
Grafik: Mai 2004,
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Personencharakter:
aufgewecktes, lebhaftes Kind und begabter Schüler (bis 1899), versagte dann
aber auf der Realschule in Linz (zweimal nicht versetzt, erst im dritten
Anlauf*) - bis 1920 erfolglos
- ab 1930 der Durchbruch - ab 1938/39 alleiniger Herrscher in allen Bereichen
des Staates - "Traum zur Weltherrschaft"
kein Familienmensch, Autodidakt, NS-Politiker, Diktator
(ungeteilte Macht), 1933 Reichskanzler (ab 1934 "Führer" und RK) ; Antisemit ;
Antimarxist ; Antimodernist ; Antikatholik ; Unlust zur regelmässigen Arbeit
(bis 1920)
; Millionär ; sah sehr gern Filme und Theateraufführungen
; totaler Machtanspruch ; genialer Verführer in Rhetorik und Überzeugung,
politisch standfest ; nutzte jede Möglichkeit Feinde auszuschalten ;
frauenfeindlich ; wusste um gute Umgangsformen ; gab
Autogramme ; war oberflächlich ; Wutanfälle aus Enttäuschungen ; wurde schroff und beleidigend,
wenn man ihn belog oder lächerlich machte ; rücksichtslos, brutal ; angeblich Vegetarier
(nach 1942) - Grund waren Magenprobleme ; ass gern Süssigkeiten, Gebäck, Kuchen,
trank oft Kaffee mit Zucker und Sahne (Berghof), Mineralwasser ; hasste
Schnee ; folgte der Leidenschaft des Kegelns (Berghof) und besuchte
Richard-Wagner-Opern bis 1941 bei den Festspielen in
Bayreuth (Freundin -> Winifred Wagner) ;
liebte das kleinbürgerliche private ; berührungsarm ; liebte Kinder (nur
"arische") weil sie nicht widersprachen ; nicht homosexuell (wie oft
behauptet) ; tanzen lernen lehnte er ab ; psychiatrische Erkrankung in
dessen Familie nach aussen nicht beziehungsfähig ("Meine Braut ist
Deutschland" - damit er für alle Frauen frei war) ; mochte unterlegene junge
Frauen (u.a. Eva Braun, Mizzi Reiter, Geli Raubal ->
mehr)
; Befahl den grössten Massenmord der Geschichte an ganzen Volksgruppen und
Behinderten in Europa sowie den bisher grössten Angriffskrieg (II.
Weltkrieg) - Eine Person, die man bis heute nicht ignorieren darf!
*versetzt erst nach
Wiederholungsprüfung
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Grösse: 1,74 m |
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Augenfarbe:
blau (lt. Goebbels
Tagesbucheintrag Nov. 1925) |
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Name im
Taufregister: Adolfus Hitler |
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Oma
& Opa:
Maria Anna Schicklgruber
*15.04.1796 a.Q. 1795
[Strones, ÖS] - †07.01.1847 [Klein Motten bei Strones, ÖS],
Mutter von -> Alois
Sch. (ledig geboren)
; M.A. heiratet erst 1842
Johann Georg Hiedler *28.09.1792 -
†09.02.1857 dessen
Eltern: Martin Hiedler *17.11.1762 - †10.01.1829 &
Anna Maria Goschl *23.08.1760 - †07.12.1854
Eltern:
Alois Schicklgruber
*07.06.1837 [Strones, Haus Nr. 13] -
†03.01.1903
[Wirtshaus Wiesinger in Leoneding] und dessen dritte Ehefrau
->
Klara, geb. Pölzl,
*12.08.1860 [Spital] -
†21.12.1907 [Leonding b. Linz],
starb an Brustkrebs ; Hitlers Eltern
stammen aus dem
-> Waldviertel
>>> Alois
Sch. wurde vom Bruder seines Vaters Johann Nepomuk Hüttler *19.03.1807
-
†17.09.1888
aufgezogen, der im Ort Spital Haus Nr. 36 wohnte (Waldviertel); Hitler
verlebte hier einige Sommerferien ; Hüttler's Ehefrau Eva-Maria
*16.12.1792 -
†30.12.1973 hatten eine Tochter Johanna Hüttler, verh. Pölzl
*19.01.1830 -
†08.02.1906
Am 06.01.1877 bei einem Notar in
Weitra nahmen J. N. Hüttler, dessen Schwiegersohn Josef Rommeder und
einem weitern Verwandten eine amtl. Umbenennung des Familiennamens von Schicklgruber in Hitler vor.
Anmerk.: Der Name
Hitler entstand aus den Nachnamen Hüttler und Hiedler, wo bei es
unklare Punkte des Zustandkommens gibt. (Quelle: John Toland,
"Adolf Hitler", S. 21).
- A. Hitler, viertes von sechs Kindern, Sohn aus dritter Ehe
eines Zollbeamten
und einer Bäuerin:
geboren in Braunau Hitler-Geburtshaus:
'Salzburger Vorstadt 15' (heute
Behindertenwerkstatt Tagesheimstätte der "Lebenshilfe"
Oberösterreich)
- die Familie lebte zwei Jahre in Braunau am Inn
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| Ehen
von Hs. Vater Alois: |
| erste Ehe
1873-1880 |
Anna
Schicklgruber,
geb. Glassl-Hoerer *1823 [Spital, ÖS] - †06.04.1883 an Schwindsucht ;
kinderlos |
| zweite Ehe
Mai/Juni 1883 |
Franziska
Matzelsberger
{Alois Fanny} *31.01.1861 - †10.08.1884
| 2 Kinder
(Hs.
