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RUBRIK ::: PERSONEN - Helmut Fischer

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UpDate: 10.01.2017

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"A bissl was geht immer"

"A bissl was geht immer"

Buch derzeit nicht erhältlich

DVD

"Monaco Franze - Der ewige Stenz"

www.amazon.de

HELMUT FISCHER
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PERSONEN|A|B|C|D|E|>F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z|

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Willkommen auf meiner Fanpage zu Helmut Fischer!

Jedes Mal, wenn ich Helmut Fischer auf dem Bildschirm erlebe, ist er immer wieder eine Entdeckung. In der Serie "Die Hausmeisterin" spielt er ebenfalls einen Schlawiner. Im Gegensatz zu "Monaco Franze", wirft ihn seine Serien-Ehefrau Marta raus. mehr

Das Helmut Fischer im realen Leben Ambitionen als Schürzenjäger gehabt hätte glaubten die Wenigsten. Ein Frauenschwarm war er aber dennoch. Hunderte Autogrammanfragen kamen täglich. Dennoch war er gnadenlos treu!

Als Detektiv hätte er aber selbst wohl kaum "Fälle" gelöst. Und schon gar nicht für attraktive Damen. Denn der "Monaco-Franze" aus München hatte nur Augen für die feschen Madels.

Es ist ein wunderbarer Schauspieler und Mensch von seinen Fans gegangen. "Wuas sin scho siebzig Jahr?" - sind unsere Gedanken.

Für mich sind die Erinnerungen an Helmut Fischer auch gleichzeitig die Erinnerung an meinen eigenen Vater, der mit 65 Jahren 2003 starb. Ein bisschen ähnlich schauen die beiden aus. Zusammen hatten meine Eltern und ich uns den "Monaco" schon bei seiner Erstausstrahlung in der ARD im März bis Mai 1983 angeschaut.

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Helmut Fischer & "Monaco Franze - Der ewige Stenz"

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geb. 15.11.1926 [München-Neuhausen] - gest. 14.06.1997 [Chiemgau/Oberbayern]

Theater-, Serien- und Filmschauspieler, Sänger, Münchner Original

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Zum BR Himmel
.................................................................................Zum BR Himmel

(c) Textzusammenstellung des Bayrischen Rundfunks - 2OO1

Ergänzungen & Personendaten welt-des-wissens.com



Zum 75. Geburtstag von Helmut Fischer (2OO1)
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"A bisserl was geht immer!"

Mit diesem Spruch ist der "Monaco Franze" in die Fernsehgeschichte eingegangen - und mit ihm Helmut Fischer, der diesen charmanten Vorstadtcasanova so hinreissend verkörpert hat. Zur Erinnerung an den beliebten Münchner Schauspieler, der am 15. November 2001 seinen 75. Geburtstag gefeiert hätte, wiederholt das Bayerische Fernsehen die unvergessene Kultserie "Monaco Franze". Wir zeigen Ihnen aber auch, dass Helmut Fischer mehr war als nur "der ewige Stenz".

Helmut Fischer brillierte nicht nur in seinen Paraderollen als Tatort-Kommissar Lenz, als "Monaco Franze" oder als "Der Unschuldsengel". Denn vor seinem lang ersehnten beruflichen Durchbruch war Helmut Fischer in ganz ungewohnten Rollen aufgetreten: als einfältiger Hochzeiter im "Komödienstadel", als halbstarker Gauner in "Isar 12" oder als linkischer Nazi in Horváths "Italienische Nacht".

Helmut Fischer im Bayerischen Fernsehen

Sybille Krafft porträtiert den unvergessenen Helmut Fischer im Fernsehfilm "Der unsterbliche Stenz - Zum Andenken an Helmut Fischer" am 18. November 2001 im bayerischen Fernsehen mit exklusiven Ausschnitten aus dem letzten Fernsehinterview, das Helmut Fischer der Autorin ein paar Monate vor seinem Tod noch gegeben hatte. Er berichtete damals von den verschlungenen Wegen seiner Laufbahn und philosophierte schliesslich auch über seine Liebe zu München, über das Alter - und natürlich über die Frauen. An Helmut Fischer erinnern sich in diesem Film Helmut Dietl, das Film-"Spatzl" Ruth-Maria Kubitschek und das echte "Spatzl", seine Frau Utta Fischer.


