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RUBRIK ::: NS-FORSCHUNG

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UpDate: 25.11.2018

HOME >THEMEN>NS-FORSCHUNG

>PERSONEN

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WEB-PROJEKTE
GOMICHA
MICHA's WELT
WELT DES WISSENS
AUFKLÄRUNG
FRAUENARZTBESUCH
PAUL HARDCASTLE

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12 Jahre,
...3 Monate,
...9 Tage
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=4.481 Tage
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Über Adolf Hitler
..und die Zeit
..zwischen
..1914-1945
..wurde bis heute
..so viel
..geschrieben
..und geforscht,
..wie zu keinem
..anderen
..Zeitabschnitt der
..Menschheits-
..geschichte!
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Der Name Hitler ist
..verbunden mit
..dem grössten
..Massenmord,
..brutalster
..Verfolgung von
..Gegnern, des
..NS-Rassenwahn,
..pervertiertem
..Antisemitismus,
.."Euthanasie, T4"-
..Programm
..und dem grössten
..Angriffskrieges
..auf andere Staaten
..und Völker.
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Das Ausmass der
..Verbrechen ist
..heute ohne
..Bild- und Film-
..material kaum
..vorstellbar.
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Grösster Bruch in
..der Menschheit-
..geschichte.
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Hitlers Person
..gehört zu den fünf
..bekanntesten
..Menschen auf der
..Erde!
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Er ist die negativste
..Person und steht
..für das Verbrechen
..des Jahrtausend!
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WEB

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NS-FORSCHUNG

steht für

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Fragen, Hinweise,

und Antworten

zur Verfügung.

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PERSONEN
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PRESSE
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Regelmässige Artikel zu Hitler, zum "Dritten Reich", zur Weimarer Republik, zum NS und Widerstand
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- "Bild" & "Bild online"
- "Der Spiegel"
- "Süddeutsche Zeitung"
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- "GEO EPOCHE"
- "P.M."
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FERSEHEN
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ZDF/zdfinfo
MDR (Geheimn. Orte)
n-tv
n24 / WELT
sky (Spiegel Geschichte)
- VOX ("Spiegel TV")
- History Channel
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CHRISTIAN
....UDE (SPD)
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Soziale Netzwerke gegen Nazis

 
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BüCHER
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Es gibt rund

24.000

dtspr. Bücher

 zu/um Hitler!

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GÖTZ ALY

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"Europa gegen

die Juden:

1880 - 1945"

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S. FISCHER

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432 Seiten

1. Auflage

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© Feb 2017

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WOLFGANG BENZ

HERMANN GRAML

HERMANN WEISS

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"Enzyklopädie des National-sozialismus"

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dtv

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992 Seiten

5. Auflage*

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©1997 / ®2007*

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INGE

DEUTSCHKRON

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"Ich trug den

gelben Stern"

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dtv

 

198 Seiten

24. Auflage*

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©1985 / ©2012*

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ANNE FRANK

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Gesamtausgabe

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S. FISCHER

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812 Seiten

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©2013 / ©2015

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ALISON LESLIE

GOLD
&

MIRIAM

PRESSLER

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"Erinnerungen an Anne Frank"

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Ravensburger Buchverlag

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159 Seiten

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"Hitler, Mein

Kampf - Eine

  kritische Edition"

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Institut für Zeitgeschichte (IfZ)

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1.968 Seiten, 1+2Bd.

©2016

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"Die tödliche Utopie"

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Veröffentlichungen

des Instituts für

Zeitgeschichte zur

Dokumentation

Obersalzberg

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832 Seiten

 

©2008

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IAN KERSHAW

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 "Hitler"

1889-1936

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Band 1

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dtv

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972 Seiten

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©1998 / ©Mai 2002

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IAN KERSHAW

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"Hitler"

1936-1945

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Band 2

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dtv

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1.344 Seiten

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©2000

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Sebastian

Haffner †

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"Anmerkungen

zu Hitler"

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FISCHER

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192 Seiten

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28. Auflage

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©2009

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"Euthanasie" im Dritten Reich: Die "Vernichtung lebensunwerten Lebens" / Fischer Verlag

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Ernst Klee

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"Euthanasie" im

Dritten Reich:

Die

"Vernichtung

lebensunwerten

Lebens"

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FISCHER

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736 Seiten

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©1983, 2010

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War Hitler krank?: Ein abschließender Befund / Bastei Lübbe (Bastei Verlag)

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Henrik Eberle

und

Hans-Joachim

Neumann †

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War Hitler krank?

- Ein

abschliessender Befund

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LÜBBE

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320 Seiten

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©20o9

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Buch "Winifred Wagner oder Hitlers Bayreuth" von Brigitte Hamann - PIPER

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Brigitte

 Hamann †

 

"Winifred

Wagner

oder

Hitlers

Bayreuth"

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PIPER

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688 Seiten

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©2002, TB 2003

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Buch "Hitlers Wien" von Brigitte Hamann - PIPER

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Brigitte

 Hamann †

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"Hitlers

Wien"

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PIPER

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652 Seiten

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©1996, TB 1998, 2004

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Joachim Fest: Hitler - Eine Biografie (Ullstein Verlag)

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JOACHIM

 FEST

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"Hitler

- Eine Biografie"

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ULLSTEIN

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1.228 Seiten

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©1973 / 2003

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Ich nicht: Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend (Broschiert)

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JOACHIM

FEST

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"Ich nicht: Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend"

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Rowohlt

 

368 Seiten

 

©2008, 6. Aufl.

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GUIDO KNOPP

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"Sie wollten

Hitler töten"

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C. Bertelsmann-

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GUIDO KNOPP

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"Hitler

Eine Bilanz"

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Goldmann Verlag

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320 Seiten

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©1997

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Sven Felix

Kellerhoff

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"Mythos

Führerbunker"

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Giebel Verlag

 

120 Seiten

 

©2003, 1. Auflage

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weitere Bücher

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Adolf Hitler

VOM POSTKARTENMALER ZUM MASSENMöRDER

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Letzter Eintrag am Sonntag, 25. November 2O18

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1871 bis 1888 | 1889 bis 1899

1900 | 1901 | 1902 | 1903 | 1904 | 1905 | 1906 | 1907 | 1908 | 1909

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1930 | 1931 | 1932 | 1933 | 1934 | 1935 | 1936 | 1937 | 1938 | 1939

1940 | 1941 | 1942 | 1943 | 1944 | 1945 | ab 1946

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Einleitung  Buchtipp  Bücher

Personen A-Z  Historiker  Orte  Aussagen

NS-Organisationen etc. (vor/nach 1945)  NS-Forschung NS-Prozesse

weitere SS-/SA-Führer  Achsenmächte  Stalin  Stasi/MfS

FAZIT  Presse & TV  Web  Links

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VOR 85 JAHREN - 12. NOVEMBER 1933

Bei den Reichstagswahlen stimmen 92,2 % für die "Liste des Führers". Bei einer gleichzeitigen Volksabstimmung billigen 95 % den am 19. Oktober erfolgten Austritt des Deutschen Reiches aus dem Völkerbund.

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Hitlers kleiner Hofstaat aus Sekretärinnen, Kammerdienern, SS-Männern

Chauffeuren, Eva Brauns & Familie & Freundinnen, ...

Dieses Kennzeichnung finden Sie bei der jeweiligen Person auf dieser Seite.

 

Alle neuen Einträge werden mit gekennzeichnet!

Alle Ergänzungen erhalten das Zeichen !

ACHTUNG - Neue Inhalte entstehen oder Überarbeitung!

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Ihre Fragen und Antworten zum Nationalsozialismus,

zu Ereignissen, Personen, Ihre Meinung, Ihr Buch oder Forschungsthema u.v.m.

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ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN!

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von Volker Elis Pilgrim (Autor)

HITLER 1
UND
HITLER 2
DAS
SEXUELLE
NIEMANDSLAND

Taschenbuchausgabe

Band 1 (gelb), 924 Seiten, mit Abb., Klappenbroschur, €28,00 EUR (D) / €28,80 (ÖS) / sFr39,90, (CH*)

*In der Schweiz wurde die Buchpreisbindung aufgehoben

ISBN: 978-3-95510-140-4

1. Auflage - 01. August 2017

Das sexuelle Niemandsland, der erste Band von Hitler 1 und Hitler 2, beantwortet die Frage: Welcher Art war Hitlers »normale« Sexualität? Von welcher Intensität war sie?

Serienkiller, so erklärt Pilgrim, sind »low«, erst der sexual-deviant entfesselte Tötungstrieb verschafft ihnen Befriedigung. Und Serienkiller tarnen sich mit »normal« erscheinender sexueller Kommunikation.

Kein Wunder also, dass in der Hitler-Biografik vollständige Unsicherheit und Unklarheit über Hitlers Sexualität herrscht. Eine filigrane Beweisführung – einem Rechtsprozess gleich – ist nötig, um Licht in das Dunkel zu bringen.

In den beiden 2018 folgenden Büchern werden Einzelheiten seiner Serienkiller-Veranlagung, die Lebensumstände von Hitler 1 und die Vorfälle um seine Wesensveränderung in Pasewalk behandelt.

OSBURG VERLAG

Volker Elis Pilgrim ist Schriftseller.

Jahrgang *1942, entstammt einer preussischen Adelsfamilie aus der Mark Brandenburg.

Seine Eltern gehörten zur Göring-Entourage, was Volker Elis Pilgrim später in seinem radikalen Roman Elternaustreibung thematisierte.

Pilgrim studierte Geschichts- und Rechtswissenschaften, Psychologie, Soziologie und war Mitglied der Meisterklasse für Klavier am Konservatorium in Wiesbaden.

... weiterlesen

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Band 2 (rot) - 824 Seiten - seit April 2018 und
Band 3 (grau) - vorauss. im Oktober 2018

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Erste Anmerkungen zu Volker E. Pilgrim's "HITLER 1 und HITLER 2"
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| von Michael Stolle am 17.O6.2018 / upDate: 26.07.2018

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Ich befasse mich ausführlich seit 1984 mit dem Nationalsozialismus - warum dieser Mensch die gesamte Welt ab 1939 in den Abgrund stützte. Hitler ist die zentrale Figur!

Ich bin noch mittendrin mit Band I (gelb) und komme dem Kern der Analyse über Hitlers Wesen näher.

Aber H. ist nicht der einzige Verbrecher dieser Zeitepoche. Hitler darf nicht als Alibi gelten, als ihm  Millionen Menschen folgten. Er hat den Mord an Millionen Menschen befohlen und gebilligt, um seine Ziele zu erreichen. Unfassbar für die meisten Menschen heute ist DER MENSCH HITLER. Hitler ist zurechnungsfähig und voll verantwortlich, wie die anderen Mit-Täter.

Beide aktuellen Bände - "HITLER 1 und HITLER 2" sind nicht nur dem Umfang nach beeindruckend - 1.748 dünne Seiten / 41 Zeilen pro Seite - sondern auch aus der Sichtweise her ein neuer Einblick um Hitler zu verstehen und zu demaskieren.

Autor Volker E. Pilgrim teilt Hitler in zwei Teile: Hitler 1 von 1889 - 1918 und Hitler 2 von 1919 - 1945.

Das Hitler ein Massenmörder war ist unbestritten! Nur wie ist Hitlers Denken und Handeln im Alltag zu verstehen? Seine Neigungen zu Männern und Frauen mit denen er sich umgab? Seine radikale Denkweise mit instinktiven mörderischen Gelüsten - die Freude am Töten selbst und die Vernichtung alles was nicht zu seinem Weltbild passte. Sein Orgasmus.

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Der Autor setzt u.a. den Fokus auf Hitlers familiäre Veranlagung (Inzest zwischen Blutsverwandten), frühkindlichen Erfahrungen (Tod der Geschwister), Hitlers Jugend (u.a. Jugendfreund A. Kubizek, keine sexuellen Verhältnisse mit Mädchen) und die Zeit in den Männerheimen in Wien. Daraus schliesst Volker E. Pilgrim, nach meinem Verständnis, das Wesen seiner Persönlichkeit, das Hitler früh schon ein Gedanken-Krimineller war. Er musste ab 1919 bis 1945 nicht selbst töten, aber hatte die Macht dazu und gab das Töten an seine Mithelfer weiter. H. lies sich die Zahlen vorlegen, das Morden beschreiben und über Bilder und Filme zeigen.

Volker E. Pilgrim nimmt bisherige Hitler-Biografien (20 Biografien u.a. von Ian Kershaw bis Volker Ulrich) unter die Lupe und findet heraus, dass viele Historiker und Autoren von einander abgeschrieben hätten. Fast alle aus einer Quelle. Ich kann das bei vielen Fakten, Daten und Gedankenzüge aus diesen Biografien bestätigen.

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.Vom Postkartenmaler zum Ver-"Führer" einer menschenverachtenden Ideologie

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  Der National(sozial)ismus kommt aus Bayern, Hitler aus Österreich!

  Die nachfolgende Zusammenstellung ist ein detaillierter Querschnitt des 12jährigen Unrechtssystems sowie die Biografie des späteren Vernichters ganzer Volksgruppen und seiner bereitwilligen Mithelfer. Ganz zu Schweigen von den hunderttausenden SS-, SA-, Gestapo-, SD,- Wehrmachtsangehörigen, Denunzianten, Firmen sowie Staaten (u.a. Vichy-Frankreich, Russland bis Juni 1941, Ukraine, Rumänien, Italien, Spanien, Japan), die mit dem Deutschen Reich gemeinsame Sache machten.

  Mit der Gründung der DAP* / NSDAP** 1919* / 1920** / 1925** in München wirken bis heute Vorurteile, Hass, Fremdenfeindlichkeit und der "Drang des Vergessens" nach. Im heutigen Deutschland werden nationalsozialistische Organisation und Gruppen geduldet, weil man sie nicht für gefährlich hält. Ausserdem haben die Ängste in der nicht aufgeklärten Bevölkerung gegenüber fremden Religionen und Kulturen (Roma, Asylsuchende - insb. aus Osteuropa und Afrika) zugenommen. Diese Ängste nützen vor allem der NPD, AfD oder Pegida für ihre Zwecke.

  Phasen des Nationalsozialismus im Deutschen Reich zwischen 1933-1945: Gleichschaltung (1933-35) + Der Weg zum Krieg (1936-1939) + Krieg und Vernichtung (1939-45) + Der Untergang (1943-1945)

  Die Geschichte des "Dritten Reiches" kann eine geschichtliche Faszination auslösen, gerade wenn im Fernsehen Dokumentationen zusehen sind oder man legal zu kaufende Literatur liest. Mit gesunder Einstellung ist es sehr interessant, gerade für junge Menschen, wer ein ganzes Volk dazu brachte, Hitlers verbrecherisches Regime zu unterstützen. Das Hitler mit System seinen Machtbereich aufbauen konnte, ist durch seine Person, engster Anhänger aus Wirtschaft, (Gross-)Bürgertum, Intelligenz und politisch-machthungriger Verbrecher-Menschen möglich geworden. Die Begeisterung der damaligen einfachen Menschen, konnte er durch seine Erscheinung (Inszenierung), überzeugende Redekunst und Gestikulation gewinnen. Hitlers Inhalte waren durch Ängstestreuung durchtränkt und die Zuschauer bzw Zuhörer dachten kaum über den Hintergrund nach. Heute gelingt das ähnlichen Parteien mit dem Zeichen der Angst vor "Überfremdung". Den Antisemitismus gab es schon weltweit vor Hitler. Erst Hitler machte ihn zur Staatsdoktrin.

  Um Hitler und dessen Aufstieg zu begreifen, muss man seine ganze Biografie kennen! Dazu gehören seine Gefolgsleute  und die Ereignisse, Ziele und Standpunkte die sie miteinander verbanden. Hitler ist - im Netz, TV,  Bücherregal, Städten und Gemeinden und in den Köpfen verblendeter Menschen - überall und weltweit.

Um seine Mit-Helfer und das damalige "deutsche Volk" zu verstehen, muss man in ihnen Hitler erkennen und durchschauen können! Das trennt sie von den wenigen mutigen Menschen die Widerstand leisteten. Anfangs waren viele Widerständler überzeugte Hitleranhänger oder Wehrmachtsangehörige, die ihrer Karriere wegen noch kein Gewissen hatten.

Die meisten der auch hier genannten Personen die Hitler folgten genossen nach 1955 ein Leben in Freiheit, obwohl die meisten von ihnen Verbrecher, Massenmörder oder Schreibtischtäter waren. Sie entschieden und/oder befolgten bewusst und vorsätzlich über Millionen Menschenschicksale. Orte dieser Entscheidungen waren in Berlin, Posen, München, der -> "Berghof" auf dem Obersalzberg und in den meisten Führerhauptquartieren (FHQ) und an den Orten der Verbrechen selbst.

Es ist nicht nur die Rede der bekannten Namen aus der ersten und zweiten Garde des NS-Regimes. Es geht um die Blockwarte, Gauleiter, Kriminalbeamte, allgemein um Beamte die in den NS-Behörden sassen und entschieden, die Bürgermeister, Soldaten und Offiziere, alle Nutzniesser in der Bevölkerung die Wohnungsräumungen von "evakuierten" Juden und übernommenen Haushalte, etc ...

  Es gab keinen Zwang in die NSDAP, SS, SA, Gestapo, den SD oder in anderen NS-Organisationen (ausser BDM, HJ) einzutreten. Diese Täter taten es freiwillig um eine Karriere zu starten! Die Verblendung der Bevölkerung nahm jährlich von 1933 bis 1945 zu.

  Es gab Widerstand, doch diesen wollte die Mehrheit des Volkes nicht. 90% von ihnen machten gemeinsame Sache. Sie trugen zur Festigung der Ideologie des NS-Staates bei. Nach dem Ende des II. Weltkrieges hatten die Alliierten keine Kollektivschuld des deutschen Volkes und dessen Bestrafung vorgesehen, sondern die Einzelschuld. 80% der NS-Täter überlebte das Jahr 1945, viele von ihnen wurden bis zu  90 Jahre alt.

  Hitler gab ab 1933/1935/1942 Haupt-/Mit-Tätern wie R.Heß, M.Bormann, R.Heydrich, H.Himmler, J.Ribbentrop, J.Goebbels, Ph.Bouhler, H.Göring, A.Speer sen. oder auch W.Keitel per Gesetze, Verordnungen und Absprachen - Freibriefe zur Verfolgung von Gegnern bis hin zum Massenmord von Millionen Menschen (u.a. Entrechtung, "Euthanasie", Vernichtungslager, Zwangsarbeit).

Nach unten - bis zum Soldaten und normalen Bürgern - waren so alle ausgeführten und geplanten Verbrechen legal. Die Entrechtung der jüdischen Mitmenschen in Europa war der Anfang. Jegliche Opposition und andere Meinungen wurden verfolgt.

  Mit dem Krieg gegen Polen (01.09.1939) und die Sowjetunion (22.06.1941) begann die physische Vernichtung ganzer Volksgruppen.

Der Versailler-Vertrag vom 28.06.1919, das spätere Chaos in der Weimarer Republik (31.07.1919 bis 29.01.1933) bis zu Hitlers Wahl am 30.01.1933 als Reichskanzler, nutzte er für Hassreden gegen Kommunisten, Juden (später Reichsgesetze zum Ausschluss jüdischer Bürger aus der Gesellschaft) und sonstigen nicht-NS-Organisationen.