Halbgeschwister): |
| Alois
jr. Matzelsberger |
*13.01.1882
[Wien] -
†20.05.1956, heisst ab 1883 Alois Hitler
jr. ; zwei Ehen:
erster Ehe 1910 mit Bridget
Dowling *03.07.1891 -
†18.11.1969 daraus Sohn William Patrick Hitler *12.03.1911 [Liverpool, GB] -
†14.07.1987, seine Ehe mit Phyllis Hitler und ihr vier
Kinder - Alexander Adolf Hitler *1949, Howard Hitler
*1957 - †1989, Louis Hitler *1951 und Brian Hitler *1965
zweite Ehe
mit
Hedwig Mickley,
daraus Sohn Heinz Hitler *14.03.1920 - †1942 [Russland] |
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Angela (Angelika)
Hitler sen. |
*28.07.1883
[Wien] -
†30.10.1949
[Dresden], verheiratet
mit Leo
Raubal
*11.06.1879 - †10.08.1910 - zusammen drei Kinder:
Leo Rudolf
Raubal jr.
*02.10.1906 - †18.08.1979 a.Q. 1977
Elfriede
Raubal,
verh. Hochegger
*10.01.1910
-
†24.09.1993
Angela 'Geli' Raubal *04.01.1908
[Linz, ÖS] - †18.09.1931 [München] starb d. Suizid / Angela
sen. führte für ihren Halbbruder H.
von 1926 bis 1935
den Haushalt (Haus "Wachenfeld", später Berghof), 1935 von H.
entlassen ; 1936 Heirat mit Prof. Dr.-Ing. Martin Hammitzsch *22.05.1878 [Plauen, DT.] - †05.06.1945
[Oberwiesentthal] starb d. Suizid //
von einer Tochter Trial ist in Hs. Testament (1938)
zu lesen |
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| dritte
Ehe 07.01.1885 |
Klara
Hitler, geb. Pölzl *12.08.1860 -
†21.12.1907 // ihre Mutter Johanna Pölzl *19.01.1830 - †08.02.1906,
Vater Johann Baptist Pölzl *25.05.1828 -
†09.01.1902 ; Klara's jüngere Schwester Johanna
Pölzl *31.03.1863 - †21.03.1911 ; Schwester Theresia Schmidt,
geb. Pölzl *05.09.1868 -
†15.08.1938, sie waren insges. 12 Geschwister // Klara's Tante Walburga Hitler *1832 - †1900
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6 KINDER (Hs. Geschwister): o(Generalogie-INFO |
| Gustav
H. |
*17.05.1885
[Braunau am Inn]
- †08.12.1887 an Diphtherie |
| Ida
H. |
*23.09.1886
[Braunau am Inn]
- †02.01.1888 an Diphtherie |
| Otto
H. |
*†Herbst
1887 [Braunau am Inn]
(nur wenige Tage gelebt) |
| Adolf
H. |
*20.04.1889
[Braunau am Inn, ÖS] - †30.04.1945 [Berlin] |
| Edmund
H. |
*24.03.1894
[Passau, DT]
- †02.02.1900 starb an Masern |
| Paula
H. (Wolf) |
*21.01.1896
[Fischlham bei Lambach, Ober-ÖS]
- †01.06.1960 [Berchtesgaden, DT] |
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| Lebensstationen
Adolf Hitlers |
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- 1890
Umzug nach Gross-Schönau (Nieder-ÖS) |
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- 1892
Umzug nach Passau (DT) |
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-
Frühjahr 1895
Übersiedlung nach Hafeld, Gemeinde Lambach an der Traun bei
Linz (ÖS) |
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Schule:
Mai 1895 Einschulung und Besuch der Volksschule in Fischlham bei Lambach ; seit 1900 Realschule
in Linz und 1904/1905 in Steyr (Abschlusszeugnis Sept. 1905 - kein Abschluss) / keine Berufsausbildung |
| -
die Sommerferien verbrachte H. gern in Spital Haus Nr. 36 (ÖS) |
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- 25.06.1895
Pensionierung seines Vaters (bekam zuvor jährlich 2.600
Kronen Gehalt, jetzt 2.196 Kronen Pension) |
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- Juli
1897 Übersiedlung nach Lambach an der Traun. H. besucht da die
2. Klasse der Klosterschule eines Benediktinerstiftes |
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- 1898
besucht die 3. Klasse der Klosterschule ; wird Mitglied des
Stift-Knabenchors und Messdiener |
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-
November 1898
Kauf eines Haus durch den Vater in Leonding bei Linz (ÖS).
Einzug im Februar 1899. H. besucht die 4. Klasse der dortigen
Volkschule |
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- 1899/1900: Besuch der
5. Klasse in Leonding |
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- Sept. 1900: Besuch der
1. Klasse der Staatsrealschule in Linz |
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- 1901/1902: Wiederholung
der 1. Klasse |
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- 1902/1903: Besuch der
2. Klasse der Staatsrealschule in Linz |
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- 03.01.1903: H.s Vater
Alois stirb |
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-
lebte nach dem Tod des Vaters ->
Alois ab 1903 bis 1907 zusammen mit seiner
Mutter von deren Witwenrente |
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- 1903/1904: Besuch der 3. Klasse der Staatsrealschule in Linz |
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- 1904/1905: Besuch der 4. Klasse der Staats-Oberrealschule in
Steyr |
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-
Juni 1905 Hs. Mutter Klara verkauft das Haus in Leonding
für 10.000 Kronen (eigtl. nur 7.480 Kronen) : zieht mit den Kindern
Paula und Adolf nach Linz in die Humboldtstr. 31
(Quelle: Werner Maser
"Hitlers Briefe und Notizen", S. 33/34, 1973 Econ Verlag) |
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-
Herbst 1905 Abbruch der Schule in Steyr, da H. an einer
Lungenentzündung leidet. Er geht bis zum Frühjahr 1906 zu seinen
Verwandten nach Spital (ÖS) |
| -
Mai/Juni 1906 erste Reise nach Wien (14 Tage) |
|
- Okt.