Zehn Folgen - 'Monaco Franze - Der ewige Stenz' (1982/83)
- 1. "Ein bissel was geht immer" (Buch: Helmut Dietl *1944 [Bad Wiessee, Bayern) - †30.03.2015 [Mittags in seiner Wohnung in München, DT.] Krebserkrankung - und Patrick Süskind, Regie: Helmut Dietl)
- 2. "Die italienische Angelegenheit" (Buch: Helmut Dietl und Patrick Süskind, Regie: Helmut Dietl)
- 3. "Kalt erwischt" (Buch: Helmut Dietl und Patrick Süskind, Regie: Helmut Dietl)
- 4. "Der Friedensengel" (Buch: Franz Geiger, Regie: Franz Geiger)
- 5. "Der Herr der sieben Meere" (Buch: Helmut Dietl und Patrick Süskind, Regie: Helmut Dietl)
- 6. "Mehr seelisch, verstehn’s?" (Buch: Franz Geiger, Regie: Franz Geiger)
- 7. "Ein ernsthafter älterer Herr" (Buch: Helmut Dietl, Regie: Helmut Dietl)
- 8. "Macht’s nur so weiter!" (Buch: Helmut Dietl und Patrick Süskind, Regie: Helmut Dietl)

- 9. "Wo ist das Leben noch lebenswert?" (Buch: Helmut Dietl und Patrick Süskind, Regie: Helmut Dietl)

-10. "Abgestürzt" (Buch: Helmut Dietl und Patrick Süskind, Regie: Helmut Dietl)

Die Serie lief ab März 1983 bundesweit im damals noch nicht einheitlichen ARD-Vorabendprogramm. Die komplette Serie ist auf DVD zum zweiten Mal erschienen!


Erinnerungen an den "Monaco"

Samstag, der 14. Juni 1997: ein trauriger Tag für die "Monaco"-Fangemeinde. Helmut Fischer stirbt in einer Klinik im Chiemgau/Oberbayern - selbst für seine Freunde und Kollegen völlig unerwartet und unfassbar.

Es war bekannt, dass Helmut Fischer schon lange eine kaputte Bandscheibe hatte. Sein seltsam anmutender, staksiger Gang war keine Marotte, sondern schmerzbedingt.

Jedoch wussten bis zuletzt nur seine Ehefrau Utta und engste Vertraute, dass er seit 1993 einen tückischen Krebs in sich barg. Kein Mitleid und kein "Gerede" wollte Helmut Fischer, bis zuletzt hat er fest daran geglaubt, die tödliche Krankheit zu besiegen.

Zur Trauerfeier in der Aussegnungshalle des Münchner Nordfriedhofs am 19. Juni 1997 kamen mehr als 1.000 Menschen. Nicht nur seine Schauspielkollegen, Regisseure, Autoren und Freunde, sondern auch die betroffenen Bürger. Der letzte Vorhang für einen grossen Volksschauspieler. Seine letzte Ruhe fand Helmut Fischer nach eigenem Wunsch auf dem kleinen und idyllischen Bogenhausener Friedhof. Dort, wo unter anderem auch Walter Sedlmayr und Rainer Werner Fassbinder begraben sind.

In Deutschland populär, in München geliebt

Die Abendzeitung, für die Helmut Fischer während seiner "Durststrecken-Jahre" als Filmkritiker gearbeitet hatte, schrieb: "München weint". Und Helmut Fischers Freund und Nachbar, der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, sagte in seiner ergreifenden Trauerrede: "Dieser Abschied schmerzt besonders. Noch zur Jahreswende haben wir Pläne geschmiedet ... Sein Tod bedeutet einen unersetzlichen Verlust ... Er hat sich mit vielen liebenswerten Rollen, vor allem aber als Monaco Franze, in die Herzen des Publikums gespielt und wird diesen Platz auch behalten ... Populär war er in ganz Deutschland - in München wurde er geliebt".


Der Schauspieler Helmut Fischer im Interview
Filmautorin Sybille Krafft beim Interview mit Helmut Fischer © Edith von Welser-Ude "Ich habe schon als Kind diesen
komödiantischen Drang gehabt"

Sybille Krafft, Autorin des BR-Porträts "Der unsterbliche Stenz - Zum Andenken an Helmut Fischer", sprach 1996 mit Helmut Fischer. Hier einige Auszüge des Gesprächs:

Sie sind ja ein richtiges "Münchner Kindl"...
                        Ich bin in Neuhausen in der Donnersberger Strasse 50a aufgewachsen. Das ist eine
                        sehr einfache Gegend gewesen mit einfachen Leuten, das habe ich dann sehr viel
                        verwerten können in meinem Beruf. Ich wäre nicht gerne elitär aufgewachsen, denn
                        dort habe ich die Leute kennen gelernt.

