habe mit ihren Behauptungen vermutlich nur auftrumpfen und Geld machen wollen.
Eine leidenschaftliche Liebe etwa habe Greta Garbo für den
russisch-schwedischen Stummfilmregisseur Mauritz Stiller (1883-1923) gehegt.
Stiller war mit Filmen wie "Erotikon" (1920) und "Dämon
Weib" (1926) bekannt geworden.
Filmhistoriker hatten
sich von der Lektüre der Briefe auch genauere Auskunft darüber erhofft, warum
Garbo sich mit 36 Jahren überraschend in die völlige Abgeschiedenheit
geflüchtet hatte. Aber auch darüber geben die Schriftstücke offenbar
keinerlei Auskunft. (Stand: Mai 2000)
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Bill Gates zählt zu den
10 wichtigsten und erfolgreichsten Personen der Welt.
Er ist ausserdem in der
Wirtschaft die Nr. 1 unter den Unternehmern. Hält zahlreiche Guinness-Rekorde.
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Bill Gates
[eigtl. William Henry Gates III.]
(untern/autor), (USA)
: geb.
28.10.1955
[Seattle, USA]
Gründer und Teilhaber der Firma Microsoft mit Hauptsitz in Redmond bei Seattle (USA)
und reichste Person und Unternehmer der Welt (seit Mitte der 90er Jahre) ;
Im Jahr 2000 gab Bill die Führung des Konzerns an seinen langjährigen
Weggefährten Steve Ballmer ab. Danach wurde er
Chairman und Chief Executive Officer der Microsoft Corporation ; Microsoft-Chef: Steve Ballmer
(seit 2000)
Firma Mircosoft wurde am
04.04.1975 gemeinsam von Bill und Paul Allen (52=2006) - Allen
schied wegen Krankheit 1983 aus, besitzt aber noch 13% der Microsoft-Aktien /
1986 Börsengang von MS / Bill ist reichster Unternehmer der Welt
(1999 = 160 Mrd $) / Rücktritt als Chef von Microsoft am 14.01.2000 /
Durchbruch mit MS-DOS, dem ersten PC's von IBM; Gates behielt die Rechte am
MS-DOS-Betriebssystem (1996 mehr als 100 Mill. Mal verkauft) / Microsoft
beschäftigte 1996 19.641 Mitarbeiter
Multi-Millionär seit 13.03.1986 ; jüngster Milliardär
der Welt mit 31
Jahren und seit 1998 führt Bill Gates ununterbrochen! die Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt an. Gleichzeitig ist er aber auch der
"grösste Wohltäter" der Welt: Experten vermuten, dass er fast die Hälfte seines Vermögens gespendet
hat (Stiftungsvolumen 2006: 29 Mrd. U$, "Bill & Melinda Gates
Foundation").
|
VERMÖGEN: 1995: 8,5 Mrd. U$
; Ende 1995: 14,8 Mrd. U$ ; 1996:
12,9 Mrd. U$ entspr. 22,6 Mrd. DM ; I. Quartal 2000: 173 Mrd. DM ; März 2004: 46,6 Mrd. U$ ;
Sep. 2004: 48 Mrd. U$ ; April 2006: 50 Mrd. U$ ;
Sept. 2006: 53 Mrd. U$
WOHNORT: Medina am Lake
Washington, riesiges Anwesen mit mehren Häusern ; Familie am 01.01.1994 Heirat auf der Hawaii-Insel Lanai mit Melinda French
(41=2006, seit 1987 als Programmiererin bei Microsoft tätig), haben zusammen 3 Kinder:
Jennifer Katharine *April 1996 [Redmond, Washington, USA], Sohn (*1998),
Phoebe Adelle (*Sept. 2002) ; Bill's Eltern: William Henry Gates Jr. und Mary
KÄUFE: u.a. Das 72seitige "Codex
Leicester"-Manuskript von Leonardo da Vinci (*15.04.1452 - †02.05.1519) ersteigerte Bill Gates im
Nov 1996 für 30,8 Mill. Dollar. Im Manuskript schrieb da Vinci seine
Ansichten über die verschiedenen Naturerscheinungen nieder. Gründung der
Bilderagentur
CORBIS (grösste Bildagentur der Welt)
Autor: "Der Weg nach