1906 bis Jan 1907 H. nimmt Klavierunterricht bei Prewatzki-Wendt,
der Militär-Musiklehrer war |
| -
Januar 1907 die Erkrankung seiner Mutter verschlechtert sich |
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-
zw. Herbst 1907 bis 1913 Gelegenheitsarbeiter in Wien (6. Bezirk,
Stumpergasse 31) u.a. als Kunstmaler, Kofferträger ... / politische Einflüsse erhielt er durch den Antisemiten
Georg
Ritter von Schönerer
*17.07.1842 [Wien, ÖS] - †14.08.1921 [Schloss Rosenau, Gemeinde Zwettl-Niederösterreich]
und seinem nationalen/antisemitischen "Alldeutsches
Tagblatt" (herausgg. in Wien) und der Person Bismarcks |
| -
Sept. 1907 zweite Reise nach Wien |
|
-
Sept./Okt. 1907 erste und 1908 zwei gescheitete
Bewerbungen an der Wiener Akademie der Bildenden Künste am
Schillerplatz ; erster Prüfungsteil 1907: Klausur-Komposition
besteht er, beim Probezeichnen fällt er gemeinsam mit 51 weiteren
Prüflingen durch |
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-
November 1907 seine Mutter liegt in Linz-Urfahr, er kehrt
zurück um sie zu pflegen |
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-
†21.12.1907 stirbt seine Mutter ->
Klara, Beisetzung findet am
23.12. in Leonding statt |
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-
Mitte Februar 1908 verlässt er die Stadt Linz auf Dauer,
nachdem er die Nachlassregelung für sich und seiner Schwester
Paula geregelt hat. Zieht mit seinem Linzer Freund und Musikschüler
August Kubizek nach Wien, wo er für einige Monate in der
Stumpfergasse 29 wohnt ; Begegnung mit dem Bühnenbildner Alfred Roller |
|
-
September 1908: erneute Aufnahmeprüfung an der Wiener Akademie
der Bildenden Künste ; Seine Klausur-Komposition wird anders als im
Sept. 1907 als "unzureichend" beurteilt ; Nachdem Scheitern will H.
August Kubizek nicht mehr begegnen, der seit Mitte September seine
Wehrpflicht ableistet. Hs. Umzug am 18.09.1908 in die Felbertstr.
22/III. H. taucht somit unter, ist für Kubizek und die Behörden nicht
auffindbar. |
|
-
August 1909: Wechsel der Wohnung am 20.08., wo er sich ein Zimmer
in der Sechshauser Str. 58/II nahm und bis 16.09.1909 blieb. |
|
- 16.09.1909: Umzug
in die Simon-Denk-Gasse bis Ende November 1909 |
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-
wohnte zw. Dez. 1909 bis Mitte Mai 1913 im Männerheim
Meldemannstr. 27 in Wien ; drei Jahre lebte H. vom kläglichen Verkauf von Postkartenmotiven und selbst
gemalten Bildern, die der Landstreicher
Reinhold Hanisch
für H. vertrieb (H. lernte Hanisch im Obdachlosenasyl kennen) |
|
-
24.05.1913: Übersiedlung von Wien nach München
(verlässt am 25.05. Wien!). Polizeilich gemeldet war er seit
26.05. in der Schleißheimer Str. 34/III bei Schneidermeister und
Geschäftsinhaber Josef Popp. Am 03. Juni
1913 erfuhr er von der Münchener Kripo das er sich 20.01.1914 in Linz zur
Musterung einzufinden habe. Durch seine geschickte Argumentation (u.a.
an den Magistrat, Abt. II, in Linz) wurde H. nicht an die
österreichischen Behörden ausgeliefert. |
|
- 01.08.1914: Beginn
des I. Weltkrieges |
|
-
16.08.1914: Hitlers Eintritt (österr. Staatsbürger) in das 2.
bayrische Reserve-Infanterie-Regiment Nr.16 (Regiment 'List') als Melder, ging es 65
Tage später an die Front |
|
- 01.11.1914: H. wird
Gefreiter, versetzt am 09.11. zum Regimentstab |
|
-
1914-1918: Auszeichnungen "Eiserne Kreuz" 2. Klasse (02.12.1914),
"Militärverdienstkreuz" 3. Klasse mit Schwertern (17.09.1917),
"Regimentsdiplom" (09.05.1918), "Verwundetenabzeichen"
(18.05.1918), "Eiserne Kreuz" 1. Klasse (04.08.1918)
- mehrfach verwundet (u.a. 07.10.1916 bei der Schlacht an der Somme
durch Granatsplitter am linken Oberschenkel).
Die furchtbaren Fronterlebnisse,
die Novemberrevolution, werden sein
Handeln und Denken bis 1945 prägen. Allerdings hatte H. nie an
vorderster Front gekämpft! |
|
- ab 1919
begann H. seine politische Laufbahn, geprägt durch die
Fronterlebnisse im I. WK, völkischen-antiksemitisches Gedankengut.
Findet Gefolgsleute wie R. Heß |
| NS(DAP):
Deutsche Arbeiterpartei, gegr. 05.01.1919 von Anton Drexler
*13.06.1884 - †24.02.1942 ;
->
Gottfried Feder
; ->
Dietrich
Eckart ;
Karl Harrer *1890 -
†05.09.1926 /// Partei-Verbot im September 1945 durch die Alliierten |
| -
H. ist am 12.09.1919 auf einer DAP-Versammlung im "Sternecker
Bräu" in München, wird am 18.09.1919
DAP-Mitglied Nr. 55!* |
| *Um
in der damaligen Zeit eine höhere Mitgliederzahl vorzutäuschen,
begann man mit der Zahl 501. Somit war Hitler Mitglied Nr. 555!! |
| -
Jan. 1920: H. ist mit der Parteipropaganda der DAP beauftragt
worden |
| -
ab 24.02.1920 heisst die DAP
nun NSDAP und hat ein
25 Punkteprogramm ; seit 21.07.1921 ist H. Parteivorsitzende bekommt
das Goldenes
Parteiabzeichen ; die Partei bekam durch Mitgliederspenden und
zahlreiche Personen des Grosskapitals das Geld für ihre
Veranstaltungen und Wahlkämpfe, nach 1933 konnte sich die NS-Partei
durch Vermögensentzug (Personen, Firmen) das dem Reich verfiel
vergrössern. |
| -
Verbot der NSDAP bis Dez. 1924 in Bayern |
|
- Sommer 1921 Hitler lässt sich als "Führer" ansprechen
und bezeichnen |
|
- 20.12.1924 wird H. aus der Festungshaft-Haft entlassen |
-
27.02.1925
NSDAP-Neugründung
durch H.