  Intoleranz der NSDAP: "Sie werfen der NS-Bewegung vor, keine anderen Parteien neben sich zu dulden. Ich bekenne hier vor ihnen und der ganzen deutschen Nation, dass es wirklich unser Ziel ist, aus Deutschland diese 30 Parteien hinauszuwerfen." (Auszug aus Hitlers Wahlkampfrede vom 27.07.1932 im Berliner Grunewaldstadion)  +++ -> siehe Hs. Redeauszug in Eberswalde

  Was wir heute mit dem deutschen Grundgesetz (Persönlichkeitsrechte) und Strafgesetzbuch (Mord) regeln, insbesondere mit dem GG-Artikel 19, wurde hart erkämpft. Diese Werte sind nicht selbstverständlich!

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Heute: Geschichtsdokumentationen auf VOX, XXP*, n-tv, n24, ZDF, ZDFinfo, ARD, Phoenix, SPIEGEL Geschichte (Sky, ehm. DISCOVERY Geschichte), History Channel zur Hitler-Erforschung und zum NS-Staat - entlarven, geben Hintergründe und Einblicke in eine Vergangenheit, die bis heute nachwirkt.            *Sender heute DMAX

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Hitlers Stammbaum

  Verwandte, Enkel von Halbbrüdern, Halbschwestern aus der Linie Adolf Hitler, leben noch u.a. in den USA (Long Island) und Waldviertel in Niederösterreich.

Forschung 2005: Hitler hatte etwas zu verschweigen - seine Herkunft!

  Die Grazer Familie Veit war / ist mit der Familie Hitler verwandt. Unter anderen die Grosscousine Aloisia Veit *18.07.1891 [Poritia, Italien] - 14.12.1940 [Hartheim, ÖS] - ermordet im Auftrag Hs. in der dortigen Gaskammer der "Irrenanstalt" ("Euthanasie"). 18.000 Menschen insgesamt in Hartheim [Schicklgruber-Familienlinie]

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Eingangstor zur Gedenkstätte KZ Dachau

©MichaelStolle.de | Eingangstor der KZ-Gedenkstätte Dachau am 31.03.2012
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  Die meisten Bauwerke die im nationalsozialistischen Deutschen Reich errichtet wurden, sind mit dem Blut und Tod von hunderttausenden von Zwangsarbeitern und KZ-Gefangenen geschaffen (u.a. Steinbrüche, Produktionsstätten für Rüstung und Stahlwerke). Grosse Bautätigkeiten fanden u.a.  in Berlin, Nürnberg, München und an der Ostsee (Prora) statt.

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  Geschaffen wurden tausende von Bunkeranlagen, Panzerabwehranlagen und Maschinengewehrstellungen in allen eroberten Ländern bis 1945. Planungen zur Neuschaffung und Veränderung ganzer Städte und Regionen inklusive der Autobahnen, die bereits angefangen bis zu Beginn des Krieges 1939 vorangetrieben wurden.

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  Diese Massnahmen dienten seit 1933 zur Verringerung der Arbeitslosigkeit (als Propagandameldung und Gewinnung der "arischen" Bevölkerung für das Regime), aber stellte eine Staatsverschuldung enormen Ausmasses dar. Die Bevölkerung wurde bewusst über diese Finanzierung im Unklaren gelassen. Hitler wollte nach dem Krieg aus den eroberten Gebieten alles herausziehen was für das "Reich" wichtig war. Es sollte eine Refinanzierung sein.

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ROCHUS MISCH .- "DER LETZTE ZEUGE" HITLERS

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In den letzten 7O Jahren erschienen und erscheinen zahlreiche Bücher bzw. Aufzeichnungen von Autoren, die die Nazizeit miterlebten und in dieser Zeitepoche dem NS-Regime dienten. Darunter waren die Nazis:

Albert Speer sen. (Hs. Chefarchitekt), Karl Wilhelm Krause (Hs. Kammerdiener, SS), Herbert Döhring (Hs. Hausverwalter "Berghof", SS), Traudl Junge (Hs. 4. Privatsekretärin), Christa Schroeder (Hs. 2. Privatsekretärin),  Julius Schaub (Hs. Privatsekretär & Adjutant, SS), Anna Plaim (Zimmermädchen bei Eva Braun), Hans Baur (Hs. Chefpilot, SS), Nicolaus von Below (Adjutant), Otto Dietrich (Reichspressechef, SS), Erich Kempka (Hs. Cheffahrer, SS), Heinz Linge (Hs. Kammerdiener, SS), Heinrich Hoffmann (Hs. Cheffotograf),  ...

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  Da war der letzte Augenzeuge aus Hitlers nächster Umgebung: -> Rochus Misch (*1917 - †2013, 1,85 m) schrieb seine Erinnerungen auf. Vieles davon hatte er schon bei "SPIEGEL-TV History" vor der Kamera erzählt - von den Bunkerbauten der "Wolfsschanze", über Eva Braun auf dem "Berghof" bei Berchtesgaden, die damalige Neue Reichskanzlei in Berlin. Ihn liess dieser Zeitabschnitt seines Lebens nicht los. Doch sein Umgang mit den Verbrechen Hitlers und die seiner Mords-Kameraden von der SS aus heutiger Kenntnis, lässt er offen. Ob Hitler auf seinem "Berghof" tatsächlich der nette "Chef" war, ist sicherlich möglich. Schliesslich hatte Massenmörder Hitler am liebsten seine Hündin Blondi und seine SS um sich. Und Herr Misch war schliessich einer der SS-Männer, die zum Schutz des "Führers" in Berlin, auf dem "Berghof" oder in den "Führerhauptquartieren" Dienst schoben.

  Misch war somit Teil des kleinen -> "Berghofkreis". Kann man denn in seinem Buch Herrn Misch als Mensch nur sehen, der keine Ahnung hatte was um ihn passierte? Hatte er nichts mitbekommen, wenn sich SS-Himmler, Aussenminister SS-Ribbentrop oder andere Gäste auf dem "Berghof" unterhielten? Hat Misch keine Zeitungen gelesen, die voll waren mit Hass und Hetze? Zu seinem Glück war er nicht in der NSDAP schreibt man in seinem Buch. Ist das eine Rechtfertigung oder Verkleinerung seiner Person.

 

  Wär ihm eingefallen Hitler - den Massenmörder - zu töten? Misch - ein unpolitischer Mensch? Dafür war er in der schlimmsten Organisation des "Dritten Reiches", der SS, die hauptverantwortlich für Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist. Herr Misch hatte zu dieser Zeit bereits eine Frau und ein Kind. Hatten beispielsweise Juden keine Familien, keine Kinder?

  Seine Tochter sagte in einem TV-Interview (MDR, 05.05.2006) über ihren Vater, das er heute aus seiner NS-Zeit nichts gelernt hätte. Daher auch kein ausführliches Wort für seine Distanzierung zum NS-Regime. Im Buch tauchen seinerseits oft eigene Entschuldigungen auf, da man über solche "Dinge" nicht sprach, hätte er auch nichts erfahren können (S. 137 "Rochus Misch - Der letzte Zeuge", Ausgabe 2008).

  Es wäre fatal für einen Leser, einer Leserin, wenn dieser zum Nationalsozialismus noch keine Bücher der Hitlerforschung studiert hat. Mischs Buch ist ausschliesslich subjektiv. Deshalb das wichtige Vorwort von Ralph Giordano. Giordano, seine Familie und Millionen andere Menschen in Europa haben Mischs Kameraden vom RSD, SD, Gestapo, SS und SA hautnah erfahren müssen. Taschenbuchausgabe - 18. Auflage, April 2018 ::: WEB: piper.de

Von Michael Stolle, 01.09.2008 / upDate: o3.09.2018

Link zum Thema Rochus Misch am 25.10.2008

www.focus.de/.../rochus-misch-im-bunker-mit-hitler

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Adolf Hitler [eigentl. Adolf Schicklgruber] {Tarnname "Wolf"} (Initialien "A.H.") (polit/ns-diktator), (ÖS/D) : geb. Ostersamstag, 20.04.1889 17:30, 17:56** o. 18:30 Uhr ["Gasthof zu Pommer am Inn" und Volksbücherei in Braunau am Inn,, Vorstadt 219, Oberösterreich*] - gest. Montag, 30.04.1945 zw. 15:30 und 15:50 Uhr [Berlin, "Führer"-Bunker unter der Neuen Reichskanzlei]

 Freitod im Arbeitszimmer - mit einer Walther-Pistole Kaliber 7,65 Millimeter (Nr. 803157) - ein Schuss / Verbrennung im Garten der NRK / letzte Leichenreste (bis auf die Zähne) am 05.04.1970 bei Magdeburg durch Offiziere der russ. Geheimabteilung "SMERSCH" (3. Stossarmee) verstreut. Hitlers Überreste wurden insgesamt 8 Mal ausgegraben.

Am 25.10.1956 wird Adolf Hitler vom Amtsgericht Berchtesgaden offiziell für Tod erklärt.

*tatsächlich stammt Hitler und sein Vater sowie dessen Vorfahren aus dem Waldviertel des Dorfes Döllersheim/Spital bei Weitra in Niederösterreich / Hs. Oma (väterl.seits) -> Maria Anna Schicklgruber, brachte Hs. Vater Alois Sch. 1837 zur Welt. Hitlers Opa, so könnten zwei Väter seines Vaters Alois in Frage kommen: Johann Georg Hiedler (väterl.seits, *28.09.1792 - †09.02.1857), Johann Nepomuk Hüttler (väterl.seits, *19.03.1807 - †17.09.1888)  mehr zu Döllersheim | Waldviertel-Bilder.at | Waldviertel.at

KEINE BEWEISE: Der in Abhandlungen genannte angebliche jüdische Liebhaber seiner Mutter, ein Leopold Frankenberger (a.Q. Leopold Frankenreither), ist bis heute nicht genealogisch nachgewiesen (Herkunft des Namens Frankenberger entsprang Hs. Gen. Gouverneur und SS-Ogrf -> Hans Frank, 1930). Das Hitler jüdische Vorfahren gehabt habe, ist nicht zu halten und wird oftmals in unseriöser Literatur behauptet. Die umfangreichste Genealogie (Stammbaum) zu Hs. Familie erstelle 1932 der Österreicher und NS-Sympathisant Karl Friedrich von Frank.

**17:56 Uhr - diese Uhrzeit, neben den anderen Daten zu H., steht auf einem astrologischen Bogen von Himmler's Astrologischen Abteilung (Uhrzeit-Quelle: TV-Dokumentation "Schwarze Magie im braunen Hemd", Teil 2, Discovery Geschichte)

PERSONENBESCHREIBUNG & CHARAKTERISIERUNG
 

| UpDate: 26. Juni 2018

Adolf Hitler (Grafik ©2004 by gomicha.de)

Zeichnung: Mai 2004, ©by Michael Stolle | www.MichaelStolle.de

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Monokratischer Herrscher (Alleinherrscher), atavistischer Glaube (absoluter Glaube)

Personencharakter: aufgewecktes, lebhaftes Kind und begabter Schüler (bis 1899), versagte dann auf der Realschule in Linz (zweimal nicht versetzt, erst im dritten Anlauf nach Wiederholungsprüfung, Schulabbruch) -/- starke Bindung zu seiner Mutter, starke Furcht zu seinem Vater (lt. Psychoanalyse) -/- bis 1920 erfolglos (keine regelmässige Arbeit) -/- ab 1919 wird er Politiker, 1930 der politische Durchbruch -/- ab 1933 ist seine NSDAP an der Macht - ab 1938/39 alleiniger Herrscher in allen Bereichen des Staates - "Traum zur Weltherrschaft"

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CHARAKTER, MEDIZIN PERöNLICHKEIT POLITIK
Manipulator (seit seiner Kindheit) ; Müssiggänger - Unlust zur regelmässigen Arbeit (seit 1904) ; jähzornig ; Illusionist ; skrupellos ; nutzte jede Möglichkeit Feinde auszuschalten ; frauenfeindlich (Einmischung der Frau in die Arbeit des Mannes) ; manichäische Sichtweise (Schwarz-weiss-Denken) ; war oberflächlich (seine persönlichen Gedanken und Gefühle gab er nie Preis) ; Wutanfälle aus Enttäuschungen ; wurde schroff und beleidigend, wenn man ihn belog oder lächerlich machte ; rücksichtslos, brutal ; wenn er sich unterhielt wippte er auf und ab ; berührungsarm ; liebte Kinder (nur "arische") weil sie ihm nicht widersprachen ; mochte unterlegene junge Frauen (u.a. -> Eva Braun, -> Geli Raubal -> Mizzi Reiter) ; Tanzen lernen lehnte er ab ; nach aussen nicht beziehungsfähig ("Meine Braut ist Deutschland" - damit er für alle Frauen frei war und dem Einfluss einer Ehefrau nicht ausgesetzt) ; Psychiatrische Erkrankungen in Hs. Familie ; Lebensangst (Attentate, Krankheiten) ; bekam zunehmend viele Medikamente und Drogen ; litt seit August 1941 zunehmend an Parkinson! Nichtraucher (seit 1910 aus Geldnot) ; kein Alkohol in der Öffentlichkeit (seit Sept. 1904) ; Brillenträger (Lesebrille, weitsichtig) ; kein FamilienmenschAutodidakt ; Millionär (Buch "Mein Kampf") ; sah sehr gern Filme und Theateraufführungen ; wusste um gute Umgangsformen ; gab Autogramme ; Nacktheit war ihm fremd (kein Schwimmbad, körperliche Untersuchungen) ; folgte der Leidenschaft des Kegelns ("Berghof") und besuchte die Richard-Wagner-Opern bis 1941 bei den Festspielen in Bayreuth (Freundin -> Winifred Wagner) ; liebte das kleinbürgerliche private ; ernährte sich ab 1931 vegetarisch, Grund waren seine Magenprobleme ; mochte Süssigkeiten (Schokolade, Leibnitzkeks), Gebäck, Käse-Kuchen, trank Tee oder Kaffee mit Zucker und Sahne ("Berghof"), Mineralwasser (Fachinger) ; hasste Schnee ; trug Nachthemden, war oft bis nach 2-4 Uhr nachts auf, schlief bis zum Mittag ; war nicht homosexuell (wie oft behauptet): aber lt. der Essener Historikerin Dr. phil. Brigitte Hamann und dem dt. Publizisten Joachim Fest waren wohl homoerotische Züge in Hs. Leben möglich (u.a. zu -> Albert Speer sen.) NS-Politiker (ab 1919) ; Fanatiker (ab 1919) ; Diktator (ungeteilte Macht ab 1938/39), Reichskanzler (1933, ab 1934 "Führer" und Reichskanzler) ; Rassist (ab 1919) ; Antisemit (ab 1919)  ; Antimarxist ; Antimodernist ; Antikatholik (hat nach seiner Schulzeit nie wieder eine Kirche betreten) ; totaler Machtanspruch ; genialer Verführer in Rhetorik und Überzeugung ; Messiaskomplex ; politisch standfest (seit Sept. 1919) ; glaubte an die Vorsehung (Schicksal), die auch in der NS-Propaganda genutzt wurde ; er setzte instinktiv auf den Darwinismus und auf Tyrannei ...

ORTE
- Braunau
(ÖS, 1889-1890)
Gross-Schönau
(Nieder-ÖS, 1890-1891)
- Passau
(DR, 1892-1895)
- Fischlham bei Lambach
(ÖS, 1895)
- Hafeld b. Lambach
(ÖS, 1895-1898)
- Leonding b. Linz, Linz, Steyr
(ÖS 1898-1905)
- Linz
(ÖS 1905-1906)
- Wien
(ÖS 1906+1907)
- Urfar
(ÖS 1907)
- Wien
(ÖS 1908-1914)
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Er befahl den grössten Massenmord in der Menschheitsgeschichte an ganzen
   Volks- und Glaubensgruppen u.a.:
- über 6 Millionen europäische Juden in den deutschen Vernichtungslagern
- Roma (ethnische Minderheit in Europa)
- Homosexuelle
- politische Gefangene (u.a. Kommunisten, Sozialdemokraten)
- mental und körperlich Behinderte (-> "Euthanasie"-"T4"-Morde  > †70.000 Menschen
   im Deutschen Reich und insgesamt 200.000 in Europa)
- sowie den bisher grössten Angriffskrieg (II. Weltkrieg, †55.000.000 Menschen)
- Millionen weitere getötete Lebewesen wie Pferde, Kühe, Schweine, Hühner, ZOO-Tiere, ...
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  -> Eine Person und Epoche die bis heute nicht ignoriert werden darf!
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Name im Taufbuch von Braunau: Adolfus Hitler
Taufdatum: katholisch, 22.04.1889 um 15:15 Uhr (Pfarrer Ignaz Probst in Braunau)
Taufpaten: Johanna und Johann Prinz (Löwengasse in Wien III), Johanna Pölzl ("Hannitante", Schwester von Klara Hitler), Hebamme Franziska Pointecker
Grösse: 1,74 m
Gewicht: 75 kg (April 1924) 78 kg (Dezember 1924)
Augenfarbe: blau (lt. Goebbels Tagesbucheintrag am 06.11.1925!)
Blutgruppe: A
Dialekt: Niederbairisch

engste Beziehungen / Zuneigung zu seiner Mutter Klara Hitler, Nichte -> Geli Raubal, Jugendfreund -> August Kubizek, letzte Hündin Blondi, seinem "alten" Julius Schaub, Freundin/Ehefrau Eva Braun, Diener -> Heinz Linge / -> Karl W. Krause, Architektenhand -> Albert Speer, Chefin des Wagner-Clans -> Winifred Wagner sowie die -> "Berghof"-Entourage (Obersalzberg, Berchtesgaden, Bayern )

Sexualität: H. war weder homo- noch heterosexuell (lt. Analyse 2017/2018 -> Volker Elis Pilgrim)
Verwundungen: -> 1914 + 1918 (Erster Weltkrieg), nach Attentat am -> 20.07.1944
Uhr: Goldene Sprungdeckeluhr {seines Vaters?} in der Hosentasche
Lieblingswasser: Fachinger-Mineralwasser
Lieblingssängerin: Lale Andersen *23.03.1905 - †29.08.1972 (Lied: "Lili Marlene")
Lieblingsfilme: u.a. "Mazurka" mit Pola Negri *03.01.1897 - †01.08.1987
Lieblingskomponist: Antisemit Richard Wagner (u.a. "Die Meistersinger von Nürnberg", "Tristan und Isolde", "Lohengrin", "Der Ring des Nibelungen" und vor allem der "Rienzi, der Letzte der Tribunen" [1840/42]) sowie Ludwig van Beethoven *1770 - †1827 ; Anton Bruckner *1824 - †1896 und Franz Lehár *1870 - †1948 (H. hörte ihn 1944/45)
Lieblingsautor: Karl May *1842 - †1912 (Hitler besass alle 70 Buchausgaben)
Hitlers Bibliothek: ca. 16.300 Bücher in Berlin, München und Obersalzberg

Buchtipp: Timothy W. Ryback "Hitlers Bücher - Seine Bibliothek - Sein Denken", ©2010 Fackelträger Verlag, 345 S.