Wollten Sie schon als Bub Schauspieler werden?
                        Ich habe schon als Kind diesen komödiantischen Drang gehabt. Ich war ein
                        fanatischer Kinogänger und sass immer auf dem "Rasierplatz" ganz vorne - weil es
                        das Billigste war. Weil man da so weit raufschauen musste, nannte man das
                        "Rasierplatz". Und da habe ich dann alles schon mitgespielt - mit den Händen in der
                        Luft rumgefuchtelt - bis die Nachbarn alle geschaut haben. Das war mein
                        komödiantischer Trieb und ich wollte schon immer Schauspieler werden.

Ihre ersten Berufsjahre waren aber nicht sehr erfolgreich?
                        Nein, das kann man wirklich sagen. Ich habe bis zum meinem fünfzigsten
                        Lebensjahr keinen Erfolg gehabt. Ich habe solche Rollen gespielt, die in der Kritik
                        gar nicht vorkamen, weil sie zu klein waren.

Wie haben Sie sich denn damals über Wasser gehalten?
                        Ich habe alle möglichen Jobs gemacht - furchtbare. Ich habe Uhren vertreten von
                        Haus zu Haus, denn damals gab es noch keine solchen Uhrenläden wie heute.
                        Entsetzlich. Dann habe ich - wenn jemand nett war - ihn überredet, dass er ja keine
                        Uhr kauft. Irgendwie wurstelt man sich durch, aber es hat mich arg belastet, wenn
                        man nicht weiss, wie man die Miete bezahlen soll - und das fast bis zu meinem 50.
                        Lebensjahr.

Der grosse Durchbruch kam dann mit Helmut Dietl...
                        Ja, zuerst mit der BR-Serie "Der ganz normale Wahnsinn" - der hat schon eine
                        gewisse Wirkung gehabt und daraufhin hat man sich entschlossen, dass man mit mir
                        den "Monaco Franze" macht. Das war dann der Durchbruch.

Haben Sie denn privat Ähnlichkeiten mit der Figur des "Monaco Franze"?
                        Ich habe mit der Figur nichts zu tun. Da lacht jeder, weil mir das keiner glaubt.
                        Monaco Franze, das ist einer, der ist wahnsinnig leichtlebig und leichtfertig - ich bin
                        eher schwerfällig und politisch engagiert. Das kann man sich beim Monaco Franze
                        gar nicht vorstellen. Ich unterscheide mich in vielen Punkten von der Figur - es ist
                        halt dieselbe Humorlage.

Hat der "ewige Stenz", wenn er in die Jahre kommt, damit Probleme?
                        70 Jahre, das ist ja sehr unangenehm. Rein die Zahl ist ja abenteuerlich für
                        jemanden, der denkt, dass der gerade noch 20 war. 70 Jahre zu werden ist nicht
                        angenehm, es ist eigentlich miserabel. Man weiss, die allergrösste Wegstrecke hat
                        man hinter sich. Ich werde aber weder abgeklärt noch weise, dazu bin ich zu
                        emotional, zu hysterisch.


Der lange Weg zum Erfolg - Die Biografie

Als Mensch war Helmut Fischer immer beliebt. Als Schauspieler brauchte er lange, bis er den Richtigen traf, der sein Genie erkannte und seine Begabung zum Erfolg führte ...

Szenenfoto aus 'Monaco Franze' - Bildausschnitt  

Ein "Gassenkind aus Neuhausen"

Am 15. November 1926 wurde Helmut Fischer in München-Neuhausen geboren. Sich selbst bezeichnete er als "Gassenkind aus der Donnersberger Strasse, renitent, anarchisch und schulfaul". An seine Schulzeit erinnerte er sich mit Grauen und erzählte stirnrunzelnd: "Die Rupprecht-Oberrealschule hat mich 1939, nach der 7. Klasse, vorzeitig entfernt. Der Direktor riet mir zum Abschied, Schaffner bei der Strassenbahn zu werden."

