| Die
MDR Deutsches Fernsehballett GmbH - ein Unikat im europäischen Showbiz
Sie sind bei einem in wahrsten
Sinne des Wortes "einmaligen" Unternehmen beschäftigt: Die 26
Tänzerinnen und Tänzer der MDR Deutsches Fernsehballett GmbH schwingen für
das einzige Fernsehballett Europas ihre schönen Beine - die TV-Compagnie ist
also in der europäischen Showlandschaft ein absolutes Unikat. Hervorgegangen
ist das MDR Deutsche Fernsehballett aus dem ehemaligen Tanz-Ensemble des
DDR-Fernsehens/DFF, das 1992, nach der "Abwicklung" des DFF
privatisiert und in die gesellschaftsrechtliche Form einer GmbH überführt
wurde.
Noch vielen Zeitgenossen ist
der erbitterte, in der Geschichte des Showbiz wohl einmalige Kampf des Ensembles
um seinen Weiterbestand sowie die Anerkennung und Unterstützung der Compagnie
als "erhaltenswertes Kulturgut" der ehemaligen DDR durch die Macher
aus Showbiz und Fernsehunterhaltung in lebhafter Erinnerung. Besonders hohe
Wellen schlug damals die dramatische Rettung des Fernsehballetts durch die
Verantwortlichen der NFL (Gesellschaft zur Abwicklung der Rundfunkeinrichtung),
der Intendanten und Direktoren von ZDF und ARD - hier allen voran der damalige
MDR Fernsehdirektor Henning Röhl: Der bot buchstäblich in letzter Minute dem
hochgelobten Ensemble die Anbindung an den Mitteldeutschen Rundfunk an und
trommelte eine Gruppe privater Investoren zusammen, die zusammen mit der
öffentlich-rechtlichen Anstalt die MDR Deutsches Fernsehballett GmbH
gründeten.
Dem Durchhaltevermögen des
Ensembles und der Gesellschafter ist es zu verdanken, dass aus der jungen
Geschichte der MDR Deutsches Fernsehballett GmbH eine richtige Erfolgsstory
geworden ist. Seit 1996 erwirtschaftet die Tanz-GmbH unter Leitung ihres
Geschäftsführers Knut Vietze die notwendige Summe zur Deckung des jährlichen
Budgets von 2,5 Mio. DM. Die Gesellschafter sind MDR-Tochter DREFA Media Holding
GmbH, Leipzig (40%), PR Video, eine 100prozentigen Tochter des
Filmproduktionsunternehmens Provobis, Hamburg (30%), Deutsche Künstleragentur
und Berkovics Promotion - Produktion und Show-Service GmbH, Berlin, (20%) sowie
das Ensemble des MDR Deutschen Fernsehballetts (10%). Haupteinnahmequelle der
MDR Deutsches Fernsehballett GmbH sind - wie der Name des Unternehmens schon
sagt - die Honorare aus Engagements für die grossen Unterhaltungsshows im
Ersten, im ZDF und den Dritten Fernsehprogrammen.
Die 26 Tänzerinnen und Tänzer
gehören zum "festen Inventar" zahlreicher TV-Quotenhits wie
beispielsweise der "Feste der Volksmusik" (ARD) mit Showmasterin
Carmen Nebel und auch der beliebte Moderator Max Schautzer setzt das Ballett
Jahr für Jahr bei seiner 10-teiligen Sommershow "Immer wieder
Sonntags" ein. Ein grosser Freund und Fan des Ensembles ist ebenfalls
Entertainer Dieter Thomas Heck, der praktisch in allen seinen Musikshows u.a.
"Melodien für Millionen" die Compagnie über die Bühne wirbeln
lässt. Der häufige Einsatz des Ensembles in den quotenstarken Fernsehshows mit
den oft höchsten Marktanteilen ihres TV-Formats hat für das MDR Deutsche
Fernsehballett noch einen super "Nebeneffekt": Die Compagnie gehört
bislang Jahr für Jahr mit über 140 Millionen erreichten Fernsehzuschauern zu
den meistgesehenen Ensembles in ganz Europa. Mit voraussichtlich 36
Fernsehsendungen, die das Fernsehballett im Jahr 2002 absolviert (Stand: 01.
August 2002) wird das Ensemble wahrscheinlich eine persönliche Bestleistung
aufstellen und auf die astronomische Rekordmarke von 145 Millionen erreichten
Fernsehzuschauern zusteuern. Auch in fiktionalen Formaten spielen die bekannten
Gesichter der Compagnie eine Rolle: Die Tänzerinnen und Tänzer werden gern als
Schauspieler engagiert und wirkten bereits in so bedeutenden TV-Produktionen wie
dem Dreiteiler "Tanz auf dem Vulkan" und "Tatort: Bei Auftritt
Mord" (9,65 Mio Zuschauer, 29 % Marktanteil) mit.