vorn - Die Zukunft der Informationsgesellschaft" (1995) |
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Charles
de Gaulle
[eigtl. Charles Maria Joseph de Gaulle]
(polit/militär), (FRA)
: geb. 22.11.1890 [Lille, FRA] - gest. 09.11.1970 [Colombey-les-Deux-Églises, FRA]
Politiker & General / er zählt zu
Frankreichs Grossen Söhnen / Offizier im Ersten und Zweiten Weltkrieg,
beförd. zum General (Kindheitswunsch) ; ging als "Befreier der Republik
und von Paris" durch
die Strassen, das er für seine Popularität nutzte - am 25.08.1944 befreite
der Aufstand der Résistance Paris ; war u.a. seit 1940 aktiv gegen die deutschen Besatzer in
Frankreich, in dem er von England aus seine Landsleute zum Widerstand aufrief
/ 1944-1946 provisorisches Staatoberhaupt, 1958-1959 Ministerpräsident,
1959-1969 französ. Staatspräsident der 5. Republik ; Führer der
gaullistischen Bewegung gegr. 1947 / Familie: 3 Söhne / BIOGRAFIE |
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Günter
Gaus
(diplomat/journal), (D)
: geb. 23.11.1929 [Braunschweig, DT] - gest. 14.05.2004
[Hamburg, DT] starb an einem Krebsleiden
Diplomat, SPD-Politiker, Journalist,
Publizist / enger Weggefährte Willy Brandts und einer der verdienstvollsten
Persönlichkeiten Deutschlands (Auszeichnungen: u.a. Adolf-Grimme-Preis (1988),
Deutscher Kritikerpreis, Bundesverdienstkreuz) / 1969-1973 Chefredakteur des
"SPIEGEL";
von 1973-1981 er war vielen Menschen |
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bekannt geworden,
als Staatsekretär und ab 20.06.1974 erster Leiter der Bonner Ständigen
Vertretung der Bundesrepublik bei der "DDR" (ursprünglich im Mai
'74 vorgesehen, aber wegen der Guillaume-Affäre verschoben); 1981 kurzzeitig
Senator für Wissenschaft und Forschung in Westberlin; sowie im TV seit 1963
mit seiner Portrait-Sendung "Zur Person" (ZDF/ARD/RBB), in der er
Politiker und Zeitzeugen aus allen gesellschaftlichen Bereichen interviewte /
SPD-Mitglied bis Okt. 2001 - Austritt wegen Kanzler Schröders
uneingeschränkter Solidarität mit den USA des 11. Sept. 2001 / Familie: wohnte mit seiner Frau Erika in Reinbek bei Hamburg
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Mel
Gibson
(s/a/prod), (USA)
: geb. 03.01.1956 [Peekskill, N.Y., USA]
Schauspieler, Produzent / Schotte / geboren als 6.tes von 11 Kindern / Familie:
lebt mit seinen 7 Kindern und Ehefrau Robny Moore (seit 1980) in Australien /
1995 zwei Oscars für den Film 'Braveheart'
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Rex
Gildo
[eigtl. Ludwig Alexander Hirtreiter]
(s/m/TV), (D)
: geb. 02.07.1936 {a.A. 1939} [Straubing, Nieder-Bayern, DT] - gest. 26.10.1999
- 23:45 Uhr [München, DT] Freitod
Schlagersänger
und Schauspieler seit den 60ger Jahren / jüngstes von fünf Kindern / insges. 39 Millionen verkaufte
Schallplatten bis Okt. 1999 ; Sang
bei den "Regensburger Domspatzen" / Kultlied: "Hossa Hossa -
Fiesta Mexicana" (1973) - über verk. 10 Millionen Platten / Gönner: Fred
Mickley (gest. 1988) / G. stürzte sich am 23.10.1999 auf dem zweiten Stock eines
Wohnhauses im Innenhof der Ottostrasse 19 - 8 Meter tief und starb drei Tage
später an Folge eines Herz - und Kreislaufversagens in einer Münchner Klinik /
Depressionen aus Einsamkeit und Angst vorm Älterwerden waren Mitgründe an