Die Mutter dagegen - einst Stummfilmpianistin im Kinopalast am Harras - hatte sich gewünscht, dass der Bub die Beamtenlaufbahn einschlägt. "Dann hast einen sicheren Posten und kriegst eine schöne Pension", sagte sie zum Filius. Doch dernahm stattdessen Unterricht bei Otto Falckenberg, weil er davon träumte, Schauspieler zu werden. Das wurde er dann auch - allerdings viele Jahre ohne Erfolg.

Niederschmetternde Kritiken zum Bühnendebüt

Die "vernichtenden" Kritiken, die Helmut Fischer nach seinem Bühnendebüt am Würzburger Stadttheater 1952 als Herzog Albrecht III. in Hebbels "Agnes Bernauer" erntete, hat er lange gut aufbewahrt. Noch lange zitierte er am liebsten jenen Feuilletonisten, der schrieb: "Man kann sich kaum die Qualen vorstellen, die man bei Helmut Fischers Agieren empfand."

Selbstironisch griff Fischer solche Kritiken auf. Die Tatsache, dass er im Juli 1953 "als armer Schlucker" seine Utta zum Standesamt führte, kommentierte Helmut Fischer später so: "Sie nahm mich, obwohl ich zu keinerlei Hoffnungen berechtigte und hielt trotz meiner zahlreichen Misserfolge immer zu mir." Insgesamt 45 Jahre lang.

Debüt im Bayerischen Fernsehen 1961

Sein Schauspieldebüt im Bayerischen Fernsehen - 1961 als Friseur in Ludwig Thomas Komödie "Die Lokalbahn" - bezeichnete Fischer als "schrecklich" und sagte rückblickend: "Richtig g'schämt hab' ich mich, wie überzogen ich damals g'spielt hab' ".

Helmut Fischer mit Gustl Bayrhammer in einer Szene aus 'Monaco Franze'

Positiver äusserte er sich zu seinem weiteren Werdegang: "Die Zeit des unausgelasteten Schauspielers, der als Filmkritiker bei der Münchner Abendzeitung sein Zubrot verdient, endete jäh mit meinem ersten eigenen BR-TATORT". Seit 1972 war Fischer schon Assistent des damaligen Kriminaloberinspektors Veigl (Gustl Bayrhammer *12.02.1922 [München] - †24.04.1993 [Krailling b. München] Herzinfarkt, auf dem Foto mit Helmut Fischer in einer Szene aus dem 'Monaco Franze').

Als Veigl "pensioniert" wurde, stieg Fischer 1981 zum Kriminalkommissar Ludwig Lenz auf und löste als solcher bis 1987 insgesamt sieben Fälle. "Die Macht des Schicksals" mit Fischers Freund Hans Clarin *14.09.1929 [Wilhelmshaven] - †28.08.2005 [Aschau am Chiemsee], am 25.01.1987 erstmals im Ersten ausgestrahlt, war sein letzter TATORT.


Was ist ein "Stenz"?
Antworten von Helmut Dietl
und Patrick Süskind

Ihren Monaco Franze, den Stenzen aus dem "Glasscherbenviertel", haben Helmut Dietl und Patrick Süskind dem Helmut Fischer auf den Leib massgeschneidert. Und dabei auch genau erklärt, was ein Stenz ist. Denn ein Stenz soll eben kein "Strizzi" sein, ein Stenz ist permanent aktiv. Genauer gesagt ständig mit sich selbst und seiner Wirkung auf andere, vor allem natürlich auf das andere Geschlecht, befasst.

Regisseur Helmut Dietl bei den Dreharbeiten zum 'Monaco Franze' Regisseur Helmut Dietl über den Stenz

"Von etwas windiger Eleganz, der jeweils herrschenden Mode immer einen Schritt vorausstolzierend, hat der Stenz die Pflege seines Haupthaares sowie die Pflege seiner Schuhe - von denen er unzählige besitzt - zu kultischen Handlungen entwickelt. Er legt Wert auf Umgangsformen, bzw. das, was er dafür hält, und schafft es, das oberste Ausstrahlungsziel dabei nicht aus den Augen zu verlieren: immer cool und lässig zu sein."

"Ein bissel was geht immer" ist das Motto in seinem Verhältnis zu Frauen. Aber im Gegensatz zum Macho kann er sich dabei auch einmal einen Korb leisten. Während etwa ein Macho wie Napoleon die Eröffnungszüge einer erotischen Partie mit einem jungen polnischen Mädchen - so geschehen bei Maria Walewska - mit den Worten einleitet: "Wenn Sie mir weiterhin Ihre Liebe verweigern, werde ich Ihr Volk zu Staub zermalmen wie eine Uhr unter dem Stiefelabsatz", und das Mädchen darauf in Ohnmacht fällt, geht der Stenz doch sehr viel eleganter vor, fast zärtlich, scheu.