Der extrem hohe
Bekanntheitsgrad des Ensembles ist eine wichtige Voraussetzung für die
erfolgreiche Vermarktung der Compagnie auf einem weiteren Aufgabengebiet: Dem
Einsatz im privatwirtschaftlichen Entertainment auf Tourneen, Messen, Galas,
Betriebsfeiern, Kreuzfahrten, Modenschauen, Kosmetik- und Modeshootings und
sogar Hochzeiten. Mit voraussichtlich 9 Galas, 55 Tourneeterminen mit dem
"Frühlingsfest der Volksmusik" und dem noch bevorstehenden
"Weihnachtsfest der Volksmusik", moderiert von Carmen Nebel sowie 15
Schiffstagen auf dem Nobelkreuzer MS Europa (Hapag Loyd) hat sich das MDR
Deutsche Fernsehballett neben dem Fernsehgeschäft ein wichtiges zweites
wirtschaftliches Standbein erarbeitet.
Auch in diesem
Unternehmensbereich ist das Ensemble in diesem Jahr wieder stark gebucht und
wird streckenweise an die Grenzen seiner Kapazitäten stossen. Wie das "Who
is who" der deutschen Verbände, der Industrie- und
Dienstleistungsunternehmen liest sich die Kunden- und Referenzliste des MDR
Deutschen Fernsehballetts: Angefangen von den grossen Messeveranstaltern in
Frankfurt a.M. (IAA) und Düsseldorf (IGEDO) über Daimler Chrysler, Honda,
Sony, Schering, ADAC, Vedes Jacobs, Quelle, Falke, Otto Kern bis hin zum
Deutschen Stahlbau-Verband - sie alle haben neben weiteren renommierten
Unternehmen aller Wirtschaftszweige das Fernsehballett gebucht und mit der
Compagnie einen Event gestaltet, der zielgruppenadäquat dem Firmenimage, dem zu
präsentierenden Produkt und nicht zuletzt dem Geschmack der geladenen Gäste
entsprach. Flexibel ist die Compagnie auch, was die Grösse der aufzutretenden
Truppe angeht: Ob grosse oder kleine Bühne, dicker oder schmaler Geldbeutel -
angefangen vom Duo über ein acht- oder 12-köpfiges Ensemble zu einer 16er
Formation bis hin zur kompletten Mannschaft mit 26 Tänzerinnen und Tänzer ist
fast jede Besetzungsstärke möglich.
Ob drei Einzeltänze im
laufenden Programm oder die komplette Gestaltung des Showabends mit einem
90-minütigen Revueprogramm - der Auftrittsdauer sind "fast keine
Grenzen" gesetzt. Auf den Firmenevents und Produktpräsentationen
demonstriert das Fernsehballett dann gern, dass es bei seinen
"hautnahen" Auftritten hält, was die grossen TV-Shows immer
versprechen: geboten wird makellose Ästhetik, absolute Synchronität und
mitreissende Dynamik. Basis dieser umfassenden und vielseitigen
Einsatzmöglichkeiten der internationalen Compagnie sind ein millionenschwerer
Kostümfundus und ein Repertoire, das praktisch alle Spielarten des Modern
Dance, daneben Revuetanz, Folklore, Tanztheater, klassisches Ballett und
Akrobatik umfasst. Ob Walzer, Tango, Marsch, Jodler, Schlager, Musical, Rock und
Pop, Hip Hop oder Rap - der bekannte künstlerische Leiter des Ensembles, Ferenc
Salmayer und seine Kollegin, Choreographin Ophelia Vilarova, setzen praktisch
jeden Musikstil choreographisch um und zeichnen daher für die enorme
Vielseitigkeit und Ausdruckskraft des Ensembles verantwortlich.
Die berühmte Choreographin und
künstlerische Leiterin Emöke Pösteniy wurde im Juni 2002 nach langjähriger
Arbeit mit grossem Dank verabschiedet.
Einstudiert werden die
eleganten, fantasievollen, tänzerischen Creationen der beiden Topchoreographen
im 400 qm grossen Ballettsaal des SFB-Fernsehzentrums in Berlin-Charlottenburg,
wo die insgesamt 34 festangestellten und 3 freien Fernsehballett-Mitarbeiter aus
8 Nationen seit 1992 ihr Domizil gefunden haben.
1962
Ballettmeister und Tanzprofi Günter Jätzlau gründet im Auftrag des
DDR-Fernsehens das Fernsehballett und engagiert 8 Tänzerinnen.