...................ISBN 978-3-7716-4437-6

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| UpDate: O3. August 2018

HITLERS VORFAHREN:

mütterlicher Seite

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väterlicher Seite

  Jakob Schicklgruber .   Stephan Hiedler
* [] - . *1672 [Walterschlag] -
† [] . † []
|∞ Heirat . |∞ Heirat
Eva Schiedl . Agnes Capeller
* [] - . *1674 [] -
† [] . † []
| . |
  Jacob Schicklgruber .   Johann(es) Hiedler
* [] - . *11.05.1725 [Walterschlag] -
† [] . † []
|∞ Heirat . |∞ Heirat
Theresia Sillip . Maria Anna Neugeschwandtner
* [] - . *1732 [Walterschlag] -
† [] . † []
| . |
  Johann Schicklgruber .   Martin Hiedler
*29.05.1764 [Strones, ÖS] - . *17.11.1762 [Walterschlag] -
†12.11.1847 [Kleinmotten, ÖS] . †10.01.1829 (a.Q. 1825) [Spital]
|∞ Heirat 05.02.1793 Döllersheim . |∞ Heirat 1786 Spital
Theresia Pfeisinger . Anna Maria Göschl
*07.09.1769 [Döllersheim, ÖS] - . *23.08.1760 [Spital] -
†25.11.1821 [Strones, ÖS] . †07.12.1854 [Spital]
|- Kind von Johann & Theresia: . |- Kinder von Martin & Anna Maria:
  Maria Anna Schicklgruber

07.01. 1842

  Johann Georg Hiedler   Johann Nepomuk Hüttler
*15.04.1795 [Strones, ÖS] - *28.02.1792 [Spital, ÖS] - *19.03.1807 [Spital] -
†07.01.1847 [Kleinmotten bei Strones, ÖS] †09.02.1857 [Spital, ÖS] †17.09.1888 [Spital]
Tochter eines Kleinbauern . Beruf: Müller Beruf: Bauer
Mutter von: -> Alois Sch. (ledig geboren), . . |∞ Heirat 20.02.1827
heiratet  in Döllersheim . . Eva-Maria Decker
Bruder von M.A.: Josef Schicklgruber . . *16.12.1792 [Thaures] -
 

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. †30.12.1873 [Spital]
|- Kinder von Johann G. & Maria Anna: .

.|- Kinder von

J.N. & E-M.:
Hs. Eltern:   Alois Schicklgruber *07.06.1837 [Strones bei Döllersheim, Haus Nr. 13, ÖS] - †Samstag 03.01.1903 [Wirtshaus Wiesinger in Leonding bei Linz] und dessen dritte Ehefrau -> Klara, geb. Pölzl ; Hitlers Eltern stammen aus dem -> Waldviertel ; Alois Charakter: eigensinnig, brutal, tyrannisch, stuhr, ...

Alois Sch. wurde vom Bruder seines Vaters Johann Nepomuk Hüttler aufgezogen, der im Ort Spital Haus Nr. 36 wohnte (Waldviertel, ÖS). A. Hitler verlebte hier einige Sommerferien

.   Walburga *1832 - †1900, verh. Romeder

  Josefa *183? - †

  Johanna Hüttler, verh. Pölzl *19.01.1830 [Spital] - †08.02.1906 [Spital] mit -> Johann Baptist Pölzl *25.05.1828 [Spital] - †09.01.1902 [Spital]

|- Kinder von Johanna & Johann B. Pölzl

14 Kinder, davon überlebten 3 Kinder:

.   Klara Pölzl Johanna Pölzl jr.
 
Theresia Pölzl  -> dazu mehr
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Lebensstationen von Hitlers Vaters Alois Schicklgruber, später Hitler:
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Personencharakter: stur, gewalttätig, alkoholsüchtig, dominant, ...
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- Besuch der Volksschule
- 1850/1851 Schuhmacherlehre in Spital
- bis 1855 in Wien Ausbildung im Lederhandwerk
- 1855 Eintritt in die k.u.k. Finanzwache
- 1855 erste Stufe beim Zollamt
- 1861 leitende Stellung (Beförderung)
- 1862 Versetzung nach Saalfelden bei Salzburg
- 1864 Amtsassistent in der Zollbehörde der 11. Dienstklasse beim Hauptzollamt in
..Braunau am Inn (ÖS)
- 1870 Nebenzolleinnehmer
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weiter  ab 1871

. . . .
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Ehen (3) von Hitlers Vater Alois Schicklgruber sen.:

| UpDate: O3. August 2018

Alois Schicklgruber *07.06.1837 [Strones bei Döllersheim, Haus Nr. 13, ÖS] - †Samstag, 03.01.1903 [Wirtshaus Wiesinger in Leonding bei Linz]
erste Ehe ∞ 1873 - 07.11.1880

Anna Schicklgruber, geb. Glassl-Hörer *1823 [Theresienfeld, Spital, ÖS] - †06.04.1883 [Braunau, ÖS] starb an Schwindsucht ; kinderlos

Adoptivvater: Josef Hörer, Anna's Vater: Josef Glassl

zweite Ehe ∞ 22.05.1883 Braunau am Inn - Aug. 1884

Franziska Matzelsberger {Alois Fanni} *31.01.1861 (a.Q. 24.01.) [Strones, ÖS] - †10.08.1884 [Ranshofen bei Braunau, ÖS], arbeitete als Köchin, starb an einer Lungenerkrankung (Tuberkulose)

2 Kinder (Adolf Hitlers Halbgeschwister):
Alois Hitler jr., geb.  Matzelsberger

*13.01.1882 [Wien, ÖS] - †20.05.1956 [Hamburg-Fuhlsbüttel, DT], 1,68m, heisst ab 13.08.1883 Alois Hitler jr. ; zwei Ehen:

Alois jr. erste Ehe ∞ am 03.06.1910 mit Bridget Elizabeth Hitler, geb. Dowling *03.07.1891 [Dublin, GB] - †18.11.1969 [New York, USA]

Alois jr. zweite Ehe ∞ mit Hedwig Hitler, geb. Mickley

Vetter 2. Grades: Hans Hitler und seine Ehefrau Erna Petra Hitler (sie schrieb eine unveröffentlichte Familienbiografie) ziehen nach 1945 in das Haus von Alois jr. in Hamburg

Kinder:

Sohn (Hs. Neffe) William Patrick Hitler (Willy) *12.03.1911 [Liverpool, GB] - †14.07.1987 [Patchogue, Long Island, New York], seine Ehe (1947 in New York) mit Phyllis Jean-Jacques *21.12.1923 [Berlin] - †02.11.2004 [New York] und ihren vier Kinder: Louis Hitler *1951 [New York], Alexander Adolf Hitler *1949 [New York], Howard Hitler *1957 [New York] - †14.09.1989 [New York], Autounfall und Brian Hitler *1965 [New York] *Sohn W.P. Hitler, der Ende 1938 in die USA ging, nahm nach 1945 zwei Namensänderungen in Hiller und Stuart-Houston vor.


Sohn Heinz Hitler *14.03.1920 - †Herbst 1942 [Russland], der 1941 an der Front als Unteroffizier (Nachrichtentruppe) gegen Russland kämpfte. Am 10.12.1941 kommt Heinz nicht mehr von seinem Auftrag zurück und geriet in russische Gefangenschaft.

Angela Hitler sen.

*28.07.1883 [Wien] - †30.10.1949 [Dresden], verheiratet mit Leo Raubal *11.06.1879 - †10.08.1910 - Heirat ∞ 1903

Angela Raubal führte für ihren Halbbruder Adolf von 1926 bis 1934! den Haushalt (Haus "Wachenfeld", später "Berghof", Berchtesgaden), 1934 von H. entlassen ; 20.01.1936 zweite Heirat mit Prof. Dr.-Ing. Martin Hammitzsch *22.05.1878 [Plauen, DT.] - †05.06.1945 [Oberwiesenthal] starb durch Suizid, war Architekt, seine Kinder Elfriede und Heiner

Kinder:

Leo Rudolf Raubal jr. *02.10.1906 - †18.08.1979 a.Q. 1977

Angela 'Geli' Raubal *04.01.1908 [Linz, ÖS] - †18.09.1931 gegen 15:00 Uhr [München] starb durch Suizid mit Hs. Pistole Walther 6,35 mm, wohnte zw. 1929 - 1931 in Hs. Wohnung in München-Bogenhausen ; begraben in Wien ohne amtsärztliche Leichenschau

Elfriede Raubal, verheirate Hochegger *10.01.1910 - †24.09.1993, war Küchenleiterin in einem Wiener Mädchenheim

// von einer Tochter Trial ist in Hs. Testament vom 02.05.1938 zu lesen

dritte Ehe ∞ 07.01.1885, in der Stadtkirche von Braunau am Inn

Klara Hitler, geb. Pölzl *12.08.1860 [Spital/Weitra, ÖS] - †Samstag, 21.12.1907 02:00 Uhr [Leonding b. Linz, ÖS] starb an Brustkrebs, -> mehr 1907

6 KINDER (Hs. Geschwister): o(Generalogie-INFO
Gustav Hitler *15.05.1885 [Braunau am Inn] - †08.12.1887 an Diphtherie
Ida Hitler *23.09.1886 [Braunau am Inn] - †02.01.1888 an Diphtherie
Otto Hitler** *†Herbst 1887 [Braunau am Inn] (lebte wenige Tage)
Adolf Hitler

*20.04.1889 [Braunau am Inn, ÖS] - †30.04.1945 [Berlin], keine Kinder, 1945 verheiratet mit ∞ Eva Braun

Edmund Hitler

*24.03.1894 [Passau, DT] - †02.02.1900 [Leonding, ÖS] starb an Masern

Paula Hitler (Paula Wolf) *21.01.1896 [Fischlham bei Lambach, Ober-ÖS] - †01.06.1960 [Berchtesgaden, DT], verlobt mit T4-"Euthanasie"-Arzt Dr. Erwin Jekelius *05.06.1905 [Hermannstadt, RUM] - †1952, keine Kinder, Hitler schickte sie nach Wien, nach dem Krieg zurück nach Deutschland, wohnte im Hanserweg 1 in Berchtesgaden (Bayern)

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Klara's Eltern und Geschwister
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Mutter Johanna Pölzl, geb. Hüttler *19.01.1830 [Spital] - †08.02.1906 [Spital]
Vater Johann Baptist Pölzl *25.05.1828 [Spital] - †09.01.1902 [Spital]
| - 14 Kinder, davon überlebten 3 Kinder
::: Klara Hitler  (-> Hitlers Mutter)
::: Johanna Pölzl jr., 'Hanitante', *31.03.1863 - †29.03.1911 [Spital, Weitra, ÖS] starb an Koma diabeticum, Beerdigung am 31.03.1911, keine Kinder
::: Theresia Schmidt, geb. Pölzl *05.09.1868 - †15.08.1938 -> mehr
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Klara's Tante (Hs. Grosstante) Walburga Romeder, geb. Hüttler  *1832 - †1900, ihr (∞ 1853) Ehemann Josef Romeder *18 - †1 -> Walburga's Eltern & Geschwister
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Einziger überlebender Sohn: Adolf Hitler, viertes(?**) von sechs Kindern, Sohn aus dritter Ehe des Zollbeamten Alois und der Bäuerin Klara in Braunau am Inn geboren. Hitler-Geburtshaus: 'Salzburger Vorstadt 15'* - die Familie lebte zwei Jahre in Braunau am Inn.

Anmerkungen: *Bis 2011 war im "Hitlerhaus" eine Behindertenwerkstatt, Tagesheimstätte der "Lebenshilfe" Oberösterreich untergebracht, jetzt (Stand Herbst 2016) ist das seit 1938 unter Denkmalschutz stehende Haus leer, 2016 soll das Haus dem Österreichischen Staat übereignet werden. Die ehem. Eigentümerin Gerlinde Pommer (Haus im Besitz von 1972-2016) soll entschädigt werden. In Juni 2017 hatte der österr. Verfassungsgerichtshof die Enteignung als rechtmässig.

** 2016: Klärung um die Geburten-Reihenfolge von Otto Hitler. Er soll später als sein Bruder Adolf geboren sein. Damit rückt A. Hitler in die dritte Reihe. In fast allen Buchveröffentlichungen steht A. Hitler - als "viertes Kind".

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Weitere Verwandte Hitlers:
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Aus der ∞ Ehe von Klara Hitlers Schwester Theresia Schmidt, geb. Pölzl *1868 - †1938 mit Anton Schmidt *1867 - †1935
.|- Kinder (4) (Hitlers Cousine & Cousin)
1. Aloisa Schmidt *1905 - †1997 ∞ Johann Schmidt *1894 Wien - †1945 08.07.1945 (sowjet. Untersuchungsgefängnis)
..........|- Kinder (Aloisa & Johann)
.......1. Johann Schmidt jr. *1925, Sein Onkel war Adolf Hitler. Schmidt lebt noch heute (2004) im Waldviertel,
.............aus dem auch Hitler stammt. Sein Vater Johann und der "Führer" waren Vettern, die Oma und
.............Adolfs Mutter Klara, Schwestern. Hitlers Neffe zweiten Grades Schmidt jr. nennt den
.............toten Hitler "Der Onkel". Sein Vater war Bürgermeister und NS-Ortsbauernführer in Mistelbach.
2. Ignaz Koppensteiner *1901 - †1949 ∞ Maria Koppensteiner, geb. Schmidt *1899 - †1953
..........|- Kinder (Ignaz & Maria)
.......1. Adolf Koppensteiner *1940, Hitlers Grosscousin
3. Eduard Schmidt *1901 - †1951 (Kinder?)
4. Anton Schmidt (jr.) *1908 - †1983 (Kinder?) - Hitlers Neffe
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... weitere Verwandte Hs. leben heute noch u.a.  in Linz (ÖS), München (DT), Long Island (USA)
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Lebensstationen, Personen & Ereignisse (Alter von A. Hitler)
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1871-1888
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18.01.1871: Proklamierung des Deutschen Kaiserreiches im Schloss von Versailles. König Wilhelm I. *1797 - †1888 wird erster deutscher Kaiser ; Otto von Bismarck *01.04.1815 - †30.07.1898 wird erster Reichskanzler

03.03.1871: Erste Wahl zum Deutschen Reichstag
16.04.1871: Berlin wird deutsche Reichshauptstadt
1871 Hs. Vater Alois wird in den gehobenen Dienst befördert und nach Braunau am Inn versetzt
1875 Hs. Vater Alois wird kaiserlich und königlicher (k.u.k.) Zollamtsoffizial in Braunau am Inn
06.06.1876: Hs. Vater nahm bei dem Notar Josef Penkner in Weitra - eine amtl. Umbenennung des Familiennamens von Ziehvater -> Johann Nepomuk Hüttler und Alois Mutter -> Maria Anna Schicklgruber in die Schreibweise >Hitler<.

Als Zeugen fungierten Alois Schicklgrubers Schwiegersohn Josef Romeder (a. Q. Joseph - auch Rommeder, Rameder), Engelbert Pantisch (a. Q. Pautsch, Paukh), Johann Breiteneder (a. Q. Breireneder).

Anmerkung: Der Name Hitler entstand aus den Nachnamen Hüttler und Hiedler, wo bei es unklare Punkte des Zustandekommens gibt. (Literatur: John Toland, "Adolf Hitler", S. 21)

Am 23.11.1876 Eintrag im Taufbuch durch Pfarrer Josef Zahnschirm
1885 Hs. Vater Alois (48 Jahre) heiratet ∞ in dritter Ehe die 25 Jahre alte -> Klara Pölzl, mit der er sechs Kinder zeugt, von denen nur Adolf (*1889 - †1945) und (*1896 - †1960) überlebten -> Familie

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1889-1899 (0-10)
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1889 Adolf Hitler wird in Braunau, Oberösterreich geboren -> Person, Herkunft, Familie
1890 Umzug der Familie nach Gross-Schönau (Nieder-ÖS)

1892 Umzug der Familie nach Passau (DT), da Hs. Vater, gerade zum Zollamtsoberoffizial befördert, hier hin versetzt wurde - bis 1895

April 1894 Versetzung des Vaters nach Linz (ÖS)

Februar 1895 Übersiedlung nach Hafeld, Gemeinde Lambach an der Traun bei Linz (ÖS) ; Haus- u. Grundstückskauf des "Schrottau-Gut" am 04.02.1895, mit ca. 40.000 m² Grundbesitz - Verkauf im Frühjahr 1897 / Alois betrieb hier auch wieder eine Bienenzucht

01.05.1895 Hs. Einschulung und Besuch der Volksschule in Fischlham bei Lambach

Die Sommerferien verbrachte H. gern in Spital Haus Nr. 36 (Österreich)

25.06.1895 aus gesundheitlichen Gründen, vorzeitige Pensionierung seines Vaters nach 40 Dienstjahren (er bekam zuvor jährlich 2.600 Kronen Gehalt, jetzt 2.196 Kronen Pension)

Juli 1897 Übersiedlung nach Lambach an der Traun. H. besucht da die 2. Klasse der Klosterschule eines Benediktinerstiftes

1898 H. besucht die 3. Klasse der Klosterschule ; wird Mitglied des Stift-Knabenchors und Messdiener

14.11.1898 Kauf eines Haus (7.700 Kronen) durch den Vater in Leonding bei Linz (Oberösterreich). Einzug im Februar 1899 gegenüber dem Friedhof. H. besucht die 4. Klasse der dortigen Volksschule. H. schreibt gute Noten, er ist lebhaft und aufgeweckt

1899/1900: Besuch der 5. Klasse in Leonding

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1900 (11)
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um 1900 in Oberösterreich 1.102 Juden, in Linz 587, Urfahr 184 / 1910 lebten in Oberösterreich 1.215 Juden, in Linz 608, Urfahr 172

Montag, 17.09.1900: Besuch der 1. Klasse der Staatsrealschule in Linz (wird nicht versetzt, Note 5 in Naturgeschichte und Mathematik)

Adolf erhält Tadel, ist unkonzentriert, flüchtet sich in Tagträume, ist Besessen von den fiktiven Erlebnissen seines Lieblingsschriftstellers -> Karl May

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1901 (12)
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1901/1902: Wiederholung der 1. Klasse der Staatsrealschule in Linz

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1902 (13)
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1902/1903: Besuch der 2. Klasse der Staatsrealschule in Linz, Versetzung erst nach Nachprüfung

Mitte August 1902: Hs . Vater Alois bekommt nach dem Abladen von schweren Kohlesäcken einen Blutsturz

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1903 (14)
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Sonntag, 03.01.1903 ca. 10:00 Uhr: Hs. Vater Alois stirb im Wirtshaus "Wiesinger". Todesursache Lungenblutung. Beerdigung auf dem Friedhof der katholischen Kirche in Leonding.

Anmerkung: Am 28.03.2012 wurde das Grab von Hitlers Eltern durch den Friedhof offengelassen und der Grabstein entfernt. Die Grabstelle kann neu genutzt werden (Stand: 2012, ORF).

H. lebt nach dem Tod des Vaters -> Alois ab 1903 bis 1907 zusammen mit seiner Mutter von deren Witwenrente. Adolfs Vormund war der Bauer Josef Mayrhofer.

1903/1904: Besuch der 3. Klasse der Staatsrealschule in Linz, Versetzung erst nach Nachprüfung und Abgang nach Steyr

1903 Gründung der DAP (Deutschen Arbeiterpartei) in Wien - Zusammenschluss von Arbeiterführern (Franz Stein *1868 - †1943, Ferdinand Burschofsky, Hans Knirsch) und der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner. Sie war gegen alle nichtnationalen Bestrebungen und gegen die Sozialdemokratie in Österreich. 1919 wird die -> DAP in München nach deren politischen Vorbild gegründet.

