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UpDate: 10.01.2017

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ARNO FUNKE
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Ein Kaufhaus-Erpresser der besonderen Art - Der Mann genannt "Dagobert"

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Arno Funke (PHOTO: dpa, 14.08.2000)- geb. 14.03.1950
- Beruf: Grafiker, Zeichner, Autor, Drehbuchautor
- erste Ehe mit Edna (geb. 1966)
- Kind (mit Edna): Sohn Christian (20=2010)
- 1999 neue Partnerin Elke Troch (53=2010, Sozialarbeiterin) - wollen heiraten
(Stand: Aug. 2000)
- KaDeWe-Erpressungsversuch schon 1988, wo 500.000 DM erfolgreich in seine Hände gelangten

- F. erpresste im Zeitraum 1988-1994 insgesamt 1,4 Mill. DM vom Karstadt-Konzern
- in zwei Jahren 6 Bomben gezündet, insges. 40 Geldübergangen
- Festnahme April 1994
- Gefängnis: JVA Berlin-Plötzensee (Juni 1996-Aug. 2000), Freigang Sept. 1998-Aug. 2000 (Zeichner bei einem Verlag)
- Urteil wegen schwerer räuberischer Erpressung zu neun Jahren Haft bestraft, Reststrafe auf Bewährung
- seine zweite Frau Elke und er wohnen im Berliner Stadtteil Lichterfelde
(Stand: Aug. 2000)
- seine Mutter ist Norwegerin (geb. in Stavanger)
- Buch: Autobiografie «Mein Leben als Dagobert»

Schon 1988 erpresste Funke vom Berliner Kaufhaus KadeWe 500.000 Mark. Bei der Geldübergabe konnte er trotz eines Grossaufgebotes an Polizei entwischen. Das erpresste Geld gab er nach eigenen Angaben hauptsächlich für Reisen aus. Obwohl die 1.000-Mark-Scheine registriert waren, tauchte nie eine der Banknoten auf.

Unter dem Namen der sagenhaft reichen Comic-Ente Dagobert liess Funke in den Jahren 1992 und 1993 fünf Mal Sprengstoff in Filialen von Karstadt-Kaufhäusern detonieren und forderte 1,4 Millionen Mark von dem Konzern, die er jedoch nie erhielt. Seine technischen Tüfteleien wie eine selbst gebaute Lore, die auf einer stillgelegten Bahnstrecke fuhr, amüsierten damals die Öffentlichkeit. Bei der Geldübergabe entgleiste die Lore jedoch, und Funke floh ohne Geld. Ein anderes Mal platzierte er eine Streusandkiste auf einem Zugang zur Kanalisation, so dass er sich unbemerkt von unten an das Geldpaketheranmachen konnte. Die Polizei bot ihm jedoch nur Papierschnipsel an.

Die Fahnder hatten während ihrer «Dagobert»-Jagd mit reichlich Pech und Pannen zu kämpfen und mussten dafür öffentlichen Spott einstecken. Einmal soll ein Beamter, der den Erpresser schon am Kragen gepackt hatte, auf einem Hundehaufen ausgerutscht sein, ein anderes Mal soll das Auto der Verfolger nicht angesprungen sein.

Gefasst wurde Funke 1994 letztendlich unspektakulär. Aus einer Telefonzelle in Berlin wollte er Modalitäten für eine kommende Geldübergabe klären, hatte jedoch nicht bedacht, dass mittels der modernen Digitaltechnik eine schnelle Rückverfolgung des Anrufes möglich ist. Funke legte gleich nach seiner Festnahme ein umfassendes Geständnis ab und gab dabei auch zu, der KaDeWe-Erpresser zu sein.

Funke ist gelernter Schildermaler und Lichtreklamehersteller. Nach Tätigkeiten als Pressefotograf und Kunstmaler arbeitete er viele Jahre in Berlin als Lackierer für Autos und Motorräder. Die Arbeit ohne Atem- und Sprühschutz habe ihn krank gemacht und sein Gehirn geschädigt, gab Funke während des Prozesses 1996 zu Protokoll. Seine Begründung für die Erpressungen lautete, er habe sich «tot und leer» gefühlt und Geldprobleme gehabt.

CHRONIK: Die Jagd nach 'Dagobert'

Berlin - Zwischen 1988 und 1993 verübte der Kaufhaus-Erpresser Arno Funke alias "Dagobert" insgesamt sechs Anschläge auf das Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe) und Karstadt-Filialen in ganz Deutschland. Mehrere Dutzend Geldübergaben hielten die Polizei bis zur Festnahme des Verbrechers im April 1994 in Atem. Die Chronologie der wichtigsten Ereignisse:

25.05.1988
Eine Bombe explodiert im KaDeWe. "Dagobert" erpresst 500.000 Mark, ohne geschnappt zu werden.

Seit Juni 1992 scheiterten mindestens 18 Geldübergabeversuche an Missverständnissen und Pannen.

13.06.1992
Nach dem ersten Bombenanschlag auf ein Karstadt-Kaufhaus in Hamburg installiert die Polizei eine von "Dagobert" gebastelten Blechkiste mit einer Magnethalterung am D-Zug Rostock-Berlin. Bei Neustrelitz löst der Täter ein Funksignal aus. Doch der Abwurfmechanismus versagt.

15.07.1992
Der erste Geldübergabeversuch scheitert in Mecklenburg-Vorpommern.

14.08.1992
Der gleiche Trick mit der Blechkiste und dem Funksignal klappt: In Aumühle bei Hamburg schnappt sich Dagobert den von einem Zug gefallenen Geldsack und entkommt trotz sofortiger Grossfahndung auf einem Mountainbike.
Beute: Wenige hundert Mark und viele Papierschnipsel. Bis zum 22. Oktober 1992 scheitern drei weitere Übergabeversuche aus fahrenden Zügen.