So bandelt der Monaco Franze mit einer schönen Unbekannten an

Das Mädchen:
"Für den Fall, dass Sie mich ansprechen wollen, sag' ich Ihnen gleich, bei mir geht nix."

Monaco:
"Ja... ich wollt' Sie ja gar nicht ansprechen, Fräulein, ich wollt' Sie bloss fragen, ob wir nicht eine Tasse Kaffee miteinander trinken wollen ... oder, dass wir vielleicht was Schönes miteinander zu Abend essen, in einem schönen Restaurant."

Die direkte, ordinäre Attacke ist seine Art nicht. Vielmehr: "Haben Sie ein Telefon daheim, Fräulein Ingeborg? Das tät' ich mir aber gern einmal anschau'n".

Patrick Süskind Autor Patrick Süskind über den Stenz

"Der Stenz ist der zivilisierte Mann des Volkes. Er hat Stil." Und hat er sich mit seinen Abenteuern dann doch wieder einmal in die Bredouille geritten, rettet ihn sein Charme. Denn welche noch so sau're Ehefrau könnte dem reuigen Dackelblick widerstehen, mit dem der Monaco sagt: "Geh Spatzl, schaug, wiar i schaug."


Rund um die Kultserie

Frühjahr 1983: Die Serie wird erstmals bundesweit ausgestrahlt: "Monaco Franze - Der ewige Stenz" läuft in den ARD-Regionalprogrammen. Mit der Serie und der Rolle des Franz Münchinger wird Helmut Fischer unsterblich. Fischer, der 1983 bereits 57 Jahre alt war, aber viel jünger wirkte, wurde vom Erfolg als "Monaco" regelrecht überrollt. In ganz Deutschland war er nach der Serie der von allen begehrte Medienstar.

Kongeniale Freundschaft mit Helmut Dietl

Autor und Regisseur Helmut Dietl hatte Helmut Fischer 1974 eher zufällig in seinem Schwabinger Stammcafé "Münchner Freiheit" getroffen. Zwischen beiden begann eine kongeniale Freundschaft, weil beide dieselbe Sprache sprachen: Sie waren nicht nur beide Münchner, sondern sie verband die gleiche Humorwellenlänge. Neben Dietl arbeiteten ausserdem Patrick Süskind als weiterer Autor und Fischers Freund, der Autor und Regisseur Franz Geiger an der Serie.

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Eine Hommage an Helmut Fischer

Helmut Fischer lebt nicht nur dank seiner zahlreichen Fernsehrollen weiter: Lebensgross und lebensecht in Bronze gegossen sitzt der "Monaco Franze" an einem Tisch auf der Terrasse seines Lieblingscafés "Münchner Freiheit" in Schwabing und geht seiner einstigen Lieblingsbeschäftigung nach:

Er beobachtet mit der für ihn typischen - leicht gequält-verschmitzten -
Miene die Menschen. Und schaut aus, als würde er gleich ein paar passende Bemerkungen über sie loslassen ...

Das Denkmal stammt vom Bildhauer Nikolai Tregor junior, der schon die Bronzebüsten von Sergiu Celibidache und August Everding schuf. Tregor, Vater der Schauspielerin Julia Thurnau und Bruder des Schauspielers Michael Tregor, war ein alter Freund von Helmut Fischer und hat Fischers Physiognomie auf den Punkt gebracht.

Helmut Fischer in der Rolle des verhinderten Playboys

Bereits 1978 spielte Fischer in Dietls BR-Serie "Der ganz normale Wahnsinn" einen verhinderten Playboy. Und mutierte in dieser Rolle prompt zum Publikumsliebling. Dietl war der erste Regisseur, der erkannte, dass Fischer kein Verwandlungskünstler ist und sich nicht "verstellen" kann. Also gab er ihm die Freiheit, einfach nur sich selbst, seine ganz eigenwillige, komisch-sensible, bisweilen hilflos-verzweifelte Art im Fernsehen rüberzubringen. Letzten Endes liegt wohl auch hierin ein Teil des Erfolgs vom "Monaco Franze" verborgen.