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1904 (15)
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1904/1905: Besuch der 4. Klasse der Staats-Oberrealschule in Steyr
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1905 (16)
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Juni 1905 Hs. Mutter Klara verkauft das Haus in Leonding für 10.000 Kronen (eigtl. nur 7.480 Kronen) : zieht mit den Kindern Paula und Adolf (blieb bis Feb. 1908) nach Linz in die Humboldtstr. 31, Zweizimmerwohnung, 3. Stock (Quelle: Werner Maser "Hitlers Briefe und Notizen", S. 33/34, 1973 Econ Verlag)

Frühsommer 1905 oder 1906: H. sieht erstmals -> Stefanie Richter (Platonische Liebe Hs.)

16.09.1905: bestandene Nachprüfung in Geometrie (in Steyr)

Herbst 1905 Abbruch der Schule in Steyr, da H. an einer Lungenentzündung leidet. Er geht bis zum Frühjahr 1906 zu seinen Verwandten nach Spital (ÖS) /// Hs. Abschlusszeugnis vom 16.09.1905 - kein Abschluss - u.a. in Religion: "genügend" (Lehrer Franz Sales Schwarz *1849 - †1912)

Hitler hat keine Berufsausbildung

H. lernt seinen Jugendfreund -> August Kubizek (Sohn eines Linzer Polsterers) im Herbst 1905 in der Oper in Linz kennen

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1906 (17)
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Mai/Juni 1906 erste Reise nach Wien (14 Tage/4 Wochen?)

Okt. 1906 bis Jan 1907 H. nimmt Klavierunterricht bei Josef Prewatzki-Wendt, der Militär-Musiklehrer war

November 1906 H. sieht und erlebt erstmals Richard Wagners "Rienzi".

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1907 (18)
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Januar 1907, die Erkrankung seiner Mutter verschlechtert sich. Klara ging erstmals am Montag, den 14.01.1907 zu ihrem jüdischen Hausarzt Dr. med. Eduard Bloch *30.01.1872 [Frauenberg, Südböhmen] - †01.06.1945 [Bronx, New York, USA]. Er stellte eine bösartige Geschwulst im kleinen Brustmuskel fest. Durch das Ausbrennen mit Jodoform versuchte der Arzt den Tumor am Wachsen zu hintern. Klinikaufenthalt vom 17.01. bis 05.02.1907. Am 18.01.1907 wird seiner Mutter im Linzer Krankenhaus ein Tumor entfernt. Am 22.10.1907 stand die Hoffnungslosigkeit der Erkrankung von Klara Hitler fest. Dr. Bloch war ein Armenarzt und eine der grossen Autoritäten in Linz in der jüdischen Gemeinde.

Das Leid und der Tod seiner Mutter sowie die Behandlung durch ihren Arzt, löste nach neusten Forschungen, Hitlers zunehmenden Hass (ab den 30er Jahren) gegen die Juden aus. 1939 (), 1941/42 war es auch Hs. Entscheidung, alle Juden zu vernichten. Hitler war Dr. Bloch gegenüber stets dankbar, was er für seine Mutter tat. Er stellte ihn unter seinen persönlichen Schutz, wanderte jedoch aus. (Quelle: "Die Stimmen der Toten: Adolf Hitler" Discovery Channal, 2005)

H. ist zw. Herbst 1907 bis 1913 Gelegenheitsarbeiter in Wien (6. Bezirk, Stumpergasse 31) u.a. als Kunstmaler, Kofferträger,..., tätig / politische Einflüsse erhielt H. durch den Antisemiten und "Führer" der Alldeutschen Georg Ritter von Schönerer *17.07.1842 [Wien, ÖS] - †14.08.1921 [Schloss Rosenau, Gemeinde Zwettl, Niederösterreich, Waldviertel] und seinem nationalen-antisemitischen "Alldeutsches Tagblatt" (herausgegeben 1903 in Wien) und der Personen Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen *01.04.1815 [Schönhausen, Altmark] - †30.07.1898 [Friedrichsruh bei Hamburg], Guido von List *05.10.1848 [Wien] - †17.05.1919 [Berlin], Josef Lanz alias Jörg Adolf Georg Baron Lanz von Liebenfels *19.07.1874 [Wien] - †22.04.1954 [Wien], -> Dr. Karl Lueger, Franz Stein *1868 - †1943 und Karl Hermann Wolf *1862 - †1941.

Anfang Sept. 1907 Hs. zweite Reise nach Wien

01.10. und 02.10.1907: erste und 1908 zwei gescheiterte Bewerbungen an der Wiener Akademie der Bildenden Künste am Schillerplatz ; erster Prüfungsteil 1907: Klausur-Komposition besteht er, beim Probezeichnen fällt er gemeinsam mit 51 weiteren Prüflingen durch - "ungenügend" ...

Winter 1907 Umzug nach Urfahr, Hauptstr. 6, nach 14 Tagen Umzug in die Blütenstrasse 9, 1. Stock

November 1907 seine Mutter liegt in Linz-Urfahr, er kehrt zurück um sie zu pflegen

Samstag, †21.12.1907 02:00 Uhr stirbt Hs. Mutter -> Klara. Die Beisetzung findet am 23.12.1907 in Leonding in der Grabstelle neben ihrem Mann Alois statt. Trauergäste sind einige Verwandte, Jugendfreund -> A. Kubizek und Bewohner der Blütenstrasse 5 (Stadtteil Urfahr, 4040 Linz). Hitler und seine Schwester Paula erhalten eine monatliche Weisenrente von 25 Kronen.

Anmerkung: Am 28.03.2012 wurde das Grab von Hitlers Eltern durch den Friedhof offengelassen und der Grabstein entfernt. Die Grabstelle kann neu genutzt werden (Stand: 2012, ORF).

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1908 (19)
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Mitte Februar 1908 verlässt er die Stadt Linz auf Dauer, nachdem er den Nachlass für sich und seiner Schwester Paula geregelt hat. Zieht mit seinem Linzer Freund und Musikschüler August Kubizek nach Wien, wo beide für einige Monate in der Stumpergasse 31 im Hinterhof) wohnen ; Hs. Begegnung mit dem Bühnenbildner Alfred Roller *1864 - †1935

September 1908: erneute Aufnahmeprüfung an der Wiener Akademie der Bildenden Künste ; Seine Klausur-Komposition wird anders als im Sept. 1907 als "unzureichend" beurteilt ; Nachdem Scheitern will H. August Kubizek nicht mehr begegnen, der seit Mitte September seine Wehrpflicht ableistet. Hs. Umzug am 18.09.1908 in die Felberstr. 22/III. Z.: 16 ;

H. taucht somit unter, ist für Kubizek und die Behörden nicht auffindbar.

18.11.1908: H. meldet sich als "Student" wieder polizeilich an
November 1908: Kubizek kehrt nach Wien zurück

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1909 (20)
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1909: H. trifft den Rassisten und Ordensgründer -> Jörg Lanz von Liebenfels

August 1909: Wechsel der Wohnung am 20.08., wo er sich ein Zimmer in der Sechshauser Str. 58/II nahm und bis zum 16.09.1909 blieb

16.09.1909: Umzug in die Simon-Denk-Gasse bis Ende November 1909
wohnte zw. Dez. 1909 / Feb. 1910 bis Mitte Mai 1913 im Männerheim Meldemannstr. 27 in Meidlingen, 20. Bezirk, Wien ; drei Jahre lebte H. vom kläglichen Verkauf von Postkartenmotiven und selbst gemalten Bildern, die der Landstreicher -> Reinhold Hanisch für H. vertrieb

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1910 (21)
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Der Wiener Bürgermeister Dr. Karl Lueger *1844 [Wien] - †10.03.1910 stirbt. Hitler hat in ihm sein Vorbild gefunden - als Volkstribun und Redner

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1911 (22)
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Die ersten Bombenabwürfe der Weltgeschichte im Tripoliskrieg (1911/1912, Untergang des Osmanischen Reiches), Die Italiener erobern Tripolis und die Kyrenaika, besetzen den Dodekanes
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1912 (23)
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...

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1913 (24)
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24.05.1913: Übersiedlung von Wien nach München (verlässt am 25.05. Wien!). Polizeilich gemeldet war H. seit 26.05. in der Schleißheimer Str. 34/III bei Schneidermeister und Geschäftsinhaber Josef Popp.
Am 03. Juni 1913 erfuhr H. von der Münchener Kripo das er sich 20.01.1914 in Linz zur Musterung einzufinden habe. Durch seine geschickte Argumentation (u.a. an den Magistrat, Abt. II, in Linz) wurde H. nicht an die österreichischen Behörden ausgeliefert.

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1914 - 1917 (25-28)
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28.06.1914: Der habsburgische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Ehefrau Sophie werden bei einem Attentat in Sarajewo getötet. Das Attentat dient als Auslöser für den Ersten Weltkrieg. Kaiser Wilhelm II. hat einen Anlass für den längst geplanten Eroberungskrieg.

01.08.1914: Beginn des I. Weltkrieges / Der erste moderne Krieg mit Panzern, Maschinengewehre, Granaten, Giftgas, Zeppeline - die es zuvor nicht gab.

02.08.1914: H. ist auf einem Photo zu einer Kundgebung auf dem Odeonsplatz in München zusehen. Ob H. in das Photo hineinkopiert wurde, wird angenommen. H. war aber an diesem Tag im München. Von Heinrich Hoffmann, Hs späteren Cheffotografen, wurde das Bild hunderttausendfach verbreitet als Beweis für Hitlers patriotischer Teilnahme an der Seite der Deutschen. (Buchtipp: "Hitlers erster Krieg" von Thomas Weber *1974, List Taschenbuch, Ullstein, 2012)

August 1914: H. besucht Nürnberg

16.08.1914: Hitlers Eintritt (als österr. Staatsbürger) in das 2. bayerische Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 16 (Regiment 'List') als Melder, ging es 65 Tage später an die Front

26.08.1914: Kriegserklärung von Österreich-Ungarn an Serbien
01.11.1914: H. wird Gefreiter, versetzt am 09.11.1914 zum Regimentsstab

1914-1918: Hs. Auszeichnungen "Eiserne Kreuz" 2. Klasse (02.12.1914), "Militärverdienstkreuz" 3. Klasse mit Schwertern (17.09.1917), "Regimentsdiplom" (09.05.1918), "Verwundetenabzeichen" (18.05.1918), "Eiserne Kreuz" 1. Klasse (04.08.1918, a.Q. 08.08.1918), das ihm der jüdische Leutnant und Regimentsadjutanten Hugo Gutmann (*19.11.1880 Nürnberg - †vor 1971 USA) verlieh (Anmerkung: Hitler hatte keine besonderen Einsätze oder "Heldentaten" vollbracht, die ihn allein diese Auszeichnungen tragen liessen.)

H. wird mehrfach verwundet, u.a. am 05. oder 07.10.1916 bei der Schlacht an der Somme durch Granatsplitter im linken Oberschenkel. 13./14.10.1918 Giftgasangriff, dennoch hatte H. nach neusten Forschungen nur eine psychosomatische Erblindung, nicht in Folge durch Senfgas (Gelbkreuz-Stickstofflost).

Die furchtbaren Fronterlebnisse 1914-1918, die Novemberrevolution 1918, werden Hs. Handeln und Denken bis 1945 prägen. H. hat nur 11 Tage in diesen Monaten - Oktober 1914 und Oktober 1918 - an vorderster Front "gekämpft"!

21.02.1916-20.12.1916: blutigste Schlacht des Ersten Weltkrieges bei Verdun mit mehr als 300.000 Toten
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1918 (29)
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1917/1918, München: Gründung der völkisch-antisemitischen Thule-Gesellschaft, einer logenartigen Vereinigung, hervorgegangen aus dem Germanen-Orden (Sekte, gegr. 1912 in Leipzig). Mitglieder waren u.a. -> Alfred Rosenberg, -> Rudolf Heß, -> Karl Harrer, -> Gottfried Feder, -> Dietrich Eckart, Julius F. Lehmann, -> Hans Frank. Thule-Vorsitzender: Rudolf Freiherr von Sebottendorf *1875 - †1945

1918/1919: H. war Spitzel der Reichswehr um Parteien und Organisationen auszuspionieren. So gelangte er 1919 zur DAP

03.10.1918: Prinz Max von Baden *10.07.1867 [Baden-Baden] - †06.11.1929 [Konstanz] wird letzter Reichskanzler des deutschen Kaiserreichs (bis 09.11.1918)

Herbst 1918: Gründung der politischen Gruppe "Politischer Arbeiterzirkel" durch Anton Drexler und Karl Harrer in München -> später DAP

11.11.1918: Ende des I. Weltkrieges mit 10-17 Millionen Tote, davon 6 Millionen Zivilisten ; 20 Millionen Verwundeter, 60.000.000 Soldaten aus fünf Kontinenten (40 Staaten) waren im Kriegseinsatz. Das Deutschen Reich (2 Millionen Tote) wurde allein schuldig gesprochen

Folgen: Reichswehr von 420.000 auf 100.000 Soldaten, Marine auf 15.000, Luftwaffe auf Null

21.11.1918: Hs. Rückkehr nach München, wo er wieder zu seinem alten Regiment zurückkehrt. Er ist "heimatlos im Geiste". Schliesst sich der Räterepublik an und wird stellv. Bataillonsrat (19 Stimmen) - bis Mai 1919
24.11.1918: Deutschnationale Volkspartei (DNVP) gegründet
.Dezember 1918: Der Stahlhelm wurde von Franz Steldte gegründet
15.12.1918: Deutsche Volkspartei (DVP) unter Stresemann gegründet
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1919 (30)
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1919-1933: Zeitspanne der Weimarer Republik

ab 1919 beginnt H. seine politische Laufbahn, geprägt durch seine Fronterlebnisse im I. Weltkrieg, Hass auf den Versailler Vertrag (28.06.1919), völkischen-antisemitisches Gedankengut. Er findet Gefolgsleute wie Rudolf Heß

01.01.1919: Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) [Nicht zu verwechseln mit der DKP (Deutsche Kommunistische Partei)]
DAP: Deutsche Arbeiterpartei, Gründung am 05.01.1919 in München von Schlosser Anton Drexler *13.06.1884 - †24.02.1942 ; -> Gottfried Feder ; -> Johann Dietrich Eckart ; Sportjournalist  Karl Harrer *1890 - †05.09.1926 // Die DAP entstand aus Anhängern der Thule-Gesellschaft, dem Germanenorden und dem Reichshammerbund, nahm Eintrittsgeld zu ihren Veranstaltungen / Verbot der NSDAP im September 1945 durch die Alliierten und als verbrecherische Organisation /// -> DAP 1903
21.02.1919: Der Bayerische Ministerpräsident (USPD) Kurt Eisner *14.05.1867 [Berlin] - †21.02.1919 [München], wird in München auf offener Strasse vom 22-jährigen ehemaligen Leutnant Graf Anton Arco auf Valley *1897 - †1945 erschossen
23.03.1919: Gründung der "Fasci di combattimento" in Mailand, Italien
Mai 1919: Zerschlagung der kommunistischen Räterepublik im Deutschen Reich
20.08.1919: Hitlers erstes Referat im Auftrag des Militärs im Durchgangslager Lechfeld
H. ist am 12.09.1919 auf einer DAP-Versammlung im "Sternecker Bräu" in München, wird am 18.09.1919 DAP-Mitglied Nr. 55!*, Hs. Mitgliedskarte vom 01.01.1920 Nummer 555. Er wurde durch Anton Drexler als Werbeobmann eingesetzt.

H. war ausserdem Mitglied Nr. 7 im Arbeitsausschuss der DAP ("Politischer Arbeitszirkel")

*Um in der damaligen Zeit eine höhere Mitgliederzahl vorzutäuschen, begann man mit der Zahl 501. Somit war Hitler Mitglied Nr. 555!!

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1920 (31)
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Jan. 1920: H. ist mit der Parteipropaganda der DAP beauftragt worden

1920: H. bekommt sein erstes Auto (dt. Tourenwagen "Selve"). Eine Fahrerlaubnis hatte er bis zu seinem Tod nicht.

24.02.1920: H. verkündet im Münchner Hofbräuhaus vor 2.000 Menschen das 25-Punkte umfassende Parteiprogramm. Von diesem Zeitpunkt an heisst die DAP NSDAP! ; seit 21.07.1921 ist H. Parteivorsitzende, bekommt das Goldene Parteiabzeichen der NSDAP ; die Partei bekam durch Mitgliederspenden und zahlreiche Personen des Grosskapitals das Geld für ihre Veranstaltungen und Wahlkämpfe, nach 1933 konnte sich die Nazi-Partei durch Vermögensentzug (Personen, Firmen) das dem Reich verfiel, bereichern und vergrössern.

März 1920: neuer Reichskanzler Hermann Müller *1876 - †1931

13.03.1920: erster Staatsstreich im Deutschen Reich im 20. Jahrhundert. Der "Kapp-Lüttwitz-Ludendorff-Putsch" durch die Brigade des Marineoffiziers Hermann Ehrhardt *29.11.1881 [Diersburg, Baden, DT] - †27.09.1971 [Brunn am Walde, ÖS] ; 23.07.1923 Prozess gegen den Chef der rechtsradikalen OC - "Organisation Consul", der spätere "Wiking-Bund", löste einen Generalstreik aus. Dann endete der Putsch.

01.04.1920: H. wird aus dem deutschen Heer entlassen

07.08.1920: Hs. Teilnahme als Delegierter am Treffen der österreichischen Nationalsozialisten in Salzburg

29.09.1920: H. hält das erste Mal eine Rede in Österreich

Dez. 1920: erwarb H. für 60.000 Reichmark den herunter gekommenen "Völkischer Beobachter" ("VÖB"), das Hetzblatt der NSDAP gegen die Feinde im späteren NS-Reich. -> Dietrich Eckart und -> Ernst Röhm vermittelten H. das Geld.

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1921 (32)
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08.03.1921: Weltfrauentag, von W. I. Lenin eingeführt
29.07.1921: Rede Hs. im Zirkus Krone

29.07.1921: H. wird Erster Vorsitzender der NSDAP, -> Anton Drexler wird Ehrenvorsitzender / H. ist von 1921-1933 Zentralgestalt der NSDAP

August (im VÖB) bzw. ab Dez. 1921 wird H. erstmals als "Führer" bezeichnet (Erinnerungen von Duzfreund -> Dietrich Eckart)

04.11.1921: Hs. Namensgabe "SA - Sturmabteilung" - nach dem bei einer Parteiversammlung im Münchner Hofbräuhaus die als Ordnungsdienst eingesetzten Schlägertrupps der NSDAP gegen Zwischenrufe aus der SPD ganz Arbeit geleistet hatten. Die SA wuchs zur grössten Organisation des NS-Staates auf, wurde nach dem "Röhm-Putsch" am 30.06.1934 aber politisch bedeutungslos ; -> SS-Gründung (-> 1925)
SA-Stabschefs: u.a.
-> Emil Maurice, SA/SS-Gründer
-> Hermann Göring, Aufbau 1922, 01.03.1923 SA-Kommandant
-> Ernst Röhm, Ausbau 1923 - 25 und 1931 - 30.06.1934 Stabschef

Franz Pfeffer von Salomon, 1926 - August 1930, erster SA-Stabschef, *19.02.1888 [Düsseldorf] - †12.04.1968 [München]

-> Viktor Lutze, 30.06.1934 - 1941 Ruhestand
Wilhelm Schepmann, Mai 1943 - April 1945, SA-Ogrf., 1922 NSDAP,  *17.06.1894 [Hattingen] - †26.07.1970 [Gifhorn]

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07.11.1921: Gründung des "Partito Nazionale Fascista" ("PNF") in Rom, Italien
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1922 (33)
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16.04.1922: Vertrag von Rapallo zwischen der Russ. Sowjetrepublik und dem Deutschen Reich

24.06.1922: Der dt. Industrielle und Reichsaussenminister (1922) Walter Rathenau (*29.09.1867 [Berlin] - †24.06.1922 [Berlin] (DDP) wird von Mitgliedern der rechtsradikalen "Organisation Consul" ermordet

24.06.-27.07.1922: H. sitzt im Gefängnis in München-Stadelheim ein
18.07.1922: Der Deutsche Reichstag verabschiedet das Republikschutzgesetz

27.-31.10.1922: Der "Marsch auf Rom" italienischer Faschisten führt zur Ernennung von B. Mussolini zum ital. Staatschef

30.11.1922: H. ist Hauptredner bei einer grossen NS-Kundgebung in München
Ende 1922: über 20.000 NSDAP-Mitglieder
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1923 (34)
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Hs. Anwalt Lorenz Roder *1881 - †1958

H. besucht die Schweiz (Zürich)

1923: Sowjetunion wird gebildet

11.01.1923: Besetzung des Ruhrgebietes durch belgische und französische Truppen

27.01 - 29.01.1923: 1. NSDAP-Parteitag in München ; 28.01.1923 Marsch der SA auf dem Marsfeld (Nürnberg)

April 1923: Erstes Zusammentreffen mit Dietrich Eckart und H. in Berchtesgaden, Bayern

Juni 1923: Der Haupttheoretiker der Jungkonservativen Arthur Moeller van den Bruck *23.04.1876 - †30.05.1925, Suizid - veröffentlich sein Buch "Das Dritte Reich". Es setzt sich mit den Parteien, dem Parlamentarismus und Liberalismus auseinander. Das Buch versteht sich als Abrechung. Den Begriff -> "Drittes Reich" übernehmen die NS für ihre Zwecke.