seinem Selbstmordversuchs / seit 1975 verheiratet mit Marion (55=1999), lebte
aber lange Jahre mit seinem Freund (Alexander "Dave" Klingeberg, 26)
zusammen / wohnte zuletzt in Au bei Rosenheim (Bayern) / hatte die letzten
Jahre, pro Jahr über 200 Auftritte / beigesetzt am 29.10.1999 in München |
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Dr. Joseph
Goebbels
[eigtl. Joseph Paul Goebbels]
(ns-polit), (D)
: geb. 29.10.1897 [Rheydt, DT] - gest. 01.05.1945 [Berlin] Selbstmord
Nationalsozialistischer
Politiker, Antisemit,
Hauptkriegsverbrecher /
Sohn aus einem streng katholischen Elternhaus, Vater Buchhalter / drei
Geschwister /
Gehbehinderung durch eine Knochenmarksentzündung in der Kindheit / 1917
Abitur in Rheydt / Studium während des I. WK - Germanistik, Philosophie,
Kunstgeschichte in Bonn, Freiburg, Würzburg, München und Heidelberg / 1923
kurze Tätigkeit bei der Dresdner Bank / Dank Hitlers ab 1926 NS-Gauleiter von
Berlin-Brandenburg und bereits ein Jahr später der am meisten gefürchtete
Demagoge der Reichshauptstadt, organisierte nach der nationalsozialistischen
Machtergreifung als Minister für Volksaufklärung und Propaganda die
Gleichschaltung der Massenmedien und des kulturellen Lebens. 19.12.1931 Hochzeit
mit Magda Quandt.
Im Herbst 1933
wurde er Präsident der von ihm gegründeten Reichskulturkammer. Sein Ziel war
die Propagierung des »Führermythos«; zu diesem Zweck setzte er Rundfunk,
Presse und Film ein. Am 09.11.1938 initiierte G., der wie kein anderer von A.
Hitlers Gefolgsleuten den Antisemitismus als Propagandawaffe benutzte, das
Pogrom der »Reichskristallnacht«. In der berüchtigten Rede im Sportpalast
(18.02.1943) putschte er die Massen zum »totalen Krieg« auf. Nach dem
Hitler-Attentat vom 20.07.1944 wurde er »Generalbevollmächtigter für den
totalen Kriegseinsatz«. Wenige Stunden nach dem Tod Hitlers (30.04.) töteten am
01.05.1945 der SS-Arzt Dr. Helmut Kunz im Auftrag Magda Goebbels ihre 6
Kinder durch Zyankali (Helga *01.09.1932 ; Hilde *13.04.1934 ; Helmut
*02.10.1935 ; Holde *19.02.1937 ; Hedda *05.05.1938 ; Heide *20.10.1940) und schied mit seiner Frau im Hof der Reichskanzlei aus dem Leben.
J. Goebbels gehörte zum
engsten Machtkreis um
A. Hitler und war
- 1924: nach Studium, Eintritt in der
Redaktion der Elberfelder »Völkischen Freiheit«; Mitgl. der NSDAP
- 1927-34: Hg. des »Angriffs« (Hetzblatt gegen die Weimarer Republik)
- ab 1928: Mitglied des Reichstages
- 1933-45: Minister für Volksaufklärung und Propaganda
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Johann
Wolfgang von Goethe
(dicht), (D)
: geb. 28.08.1749 [Frankfurt am Main, DT] - gest. 22.03.1832 [Weimar, DT]
Dichter / Vater:
Johann Kaspar Goethe (geb. 31.07.1710 Frankfurt am Main] - gest.
25.03.1782 [ebd.], Jurist und ab 1742 Kaiserlicher Rat / Mutter
von Johann W.: Katharina
Elisabeth (geb. 19.02.1731 FfM - gest. 13.09.1808 ebd.) / Sohn:
August von Goethe (geb. 25.12.1789 Weimar - gest. 28.10.1830 Rom)
Kammerherr / August's
Mutter: Christiane
Vulpius (geb. 01.06.1765 Weimar - gest. 06.06.1816 ebd.) lebte seit 1788 mit
Johann W. zusammen, Heirat 1806 - Christianes
Bruder: Christian
August Vulpius geb. 23.01.1762 [Weimar] - gest. 26.06.1827 [ebd.]