1962-1967
Die Compagnie wird im Laufe der Jahre vergrössert und hat schliesslich 20
Ensemblemitglieder. Gastchoreographen bestimmen das künstlerische Niveau, ohne
dem Ensemble ein Image oder einen eigenen Stil zu geben.
1967
Walter Schumann, vorher Solotänzer und Choreograph am Ostberliner
Friedrichstadt-Palast, wird fest angestellt und schafft optimale
Arbeitsbedingungen. Er organisiert einen grossen Ballettsaal, Fertigungsateliers
für Kostüme und engagiert Kostümbildner, Musik- und Ballettmeister.
Künstlerpersönlichkeiten werden gefördert und haben die Möglichkeit, sich
weiter zu entwickeln: So werden die zwei besten Tänzerinnen, Emöke Pöstenyi
und Susan Baker, zu einem Solistenpaar ähnlich den Kessler-Zwillingen
aufgebaut.
1978
Der choreographische Nachwuchs, der sich aus den Solisten des Ensembles
rekrutiert, betritt die Kreativbühne. Emöke Pöstenyi, später auch Ferenc
Salmayer, kennen die Spezifik einer Fernsehchoreographie und entwickeln diese
weiter. Sie prägen im wesentlichen das Format und den Stil des heutigen
Fernsehballetts und machen es zu einem profilierten Showballett, das
internationale Anerkennung findet.
1982
Tänzerpersönlichkeiten mit solistischem Format wie Ophelia Vilarova und Maik
Damboldt, der bereits choreographische Ambitionen zeigt, erhalten ein
Engagement. Sie werden zu Identifikationsfiguren des Publikums und zu
Fernsehlieblingen.
1990
Nach der Wende kommt das "Aus" für das Fernsehen der DDR, die Zukunft
des Fernsehballetts ist ungewiss.
1991
Emöke Pöstenyi wird der "Telestar" verliehen: Sie nutzt die
Preisvergabe zu einem leidenschaftlichen Appell an die anwesenden Prominenten
aus Film, Funk, Fernsehen und der Unterhaltungsbranche sowie an die Deutsche
Fernsehnation, das Fernsehballett zu erhalten. Ihre Worte finden Gehör. / Gala
anlässlich der Verleihung des Europäischen Filmpreises "Felix"
Ende Dezember '91, kurz bevor
das DDR-Fernsehen eingestellt wird, bietet Henning Röhl, damaliger
Fernsehdirektor des MDR, dem Ballett die Anbindung an seine ARD-Anstalt an. In
einer Blitzaktion werden weitere potentielle Gesellschafter, die sich für das
Ballett engagieren wollen, gefunden.
1992
Im Januar wird die MDR Deutsches Fernsehballett GmbH gegründet. Die NFL trägt
die Gehälter der angestellten Ensemblemitglieder noch bis Juni '92 weiter. Im
Juli '92 wird die junge GmbH in die freie Markwirtschaft entlassen. Seitdem
trägt die MDR Deutsches Fernsehballett GmbH die Verantwortung für die
Finanzen.
Im Februar '92 wird das MDR
Deutsche Fernsehballett mit der "Goldenen Kamera" ausgezeichnet.
Im November '92 wird das Ensemble 30 Jahre alt. Selbst Bundeskanzler Kohl
schickt seine Glückwünsche zum runden Geburtstag.
Das Ensemble muss sein Quartier im Ostberliner Johannesthal räumen. Der Sender
Freies Berlin stellt der Compagnie seinen Ballettsaal im SFB-Fernsehzentrum zu
Verfügung. Am 26.5.92 zieht das Ensemble des MDR Deutschen Fernsehballetts in
die Westberliner Masurenallee um.
1994
Im April '94 wird das MDR Deutsche Fernsehballett mit der Statue des
Paul-Klinger-Sozialvereins, einer Künstlerkasse, ausgezeichnet. Das Ensemble
erhält den Preis für seinen Zusammenhalt und seine Solidarität in der
Wendezeit, die massgeblich zur Rettung des Ensembles beigetragen haben.
Im Juli '94 wird der Auftritt des MDR Deutschen Fernsehballetts in der ersten
Modeoper der Welt, "Mimi - La Bohème" (in Zusammenarbeit mit Otto
Kern), zum Sensationserfolg. Zahlreiche Anfragen für Engagements gehen ein. Es
beginnt die Phase der wirtschaftlichen Konsolidierung der MDR Deutsches
Fernsehballett GmbH.