|
Mitstreiter: |
. |
|
->
Rudolf
Heß |
1925
Sekretär des Führers |
|
-
Franz Xaver Schwarz |
*27.11.1875 [Grünzburg] - †27.11.1947 [Inhaftierungslager Regensburg,
Bayern],
1922 NSDAP-Mitgl. ; 1924 Kassenwart ("Großdeutschen
Volksgemeinschaft" Tarnorg. der NSDAP) ; 21.03.1925
Schatzmeister ; seit 16.09.1931 einziger notariell
beglaubigter Generalbevollmächtigter in allen
finanziellen Angelegenheiten der NSDAP, ab
29.03.1935 allein verantwortlich für alle
Vermögensfragen der Partei und aller ihrer
Untergliederungen / Hauptbeschuldigter (1946) /
20.04.1942 Ehrenrang eines SS-Oberstgruppenführer |
|
->
Philipp Bouhler |
. |
|
->
Julius Streicher |
. |
|
-
Rudolf Schüssler |
erster Geschäftsführer der Partei |
|
-
Gottfried Feder |
*27.01.1883 [Würzburg] - †24.09.1941 [Murnau,
Oberbayern], 1919 DAP-Mitgl. |
|
-
Hermann Esser |
*29.07.1900 [Röhrmoos b. München] - †07.02.1981
[Holzkirchen b. München], 1919 DAP-Mitgl. Nr. 2 ;
Duzfreund Hs. oft auf dem ->Berghof |
erste Begleitmannschaft Hs. ab 1925 waren ->
Julius Schaub, ->
Julius
Schreck, Hansjörg Maurer und Friedrich
Schneider |
|
|
. |
| -
24.02.1920: H. verkündet im Münchner Hofbräuhaus vor 2.000 Menschen
das 25-Punkte umfassende Parteiprogramm. Von diesem Zeitpunkt
an heisst die DAP NSDAP! |
-
13.03.1920: erster Staatsstreich in Deutschland im 20. Jahrhundert. Der
"Kapp-Pusch" durch die Brigade Hermann
Ehrhardt
*29.11.1881 - †27.09.1971 ; 23.07.1923 Prozess gegen den Chef der
rechtsradikalen OC - "Organisation Consul" der spätere
Wiking-Bund, löste einen Generalstreik
aus und dadurch den Putsch beendet. |
| -
07.08.1920: Hs. Teilnahme als Delegierter am Treffen der
österreichischen Nationalsozialisten in Salzburg |
| -
29.09.1920: H. hält das erste Mal eine Rede in Österreich |
|
-
Dez. 1920: erwarb H. für 60.000 Reichmark den
heruntergekommenen "Völkischen Beobachter" (VÖB),
dem Hetzblatt der NSDAP gegen die Feinde im späteren NS-Reich. -> Dietrich
Eckart und
-> Ernst
Röhm
vermittelten H. das Geld. |
| -
29.07.1921: H. wird Vorsitzender der NSDAP, Anton Drexler wird
Ehrenvorsitzender |
| - August (im VÖB) bzw. Dez. 1921
wird H. erstmals als
"Führer" bezeichnet
(Erinnerungen von Duzfreund -> Dietrich
Eckart) |
| -
04.11.1921: Namensgabe "SA - Sturmabteilung" nach dem
bei einer Parteiversammlung im Münchner Hofbräuhaus die als
Ordnungsdienst eingesetzten Schlägertrupps der NSDAP gegen
Zwischenrufe aus der SPD ganz Arbeit geleistet hatten. Die SA wuchs
bis 1934 zu grössten Organisation des NS-Staates auf, wurde danach
aber politisch bedeutungslos -> SS-Gründung
(1925) |
| -
30.11.1922: H. ist Hauptredner bei einer grossen NS-Kundgebung
in München. |
|
-
27.-29.01.1923: 1. NSDAP-Parteitag in München ; 28.01.1923
Marsch der SA auf dem Marsfeld |
-
Juni 1923: Der Haupttheoretiker der Jungkonservativen Arthur
Moeller van den Bruck
*23.04.1876 - †30.05.1925, Selbstmord - veröffentlich sein Buch "Das
Dritte Reich". Es setzt sich mit den Parteien, dem
Parlamentarismus und Liberalismus auseinander. Das Buch versteht sich
als Abrechung. Den Begriff "Drittes Reich" übernehmen die
NS für ihre Zwecke. |
| -
14.07.1923: H. auf der Grosskundgebung im Zirkus Krone in
München. |
| -
08./09.11.1923
Hitler-Putsch
in München durch -> SA-Kampfbund
(ca. 40 Personen) inszeniert ;
Der Putsch richtete sich gegen die zentralistische Macht von Berlin
ausgehend. Hitler wollte eine "Nationale Revolution"
ausrufen und eine Reichsregierung in Bayern einsetzen. 15
Hitleranhänger + 4 Polizisten wurden bei der Auseinandersetzung mit
der Polizei getötet. H. wird am 11.11.1923 verhaftet und vom Volksgericht
München I am 01.04.1924 zu 5 Jahren Festungshaft in Landsberg a. Lech
verurteilt - vorzeitige Entlassung am 20.12.1924
(abgesessene Haftstrafe knapp 9 Monate) / Hs. jährlicher
Gedenk-Besuch zur/in der "Feldherrnhalle" in München wegen der 16
am 09.11.1923 um 12:30 Uhr
getöteten Anhänger ("Helden der Bewegung") ; Mitverschwörer
neben H.: Generalstaatskommissar Gustav Ritter
von Kahr (*1862
- †1934 - Ehrenvors.