14.07.1923: H. auf der Grosskundgebung im Zirkus Krone in München

September 1923: Erste bekannte Filmaufnahmen von Hitler ("Deutscher Tag", Nürnberg) Anmerkung: Ein Filmausschnitt aus dem Jahr 1919 zeigt wahrscheinlich auch Hitler (Quelle: TV-Dokumentation "Hitler privat - Das Leben des Diktators Teil 1" ©2006 ZDF)

17.09.1923: Rede Hs. in Bayreuth

01.10.1923: H. besucht erstmals die Villa "Wahnfried" (lernt Winifred Wagner kennen) in Bayreuth ; Hs. letzte Rede vor seiner Verhaftung

Nov. 1923: NSDAP hat 55.000 Mitglieder
Nov. 1923: 1 US-Dollar ist 4,2 Billionen Reichsmark wert

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| UpDate: 18. Juni 2018

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08./09.11.1923 Hitler-Ludendorff-Putsch in München durch -> SA-Kampfbund (ca. 40 Personen) inszeniert ; insgesamt verfügte H. über 2000 Personen ; Idee war Mussolinis "Marsch nach Rom" vom 28.10.1922 ; Der H.-Putsch richtete sich gegen die ausgehende zentralistische Macht von Berlin. Hitler wollte eine "Nationale Revolution" ausrufen und eine Reichsregierung in Bayern einsetzen. 16! Hitleranhänger + 4 Polizisten + 1 Passant** wurden bei dem Feuergefecht mit Waffen getötet.

H. wird am 11.11.1923 in Uffing am Staffelsee verhaftet, nach München gebracht und vom Volksgericht München I am 01.04.1924 zu 5 Jahren Festungshaft in Landsberg am Lech verurteilt - vorzeitige Entlassung am 20.12.1924 (abgesessene Haftstrafe knapp 8 Monate) / Prozess vom 26.02.-01.04.1924

Mitverschwörer neben H.: Generalstaatskommissar Gustav Ritter von Kahr *1862 - †1934, Ehrenvorsitzender von verschiedenen Vaterländischen Orden, sollte Statthalter werden ; Generaloberst Hans von Seeckt (Chef der Reichswehr von 1920-1926) *1866 - †1936 ; General Otto von Lossow *1863 - †1938 - Reichswehrkommandant; General Erich Ludendorff *09.04.1865 [Kruszewnia, Posen] - †20.12.1937 [Tutzing, Oberbayern] (General I. WK, rechtsradikaler Nationalist, Rassist, Verfasser der "Dolchstoss"-Legende, 1920 Kapp-Lüttwitz-Putsch) ; Polizeipräsident Hans Ritter von Seisser, Generaloberst *22.04.1866 - †27.12.1936 ; Max Erwin von Scheubner-Richter *1884 [Riga] - †09.11.1923 ; Oberstleutnant Hermann Kriebel *1876 - †1941 ; Dr. Friedrich Weber *1892 - †1954 (Tierarzt, Führer des -> "Bund Oberland"), ...

Hs. jährlicher "Gedenkmarsch zur Feldherrnhalle" in München, wegen der 16 am 09.11.1923 um 12:30 Uhr getöteten H.-Anhänger* ("Helden der Bewegung", "Märtyrer", "Blutzeugen") die eine Ehrentempelanlage zwischen 1933/34 am Königsplatz in München erhielten. 1945 werden diese Tempel gesprengt.

DIE TOTEN PUTSCHISTEN* VOM 09.11.1923 IN MÜNCHEN

1. Felix Alfarth (Kaufmann) *05.07.1901
2. Andreas Bauriedl (Hutmacher) *04.05.1879
3. Theodor Casella (Bankbeamter) *08.08.1900
4. Wilhelm Ehrlich (Bankbeamter) *19.08.1894
5. Martin Faust (Bankbeamter) *27.01.1901
6. Anton Hechenberger (Schlosser) *28.09.1902
7. Oskar Kaufmann (Kaufmann) *04.01.1875
8. Karl Kuhn (Oberkellner) *26.07.1897
9. Karl Laforce (Ingenieurstudent) *28.10.1904
10. Kurt Neubauer (Diener) *27.03.1899
11. Claus von Pape (Kaufmann) *16.08.1904
12. Theodor von der Pfordten (Rat am Obersten Landesgericht) *14.05.1873
13. Johann Rickmers (Rittmeister a.D.) *07.05.1881
14. Max Erwin von Scheuber-Richter (Ingenieur) *09.01.1884 Riga
15. Lorenz Ritter von Stransky (Ingenieur) *14.03.1899
16. Wilhelm Wolf (Kaufmann) *19.10.1898

* 16 Tote - 14 Tote Putschisten am Odeonsplatz, 2 Tote Putschisten in einer Kaserne / ** 4 tote Polizisten der Bayerischen Landespolizei: Friedrich Fink, Rudolf Schraut, Nikolaus Hollweg und Max Schobert.

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Die verurteilten Teilnehmer des Putsches waren u.a.:
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-> Erich Ludendorff, -> Alfred Rosenberg, -> Gregor Strasser
sowie im Gefängnis in Landsberg am Lech:
-> A. Hitler, -> Rudolf Heß, -> Julius Streicher, -> Max Amann,
-> Julius Schreck, -> Emil Maurice, -> Walther Hewel,
Hermann Kriebel *20.01.1876 [Germersheim] - †16.02.1941 [] - 1920 NSDAP, 1933 SA-Grf., 1939 Abtl. Personal im Auswärtigen Amt
Josef Berchthold *06.03.1897 [Ingolstadt, DT] - †23.08.1962 [] / 1926 erster Reichsführer-SS), 1922/23 organisierte zusammen mit E. Maurice und J. Schreck die neu gegründete Stabswache, Stosstrupp "Adolf Hitler", die spätere Schutzstaffel "SS" (ab 1925)
-> Ernst Haug (Hs. Chauffeur), *1898 - †?
Edmund Heines *21.07.1897 [München] - †30.06.1934 [Bad Wiesensee] ermordet,
Friedrich Weber *30.01.1892 [Frankfurt a. Main, DT] - †14.07.1955 / Zahnarzt, Führer des Bundes Oberland, SS-Gruppenführer und Reichstierärzteführer
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15.11.1923: Einführung der Rentenmark zur Beendigung der Inflation
23.11.1923: Verbot und Auflösung der KPD und NSDAP
01.12.1923: der Tarnverein "Deutsche Block Bayreuth" / "Völkischer Bund" wird gegründet (Vors. Christian Ebersberger)
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1924 (35)
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Verbot der NSDAP bis Dez. 1924 in Bayern
01.01.1924: Alfred Rosenberg gründet die GVG - "Großdeutsche Volksgemeinschaft" als Tarnorganisation für die NSDAP
01.04.1924: Haftantritt (verurteilt zu 5 Jahren Festungshaft)  - H. wird aus der -> Untersuchungshaft in das Gefängnis nach Landsberg am Lech überführt. Während der Haft schreibt H. den ersten Band seines Buches -> "Mein Kampf" (Bd I: 18.07.1925 ; Bd II: 11.12.1926)
04.05.1924: 1. Reichstagswahlen Nationalsozialisten/Deutschvölkische 6,5%, DNVP 19,5%, DVP 9,2%, Zentrum 13,4%, BVP 3,2%, DDP 5,7%, SPD 20,5%, KPD 12,6%
16.07.-16.08.1924: Londoner Konferenz. Annahme des DAWES-Plans, der am 29.08.1924 vom deutschen Reichstag gebilligt wird. Dieser tritt am 01.11.1924 in Kraft
07.12.1924: 2. Reichstagswahlen NSFP 3,0% (14 Mandate Nationalsozialisten/Deutschvölkische, DNVP 20,5%, DVP 10,1%, Zentrum 13,6%, BVP 3,7%, DDP 6,3%, SPD 26,0% (131 Abgeornete), KPD 9,0%
20.12.1924: H. wird aus der Festungshaft vorzeitig entlassen.
Nach der Festungshaft kauft sich H. über die NSDAP einen Mercedes-Benz-Kompressor (Kfz-Kennz.: II A - 2309) für rund 20.000 Reichsmark.
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1925 (36)
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1925: H. scheidet aus der Österreichischen Staatsbürgerschaft aus. Staatenlos bis 1932.
04.01.1925: H. trifft den bayerischen Ministerpräsidenten Heinrich Held (BVP), um die Wiedereinsetzung der NSDAP zu erreichen. H. wird Held noch zweimal besuchen.
Feb. 1925: J. Goebbels tritt in die NSDAP ein und wird Geschäftsführer des Gaues Rheinland-Nord
16.02.1925: Aufhebung des Verbotes der NSDAP
ab 26.02.1925 erscheint die Zeitung "Völkischer Beobachter" (VÖB), ab April 1925 als Tageszeitung
26.02.1925: Neugründung der NSDAP - durch H. und Rede im Münchener Bürgerbräukeller. 8,5 Millionen NSDAP-Mitglieder bis 1945
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MITSTREITER UM HITLER (um 1925)
-> Rudolf Heß 1925 Sekretär des "Führers"
- Franz Xaver Schwarz

*27.11.1875 [Grünzburg] - †02.12.1947 [Inhaftierungslager Regensburg, Bayern], 1922 NSDAP-Mitgl. Nr. 6  ; 1924 Kassenwart ("Großdeutschen Volksgemeinschaft", die Tarnorg. der NSDAP) ; 21.03.1925 - April 1945 Reichsschatzmeister der NSDAP ; seit 16.09.1931 einziger notariell beglaubigter Generalbevollmächtigter in allen finanziellen Angelegenheiten der NSDAP, ab 29.03.1935 allein verantwortlich für alle Vermögensfragen der Partei und aller ihrer Untergliederungen / Duz-Freund Hitlers / 1932 SS-Eintritt / 20.04.1942 SS-Oberstgruppenführer (?) / im Stab RF-SS / Hauptbeschuldigter (Prozess 1946)

-> Philipp Bouhler .
-> Julius Streicher .
- Rudolf Schüßler

*16.03.1893 [München] - †16.09.1974 [München], Kaufmann ;  DAP-Mitglied Nr. 641 (141.), Dez. 1919 ; erster Geschäftsführer der DAP (05.03.1920-21.07.1921) ; war mit Hitler im I. WK im gleichen Regiment (1914-1918)

- Gottfried Feder

*27.01.1883 [Würzburg] - †24.09.1941 [Murnau, Oberbayern], 1919 DAP-Mitglied Nr. 531 (31.) ; Wirtschaftstheoretiker ; 1924 Mitglied des Reichstages ; 1933 Staatssekretär ; 1934 Reichskommissar für das Siedlungswesen im Reichswirtschaftsministerium ; Präsident des Reichsbunds Deutscher Techniker / schrieb Tagebuch! (1919-1929)

- Hermann Esser

*29.07.1900 [Röhrmoos b. München] - †07.02.1981 [Holzkirchen b. München], fanatischer Antisemit ; 1919 DAP-Mitglied Nr. 502 (2.) ; Duzfreund Hs., oft auf dem -> "Berghof"

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Erste Begleitmannschaft Hs. ab 1925 waren -> Julius Schaub, -> Julius Schreck, Hansjörg Maurer und Friedrich Schneider

April 1925: von der Neugründung im Januar bis April werden 521 NSDAP-Mitglieder neu gewonnen

26.04.1925: -> Paul Ludwig Hans von Hindenburg, zum zweiten Deutschen Reichspräsidenten gewählt.

Ende April 1925: SA-Chef Röhm verlässt bis 1927 die SA.

Wegen Meinungsverschiedenheiten mit H. wird Röhm einige Tage zuvor abgesetzt / -> H. beauftragt seinen Fahrer -> Julius Schreck mit dem Aufbau einer persönl. Leibwache (-> "SS")

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| UpDate: 18. Juni 2018

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Während und nach der Festungshaft in Landsberg am Lech schrieb Hitler zw. Mai 1924-1926 (Band I) seine Programmschrift "Mein Kampf - Eine Abrechnung" und zw. August 1925 und Oktober 1926 (Band II) "Mein Kampf - Die nationalsozialistische Bewegung".

"Mein Kampf" - "... aber dieses Zeugs, ne, und was man aufschlägt, diese laufende Kolumne dadrüber, es ist wirklich ein sprechendes Buch." (Peter Reichel, Historiker)

"Wir sind reif genug, dass wir auch ohne kommentierte Ausgabe auskommen können ..." (Rafael Seligmann, Historiker, Jude)

Die "Bibel" der Nationalsozialisten, so wollte man Hitlers Buch im Deutschen Reich etablieren, hatte zwischen ihrem erscheinen 1925 bis 1945 in 80% aller Haushalte Einzug gehalten. Komplett gelesen haben es wohl die wenigsten. -> mehr

Es wurden mehrfach Texte daraus in NS-Zeitungen und Zeitschriften abgedruckt. Wer wollte, konnte erfahren, gegen wen sich der Hass Hs. richtete. Dieses Buch ist auch heute in den modernen und aufgeklärten Zeiten für viele verblendete Anhänger der Wegweiser und die schriftliche Stimme des Menschheitsverbrechers Nummer 1.

Hintergrund zum Buch: Der Geschäftsführer des parteieigenen Verlags -> Max Amann hatte Hs. Manuskripttitel "4 1/2 Jahre Kampf gegen Lüge, Dummheit und Feigheit / Eine Abrechnung von Adolf Hitler", später durch Amann kurz und einprägsam zu "Mein Kampf" vereinfacht. Historiker gehen heute (ab 2014) davon aus das Rudolf Heß nicht Hs. Manuskript geschrieben hat sondern Hitler selbst. Das Originalmanuskript schenkete H. seiner Gönnerin Helene Bechstein. Der Herausgeber einer antisemitischen Zeitung im oberbayerischen Miesbach Pater Bernhard Rudolf Stempfle (*1882 - †1934) redigierte schrieb Hs. Manuskript stellenweise um.

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Der NSDAP Verlag Franz Eher Nachfolger in München veröffentlichte:

Band I am 18.07.1925 mit 12 Kapiteln (400 Seiten davon 392 Textseiten, für 12,- RM)

Band II am 10.12.1926 mit 15 Kapiteln (davon 354 Textseiten, für 12,- RM)

Beide Bände je 10.000 Stück in der Erstausgabe.

Ein dritter Band über seine Partei, der NSDAP, war als Manuskript im Sommer 1928 fertiggestellt aber nie veröffentlicht worden.

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Der Inhalt Hs. ersten Bandes ist autobiografisch und widerspiegelt u.a. Familiegeschichte, Programmschrift, Rechtfertigung seiner NS-Rassen-Ideologie, Antikommunismus und sein Hass aus den Folgen des Versailler-Vertrag (28.06.1919) sowie seine aussenpolitischen Pläne wieder.

Das Buch (Reproduktion) nachzudrucken war in Deutschland ohne Kommentar verboten (bis 30.04.2015) ; Eigentümer der Schrift (Autorenrecht) sowie das gesamte Hitler-Erbe (Nachlass, Bauten, Grundstücksflächen) ist der Freistaat Bayern (Finanzministerium).

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"Mein Kampf" wurde in mindestens 16 Sprachen übersetzt. Alle Ausgaben für das Ausland wurden inhaltlich gekürzt und Passagen ausgelassen. Keine offizielle französische Ausgabe ("Mon Combat), sondern 1934 von dem Franzosen Fernand Sorlot vollständig übersetzt. Hitler verklagte Sorlot und bekam vor einem französischen Gericht recht. Doch der Franzose verschenke den Rest seiner Bucher.

Auflagen: zw. Juli - Dezember 1925 9.473 Bücher, 1930 54.086, 1931 50.808, 1932 90.351, ab 1933 hunderttausendfach, Gesamtauflage bis Anfang 1943 9.840.000 mal verkauft/verschenkt. (Zahlenquelle vgl. Hermann Hamer "Die deutschen Ausgaben von Hitlers <Mein Kampf>" VJHfZ 1956/2 S. 16 ff.). Druckauflage bis Ende 1944 12,45 Millionen. (Zahlenquelle: Bernd Sösemann, Franz Steiner Verlag)

Anmerkung: Die meisten Menschen haben Hs. Buch nicht komplett gelesen (9% ganz, 20% zum Teil). Darin stehen alle Punkte, die H. im Laufe seiner Regierungszeit umgesetzt hatte u.a. Rückgängigmachung des Versailler Vertrages, Aufrüstung, Krieg, "Arisierung" und die Beseitigung der Juden!

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Von 1948 bis 31.12.2015 lagen die Druckrechte von "Mein Kampf" beim Bayerischen Finanzministerium.
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Anmerkung: Das sehr schwerfällig, wahnerdrückende, wuterhabene und derb zulesende Buch "Mein Kampf" (Ausgaben zwischen 1925-1945) ist ohne Einschränkung in Anitquariaten in Deutschland und weltweit kaufbar. Die Preise liegen zwischen 100 und 15.000 Euro je nach Jahrgang, Auflage und Gruppenausgabe.*

*Gruppenausgaben sind u.a. für die einbändig Volksausgabe (Mai 1930, 1.131 Auflagen), Jubiläumsausgabe (1939) "SS" (), Beamte (), Hochzeitspaare (1936), Blinde () oder verschieden gebundenen Ausgaben in Leder und in ausländischen Sprachen, ...
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"Hitler, Mein Kampf - Eine kritische Edition" Band I und Band II
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© Institut für Zeitgeschichte Seit dem 08.01.2016 (1. Auflage, 4.000 Stück) gibt es eine wissenschaftlich kommentierte und kritische Edition durch das Institut für Zeitgeschichte München - Berlin (IfZ) - im Eigenverlag - in zwei Bänden, ist bereits vergriffen. Die Nachfrage lag bei ca. 15.000 Stück.