Im September '94 wird das Ballett erstmals auch von einem privaten Fernsehsender
gebucht: Die Compagnie tritt in der "Gottschalk Late Night Show" (RTL)
auf. Weitere Auftritte bei kommerziellen TV-Anbietern folgen.
Ende des Jahres '94 wird das
für die ARD produzierte TV-Special "Alles balletti" mit dem MDR
Deutschen Fernsehballett für das internationale Filmfestival "Goldene
Rose" in Montreux (1.-7. Mai 1995) nominiert.
1995
Im Mai '95 spielt das MDR Deutsche Fernsehballett zusammen mit dem
Sinfonieorchester, dem Chor und Kinderchor des MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNKS unter
dem Dirigat von Daniel Nazareth Carl Orffs "Carmina burana" für das
Fernsehen ein. Die Compagnie setzt in dieser Inszenierung die Musik und die
Texte des Werkes szenisch um.
Einen weiteren hochkarätigen
Fernsehpreis erhält das MDR Deutsche Fernsehballett im Herbst 1995: Für das
TV-Special "Alles balletti" wird dem Ensemble die "Goldene
Antenne" des 5. Internationalen Fernsehfestivals im bulgarischen
Blugoevgrad verliehen.
Jürgen Haase, der als Geschäftsführer von 1992-1995 die Ballett-GmbH geleitet
hat, scheidet in dieser Funktion am Jahresende aus.
1996
Als neuer Geschäftsführer wird Knut Vietze, Herstellungsleiter beim
MDR-FERNSEHEN, zum 1.1.1996 berufen. Zum selben Zeitpunkt steigt die drefa
Filmatelier GmbH, Dresden, als Mitgesellschafter bei der Ballett-GmbH ein. Mit
der veränderten Gesellschafterstruktur geht eine Verdoppelung des Stammkapitals
der GmbH einher.
Viel Beachtung finden zwei
TV-Spielfilme, der Tatort "Bei Auftritt Mord" (9,65 Mio. Zuschauer)
und der Dreiteiler "Tanz auf dem Vulkan", in denen die
Ensemblemitglieder des MDR Deutschen Fernsehballetts nicht nur als Tänzer,
sondern auch als Schauspieler agieren. "Goldener Löwe" (RTL-Gala)
Erstmalig überschreitet die MDR Deutsches Fernsehballett GmbH mit dem
Geschäftsjahr 1996 die Gewinnschwelle. Das Budget von 2,5 Mio. DM wurde
erwirtschaftet, ein kleiner Überschuss dafür eingesetzt, die in den letzten
Jahren angefallenen Verbindlichkeiten abzubezahlen.
Neben 25 Tourneeauftritten und
11 Galas hat das MDR Deutsche Fernsehballett im Geschäftsjahr 1996 28
Fernsehauftritte bei ARD, ZDF und RTL absolviert und dabei (nur auf bundesweite
Erstausstrahlungen bezogen) insgesamt über 122 Mio. Fernsehzuschauer erreicht -
eine Kontaktzahl, die kaum ein anderes Ensemble vorweisen kann.
1997
Im Juni 1997 steht das MDR Deutsche Fernsehballett für ein ARD-TV-Special
"Tango Passion" und die "ARD-Gala zur Eröffnung der
Internationalen Funkausstellung" vor der Fernsehkamera.
Am 11. Oktober 1997 feiert das
MDR Deutsche Fernsehballett das Jubiläum seines 35jährigen Bestehens. In der
ARD-Sendung "Herbstfest der Volksmusik" wird das Ensemble gewürdigt,
namhafte Künstlerkollegen aus Film, Funk und Fernsehen gratulieren.
Mit einem neuen Zuschauerrekord kann das MDR Deutsche Fernsehballett am
Jahresende aufwarten: Über 135 Mio. Fernsehzuschauer haben das Ensemble 1997 in
39 TV-Produktionen tanzen sehen. Um die Existenz der berühmten Compagnie weiter
abzusichern, sagt Henning Röhl, Fernsehdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks
und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der MDR Deutsches Fernsehballett
GmbH, unter Zustimmung aller Gesellschafter und der Gremien des Mitteldeutschen
Rundfunks eine Bestandsgarantie bis zum Jahr 2000 zu.
1998
Das MDR Deutsche Fernsehballett steht nach Shootings für die Modefirmen Falke
und Otto Kern für eine grosse Fotoproduktion der Berliner Modefotografin Esther
Haase im Auftrag der Zeitschrift "Gala" vor der Fotokamera. Das
Ensemble demonstriert, dass es auch in Sachen Modefotografie und Werbung
eingesetzt werden kann.