von verschiedenen Vaterländische Orden, sollte Statthalter werden); Generaloberst Hans von Seeckt
(Chef der Reichswehr); General Otto
von Lossow
(*1863 - †1938 - Reichwehrkommandant); General
Erich Ludendorff
*09.04.1865 - †20.12.1937 und Polizeipräsident Hans
Ritter von Seisser, Generaloberst, *22.04.1866 -
†27.12.1936 / die verurteilten
Teilnehmer des Putsches waren u.a.: -> Erich Ludendorff,
-> Alfred
Rosenberg, ->
Gregor Strasser
sowie im Gefängnis in Landsberg: A. Hitler, ->
Rudolf Heß,
Hermann Kriebel,
Josef Berchthold (*06.03.1897
Ingolstadt; †23.08.1962 - 1926 erster SS-Reichsführer), ->
Haug (Chauffeur), -> Max
Amann,
Edmund Heines, -> Julius
Schreck,
-> Emil Maurice,
-> Walther Hewel und
Friedrich Weber
|
|
- 26.04.1925: ->
Paul Ludwig Hans von
Hindenburg, zum zweiten Deutschen
Reichspräsidenten gewählt |
|
Während
und nach der Festungshaft
in Landsberg am Lech schrieb er zw. 1924-27
seine Programmschrift "Mein Kampf" (zwei Teile). Der
Geschäftsführer des parteieigenen Verlags war ->
Max Amann hatte Hs. Manuskripttitel
"Viereinhalb Jahre Kampf gegen Lüge, Dummheit und Feigheit" kurz und
einprägsam "Mein Kampf" vereinfacht. Der Herausgeber einer
antisemitischen Zeitung im oberbayrischen Miesbach
Pater Bernhard Stempfle
(*-†)
redigierte schrieb Hs. Manuskript Stellenweise um.
-- Im Eher-Verlag (NSDAP) veröffentlichte Teil I
am 18.07.1925 mit 12 Kapiteln (400 Seiten für 12,- RM) und der nichtveröffentlichte Teil II im Dez. 1926 mit 15 Kapiteln.
Der Inhalt widerspiegelt u.a.
Programmschrift, Rechtfertigung seiner NS-Rassen-Ideologie,
Antikommunismus und den
Hass aus den Folgen des Versailler-Vertrag
(28.06.1919) sowie seine aussenpolitischen Pläne wieder - in Deutschland
ohne Kommentar verboten ; Eigentümer der Schrift sowie das gesamte
Hitler-Erbe ist der Freistaat Bayern - "Mein Kampf"
wurde in 16 Sprachen übersetzt.
9.473 Bücher zw. Juli - Dezember 1925, 1930 54.086, 1931 50.808, 1932
90.351, danach hunderttausendfach, Gesamtauflage bis 1943 9.840.000
Millionen mal verkauft verkauft
(Zahlenquelle vgl.
Hermann Hamer "Die deutschen Ausgaben von Hitlers <Mein Kampf>" VJHfZ
1956/2 S. 16 ff.) |
|
-
*1925 wird Johann Schmidt jr. geboren. Sein Onkel war Adolf Hitler.
Schmidt lebt noch heute (2004) im Waldviertel, aus dem auch Hitler stammt.
Sein Vater Johann und der "Führer" waren Vettern, die Oma
und Adolfs Mutter Klara, Schwestern. Hitlers Neffe zweiten Grades
Schmidt nennt den toten Hitler "Der Onkel". Sein Vater Johann Schmidt
*1894 Wien - †1945 (sowjet. Untersuchungsgefängnis) & Mutter Aloisia
Schmidt *1905 - †1997.
Sein Vater war Bürgermeister und Ortsbauernführer in Mistelbach |
| -
09.11.1925: "SS" (Schutz-Staffel) als Teil der ->
SA in München
gegründet und diente zunächst dem Schutz Hitlers (ehm.
Freikorpsanhänger). 1934 wurde die SS aus der SA durch -> Heinrich
Himmler
ausgegliedert und ab 1936 durch Verschmelzung von Partei und
Staatsfunktionen zur politischen Führungsmacht. Mit dem Anwachsen der Aufgabenbereiche gewann sie
zunehmend an Macht im Reich. Zur SS gehörten 12 Hauptämter u.a. das
Reichsicherheitshauptamt (RSHA), die Gestapo (Geheime Staatspolizei), der SD
(Sicherheitsdienst), Kriminalpolizei, Waffen-SS, SS-Totenkopf
(Einsatzgruppen A-D) und
andere Ämter. 1939
waren 250.000 Personen (Schuster, Maurer, Bauern, Akademiker - ganz
normale Menschen?) in der SS. Aufgaben der SS: u.a. die
Bewachung Hitlers & ranghohe Parteiführer, KZ-Bewachung, Sicherung
d. Führerhauptquartiere, Mord an NS-Gegner, Mord an ganzen
Volksgruppen an Sinti und Roma, Juden, so genannten Zigeuner, Slawen ...
Wolfram Sievers,
Reichsgeschäftsführer des SS-Ahnenerbes (AE), *1905 - †1948 hingerichtet
; 1935 wird das AE von ranghohen SS-Führern als Vereinsrechtsform
gegründet. mehr...
Nach dem -> Juli-Attentat 1944 hatte Hitler den Personenkreis um sich fast
ausschliesslich mit SS-treuen Personen gezogen. Hitlers ausführende
Mord-Organisation wurde 1946 als <verbrecherische
Organisation> verboten. |
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1926-1945 Hitler-Jugend (HJ): Jugendorganisation der NSDAP
(1936 rd. 6 Millionen Mitgl.) geleitet vom 30.10.1931-07.08.1940 von
Reichsjugendführer Baldur
von Schirach
*09.05.1907 -
†08.08.1974, Haftzeit 1946-66 und ab 08.08.1940 von Arthur
Axmann
*18.02.1913 -
†24.10.1996, 3,3 Jahre Untersuchungshaft ; HJ wurde 1936 durch Reichsgesetz zur
Staatsjugend erklärt |
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04.07.1926 erster Reichsparteitag der NSDAP nach der Neugründung
1925 in Weimar (Thüringen) da dort kein Redeverbot für H. besteht. / ->
J.