Es folgten eine 2. Auflage im Februar 2016, eine 3. Auflage im März 2016, eine 4. Auflage (16.04.2016, 50.000 Stück), eine 5. Auflage (30.05.2016, 85.000 Stück) und 6. Auflage (27.01.2017). Fast 85.000 Doppel-Bände sind bis Ende Dezember 2016 ausgeliefert worden.

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Zum Historiker-Team sowie Autor gehören: Dr. Christian Hartmann *1959 (Herausgeber), Dr. Othmar Plöckinger *1965 (Herausgeber), Dr. Roman Töppel *1976 (Herausgeber), Dr. Thomas Vordermayer *1983 (Herausgeber), Angelika Reizle, M.A. * (Assistentin), Dipl.-Bibl. Martina Seewald-Mooser * (Assistentin), Dr. Pascal Trees *1972 (Assistent) und Adolf Hitler *1889-†1945 (Autor) +++ ISBN 978-3-9814052-3-1, Preis 59,00€, 1968 Seiten!, Gewicht über 5.300 Gramm +++ Buchansicht © Institut für Zeitgeschichte

Anmerkung: Die zweibändige aktuelle Ausgabe der 6. Auflage ist ein gigantischer detailierter und hintergründiger Informationsschatz. Weniger interessant ist der Text von Hitler selbst, sondern die Anmerkungen und Hintergründe durch das Team des IfZ.

Was nicht in den beiden Bänden nachzuschlagen war, ist ein Familienstammbaum mit den genauen Daten von Hitlers Vorfahren. Im ersten Band der kritischen Edition wird auf S. 89 die Aufzählung der -> 16 toten Hitleranhänger (-> "Ehrentafel") bewusst verzichtet.

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05. bis 16.10.1925: Konferenz von Locarno (Kanton Tessin, Schweiz)

09.11.1925: "SS" ("Schutz-Staffel") als Teil der -> SA in München von Julius Schreck (SS-Nr. 1 ) und -> Emile Maurice (SS-Nr. 2 ) in München neu gegründet und diente zunächst dem Schutz Hitlers.

Zuvor entstand die "Stabswache" (März bis Mai 1923), ab Mai 1923 der "Stosstrupp Adolf Hitler" mit 8 Mann - geführt durch -> Julius Schreck - Verbot bis Ende 1924, und ab April 1926 bis 1927 von -> Josef Berchtold). Nachfolger Erhardt Heiden, danach, ab -> 1929 -> Heinrich Himmler (SS-Nr. 168, ab September 1927 stellv. RFSS)

1929 entwarf SS-Obersturmführer Walter Heck das Doppel-Runenzeichen "SS". (Fpn. 08051 / KdF.)

Nach Röhms Ermordung (-> 01.07.1934) wurde im Sommer 1934 durch -> Heinrich Himmler die SS aus der SA ausgegliedert und ab 1936 durch Verschmelzung von Partei und Staatsfunktionen zur politischen Führungsmacht. Mit dem Anwachsen der Aufgabenbereiche gewann die SS zunehmend an Macht im Reich. Zur SS gehörten 12 Hauptämter und 27 Oberabschnitte u.a. Reichsicherheitshauptamt (RSHA), GestapA mit Gestapo (Geheime Staatspolizei, 30.000 Beamte), SD (Sicherheitsdienst), Kriminalpolizei, Waffen-SS, SS-Totenkopf (Einsatzgruppen A-D, -> "T4 Aktion" mit Gaswagen und 6 Tötungsanstalten) und andere Ämter. 1939 waren 250.000 Personen (Schuster, Maurer, Bauern, Akademiker, "von und zu", Adlige - ganz normale Menschen?) in der SS. Aufgaben der SS: u.a. die  Bewachung Hitlers & ranghoher Parteiführer, KZ-Bewachung, Sicherung d. -> Führerhauptquartiere (FHQ), Mord an NS-Gegner, Einsatzgruppen - Mord an ganzen Volksgruppen wie Sinti und Roma (diskriminierend genannte "Zigeuner"), Juden (Glaubensgemeinschaft), Slawen (Region mit eigener Sprache ; Ostfeldzug der Nazis ab 1939/1941), ...

Die Leibstandarte-SS "Adolf Hitler" ging im Dez. 1934 in die Verfügungsgruppe-SS und diese ab 1940 in die Waffen-SS auf. Frauen waren in der "SS" nicht zugelassen. Sie konnten dem "SS-Gefolge" beitreten.

Mitgliederzahlen ("SS"): 1929: 280, 1932: ~52.000, 1933: 209.000 - Gesamtmitgliedszahl: 800.000 Männer

Kein KfZ-Fahrzeug in Deutschland darf "SS" in auf seinem Nummernschild tragen.

Wolfram Sievers, *10.07.1905 [Hildesheim] - †02.06.1948 [Landsberg am Lech] hingerichtet, 1935 Eintritt SS, Reichsgeschäftsführer des SS-Ahnenerbe (AE), verantwortlich für Morde und Menschenversuche ; 1935 wird das AE von ranghohen SS-Führern als Vereinsrechtsform gegründet. mehr...

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-> Wichtigste SS-Führer
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Nach dem -> Juli-Attentat 1944 hatte Hitler den Personenkreis um sich fast ausschliesslich mit SS-treuen Personen gezogen. Hitlers ausführende Mord-Organisation wurde 1946 als <verbrecherische Organisation> verboten.

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1926 (37)
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14.02.1926: "Führertag" der NSDAP in Bamberg - H. sprach zu aussenpolitischen Fragen und zur "Fürstenenteignung" ; Angriff auf seinen innerparteilichen Widersacher Gregor Strasser

März 1926: NSDAP-Mitglieder: ca. 32.000
April 1926: -> J. Goebbels ist von der Strasser-Gruppe zu Hitler übergelaufen.
19.04.1926: Rede Hs. in Stuttgart

Juli 1926: Einrichtung der Reichsorganisationsleitung der NSDAP unter Leitung von -> Philipp Bouhler

03.07. bis 04.07.1926: zweiter Reichsparteitag der NSDAP nach der Neugründung 1925 in Weimar (Thüringen), da dort kein Redeverbot für H. besteht.

1926-1945 Gründung der "Hitler-Jugend" ("HJ"): Jugendorganisation der NSDAP (1936 rd. 6 Millionen Mitgl.) ; 1936 durch Reichsgesetz zur Staatsjugend erklärt

+++ vom 30.10.1931 bis 07.08.1940 von Reichsjugendführer Baldur von Schirach *09.05.1907 [Berlin] - †08.08.1974 [Kröv an der Mosel] ; bis 1943 gelegentlich geladene Gäste auf dem "Berghof" mit seiner Frau Henriette ; Haftzeit 1946-66

+++ ab 08.08.1940 bis April 1945 von Arthur Axmann *18.02.1913 [Hagen] - †24.10.1996 [Berlin], 1931 NSDAP, nach 1945: 3,3 Jahre Untersuchungshaft

>>> Helmut Möckel *21.06.1909 [Vielau] - †15.02.1945 [Darmstadt], Stabsführer der HJ (1940), NSDAP/SS (1930), Stellv. des Reichsjugendführers (1940), MdR (1942)

12.09.1926: Gregor Strasser zum Reichspropagandaleiter bestimmt. -> Nachfolger Goebbels

08.09.1926: Das Deutsche Reich wird in den Völkerbund aufgenommen -> Okt. 1933
01.11.1926: Leitung der SA unter Hauptmann Franz von Pfeffer
07.11.1926 (a. Q. 09.11.): J. Goebbels wird Gauleiter von Berlin-Brandenburg
Dezember 1926: Hs. Buch "Mein Kampf" Teil 2 erscheint
Ende 1926: fast 50.000* NSDAP-Mitglieder (*die Mitgliederzahlen wurden aus Propaganda-Gründen manipuliert!)

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1927 (38)
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1927: Himmler wird stellv. SS-Chef (SS-Stärke: 280)
Januar 1927: Rede Hs. auf einer NSDAP-Versammlung in Meinigen
10.03.1927 das Redeverbot (1924) von Hitler wird von Bayern aufgehoben
19.03.1927 zw. NSDAP und KPD kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen
22.04.1927 das Redeverbot (1924) von Hitler wird von Baden aufgehoben
01.05.1927 redet H. zum ersten Mal in Berlin
05.05.1927: NSDAP-Krawalle bei einer Veranstaltung in Berlin mit Joseph Goebbels
04.07.1927: Goebbels gründet die Zeitschrift "Der Angriff"
19.08 bis 21.08.1927: Dritter Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg
Okt. 1927: Rede Hs. in Hof
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1928 (39)
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März 1928: NSDAP-Mitglieder: ca. 86.000

05.03.1928 die NSDAP eröffnet als erste Partei den Wahlkampf in Bayern. Hitler redete jede Woche mindestens einmal in einer öffentlichen Versammlung

20.05.1928: Reichstagswahlen NSDAP 2,6%, DNVP 14,2%, DVP 8,7%, Zentrum 12,1%, BVP 3,1%, DDP 4,8%, SPD 29,8%, KPD 10,6%

Goebbels in den Reichstag gewählt

Sommer 1928: H. schreibt sein "Zweites Buch" (wurde nicht veröffentlicht). Es handelte sich um das Manuskript zu seinen Fronterlebnissen während des Ersten Weltkrieges.

30.08.1928: Rede Hitlers vor der Führung der NSDAP in München
28.09.1928: das Redeverbot (1924) von Hitler wird von Preußen aufgehoben
16.11.1928: H. redet zum ersten mal bei einer öffentlichen Kundgebung im Sportplast in Berlin. Die Rede wird als Enttäuschung durch die Tageszeitungen gewertet.
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1929 (40)
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1929: 300 SS-Mitglieder

Januar 1929: fast 3 Millionen -> Erwerbslose

1929: NS-Lehrerbund gegründet (Hans Schemann, *06.10.1891 [Bayreuth] - †05.03.1935 [Bayreuth], Flugzeugabsturz

06.01.1929: Heinrich Himmler wird Reichsführer SS

Jan. 1929: die SS hat 280 Mitglieder als H. Himmler an deren Spitze trat, Ende 1929 sind es 1.000 Mitglieder, 1933 52.000 Mitglieder

Februar bis Juni.1929: In Paris handeln Finanzexperten den Young-Plan aus

1929: H. zieht von seiner Münchener Wohnung Thierschstr. in die Etagenwohnung im 2. Stock am Prinzregentenplatz (Stadtteil Bogenhausen)

Juli 1929: NSDAP-Kanzlei befindet sich in der Schellingstr. 50, München 13

09.07.1929: Gründung des Reichsausschusses für das "Volksbegehren gegen Young-Plan und Kriegsschuldlüge"

03.08.1929: Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg

01.09. bzw. im Oktober 1929: H. lernt über seinen Leibfotograf -> Heinrich Hoffmann dessen Assistentin -> Eva Braun   im "Fotohaus" kennen. Von 1932-1945 war -> E. Braun die Geliebte Hitlers - streng geheim!

Eva B. erhält bei H. Hoffmann bis zu 1.000 RM im Monat Gehalt.

24.10.1929: Der Dow Jones Index fällt erstmals unter 300 Punkte

25.10.1929 Börsenkurse an der Wall Street (New York) brechen zusammen, Beginn der Weltwirtschaftskrise

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1930 (41)

"Diese Leute dürfen nicht wissen, wer ich bin, sie dürfen nicht wissen, woher ich komme und aus welcher Familie ich stamme!"
Adolf Hitler zu seinem Neffen William Patrick Hitler, 1930

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23.01.1930: Erste Beteiligung der NSDAP an einer Landesregierung. Wilhelm Frick wird in Thüringen Innen- und Bildungsminister einer rechtsbürgerlichen Fünf-Parteien-Koalition

23.02.1930: Horst Wessel, SA-Sturmführer, *09.10.1907 [Bielefeld] - †23.02.1930 [Berlin], stirbt bei einer privaten Auseinandersetzung mit einem Kommunisten. Die NAZIS machen ihn zum Märtyrer der NS-Bewegung. "Horst-Wessel-Lied" (1929), als Parteihymne (1930)

März 1930: ca. 208.000 NSDAP-Mitglieder

07.03.1930: Rücktritt -> Schachts als Reichsbankpräsident

12.03.1930: Der Young-PLan wird vom Reichstag verabschiedet, der daraufhin rückwirkend am 01.09.1929 in Kraft tritt

28.03.1930: Heinrich Brüning (Zentrum) wird zum Reichskanzler ernannt

27.03.1930: Die Weimarer Demokratie wird "zu Grabe getragen"

30.03.1930: Reichskanzler Brüning (Zentrum) bildet die Reichsregierung

26.04.1930: J. Goebbels wird Reichspropaganda-Chef der NSDAP

Juni 1930: Gründung der NS-Jugendorganisation BDM (Bund Deutscher Mädel) als Gliederung der HJ (Hitler-Jugend)

Juli 1930 Kauf des Hauses "Palais Barlow", gebaut 1828, das zur Parteizentrale der NSDAP (NSDAP-Parteikanzlei) in München umgebaut und das "Braune Haus" genannt wurde. Braun war die Farbe der SA und NSDAP. Das Haus wurde nach 1947 wegen Bombenschäden abgerissen.

14.09.1930: NSDAP gewinnt bei den Reichstagswahlen 18,3% der Stimmen - DNVP 7,0%, DVP 4,5%, Zentrum 11,8%, BVP 3,0%, DDP 3,8%, SPD 24,5%, KPD 13,1% --> NSDAP-Einzug in den Reichstag mit 107 Abgeordneten

26.09.1930: H. legt im Ulmer Reichswehrprozess einen Legalitätseid auf die Verfassung ab

Mitte Dezember 1930: Adolf Hühnlein *12.09.1881 [Neustädtlein / Oberfranken] - †18.06.1942 [München] wird Chef des Kraftfahrwesens der SA, 1933 Korpsführer des NSKK, (Reichswehrmajor im I. WK und Teilnehmer am Hitlerputsch 1923), 1933 SA-Ogruf

Ende 1930: die NSDAP hat 400.000 Mitglieder

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1931 (42)
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Januar 1931: 4,89 Mill. -> Erwerbslose

05.01.1931: -> Ernst Röhm wird nach seiner Rückkehr aus Bolivien zum Oberster Stabschef der SA ernannt.

März 1931: ca. 468.000 NSDAP-Mitglieder

08.05.1931: Gerichtsprozess gegen Hitler durch den Rechtsanwalt Hans Litten (†05.02.1938, Suizid) - Entlarvung Hs. dessen Heuchelei, sein geheimes Einverständnis zur Anwendung von Gewalt und das politische Ansehen der NSDAP zu zerschlagen / Die Mutter von Hans Litten, Irmgard, wurde nach Dachau verbracht

Juli 1931: Gründung des Ic-Dienst / SD - Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS in München / SD-Chefs: 1931-1942 -> Heydrich, ab 1942 -> Ohlendorf

1931: Eva Braun ist erste Mal auf dem Obersalzberg

18.09.1931: Hs. Nichte -> Geli Raubal erschiesst sich mit seiner Pistole, 6,35 mm,  in München

11.10.1931: In Bad Harzburg findet eine Grossveranstaltung der "Nationalen Opposition" statt

30.10.1931: -> Baldur von Schirach wird Reichsjugendführer der NSDAP

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1932 (43)
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1932: 50.000 SS-Mitglieder

Jan. 1932: -> Erwerbslosenzahl im Deutschen Reich beträgt 6,04 Mill.

27.01.1932: H. redet vor dem Industrieklub in Düsseldorf
22.02.1932: Hitler wird von der NSDAP als Kandidat für die Reichspräsidentenwahl nominiert
Febr. 1932: Höchststand der Erwerbslosen im Deutschen Reich beträgt 6,132 Mill.
25.02.1932: Hs. Ernennung zum Braunschweiger Regierungsrat ; zugleich Erwerb der - kurze Zeit staatenlos - deutschen Staatsbürgerschaft (Rechtsnachfolger von Braunschweig nach 1945 ist das Bundesland Niedersachsen)
April 1932: Reichspräsidentenwahl

03.04.1932: H. startet zu seiner ersten Wahlkampfreise im Deutschen Reich (eine Woche in 21 Städten) mit einer gecharterten Lufthansa-Maschine (Chefflieger: -> Hans Baur, SS). An seiner Seite: Leibfotograf Heinrich Hoffmann, Pressechef Otto Dietrich, Adjutant Wilhelm Brückner, Ernst Hanfstaengl, Chauffeur Julius Schreck und Privatsekretär Julius Schaub

13.04. - 30.05.1932: Verbot von "SA" und "SS" wegen Hindenburgs Notverordnung (Artikel 48)
16.04.1932: H. startet erneut zur Wahlkampfreise mit dem Flugzeug u.a. nach Breslau und Königsberg
23.05.1932: H. trifft sich in Horumersiel (Nordsee) erstmals mit NS-Filmregisseurin Leni Riefenstahl *22.08.1902 [Berlin] - †08.09.2003 [Pöcking am Starnberger See, Bayern, DT]
01.06.1932: Papen wird Reichskanzler

09.06.1932: Durch das Abkommen von Lausanne werden die deutschen Reparationsverpflichtungen (Erster Weltkrieg) beendet.

20.07.1932: Durch eine Notverordnung wird die Regierung von Preußen abgesetzt. Reichskanzler Papen wird zum Reichskommissar für Preußen eingesetzt.
27.07.1932: Wahl-Rede* Hitlers in Eberwalde

*
"... Die Gegner werfen uns Nationalsozialisten vor - und mir insbesonders - dass wir intolerante und unverträgliche Menschen seien.

Wir wollen, sagen sie, mit anderen Parteien nicht zusammenarbeiten. Der Politiker verschärft das noch in dem er sagt: Die Nationalsozialisten sind überhaupt nicht deutsch - denn - sie lehnen die Arbeit mit anderen Parteien ab. Also ist es typisch deutsch, 30 Parteien zu besitzen.

Ich habe hier eines zu erklären. Die Herren haben ganz recht: Wir sind intolerant! Ich habe mir ein Ziel gestellt, nämlich die dreissig Parteien aus Deutschland hinauszufegen! ..."


Anmerkung. Damit war klar, das Hitler weder demokratische Regeln, noch die Macht mit anderen Politikern teilen wollte. Wer das genau herausgehört hatte, verstand das Vorhaben Hitlers und seiner NSDAP. Doch die Masse und viele Politiker unterschätzten Hitler total.

weitere Rede Hitlers ()

"... Ich habe die Energie und die Zähigkeit gehabt, von den damaligen 1000 Mann vor zehn Jahren bis heute 14 Millionen zu machen. Und ich werde aus den 14 Millionen die 20 und die 30 Millionen machen! ..."