09.09.1992
Dagobert ist sauer, zündet bei Karstadt in Bremen eine Bombe.

In der vierten Etage des Bremer Karstadt-Hauses, in der auch Kanister mit Motorenöl stehen, detoniert eine 20 Zentimeter lange Rohrbombe.

15.09.1992
Neuerlicher Anschlag, dieses Mal bei Karstadt in Hannover. Zwei Menschen werden leicht verletzt.

13. und 29.10.1992
In Berlin scheitern zwei Geldübergaben.

29.10.1992
Nach dem Abwurf eines Geldbeutels aus einem Intercity in Berlin-Charlottenburg gelingt es einem Polizisten, "Dagobert" am Kragen zu packen. Der Beamte rutscht jedoch auf einem Hundehaufen aus, der Erpresser entkommt ohne Beute.

05.01.1993
2.000 Polizisten lauern in Berlin auf Dagobert. Die Geldübergabe scheitert, Dagobert entkommt in Pankow.

19.04.1993
In Berlin-Britz deponiert ein Geldbote in einer Streusandkiste - vom Erpresser über einem offenen Gully aufgestellt - ein Paket mit Papierschnipseln. "Dagobert" bemerkt den Schwindel und flüchtet durch die Kanalisation.

19.05.1993
Sprengstoffanschlag auf ein Karstadt-Warenhaus in Bielefeld. Nachdem weitere Übergabetermine gescheitert oder verschoben worden sind, geht am 06.12.1992 bei Karstadt in Berlin-Kreuzberg der fünfte Sprengsatz hoch.

In der Fernsehabteilung des Karstadt-Warenhauses in Bielefeld explodiert in der Nacht ein Spreng- und Brandsatz.

01.09.1993
In Berlin-Charlottenburg misslingt eine Geldübergabe.

06.12.1993
Bombenexplosion bei Karstadt am Hermannsplatz in Berlin-Kreuzberg.

In einer Karstadt-Filiale im Berliner Bezirk Kreuzberg explodiert eine Rohrbombe in einem Fahrstuhl. Der Sachschaden wird auf mehrere 10.000 Mark geschätzt.

15.01.1994
"Dagobert" lauert in Berlin unter einem mit Gehwegplatten präparierten und zur Kanalisation führenden Sielschacht auf Beute. Die Übergabe scheitert daran, dass die Geldboten ihr Paket nicht in den Schacht legen.

22.01.1994
In Berlin-Charlottenburg scheitert ein Übergabeversuch mit einer selbstgebauten Lore (Schlitten) auf einem stillgelegten Eisenbahngleis.

19.04.1994
Ein Geldbote, von "Dagobert" für den späten Abend in eine Telefonzelle bestellt, trifft wegen dichten Verkehrs nicht rechtzeitig ein. Jedoch kommt den Fahndern ein Auto entgegen, dessen Fahrer auf die bisherige Beschreibung "Dagoberts" passt. Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, sei der Mann dann über das Kennzeichen seines Autos identifiziert und seit Freitag morgen 03.00 Uhr observiert worden.

22.04.1994, 10:18 Uhr (lt. "FOCUS" 10:14 Uhr)
"Dagobert" wählt von einer Telefonzelle in der Treptower Hagedornstrasse aus eine nur ihm und der Sonderkommission bekannte Rufnummer. Er wird von einem Berliner Beamten festgenommen. Er ist der selbe Fahnder, der am 29.10.1992 bei Versuch, "Dagobert" zufassen, auf Hundekot ausgerutscht war.

Fahnder fassen "Dagobert" in einer Berliner Telefonzelle, als er neue Anweisungen für die Übergabe von mehr als 1,4 Millionen Mark stellen will.

"Dagobert" in Berlin gefasst
Nach knapp zweijähriger Fahndung ist der Kaufhaus-Erpresser Dagobert" gefasst worden, Die Polizei überwältigte den 44-jährigen Arno F. beim verlassen einer Telefonzelle in Berlin-Treptow. Dort hatte er einen neuen Übergabetermin vereinbaren wollen. Der Polizei war am Mittwoch der Wagen des Erpressers aufgefallen. Darauf war der Berliner observiert worden. Der gelernter Elektriker lebte als selbständiger Unternehmer in Berlin-Tempelhof. "Dagobert" gab die Erpressungsversuche und Bombenanschläge zu. Ausserdem gestand er, 1988 das Berliner Kaufhaus des Westens um 500.000 DM erpresst zu haben.

Kaufhauserpresser "DAGOBERT" erpresste von der KARSTADT AG auch am:
30.10.1992, 06.01.1994

17.01.1995
Vor dem Berliner Landgericht beginnt der Prozess gegen Arno Funke. Zwei Monate später wird er zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und neun Monaten verurteilt.

14.06.1996
Nach der Aufhebung des Urteils durch den Bundesgerichtshof fällt das Berliner Landgericht in einem zweiten Prozess ein Urteil von neun Jahren Haft. Funke wird der vollendeten Erpressung des KaDeWe und der versuchten Erpressung des Karstadt-Konzerns zwischen 1992 und 1994 sowie der sechs Sprengstoffanschläge schuldig gesprochen.

13.08.2000
Funke wird am späten Abend (Sonntag, 22:00 Uhr) vorzeitig aus der Haft entlassen, nachdem er zwei Drittel seiner Strafe abgesessen hat.

Zusammenstellung by welt-des-wissens.com

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