Schriftsteller / ...Bio
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Steffi
Graf
[eigtl. Stefanie Maria Graf]
(sport), (D)
: geb. 14.06.1969 [Brühl bei Mannheim, DT]
Ex-Tennisspielerin / 1,75 m,
59 kg (1993), Augenfarbe: blaugrau, Haarfarbe: blond / Familie: Ehemann Andre
Agassi (Tennisspieler), zusammen zwei Kinder: Sohn Jaden Gil und Tochter Jaz
Elle / Sport: 16.08.1987
Nr. 1 der Weltrangliste als erste Deutsche ; 13.08.1999 erklärte sie in Heidelberg ihren Rücktritt vom Profi-Tennis. Graf
gewann in ihrer beispiellosen Karriere 107 Titel, davon 23 (22 Einzel) bei
Grand-Slam-Turnieren, und war 377 Wochen lang die Nummer eins der Weltrangliste,
länger als jeder andere Tennisprofi in der Geschichte dieser Sportart. Ihren
letzten Titel errang Graf Anfang Juni 1999 bei den French Open gegen die
Schweizerin Martina Hingis. In jenem Jahr hatte sie die French Open in einem
dramatischen Finale und in Wimbledon das Endspiel gegen die Amerikanerin
Lindsay Davenport erreicht. Bei der selben Veranstaltung trat Steffi mit John McEnroe im Mixed an und kam bis ins
Halbfinale ; 11.07.2004 wurde sie in die "Tennis Hall of Fame"
aufgenommen /
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Wolfgang
Greese
(s), ("DDR" D)
: geb. 08.03.1926 [Lübz] - gest. 02.05.2001 22:29 Uhr [Berlin] starb an
Leberkrebs
Schauspieler /
markanter
Darsteller aus zahlreichen Episodenrollen in Film und Fernsehen ; 1971 hatte das Fernsehen der DDR Greese von der Berliner Volksbühne in sein
Schauspielerensemble geholt. Häufig spielte Greese Gauner-Rollen in der
TV-Serie «Polizeiruf 110». In der Defa-Verfilmung von Jacques Offenbachs
«Orpheus in der Unterwelt» (Horst Bonnet 1976) war Greese der Titelheld. In
einer der letzten Produktionen des Deutschen Fernsehfunks spielte Greese 1991 in
der 26-teiligen Vorabendserie «Agentur Herz» mit. Im selben Jahr erhielt der
Schauspieler, der mit dem Theodor-Körner-Preis der DDR geehrt wurde, beim
letzten DDR-Spielfilmfestival den Preis als bester Nebendarsteller für eine
Rolle in Peter Kahanes «Architekten». / Ehefrau Manja (13 Jahre verheiratet)
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Helmut
Griem
(s/th), (D)
: geb. 06.04.1932 [Hamburg, DT] - gest. 19.11.2004 [München, DT]
Schauspieler / studierte Philosophie und Literaturwissenschaft / 1956 in
Lübeck für das Theater entdeckt, auch international bekannter Schauspieler ;
spielte in Luchino Viscontis "Die Verdammten", Bob Fosses "Cabaret" an der Seite von Liza
Minelli, "Fabrik der Offiziere" (1960) ; TV-Filme: "Der Leutnant und sein Richter",
"Endloser Abschied", "Die Spaziergängerin von Sans-Souci", mit Thekla Carola Wied "Liebe auf Bewährung" (ARD, 2003)
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Jenny
Gröllmann
(s), (D "DDR")
: geb. 05.02.1947 [Hamburg, DT] - gest. 09.08.2006 [Berlin, DT]
Schauspielerin und beliebte TV-Schauspielerin nach
der Wende in zahlreichen Serien (u.a. die Rolle der
Staatsanwältin Dorn in "Schwurgericht" (SAT.1 1995), "SOKO
5113", "Grossstadtrevier", "In aller Freundschaft",
"Liebling Kreuzberg") / Familie: war mit Ex-Mann
-> Ulrich Mühe (†2007, Schauspieler) verh. der sie 2005/2006 als Stasi-IM belastet hatte ; ihre gemeinsame Tochter Anna
Maria Mühe ist ebenfalls Schauspielerin ("Polizeiruf 110:
Vergewaltigt" - 600. Folge) / G. starb nach
Krebserkrankung
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Bernhard