31.07.1932: Wahlsieg der NSDAP bei den Reichstagswahlen mit 37,4% als stärkste Partei, DNVP 5,9%, DVP 1,2%, Zentrum 12,5%, BVP 3,2%, DDP 1,0%, SPD 21,6%, KPD 14,3%

Hermann Göring (NSDAP) wird Reichstagspräsident

13.08.1932: Hs. Niederlage bei der Wahl zum Reichspräsidenten
06.11.1932: Stimmenverluste für die NSDAP bei der Reichstagswahl mit 33,1%, DNVP 8,9%, DVP 1,9%, Zentrum 11,9%, BVP 3,1%, DDP 1,0%, SPD 20,4%, KPD 16,9%
03.12.1932: Reichswehrminister (ab 1932) Kurt von Schleicher *07.04.1882 Brandenburg/Havel - †30.06.1934 Neubabelsberg, wird zum letzten Reichskanzler der Weimarer Republik ernannt (57 Tage), 1934 beim Röhm-Putsch ermordet

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1933 (44)
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| UpDate: 1O.O7.2O18

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AUFBAU DER MACHTBASIS:
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+ -> Reichstagsbrand (27.01.1933)
+ Konzentrationslager, anfangs so genannte Schutzhaftlager (ab März 1933)
+ Ermächtigungsgesetz (23.03.1933)
+ Parteienbeseitigung (ab 1933)
+ Gleichschaltung (ab 1933)
+ Volksgerichtshof (VGH, ab April 1934)
+ Nürnberger Gesetze (19 Gesetze, u.a. gegen die jüdische Bevölkerung, 1935)
+ Vernichtungslager (ab 1942)
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NS-ORGANISATIONEN: u.a.
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+ Adolf-Hitler-Schulen (ab 15.01.1937)
+ Abwehr (Militär, bis 1944, dann SD)
+ Aussenpolitisches Amt der NSDAP (APA, 01.04.1933)
+ Auswärtiges Amt / Auswärtiger Dienst (1933)
+ "Bund Deutscher Mädel" (BDM, ab Juni 1930)
+ DAP*/NSDAP** (1919*/1920**/1925**)
+ Deutsche Arbeitsfront (DAF, 10.05.1933)
+ Deutsche Nachrichtenbüro (DNB)
+ Deutsche Polizei ()
+ Geheime Staatspolizei (Gestapo, Frühjahr 1933)
+ "Hitler-Jugend" (HJ, ab 14 Jahren)
+ "Jungvolk" (JV, ab 10 Jahren)
+ "Kraft durch Freude" (KdF)
+ "Lebensborn" (1933-45, 16.000 Kinder, SS)
+ Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NAPOLA, NPEA ab 19.03.1933)
+ Nationalsozialistische Angestelltenschaft (NSA)
+ Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (03.05.1933)
+ Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps (NSKK)
+ NS Deutsche Ärztebund (NSÄB / NSDÄB)
+ NS-Betriebszellen-Organisation (NSBO)
+ NS-Bund Deutscher Technik (NSBDT)
+ NS-Frauenschaft (01.10.1931)
+ NS-Juristenbund (April 1936)
+ NS-Lehrerbund (Aug. 1929)
+ NS-Schülerbund (Nov. 1929-1932)
+ "Organisation Todt" (1941-1945)
+ Reichs-Arbeits-Dienst (RAD, 26.06.1935)
+ Reichsrundfunk (1932/1939)
+ Reichssicherheitsdienst (RSD, ab 1939)
+ Reichssicherheitshauptamt (RSHA, 27.09.1939, 7 Ämter)
+ Sicherheitsdienst des "Führers" (SD, 1931)
+ Sturm Abteilung (SA, 1925)
+ Schutz Staffel (SS, 1922/23)
+ Wehrmacht (aus der Reichswehr ; 16.03.1935 - 1945)
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FEIERTAGE IM NATIONALSOZIALISMUS (1933-1945)
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o1. Januar Wintersonnenwende + Julfest (-)
30. Januar Tag der "Machtergreifung" (1933-1945)
24. Februar Parteigründungsfeier (1933-1945 / NSDAP-Neugründung von 1925)
März Heldengedenktag (1933-1945)
20. April "Führers Geburtstag" (1933-1945, Hitlers Geburtstag)
01. Mai Tag der nationalen Arbeit (1933-heute, von Hitler initiiert)
zweiter Maisonntag Muttertag bzw. "Tag der Deutschen Mutter"* (1923-heute, *ab 1939-1944)
21. Juni Sommersonnenwende (1933-1944)
September Reichsparteitag (1923, 1926, ab Sept. 1927-1939, insges. 11 Parteitage)
Oktober Erntedanktag (1933-1944)
09. November "Gefallenen der Bewegung" (-> "Blutzeugen" von 1923 ; 1933-1944)
24. Dezember Volksweihnacht (1933-1944)
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Anmerkung: Die NS-Feiertage waren der Selbstinszenierungen und Machtdemonstrationen und der Stärkung der "Volksgemeinschaft" im "Reich" angedacht. Die kirchlichen Festtage sollten später nach dem gewonnenen Krieg ganz abgeschafft werden.
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Januar 1933: ca. 503.000 Menschen jüdischen Glaubens leben im Deutschen Reich
Januar 1933: ca. 849.000 Mitglieder der NSDAP
Januar 1933: ca. 400.000 Mitglieder der SA
1933: ca. 3.400 Tageszeitungen erscheinen im Deutschen Reich
Januar 1933: Erste Hassrede J. Goebbels im Berliner Sportpalast:

"Und wenn die jüdischen Zeitungen heute glauben, durch versteckte Drohungen die nationalsozialistische Bewegung einzuschüchtern zu können. Sie sollen sich hüten! Einmal wird unsere Geduld zu Ende sein, und dann wird dem Juden das freche Lügenmaul gestopft werden!

Im übrigen können unsere Parteigenossen beruhigt sein, dass eher als wir alle denken die Stunde des Endes des roten Terror gekommen sind wird.

Wir werden den Herren vom Karl-Liebknecht-Haus bald Töne beibringen, die sie noch niemals vernommen haben."

30.01.1933 (Montag) bis 30.04.1945 (Montag) wird H. "Führer" des deutschen Volkes und Reichskanzler - Nachfolger von Reichspräsident Paul von Beneckendorff und von Hindenburg *02.10.1847 - †02.08.1934 ; Hindenburg übergab H. durch die Unterstützung Franz von Papen (Vizekanzler 1933 bis 1934, Zentrumspartei) freigiebig den Weg zur Macht. H. stand anschliessend auf dem Balkon des Hotel Kaiserhof in Berlin. Fackelzug von SA-/SS-Abordnungen durch das Brandenburger Tor Unter den Linden. Dieser Fackelzug wurde Tage später für die Propaganda filmisch in Szene gesetzt.

-- Kabinett unter Hitler: Herrmann Göring, Wilhelm Frick, Franz von Papen, Alfred Hugenberg (bis 27.06.1934), Franz Seldte, Konstantin Freiherr von Neurath, Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, Generalleutnant Werner von Blomberg, Freiherr Eltz von Rübenach, Franz Gürtner, Joseph Goebbels (seit 13.03.1933), Kurt Schmitt (seit 30.07.1934)

Ende Januar 1933: 1.414.975 NSDAP-Mitglieder
01.02.1933: Auflösung des Deutschen Reichstags

03.02.1933: Antrittsbesuch Hs. bei den Befehlshabern der Reichswehr und Marine --> In Hs. Rede ging es u.a. um die "Ausweitung des Lebensraumes nach Osten", die Wehrmacht solle künftig der einzige Waffenträger im Deutschen Reich sein. Er verdeutlichte seine Ziele für die kommenden Zeit.

04.02.1933: Verordnung des Reichspräsidenten "Zu Schutz des deutschen Volkes"

20.02.1933: H. erläutert vor führenden Vertretern von Wirtschaft und Industrie sein politisches Konzept, Wiederaufrüstung und Beseitigung der Demokratie

27.02.1933: Reichstagsbrand (verhaftet wird der holländische Kommunist Marinus van der Lubbe *13.01.1909 [Leiden] - †10.01.1934 [Berlin] hingerichtet. H. besucht den Tatort.

28.02.1933: Verordnung des Reichspräsidenten "Zu Schutz von Volk und Staat"

03.03.1933: Verhaftung von KPD-Führer Ernst Thälmann *16.04.1886 [Hamburg] - †18.08.1944 [KL Buchenwald], von der SS erschossen

05.03.1933: Reichstagswahlen - mit 43,9 % der Stimmen erlangt die NSDAP ein hohes Ergebnis / 647 Mandate: NSDAP 288, DNVP 52, SPD 120, KPD 81, DVP 2, Zentrum/BVP 92, DStP 5 Mandate

05.03.1933: Hs. Rede in Königsberg

09.03.1933: Heinrich Himmler wird kommissarischer Polizeipräsident von München
09.03.1933: 81 Reichstagsmandate der KPD werden annulliert

11.03.1933: Besetzung der Zentrale des republikanischen Reichsbanners "Schwarz-Rot-Gold"

13./14.03.1933: J. Goebbels wird Reichsminister des Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda

17.03.1933: Hjalmar Schacht wird erneut Reichsbankpräsident
21.03.1933: Konstituierende Sitzung des Reichstags in der Potsdamer Garnisonskirche
21.03.1933: "Tag von Potsdam" - H.s Zusammentreffen mit Hindenburg. Die Demutshaltung Hs. soll den wahren Machtanspruch der NSDAP verschleiern

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| UpDate: 31.O7.2O18

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22.03.1933: Errichtung des ersten deutschen Konzentrationslagers als "Schutzhaftlager" in Dachau bei München. Hilmar Wäckerle *24.11.1899 [Forchheim Oberfranken] - †02.07.1941 [bei Lemberg], März - erster SS-Lagerkommandant (SS-Sturmbahnführer, 1922 NSDAP, 1931 SS) und wird am 23.06.1933 von -> Theodor Eicke abgelöst. 12.04.1933 wurden die ersten drei jüdischen Gefangene des Lagers von der SS erschossen, ein Vierter überlebte. Viele Franzosen, die nach der Eroberung Frankreichs im Juni 1940 gefangen genommen worden starben hier. Nach neusten Nachforschungen starben zw. 1933- 4195 im KL Dachau mindestens 43.000 Menschen. Amerikanische Truppen befreiten das Lager am -> 29.04.1945. KZ-Gedenkstätte Dachau

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Eingangstafel zum Gelände des KZ-Gedenkstätte Dachau (Bus-Haltestelle). Photo vom 31.03.2012 www.gomicha.de
©MichaelStolle.de | Tafel am Eingang neben dem Informationszentrum der KZ-Gedenkstätte, 31.03.2012
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Weitere Konzentrationslager (KL):
1933 Oranienburg
August 1936 Sachsenhausen (bei Berlin)
15.07.1937 Buchenwald (bei Weimar)
03.05.1938 - 21.07.1944 Flossenbürg (in der Oberpfalz, 30.000 Tote)
Neuengamme (bei Hamburg)
Juni 1938 - Mai 1945 Mauthausen (bei Linz)
15.05.1939 - April 1945 Ravensbrück (100 km von Berlin, incl. SS-Bordell)
1940 - 15.04.1945 Bergen-Belsen (†52.000 Häftlinge, 70.000 Tote)
Juli 1941 - Natzweiler - Struthof (30.000 Tote)
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siehe Vernichtungslager (VL)

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23.03.1933: Verabschiedung des Gesetzes zur "Behebung der Not von Volk und Reich" gegen die Stimmen der SPD. Das Ermächtigungsgesetz tritt in Kraft (1936 Verlängerung durch H.)
23.03.1933: Rede Goebbels in Potsdam zum "Tag der nationalen Erhebung"

30.03.1933: Dem Physiker und zweifachen Nobelpreisträger Albert Einstein wird im nationalsozialistischen Deutschen Reich die Staatsbürgerschaft entzogen.

31.03.1933: Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich

01.04.1933: jüdische Geschäfte werden von SA-Mannschaften vor allem in den Grossstädten boykottiert {10-24 Uhr, wie es Joseph Goebbels hämisch verkündigte}. Die Bevölkerung sah erstmals mit eigenen Augen eine organisierte NSDAP-Aktion gegen Juden. Zuvor kauften nichtjüdische Bürger täglich bei Juden ein, liessen ihre Schuhe reparieren oder Kleidung beim Schneider ändern. Ab 1942 endete es mit dem Massenmord und ab 1943 Bombenhagel auf das Deutschen Reich.

07.04.1933 werden "nicht arische" Beamte aus ihrem Dienst geworfen - "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums"

10.04.1933: der 1. Mai wird als "Tag der nationalen Arbeit" staatlicher Feiertag.
11.04.1933: Hermann Göring wird Ministerpräsident von Preußen
21.04.1933: Rudolf Heß wird "Führer Stellvertreter" in allen Fragen der Partei (NSDAP)
26.04.1933: Gründung der Geheimen Staatspolizei (Gestapo)

Mai 1933: Gestapo bezieht Dienstgebäude in Berlin ; im Frühjahr 1934 ist die Gestapo im ganzen Reich installiert (H. Himmler / R. Heydrich) : erster Chef der Gestapa/Gestapo wird der Jurist und späterer Schwiegersohn (1943) von Göring Rudolf Diels *16.12.1900 - †18.11.1957 (SS, Amtszeit: April 1933 bis April 1934)

01.05.1933: Erster "Tag der nationalen Arbeit". Hs. Rede auf der Tempelhofer Feld in Berlin
01.05.1933: Aufnahmestopp für Mitgliedsanträge - die NSDAP hat bis Mai 1933 ca. 2,5 Millionen Mitglieder

02.05.1933: Zerschlagung aller Gewerkschaften (Gewerkschaftshäuser besetzt)
02.05.1933: Gründung der DAF - Deutsche Arbeitsfront (23 Millionen Mitglieder)
03.05.1933: Gründung der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt

10.05.1933: Bücherverbrennung durch Angehörige der Deutschen Studentenschaft auf dem Berliner Opernplatz (20.000 Bücher entsprechen ca. 10.000 Zentner u.a. Werke von Thomas Mann *1875 - †1955, Heinrich Mann *1871 - †1950, Arnold Zweig *1887 - †1968, Erich Kästner *1899 - †1974, Lion Feuchtwanger *1884 - †1958, Karl Marx *1818 - †1883, Kurt Tucholsky *1890 - †1935, Alfred Kerr *1867 - †1948, Sigmund Freud *1856 - †1939, Carl v. Ossietzky *1889 - †1938), ...

-- Etwa 40.000 Menschen wohnten der Bücherverbrennung in Berlin bei, ganz vorn mit dabei war Joseph Goebbels, "die hämisch schauende Fratze"! +++ weitere Städte: u.a. München, Leipzig, Dresden (März + Mai 1933), ...

16.05.1933: Gründung der "DAF" ("Deutsche Arbeitsfront")
17.05.1933: H. hält im Reichstag eine "Friedenrede"
17.06.1933: Baldur von Schirach wird zum "Jugendführer des Deutschen Reiches" ernannt
22.06.1933: Verbot der SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands)

27.06.1933: Alfred Hugenberg *19.06.1865 [Hannover] - †12.03.1951 [Käkenbruch bei Rinteln] tritt von seinen Ministerämtern zurück. Presseunternehmer Hugenberg war als Unterstützer Hs. bei dessen Ernennung zum Reichskanzler im -> Kabinett / Die Abgeordneten der DNVP treten zur NSDAP bei, die DVP löst sich ebenso auf

01.07.1933: Der Stahlhelm wird der SA unterstellt (a.Q. 05. Juli)

05.07.1933: Verbot der Zentrumspartei, und damit die letzte verbotene Partei im Deutschen Reich ; Auflösung der Bayerische Volkspartei (BVP)

06.07.1933: Hs. Rede vor Reichsstatthaltern in Berlin u.a. sei die nationalsozialistische Revolution vorläufig für beendet

14.07.1933: Neue Reichs-Gesetze:

- Gegen die Neubildung von Parteien
- Verhinderung erbkranken Nachwuchses
- Widerruf von Einbürgerungen
- Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft
20.07.1933: Abschluss des Reichskonkordats (Vertrag) mit dem Vatikan und Deutschen Reiches
25.07.1933: Grossrazzia im gesamten Deutschen Reich unter Beteiligung von SS, SA, Gestapo und Polizei. Fahndung insbesondere nach kommunistischen Oppositionellen und allen missliebigen Personen. Dafür werden u.a. Züge durchsucht und Fernstrassen gesperrt.
25.08.1933: Nach dem "Prager Tagblatt", das sich auf Angaben der Exil-SPD (Sopade) bezieht, sind im Deutschen Reich rund 45.000 Häftling in 65 Konzentrationslagern inhaftiert.
17.09.1933: Reichsvertretung der deutschen Juden gegründet
23.09.1933: erster Spatenstich für die Reichsautobahn. Die Autobahn ist keine Erfindung der NS-Führung. Sie wurde schon 1928 in der Weimarer Republik mit einer Schnellstrasse begonnen. Eine 1921 gebaute Rennstrecke - die "Avus", Abk. für "Auto-, Verkehrs- und Übungsstrasse", 2 x 9,8 km lang, am Rande des Grunewalds bei Berlin.
19.10.1933: Austritt des Deutschen Reiches aus dem Völkerbund
12.11.1933: Bei den Reichstagswahlen stimmen 92,2 % für die "Liste des Führers". Bei einer gleichzeitigen Volksabstimmung billigen 95 % den am 19. Oktober 1933 erfolgten Austritt des Deutschen Reiches aus dem Völkerbund

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1934 (45)
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Anfang 1934: H. gibt dem Finanzministerium an, neben seinem Gehalt als Reichskanzler (60.000 RM) auch  1.232.335 RM eingenommen zu haben (aus dem Buchverkauf "Mein Kampf"). (vgl. Maser "Hitlers Briefe und Notizen", S. 169)

1934: Hs. Rede auf dem Reichsparteitag vor der NS-Frauenschaft

26.01.1934: Deutsch-Polnischer Nichtangriffspakt geschlossen

24.04.1934: Entstehung des "Volksgerichtshof" (Berlin) - 20.(23.)08.1942 bis 03.02.1945 Präsident Roland Freisler ("Blutrichter")

30.06.1934: "Röhm-Putsch"  Auf persönlichen Befehl Hs. liess man von SS-Führern wie -> Sepp Dietrich und -> Heinrich Himmler zwischen mindestens 77 / 85 und 100 Personen - fast die ganze SA-Führung - u.a. den Stabschef der SA Ernst Julius Röhm (*28.11.1887 München - †01.07.1934 München-Stadelheim) wegen Rivalität und dessen Kenntnis zu Hitlers Vergangenheit beseitigen (durch -> Theodor Eicke und dessen Adjutanten Michael Lippert). Unterstützt wurde die Mordaktion auch von der Reichswehr.

Hs. Duzfreund Röhm ebnete ihm mit seiner SA - "Treue zum Führer" - den Weg zur Macht (1932/33), mit grossen Forderungen für einen Machtposten ; Röhm war zudem homosexuell

Mitte 1934: ca, 4,5 Millionen SA-Mitglieder

23.07.1934: H. weilt bei den Bayreuther Wagnerfestspielen. Der Anschluss Österreichs (war ihm erst 1938 gelungen) war mit der Ermordung des österr. Bundeskanzlers Dr. Engelbert Dollfuß *04.10.1892 [Texing] - †25.07.1934 [Wien] gescheitert

02.08.1934: H. wird "Führer" und Reichskanzler sowie Oberbefehlshaber der Reichswehr

19.12.1934: H. wird "steuerfrei". Auf drängen von Hs. Finanzsekretär Münchner Oberfinanzpräsidenten Ludwig Mirre, wird H. der längst Millionär ist, von der Steuer dauerhaft befreit. Das Gehalt als Reichspräsident und Reichskanzler bezieht H. weiter. Zum Dank erhält Mirre zusätzlich mehr Gehalt zu seiner Beamtenbesoldung und wird im April 1935 zum Präsidenten des Reichsfinanzhofes ernannt.