Goebbels ist von der Strasser-Gruppe zu Hitler übergelaufen. |
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08.09.1926 Deutschland wird in den Völkerbund aufgenommen -> Okt.
1933 |
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Ende 1926: fast 50.000* NSDAP-Mitglieder
(*die
Mitgliederzahlen wurden aus Propaganda-Gründen manipuliert!) |
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10.03.1927 das Redeverbot (1924) von Hitler wird von
Bayern aufgehoben |
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19.03.1927 zw. NSDAP und KPD kommt es zu blutigen
Auseinandersetzungen |
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22.04.1927 das Redeverbot (1924) von Hitler wird von Baden
aufgehoben |
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01.05.1927 redet H. zum ersten Mal in Berlin |
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05.05.1927 NSDAP-Krawalle bei einer Veranstaltung in Berlin mit
Joseph Goebbels |
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05.03.1928 die NSDAP eröffnet als erste Partei den Wahlkampf in
Bayern. Hitler redete jede Woche mindestens einmal in einer
öffentlichen Versammlung |
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28.09.1928 das Redeverbot (1924) von Hitler wird von
Preußen aufgehoben |
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16.11.1928 redet H. zum ersten mal bei einer öffentlichen Kundgebung
im Sportplast in Berlin. Die Rede wird als Enttäuschung durch die
Tageszeitungen gewertet. |
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Juli 1929: NSDAP-Kanzlei befindet sich in der Schellingstr. 50,
München 13 |
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Oktober 1929 H. lernt über seinen Leibfotograf und Freund
->
Heinrich Hoffmann dessen Assistentin
->
Eva Braun kennen. Seit 1932-1945 war E. Braun die Geliebte Hitlers -
streng geheim! |
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25.10.1929 Börsenkurse an der Wall Street (New York)
brechen zusammen, Beginn der Weltwirtschaftskriese |
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Juli 1930 Kauf des Hauses "Palais Barlow", gebaut 1828, das
zur Parteizentrale der NSDAP in München und das "Braune Haus"
genannt wurde. Braun war die Farbe der SA und NSDAP. Das Haus wurde
nach 1947 wegen Bombenschäden abgerissen |
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- 1931 Gründung des SD - Sicherheitsdienstes des
Reichsführers SS / SD-Chefs 1931-1942 ->
Heydrich, ab 1942 ->
Ohlendorf |
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22.02.1932 Hitler wird von der NSDAP als Kandidat für die
Reichspräsidentenwahl nominiert |
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25.02.1932 Hs. Ernennung zum Braunschweiger Regierungsrat
; zugleich Erwerb der - kurze Zeit staatenlos - deutschen Staatsbürgerschaft
(Rechtsnachfolger von Braunschweig nach 1945 ist das Bundesland
Niedersachsen) |
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13.08.1932 Hs. Niederlage bei der Wahl zum Reichspräsidenten
(Wahlsieg der NSDAP am 31.07.1932) |
| Aufbau der Machtbasis: Ermächtigungsgesetz,
Nürnberger Gesetze (19, u.a. gegen Juden), Gleichschaltung (1933),
Reichstagsbrand (1938), Parteienbeseitigung (1933), Organisationen: NSDAP, SA, SS, SD, Gestapo, Reichssicherheitshauptamt
(RSHA), Wehrmacht, Abwehr, Reichs-Arbeits-Dienst (RAD), Hitler-Jugend
(HJ, DJ, BDM), Kraft durch Freude (KdF), Deutsche Nachrichtenbüro (DNB),
Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps (NSKK),... |
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1933: 500.000 Menschen jüdischen Glaubens leben in Deutschland |
| - 30.01.1933 - 30.04.1945
"Führer" des deutschen Volkes und Reichskanzler (ab
1934) - Nachfolger
von Reichspräsident
Paul von Beneckendorff und von Hindenburg
*02.10.1847 -
†02.08.1934 ; Hindenburg
übergab H. freigiebig den Machtantritt. Hitler stand anschliessend auf
dem Balkon des Hotel Kaiserhof in Berlin |
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22.03.1933: Errichtung des ersten
deutschen Konzentrationslagers
(KZ) Dachau
bei München. Erster Lagerkommandant wird im Sommer ->
Theodor Eicke,
später SS-Obergruppenführer. 12.04.1933 wurden die ersten drei jüdischen Gefangene des
Lagers von der SS erschossen, ein Vierter überlebte. Viele Franzosen, die
nach der Eroberung Frankreichs im Juni 1940 gefangen genommen worden,
starben hier. Insgesamt starben zw. 1933-45 mindestens 30.000
Menschen. Amerikanische Truppen befreiten das Lager am 29.04.1945. |
|
- 01.04.1933: jüdische Geschäfte werden von SA-Mannschaften vor
allem in den Grossstädten boykottiert {10-24 Uhr, wie es Joseph
Goebbels hämisch verkündigte}. Die Bevölkerung sah erstmals mit eigenen
Augen eine organisierte NSDAP-Aktion gegen Juden. Zuvor kauften
nichtjüdische Bürger täglich bei Juden ein, liessen ihre Schuhe
reparieren oder Kleidung beim Schneider ändern. Ab 1942
endete es mit dem Massenmord und ab 1943 Bombenhagel auf Deutschland. |
|
- ab 07.04.1933 werden "nichtarische" Beamte aus ihrem Dienst
geworfen |
|
- 10.05.1933:
Bücherverbrennung auf dem Opernplatz in Berlin (20.000 Bücher u.a.