Mit einer glänzenden Bilanz beendet das MDR Deutsche Fernsehballett das
Geschäftsjahr 1998: In 40 TV-Produktionen hat es über 140 Mio. Zuschauer
erreicht und damit die Vorjahresergebnisse um weitere 5 Millionen
Fernsehzuschauer getoppt. Mit 14 Galas im internationalen Rahmen und 30
Auftrittsterminen bei der Tournee "Frühlingsfest der Volksmusik" war
die Compagnie voll ausgelastet.
1999
Mit Wirkung zum 1.1.1999 überträgt der Mitteldeutsche Rundfunk, Leipzig, seine
Geschäftsanteile an der MDR Deutsches Fernsehballett GmbH auf die DREFA Media
Holding GmbH, einer 100prozentigen Tochter des MDR. Damit hält die DREFA Media
Holding 40%, d.h. die meisten Anteile an der Ballett-GmbH. Ansonsten bleibt die
Gesellschafterstruktur unverändert.
März 1999, Henning Röhl, damaliger MDR-Fernsehdirektor legt den Vorsitz der
Gesellschafterversammlung der MDR Deutsches Fernsehballett GmbH nieder. Zum
neuen Vorsitzenden wird Prof. Jürgen Haase gewählt.
Dez. 1999, Mit einer rundum
positiven Bilanz schliesst die MDR Deutsches Fernsehballett GmbH das
Geschäftsjahr 1999 ab: Wieder haben über 140 Millionen Fernsehzuschauer die
Compagnie in den grossen Unterhaltungsshows von ARD und ZDF tanzen sehen. Zum
Ende des Jahres konnten sämtliche Verbindlichkeiten, die in den stürmischen
Gründungsjahren nach der Wende entstanden waren, getilgt werden, die Compagnie
ist schuldenfrei.
2001
"ARD-Gala zur Eröffnung
der Internationalen Funkausstellung"
2002
6x "Feste der
Volksmusik" (ARD/ORF Samstagabendshow seit 1994) / 1x "Krone der
Volksmusik" (ARD/ORF Samstagabendshow seit 1998) / "Ein Leben wie im
Flug – Hans-Dietrich Genscher wird 75" (ARD-Gala) / "Melodien für
Millionen" (ZDF-Show seit 1992)
Das renommierte Ensemble feiert
sein 40-jähriges Bestehen. Aus acht sind im Laufe der Zeit 30
Mitglieder geworden, zudem u.a. Susan Baker und Emöke Pöstenyi
gehörten. Frau Pöstenyi ist heute für die wunderbaren &
exklusiven Choreographien verantwortlich.
2003
Die Homepage des Tanzstudios von Susan Baker
ist offline.
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Ohne Zweifel, die DDR hatte ihre Stars. Die Tänzerin und
Choreografin Emöke Pöstenyi war einer. Jeder, zu dessen Lebenserfahrung
DDR-Fernsehen und Sendungen wie "Ein Kessel Buntes" gehören, kennt
die langbeinige Schönheit aus Budapest.
Wer sich an Emöke Pöstenyi erinnert, denkt gleichzeitig an Susan Baker. Die
beiden sind vor allem in den siebziger Jahren die Starsolisten des
Fernsehballetts.
Das Fernsehballett selbst war eine Institution. Jedes Jahr flossen für die 30
Damen und Herren des Balletts drei Millionen Mark, viel Geld. Die Tänzer
brillierten mit aussergewöhnlicher Synchronität. Der Aufwand für
Choreografien, für Kostüme war enorm. Etwas Vergleichbares gab es im Westen
nicht.
1960 kommt Emöke Postenyi aus Budapest in die DDR, zuerst an das Theater in
Meiningen. Die 18-Jährige sehnt sich nach dem Grossstadt-Leben. 1962 engagiert
sie der Friedrichstadtpalast in Berlin, 1963 das DDR-Fernsehen. |
Um Susan Baker
wird es ruhig in den 80igern, Emöke Postenyi bleibt beim Ballett - als
Choreografin. Sie rettet "ihre" Compagnie über die Wende.
Das Tanz-Unternehmen ist nun eine GmbH, wird vom MDR co-finanziert, muss 1,3
Millionen Euro im Jahr erwirtschaften.
60 Jahre wurde Emöke Postenyi im März 2OO2. Am 29. Juni 2OO2 hat sie sich
von Ihren Tänzern verabschiedet. Sie geht in den Ruhestand. Info-Stand:
04.07.2002 |
| LINKS |
| www.mdr-deutsches-fernsehballett.de |
| www.fernsehballett.com |
| Tanzstudio
Susan Baker (Tanzschule in Dallgow) |
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