Grzimek
(tier/a/zoo), (D)
: geb. 24.04.1909 [Neisse, Oberschlesien] - gest. 13.03.1987 [Frankfurt am Main, DT] starb
während eines Zirkusbesuches
Tierarzt, Zoo-Direktor, Tierfilmer, TV-Moderator, Autor
/ 1932 Promotion zum
Doktor für Veterinärmedizin ; 1945-1974 Direktor des Frankfurter Zoo's (Hessen)
; 1964-1968 Präsident des Deutschen
Naturschutzringes ; bekanntester Tierfilmer ; US-Film-"Oscar" für die
Tierdokumentation "Serengeti darf nicht sterben" (1959) ; mehrteilige Tiersendung "Ein Platz für Tiere"
(seit 1956) / BUCH: zw. 1967- 1972 veröffentlichte G. die 16-bändige
Enzyklopädie "Grzimeks Tierleben" / Spendenaufrufe brachten über 30 Millionen DM
für den Naturschutz ein / Sohn Michael starb 1959 während der
Dreharbeiten in Afrika bei einem Flugzeugabsturz ; beide sind am
Ngorongoro-Krater (Afrika) beerdigt
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Chris
Gueffroy
(maueropfer), (D "DDR")
: geb. 21.06.1968 ["Ost"-Berlin] - gest. 05.02.1989 um 23:40 Uhr
[Berlin-Treptow]
letztes der 235* Opfer der Berliner Mauer / mit
seinem Freund Christian Gaudian wollte er über den Grenzabschnitt Britzer
Zweigkanal zwischen Treptow (Ost) und Rudow (West) nach West-Berlin. Beide
waren sich sicher, das der Schusswaffengebrauch wegen des anstehenden Besuches
eines Staatsgastes (mögl.weise aus Schweden, Anm. Karin Gueffroy) nicht
bestand. Schüsse fielen und Chris G. wurde in Brusthöhe von vorn getroffen,
Christian G. wurde schwer verletzt ; Erinnerung: an der Stelle am
heutigen Britzer Verbindungskanal wo beide junge Männer
im Feb. 1989 gestoppt wurden, befindet sich seit dem 21.06.2003 eine hohe
Erinnerungstafel ; Die Verbrechen der SED, Stasi und durch den Mauer-/Grenzbau
sind bis heute nicht richtig aufgearbeitet. Ein Vergessen ist ein Verbrechen
aller Generationen, zumal das die Mauer heute authentisch nicht mehr
existiert! / Familie: Mutter Karin Gueffroy ; Bruder Stefan Gueffroy /
*Opferzahl lt. ZDF
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Günter
Guillaume
(spion/stasi), (D "DDR")
: geb. 01.02.1927 [Berlin] - gest. 10.04.1995 [Eggersdorf]
"DDR"-Spion / Offizier
[Oberst] der HVA des Staatssicherheitsdienstes der
"DDR" (HVA = Hauptverwaltung Aufklärung des M.f.S. unter Markus Wolf)
; 1944-45 Flakhelfer ; NSDAP-Mitglied ; bis Dez. 1945 Kriegsgefangenschaft ; 1950-1956 Mitarbeiter im Verlag Volk und Wissen
; 13.05.1956 Übersiedelung in die
Bundesrepublik nach Frankfurt am Main, um sich später als Mitarbeiter im Bonner SPD-Büro das
Vertrauen von Willy Brandt zu erwerben ; 1957 SPD-Mitglied / 1972 einer der drei
persönlichen Referenten des Kanzlers Brandt ; Kanzlerspion
am 24.04.1974 wird Guillaume und Frau unter dem Verdacht der Spionage festgenommen. Grösster Spionagefall der
Bundesrepublik ; 06.05.1974 Sturz des damal. Bundeskanzlers Willy Brandt †1992 ; 1975-1981 Haft
/ kehrte am 01.10.1981 im Austausch von "DDR"-Bürgern in die
"DDR" zurück ; wurde mit dem Karl-Marx-Orden und weiteren hohen
Auszeichnungen des Staates und der Stasi ausgezeichnet, sowie 1985 zum Dr.
jur. h.c. an der JHS des MfS Potsdam ; 1994 nahm er den Namen seiner zweiten Frau an
und hiess seit dem Günter Bröhl / Familie: Ex-Ehefrau Christel (†2004, Heirat 1950, Scheidung nach 1981) ; Sohn Pierre Boom (geb. 1957) / Beisetzung:
19.04.1995
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