Werke von Thomas und Heinrich Mann, Erich Kästner, Lion Feuchtwanger) ;
Ganz vorn mit dabei war Joseph Goebbels, "die hämischschauende Fratze"! |
| -
19.10.1933: Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund |
| -
Röhm-Putsch: am
30.06.1934 auf persönlichen Befehl H. liess man von SS-Führern wie
-> Sepp Dietrich, und
-> Heinrich
Himmler -
Stabschef der SA Ernst Julius Röhm
(*28.11.1887 -
†01.07.1934) wegen Rivalität und dessen Kenntnis zu Hitlers Vergangenheit
beseitigen. 1933: Hs. Duzfreund Röhm ebnete ihm mit seiner SA -
"Treue zum Führer" - den Weg zur Macht, mit grossen
Forderungen für einen Machtposten ; Röhm war
homosexuell ; ausserdem wurden über 100 Personen - fast die ganze SA-Führung
- beseitigt |
|
1934-1944
Hitlers Residenz "Berghof" (Alpenfestung 1943-45) auf dem
Obersalzberg bei Berchtesgaden nutzte er für seine
Kriegsplanungen, Empfänge von Gästen aus aller Welt und der persönl. Entspannung (sporadische Spaziergänge, die er
hauptsächlich für ungestörte dienstliche Gespräche nutzte)
Seit
1923 war H. oft im Gebiet des Unterberg ; begonnen hatte es mit dem Vorkaufsrecht vom 17.09.1932 für das
"Haus Wachenfeld" welches H. am 26.02.1934 erwarb ; einen
Wintergarten liess er durch seinen Architekten Alois Degano 1933
errichten ; H. kaufte weitere Grundstücke ; zw. 1936-37 wurde das
"Teehaus" auf dem Kehlstein errichtet (bis heute erhalten); ab 1943 war fast
der gesamte Obersalzberg Eigentum der NSDAP
Das
ungewöhnliche Privatleben Hs. mit
Eva Braun (offiziell seine Privatsekretärin,
für 39 Stunden seine Ehefrau) schottete er ab ; Eva & Gretel Brauns
private Filmaufnahmen (ab Sommer 1938) sind die einzigen unzensierten Bilder von Hitler,
dessen Hofstaat
und dem "Leben auf dem Berghof" und ihrer kleinen Reisen (u.a. Italien,
Skandinavien) sowie Badevergnügen: 28 Filmrollen wurden am 11.10.1945
vom amerikanische Geheimdienst in Schladming, Österreich
gefunden - es existieren auch zahlreiche Photos von E.B. aufgenommen
Hitler verliess am 14.07.1944 für immer den Berghof und
bezog in Ostpreußen das Führerhauptquartier "Wolfschanze" (siehe -> 20.07.1944) / am 25.04.1945
bombardieren Britische- und US-Kampfflugzeuge das Gebiet rund um den
"Berghof" / ein unterirdisches Labyrinth aus Gängen, über
bisher
5 km erforschte Länge, wurden
in den Berg gegraben, die vor Luftangriffen schützten (Bunker sind heute noch zu
sehen)
Gesamtzuständigkeit für den Berghof war ->
Martin Bormann sen.
(Bauzeitraum 1935 bis
1945) / Herbert Döhring
*1911, damaliger Berghof-Verwalter vom 13.05.1936 bis 28.02.1943
Der Schutz Hitlers im Gebiet des Obersalzberg waren ausserdem
anfangs zw. 350 , zum Ende bis 4.500
SS-Männer sowie durch das "Führerspeergebiet" gesichert. |
|
- Anfang 1934: H. gibt dem Finanzministerium neben seinem Gehalt als
Reichskanzler (60.000 RM), 1.232.335 RM eingenommen zu haben (aus
dem Buchverkauf "Mein Kampf).
(vgl. Maser "Hitlers Briefe und Notizen" S. 169) |
| -
1935: Das Saargebiet wird in das Deutschen Reich eingegliedert |
| -
16.03.1935: Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht |
|
- 15.09.1935: Inkrafttreten der "Nürnberger Gesetze" die
u.a. Verbote von Eheschliessungen und vorehelicher Geschlechtsverkehr
für Juden mit Staatsagehörigen "deutschen und artverwandten Blutes"
einschloss. H. liess diese Gesetze auf dem NSDAP-Parteitag in Nürnberg
bekannt geben. Reichsminister Hermann Göring verlas diese Verbote vor
Rundfunkmikrofone des Reichssenders. "Reichsbürgergesetz" und das
"Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" kurz
genannt "Blutschutzgesetz" |
|
- 07.11.1935: Erstmals werden Soldaten auf die Reichskriegflagge
vereidigt. Sie trägt auf rotem Grund ein schwarzweiss gestreiftes
Kreuz, in dessen Mitte sich auf weissem Grund das Harkenkreuz befindet |
|
- 08.11.1935: Auflösung des Frontkämpferbundes Stahlhelm mit der
Überführung in die NSDAP und des Kyffhäuserbundes |
|
- 14.11.1935: Jüdische Bürger verlieren weitere Rechte
(Durchführungsbestimmungen erlassen -> 15.09.1935): Juden können nicht
Reichsbürger sein, somit steht ihnen kein Stimmrecht in politischen
Fragen zu ; Die neue Verordnung legt auch fest, wer Jude, Mischling in
verschiedenen Abstufungen ist // Anmerkung: Somit trat die
Entrechtung aller jüdischen Bürger öffentlich ein. |
|
- 21.12.1935: Jüdische Ärzte in öffentlichen Krankenhäusern
werden zum Ausscheiden gezwungen |
|
- 07.03.1936: Rheinland wird remilitarisiert |
| -
IV. Olympischen Winterspiele vom 06.02. bis 16.02.1936 in
Garmisch-Partenkirchen (Zuschauer: 543.155) - Schirmherr A. Hitler |
| -
XI. Olympischen Sommerspiele vom 01.08. bis 16.08.1936 in der
Reichshauptstadt Berlin (Zuschauer: 3.770.000) - Schirmherr A. Hitler
/ tragende Figur der Spiele wurde der Farbige Jesse Owens
(*12.09.1913-!31.03.1980), der H. die Schau stielte und vierfacher
Olympiasieger wurde (100m, 200m, 4x100m, Weitsprung) |
| -
08.09.1936: Eröffnung des VIII. Reichsparteitags der NSDAP in
Nürnberg |
| -
25.10.1936: "Achse Berlin-Rom" mit Italiens
"Führer" (ital. "Duce") ->
Benito Mussolini |
-
25.11.1936: Vertrag zwischen Japan und Deutschland, in der die
Bekämpfung der Kommunistischen Internationale festgelegt wird ( Antikominternpakt)
sowie Beitritt Italiens (06.11.1937), Ungarn und Mandschukuo
(24.02.1939) und Spanien (27.03.1939) |
| -
1938: Hs. wird Oberbefehlshaber der Wehrmacht |
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- 01.01.1938: jüdische Ärzte werden aus den Ersatzkassen
ausgeschlossen |
| -
12.03.1938: Einmarsch