Monaco ist gleich München

Den Spitznamen "Monaco" gab Dietl Fischer dank dessen sündhaft südländischen Aussehens. Als Sohn einer Änderungsschneiderin und Vorstadt-Strizzi war der "Monaco Franze" mit der wohlsituierten Antiquitätenhändlerin Annette von Soettingen (Ruth Maria Kubitschek) verheiratet, aber immer auf der Suche nach einem amourösen Abenteuer. Der Monaco war ausgestattet mit der Gabe, seine Freunde nicht böswillig, aber doch "a bissel" auszunutzen. Dabei aber immer mit soviel Charme, dass ihm niemand widerstehen konnte.

"Geh Spatzl" - und jeder schmilzt dahin

Mit dem treuherzigen Dackelblick und dem einschmeichelnden Protestruf: "Geh, Spatzl" gelang es dem liebenswerten Schwerenöter nicht nur immer wieder, die edle Gattin dahinschmelzen zu lassen. Genauso waren Fernsehpublikum und Kritiker diesem Charme erlegen. "Spatzl" werden seit der Erstsendung des "Monaco Franze" im Frühjahr 1983 ganze Heerscharen von Ehefrauen und Freundinnen genannt. Und der Standardsatz vom Monaco - "A bisserl was geht immer" - gehört inzwischen zum ganz normalen Sprachgebrauch.


ZUSAMMENFASSUNG

Denn viel berühmter war Helmut Fischer mittlerweile als „MONACO FRANZE - DER EWIGE STENZ“, nachdem die gleichnamige Serie von Autor und Regisseur Helmut Dietl *22.06.1944 [Bad Wiessee bei München]  - 30.03.2015 [] (unter Mitwirkung von Autor Patrick Süskind *26.03.1949 [Ambach, Bavaria] und Fischers Freund, dem Autor und Regisseur Franz Geiger) erstmals im Frühjahr 1983 bundesweit in allen ARD-Regionalprogrammen ausgestrahlt wurde: Helmut Dietl hatte Helmut Fischer 1974 eher zufällig in seinem Schwabinger Stamm-Café an der Münchner Freiheit“ getroffen. Zwischen beiden begann eine kongeniale Freundschaft, weil beide dieselbe Sprache sprachen, das heisst: Sie waren nicht nur beide Münchner, sondern sie verband die gleiche Humorwellenlänge.

1978 spielte Fischer bereits in Dietls BR-Serie „Der ganz normale Wahnsinn“ (mit Towje Kleiner, *04.04.1948, als brillant verkörpertem Chaoten) einen verhinderten Playboy - und mutierte in dieser Rolle prompt zum Publikumsliebling. Denn Dietl war der erste Regisseur, der erkannt hatte, dass Fischer kein Verwandlungskünstler war, sich nicht „verstellen“, sondern einfach nur sich selbst, seine ganz eigenwillige, komisch-sensible, bisweilen hilflos-verzweifelte, Art rüberbringen musste. Das machte ihn so unverwechselbar, das machte ihn zum „Monaco Franze“ und letztlich unsterblich.

Monaco ist gleich München - den Spitznamen gab ihm Dietl dank seines sündhaft südländischen Aussehens. Der Monaco hiess in der Rolle eigentlich Franz Münchinger und war der etwas andere Kriminalkommissar aus einem Münchner Glasscherbenviertel. Als Sohn einer Änderungsschneiderin und Vorstadt-Strizzi war er als Monaco Franze mit der wohlsituierten Antiquitätenhändlerin Annette von Soettingen (hinreissend: Ruth Maria Kubitschek *02.08.1931 [Komotau, CZ]) verheiratet aber immer auf Abenteuersuche. Der Monaco war ausgestattet mit der Gabe, seine Freunde (allen voran seinen Kollegen Manni Kopfeck, unvergessen: Karl Obermayr *04.04.1930 [Freising, Bavaria] - 03.06.1985 [Heidelberg]) nicht böse aber doch a bissel auszunutzen. Er tat dies mit so viel Charme, dass ihm keine/r widerstehen konnte. Mit seinem treuherzigen Dackelblick und dem einschmeichelnden Protestruf:

„Geh, Spatzl“, gelang es dem liebenswerten Schwerenöter nicht nur immer wieder, die edle Gattin dahinschmelzen zu lassen, sondern genauso das Fernsehpublikum und die Kritiker. „Spatzl“ werden seit der Erstsendung des „Monaco Franze“ im Frühjahr 1983 ganze Heerscharen von Ehefrauen und Freundinnen genannt. Und der Standardsatz vom Monaco, „A bissel was geht immer“, gehört inzwischen zum ganz normalen Sprachgebrauch.