und Anschluss Österreichs ins Deutsche Reichsgebiet |
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- 10.04.1938: Volksabstimmung in Österreich über den Anschluss an
DT. mit 99,7% |
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- 25.04.1938: H. ernennt den NSDAP-Gauleiter
Josef Bürckel
*30.03.1895 - †28.09.1944 Selbstmord auf Geheiss Hs. -
zum Reichskommissar für die Wiedervereinigung mit Österreich
(Reichsstatthalter) |
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- 26.04.1938: Gesetz zur Anmeldung jüdischen Vermögens |
|
- 02.05.1938: H. handgeschriebenes Testament
(eines der
wenigen handgeschriebenen Texte nach dem Beginn II. WK)
setzt er die Partei als Haupterbin ein |
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- 03.05.1938: H. reisst zu einem mehrtägigen Staatsbesuch nach
Italien |
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- 28.05.1938: Befehl Hs. zum verstärkten Ausbau der Westgrenze
(-> Westwall), Wehrmacht und Luftwaffe |
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- 01.06.1938: SD-Chef Heydrich ordnet Verhaftungswelle gegen "a-soziale
Elemente" in DT. an |
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- 03.06.1938: Gesetz über entschädigungsloser Einziehung von "entarteter
Kunst" erlassen. Damit wurde auch der Besitz entsprechender
Kunstwerke |
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03.06.1938: H. beruft Martin Bormann sen. (Leiter der Privatkanzlei
des "Ver-Führers")
als Adjudant in seinen persönlichen Stab |
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- 22.07.1938: Ankündigung zur Einführung einer Kennkarte für Juden |
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- 25.07.1938: Vierte Verordnung zum Reichsbürgerrecht (von 1935)
verbietet jüdischen Ärzten jegliche Berufsausüberung. Bis zum
30.09.1938 endet die Approbation |
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- 03.08.1938: Aussländische Juden in Italien werden vom Besuch an
allen Hochschulen und Universitäten ausgeschlossen |
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- 27.08.1938: Der Generalstabschef des Heeres, Generaloberst
Ludwig
Beck
*26.06.1880 - †20.07.1944, hingerichtet wegen Attentat 20. Juli - tritt aus Protest gegen
Hs. Politik zurück |
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05.09.1938: X. Parteitag der NSDAP in Nürnberg ("Parteitag
Grossdeutschlands") |
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- 27.09.1938: Fünfte Verordnung zum Reichsbürgerrecht (von 1935)
verbietet jüdischen Rechtsanwälten jegliche Berufsausüberung. |
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29.09.1938: Münchner Abkommen (Unterzeichnung,
Vier-Mächte-Abkommen über die Aufteilung der Tschechoslowakei
(Abtretung des Sudetengebiet an DT. bis zum 10.10.1938),
Nichtangriffspakt zw. Deutsches Reich und Grossbritannien
(Unterschriften von Reichskanzler Hitler (Deutsches Reich),
Premierminister Arthur Neville Chamberlain (GB), Edouard Daladier (FRA)
und Ministerpräsident
Benito Mussolini (ITA) sowie ->
Julius Schaub als Sekretär)
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30.09.1938 Annahme der Verträge des Vier-Mächte-Abkommen durch die Tschechoslowakei |
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01.10.1938: Einmarsch dt. Truppen ins Sudentenland |
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03.10.1938: erster Besuch Hs. in Eger (Sudentenland, heute
Cheb, CZ) |
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30.10.1938: Hitlerstellvertreter ->
Rudolf Heß eröffnet das
Schiffshebewerk Rothensee bei Magdeburg, mit dem der
Mittellandkkanal (321,3 km) in Betrieb genommen wird. |
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09./10.11.1938: so genannte "Reichskristallnacht", Beginn der Zerstörung
von jüdischen Synagogen durch die NSDAP organisiert unter Mithilfe von SA, Gestapo,
weiterer Hitleranhänger |
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12.11.1938: Anordnung zur Schliessung aller jüdischen Geschäfte
jeglicher Art |
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15.11.1938: Kinder von jüdischen Familien dürfen keine Schulen
mehr besuchen |
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06.12.1938: Nichtangriffserklärung zw. Frankreich und DT.
unterzeichnet |
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Jan. 1939: 234.000 Menschen jüdischen Glaubens leben noch in
Deutschland |
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01.01.1939: Juden in Deutschland müssen neben ihrem Vornamen noch
"Sara" bzw. "Israel" hinzufügen |
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09.01.1939: Einweihung der Neuen Reichskanzlei (NRK) in Berlin
(Voßstrasse 1-19),
die zwei Tage vor dem Abgabetermin durch Hs. Architekt ->
A. Speer
fertig gestellt worden war. Die alte Reichskanzlei befand sich
nicht weit entfernt in der Wilhelmstr. 77 |
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- 17.01.1939: in den Pässen der jüdischen Bürger wird ein grosses "J"
eingestempelt |
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- 30.01.1939:
Hitler hatte in einer Reichstagsrede "die Vernichtung der
jüdischen Rasse in Europa" angesprochen ; -> Wortlaut
im "VÖB" 1942 |
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März 1939: Hitler inszeniert einen slowakisch-tschechischen Konflikt
und schafft das "Reichsprotektorat Böhmen und Mähren".
Als "Reichsprotektor" ernennt Hitler am 27.09.1941
SS-Obergruppenführer Reinhardt Heydrich |