Helmut Fischer, der 1983 bereits 57 Jahre alt war aber viel jünger wirkte, wurde vom Erfolg als „Monaco Franze - Der ewige Stenz“ regelrecht überrollt. In ganz Deutschland war Fischer seit dem Monaco der von allen begehrte Medienstar, was den Vorteil hatte, dass er sich endlich alle nachfolgenden Projekte aussuchen konnte.

Erwähnt sei in dem Zusammenhang die 6-teilige ZDF-Serie "Unsere schönsten Jahre" (1983; von Franz Geiger), in der Fischer zwar Berti hiess und von Uschi Glas (*02.03.1944 [Landau a.d. Isar]) zugunsten von Elmar Wepper (*16.04.1944 [Augsburg]) verlassen wird, in der er aber seinem Ruf als liebenswerter Vorstadt-Casanova wieder alle Ehre machte.

Und erwähnt sei die BR-Erfolgsserie "Die Hausmeisterin" aus der Feder von Cornelia Zaglmann-Willinger (Regie: Gaby Zerhau u.a.; Erstsendung 1987 bis 1989), in der Helmut Fischer als Josef „Bärli“ Haslbeck 23 Folgen lang zwischen Ex-Ehefrau Martha (Veronika Fitz *27.03.1936 [Diessen/Ammersee, Bavaria]) und Zweit-Ehefrau Ilse-Hasi (Ilse Neubauer *27.06.1942 [München]) hin- und hergerissen, und letztlich auch wieder als „ewiger Stenz“ unterwegs war. Fischer spielte noch viele liebenswerte Rollen dieser Art.

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ZUM SCHLUSS (+in 'Monaco Franze' mitgespielt):

Eigentlich sind DIE die zu früh gehen, DIE, die uns viel Freude verschaff(t)en. Erinnert seien an neben denen hier auf dieser Seite lebenden und bereits verstorbenen Persönlichkeiten u.a.:

Veronika Ferres *10.06.1965 Solingen
+Wolfgang Fierek *09.12.1950 Ottobrunn bei München
Hannelore Elsner *26.07.1942 Burghausen/Bayern
Peter Alexander *30.06.1926 Wien - †12.02.2011, ÖS
Iris Berben *12.08.1950 Detmold, DT
Senta Berger *13.05.1941 Wien, ÖS
Erich Hallhuber jun. †2003
Willy Millowitsch *08.01.1909 Köln - †20.09.1999 Köln
Georg Thomalla *14.02.1915 Katowice, Oberschlesien - †25.08.1999 Sternberg b. München
Beppo Brem *11.03.1906 München - †05.09.1990 München
Hans Brenner *25.11.1938 Innsbruck, ÖS - †04.09.1998 München
Rudolf Carl *16.06.1899 Lundenburg/Mähren - †15.01.1987 Graz, ÖS
Eddie Constantine *29.10.1917 Los Angeles, USA - †25.02.1993 Wiesbaden
Ivan Desny *28.12.1922 Peking, VR China - †13.04.2002 Ascona, CH
Constanze Engelbrecht *06.01.1955 - †20.07.2000 München
Heinz Erhardt *20.02.1909 Riga, Russland - †05.06.1979 Hamburg
+Ernestine 'Erni' Singerl *29.08.1921 - †30.07.2005
Fritz Straßner *1919 München - †1993, 1,70m
Toni Berger *27.03.1921 - †28.01.2005
Willy Harlander *30.04.1931 Regensburg - †20.04.2000
Max Grießer *18.11.1928 Österreich - †11.08.2000 - Suizid
Maxl Graf *1933 München - †18.03.1996 Klinikum Großhadern b. München Leberkrebs
Ulrich Wildgruber *18.11.1937 - †30.11.1999 Sylt, DT - Suizid
Günther Strack *04.06.1929 - †19.01.1999
Heinz Schubert *12.11.1925 -†12.02.1999
Siegfried Lowitz *22.09.1914 - †27.06.1999
Maria Singer *01.02.1914 Ebenzweieraltmünster am Traunsee - †04.06.2003
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... weitere SchauspielerINNEN befinden sich oben im gesamten Text

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