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 | UpDate: 11.1O.2O18

ZWEITER REGIERUNGSSITZ

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 | Hitlers "Berghof" (40er Jahre) auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden , Oberbayern

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Der Obersalzberg bei Berchtesgaden in Bayern, ist seit 1877 ein beliebter Erholungsort. Häuser, Hotels (u.a. die Pension "Moritz", das Hotel "Türken") und Zufahrtsstrassen wurden gebaut. Seit April 1923 war Hitler erstmals und später oft im Gebiet des Untersberg (1.972 m) bei Berchtesgaden.

Das ehemalige Gebiet von Hitlers zweiten Regierungssitz ist bis heute Anziehungspunkt von jährlich 1,5 Millionen Menschen aus aller Welt. Besonderer Andrang herrscht in der Stadt Berchtesgaden (u.a. der Bahnhof, den Hitler bauen lies), im Frühjahr Jahr 2018 erweiterten Besucherzentrum des Instituts für Zeitgeschichte "Dokumentation Obersalzberg" (Eröffnung 20.10.1999), in der Stadt Ramsau und am Königssee (rund 8 km lang, bis zu 1.250 Meter breit, 190 Meter tief, in einer Höhe von 602 m ü.M.)

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Hitlers Residenz "Haus Wachenfeld" bis zum "Berghof"
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Jeden dritten Tag während seiner Regierungszeit verbrachte Hitler auf seinem "Berghof". Das Wort "Berghof" gab Hitler seinem Zuhause selbst. Der verhinderte Architekt plante den Ausbau des Hauses "Wachenfeld" in Skizzen und Zeichnungen selbst. Danach mussten die beauftragten Architekten den Bau in die Realität umsetzen, teils mit statischenKompromissen.

Heute findet man kaum noch Spuren vom "Berghof"-Areal (Teil des damaligen "Führersperrgebiet"). Fast alles wurde nach 1945, 1951/1952 und bis 2008 beseitigt. Ein 1952 dicht gepflanzter Wald bedeckt einige Steinbrocken und den Rest einer Mauer.

Bestimmt reifte hier auch der Plan für den Umsturz (-> "Hitler-Ludendorff-Putsch") in den Tagen des 08. und 09. November 1923 in München, der dilettantisch in die Geschichte eingehen sollte. Zu dem hatte Hitler für den 30.06. bis 02.07.1934 die Verhaftung und Tötung von -> Ernst Röhm und anderer SA-Führer (amtl. List mit 83 Namen) sowie weitere misslieber Personen ausserhalb der SA verfügt (bis zu 1.000 Personen insgesamt).

a
©MichaelStolle.de | Strasse B20 / St2097 - Einfahrt in die Stadt Berchtesgaden vom Norden auf der

Berchtesgadener Strasse , links der Bahnhof

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Nach seiner nur neunmonatigen Festungshaft in Landsberg am Lech  - 01.04. bis 20.12.1924 - kam er 1925 wieder. Schrieb hier seinen zweiten Hass-Band -> "Mein Kampf".

Hitler kam dann ab 1925  bis 1935 fast jedes Jahr für mehrere Wochen zum Obersalzberg. Hitler mietete erstmals 1928 ein kleines Holzhaus ("Haus Wachenfeld") am Obersalzberg bei Berchtesgaden, wo er Erholung fand, gleichgesinnte Menschen traf und nachdenken konnte.

Begonnen hatte es mit dem späteren Vorkaufsrecht vom 17.09.1932 für das "Haus Wachenfeld" welches H. am 26.02.1934 käuflich für 40.000 Goldmark (600.000 Euro ca. 2013) über die NSDAP erwarb.

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©MichaelStolle.de | Blick auf das Luxushotel vom Busparkplatz unweit der "Dokumentation Obersalzberg"
Hier am Busparkplatz fahren modernste Busse (Oberbayernbus) zum Kehlsteinparkplatz ca. 7,3 km entfernt.
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NS-Chefarchitekt -> Albert Speer kam im Frühjahr 1934 nach Berchtesgaden. Einen Wintergarten liess sich H. 1933 durch seinen Tegernseer Architekten Alois Degano *1887 [] - †1960 [] (1933 NSDAP) errichten, ausserdem Görings Landhaus.

Fertigstellung des "Berghof" am 06.06.1936, die Einweihung fand am 08.07.1936 statt.

Erst ab 1943 gab es im Berghof Feuerlöscher und Löschsand (lt. Hausverwalter H. Döhring)

Der "Berghof" stand für Hitlers Kriegsplanungen und Vernichtungsprojekten, Empfänge von Gästen aus aller Welt und zur persönlichen Entspannung, Machtdemonstration, für sporadisch immer gleiche Spaziergänge (zum Aussichtspunkt -> Mooslahnerkopf  wo das "Kleine Teehaus" stand), die er hauptsächlich für ungestörte private & dienstliche Gespräche nutzte.

Das "Kleine Teehaus" am Moslaner Kopf  wurde am 09. August 1937 von Hitler eingeweiht.

Der Obersalzberg als ganzes war Teil der von den Nazis propagandistischer -> "Alpenfestung" 1943-1945. Aber diese "Festung" war nur ein Angstgespinnst.

Hitler beauftragte seinen späteren Sekretär weitere Grundstücke zukaufen.

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Hatte Hitler ein Privatleben?
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Hitlers innere Kreis von Privatsekretärinnen, Dienern, Hausdamen, Adjutanten, die Freundinnen von Eva Braun und anderen NS-Anhänger und die Kinder u.a. der Familien Speer und Bormann, ist die -> Entourage (Hofstaat, Innerer Kreis) auf dem "Berghof".

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Das ungewöhnliche Privatleben Hs. mit Eva Braun (offiziell seine Privatsekretärin, für 39 Stunden seine Ehefrau) schottete er ab ; Eva & Gretel Brauns private Filmaufnahmen (ab Sommer 1938 bis Juni 1944) sind die einzigen unzensierten Farbbilder von Hitler, dessen Hofstaat, dem "Leben auf dem Berghof", die Badevergnügen und ihrer kleinen Reisen (u.a. Italien - Florenz+Capri sowie Skandinavien - Norwegen, Nordkap): 28 Filmrollen (16 mm-Farb+s/w-film), ca. 4,5 Stunden, wurden am 11.10.1945 vom amerikanischen Geheimdienst in Schladming, Österreich gefunden. Es existieren von u.a. von Walter Frentz† (Juni 1941 - 03. April 1944), R. Misch†, H. Hoffmann†, Rudolf Baumann-Schicht† (Spätsommer 1941) und Gretl† & Eva Braun† aufgenommen schwarz/weiss und Farbfotos. Letzte Filmaufnahmen und  Bilder mit H. auf dem Obersalzberg im Juni 1944.

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Hitler verlässt am 14.07.1944 für immer seinen "Berghof" und bezog in Ostpreußen das Führerhauptquartier -> "Wolfsschanze" (ab 15.07. siehe -> 20.07.1944) / am 25.04.1945 bombardieren Britische- und US-Kampfflugzeuge das Gebiet rund um den "Berghof". Ein unterirdisches Labyrinth mit über 6 km erforschte Gänge, wurden in den Berg gegraben, die vor Luftangriffen schützten.

Anmerkung: Die Bunkergänge sind heute noch zu besichtigen, teils über die ständige Ausstellung "Obersalzberg", so wie über den Gasthof "Zum Türken"

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Die ständige Ausstellung "Dokumentation Obersalzberg" seit dem 20.10.1999
©MichaelStolle.de | Ständige Ausstellung im Dokumentationszentrum Obersalzberg (Berchtesgaden)
www.berghof-obersalzberg.de www.obersalzberg.de roland-harder.de (offline)
berchtesgaden.de/dokumentation-obersalzberg
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Die Gesamtzuständigkeit für den "Berghof" lag bei Hs. Sekretär -> Martin Bormann sen. (Planung und Bauzeitraum 1935 bis 1945, Bunker-Stollen wurden ab 1943 gebaut)

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Herbert Döhring *29.09.1913 [Paaris, Krs. Rastenburg, Ostpreußen] - †23.12.2001 [Nürnberg, DT], SS-Unterführer, 1. Bataillon der Leibstandarte-SS "Adolf Hitler" (August 1934), Führerschutzkommando (ab Sommer 1935) ; erster "Berghof"-Verwalter vom 16.09.1935 (13.05.1936) bis 28.02.1943 (mit seiner Ehefrau, Anna Döhring, geb. Krautenbacher, Chefköchin, "Berghof" ab Juli 1937), evangelische Hochzeit ∞ 10.12.1936 in Berchtesgaden

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Bis 1945 Hausmeister & Hausdame (Zofe von Eva Braun): Wilhelm 'Willi' Mittlstrasser * - † , (bis 1943 Eva Brauns Fahrer, frühes SS-Mitglied, gelernter Fleischhauer) & Margarethe 'Gretl' Mittlstrasser * [München] - † [] (enge Freundin von -> Eva Braun), weiter siehe -> Zimmermädchen (oft fälschlich "Mittelstrasser" bzw. "Mitlstrasser" geschrieben)
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"Berghof"-Gärtner: Herr Bühler
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Der Schutz Hitlers im Gebiet des Obersalzberges wurde anfangs von ca. 350, zum Ende bis 4.500 SS-Männern, sowie durch das "Führersperrgebiet" mit einem 14 km langen Zaun gesichert. u.a. -> Rochus Misch

Ab 1943 war fast der gesamte Obersalzberg im Eigentum der "NSDAP".

Bormann machte beim Grundstückskauf grossen Druck, bis hin zur Androhung an die Bewohner mit KZ-Haft.

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+BUCH+

HEUTE: Historiker, Autor und Experte für den Obersalzberg Florian M. Beierl *1971 [Berchtesgaden, DT.]

u.a. Vermessung der Bunkeranlagen von 5,7 km Länge, Stand 2004 //

Buch: "Hitlers Berg - Licht und Dunkel der Geschichte", 262 Seiten, ©Juni 2015 Verlag Beierl, vierte überarbeitete Auflage - ISBN: 978-3-929825-07-7

Das aktuelle Buch gibt es auch auf dem Kehlstein im Souvenir-"Häusl".

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+DVD+

DVD Edition SPIEGEL TV History

"Das unterirdische Reich - Die geheimen Welten der Nazis"

Autoren: Michael Kloft (*1961) , Michael Foedrowitz (*1953) , Jan Kerhart (Kamera)

©2004! DT ; Format [4:3] ; Länge =1:33:57 Std.

ISBN: 3-937163-35-2   DVD-Code: 4028032070583   Best.Nr. 7058   Alter: >16

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+WEITERE+
 
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 | UpDate: 11.10.2018

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04. Juni 2011 am Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden / copyright by www.gomicha.de

©MichaelStolle.de | "Eagle's Nest", Bavaria, Germany / Kehlsteinhaus, Bayern, Deutschland - 04.06.2011

kehlsteinhaus.de ; berggasthofobersalzberg.de  eagles-nest-tours.com

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Wie hoch wär der heutige Tourismus und die Anziehungskraft ohne Hitler, seine Bauten, die heile Berghof-Nostalgie und das vollständig erhaltene Kehlsteinhaus? Diese Frage ist nicht zu beantworten ohne die dunkle Seite die den Obersalzberg und Berchtesgaden zwischen 1923 bis 1945 einhüllt zukennen. Eine Region in Bayern, die wie kaum eine andere so geprägt war von Umsiedlung, Zerstörung der Häuser und Existenzen und Veränderung der Leben der damaligen Einwohner des späteren ehemaligen "Führersperrgebietes".

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©MichaelStolle.de | Photo von Hintersee auf den Kehlstein und Hohen Göll , Bayern , Deutschland - 05.10.2018
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Der Kehlstein, ein 1.881 hoher Bergrücken ist Teil der Ausläufer des Hohen Gölls in Richtung Berchtesgaden.

1936: Der Initiator des Kehlsteinhaus war Reichsleiter -> Martin Bormann sen.. Das Haus war nicht zum 50. Geburtstag von Hitler 1939 bestimmt, sondern sollte ein Bau für Besucher des Massenmörders werden, ein Rückzugsgebiet des Berghofkreises sein aber auch den Machtanspruch der Nationalsozialisten verdeutlichen, dass Bezwingen der Natur und Überlegenheit demonstrieren.

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©MichaelStolle.de | Eagle's Nest / Blick vom Museum Dokumentationszentrum Obersalzberg zum Kehlsteinhaus , Bavaria , Germany , Bayern , Deutschland - 04.06.2011

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Zwischen 1936-37 wurden Planungen erstellt. 1937 bis 1938 erfolgte der Bau am und auf dem Kehlstein.

Am 31.08.1938, das "Teehaus am Kehlstein" - fälschlich auch "Grosses Teehaus" genannt - in 1.834 Meter,  auf dem 1.881 Meter hohen Kehlstein wird in 17 Monaten Bauzeit durch ca. 3.800 Arbeitern errichtet. 10 Tote gab es während der gesamten Bauphase an der Kehlsteinstrasse. Die Gesamtkosten für alle Bauabschnitte - Strassenbau, Tunneldurchstösse, Kehlsteinhaus incl. Fahrstuhl, Elektrik, Kanalisation etc. betrugen rund 100 Mill. RM. Für das Kehlsteinhaus davon 30 Millionen Reichmark. Heute wäre es ein Milliarden Euro-Projekt.

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©MichaelStolle.de | Teil der Kehlsteinstrasse zur Busplattform zum Eingang am Kehlsteintunnel - 04.06.2011

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Heute: Der Zugang erfolgt seit den 0er jahren über die 6,37 Kilometer lange Kehlsteinstrasse zum Kehlsteintunnel durch Zubringerbusse. Gesamtlänge aller Wege zum Kehlsteinhaus - 12 km. Dazu durchquert man fünf Felsentunnel. Es ist möglich auch zu Fuss zum Kehlstein zu gelangen. Einige Serventinenwege führen hinauf.

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©MichaelStolle.de | Teil der Kehlsteinstrasse zur Busplattform zum Eingang am Kehlsteintunnel - 04.06.2011
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©MichaelStolle.de | Bushaltestation am 126 Meter langen Eingangstunnel am 04.06.2011

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Das Kehlsteinhaus ("Eagle's Nest") ist bis heute erhalten. Mehr als 300.000  in- und aussländische Besucher im Jahr Reisen hier auf den Kehlstein.

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©MichaelStolle.de | Eingangstunnel zum Fahrstuhl - 04.06.2011

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Vom Eingang aus zu Fuss geht es über einen 126,15 Meter langen Tunnelgang (Photo), rechts zu einer Rundhalle mit Leuchtern, mit einem angrenzenden 131,40 Meter hohen Fahrstuhlschacht mit einem aus Messing ausgestalteten Fahrstuhlkorb 124 Meter nach oben.

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©MichaelStolle.de |  Kehlsteinhaus mit Gaststätte, Gasthofterrasse und Souvenir-Shop - 04.06.2011

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©MichaelStolle.de | Geschnitztes Schild am Kehlsteinhaus (1.834 Meter) - 04.06.2011
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©MichaelStolle.de | Ich stehe hier auf dem Kehlstein (1.881 Meter) auf ca. 1.850 Meter Höhe und im.Hintergrund ist der Hohe Göll (2.522 Meter) - 04.06.2011

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©MichaelStolle.de | Blick vom Kehlstein auf den Hohe Göll (2.522 Meter) - 04.06.2011
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©MichaelStolle.de | Blick vom Kehlstein auf das Hohe Göll Massiv (2.522 Meter) - 04.06.2011
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©MichaelStolle.de | Gipfelkreuz auf dem Kehlstein in 1.881 Meter Höhe - 04.06.2011

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©MichaelStolle.de | Blick vom Kehlstein auf den Königsseee (nördlich) - 04.06.2011

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©MichaelStolle.de | Blick auf das Kehlsteinhaus beim Abstieg von Gipfelkreuz - 04.06.2011

Hitler ist zw. 1937-42 offiziell 12 mal auf dem Kehlstein gewesen (u.a. 1938 mit Goebbels und Familie ; Juli 1939 auf der Sonnenterrasse).

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©MichaelStolle.de | 60° Blick vom Kehlsteinparkplatz v.l. auf Maria Gern - Untersberg (1.972 Meter) - Unterau -

Markschellenberg - Salzburg - Hallein - Klaushöhe - Buchenhöhe - Zinkenkopf (1.336 Meter) - Rossfeld - 04.06.2011

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1935 (46)
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1935: 3 Millionen Arbeitssuchende
01.01.1935: 2.493.890 NSDAP-Mitglieder
13.01.1935: Das Saargebiet wird in das Deutschen Reich eingegliedert
30.01.1935: Erlass der deutschen Gemeindeordnung
26.02.1935: Einführung eines Arbeitsbuches

März 1935: Eröffnung des "Deutschen Fernsehrundfunk" bis Herbst 1944 ("Deutscher Fernseh-Rundfunk") durch Reichssendeleiter Eugen Hadamowsky *14.12.1904 [Berlin] - †01.03.1945 [bei Hölkenwiese in Baldenburg, Pommern]

16.03.1935: Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht (Wehrhoheit) - 36 Divisionen der Wehrmacht // Umbennnung von Reichswehr in Wehrmacht
10.09 bis 16.09.1935: Reichsparteitag "der Freiheit" der NSDAP in Nürnberg

15.09.1935: Inkrafttreten der "Nürnberger Gesetze" die u.a. Verbote von Eheschliessungen und vorehelicher Geschlechtsverkehr für Juden mit "Staatsagehörigen deutschen und artverwandten Blutes" einschloss. H. liess diese Gesetze auf dem NSDAP-Parteitag in Nürnberg bekannt geben. Reichsminister Hermann Göring las diese Verbote vor Rundfunkmikrofone des Reichssenders. "Reichsbürgergesetz" und das "Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" kurz genannt "Blutschutzgesetz".

16.09.1935: Hitler Rede beim Appell der politischen Leiter in Nürnberg

07.11.1935: Erstmals werden Soldaten auf die Reichskriegflagge vereidigt. Sie trägt auf rotem Grund ein schwarz-weiss gestreiftes Kreuz, in dessen Mitte sich auf weissem Grund das NS-Hakenkreuz befindet

08.11.1935: Auflösung des Frontkämpferbundes "Stahlhelm" mit der Überführung in die NSDAP und des Kyffhäuserbundes

14.11.1935: Jüdische Bürger verlieren weitere Rechte (Durchführungsbestimmungen erlassen -> 15.09.1935): Juden können nicht Reichsbürger sein, somit steht ihnen kein Stimmrecht in politischen Fragen zu ; Die neue Verordnung legt auch fest, wer Jude, "Mischling" in verschiedenen Abstufungen ist // Anmerkung: Somit trat die amtliche Entrechtung aller jüdischen Bürger öffentlich ein.

21.12.1935: Jüdische Ärzte in öffentlichen Krankenhäusern werden zum Ausscheiden gezwungen

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1936 (47)
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1936/1937: fast Vollbeschäftigung im Deutschen Reich
1936: H. Himmler lässt auf dem Fussboden im SS-Führersaal die "Schwarze Sonne" der Ordensburg Wewelsburg (Ostwestpfalen, DT) anbringen.
1936: RFSS Himmler wird Chef der deutschen Polizei
07.03.1936: Einmarsch der Wehrmacht in das remilitarisierte Rheinland.
IV. Olympischen Winterspiele vom 06.02. bis 16.02.1936 in Garmisch-Partenkirchen (Zuschauer: 543.155) - Schirmherr A. Hitler
XI. Olympischen Sommerspiele vom 01.08. bis 16.08.1936 in der Reichshauptstadt Berlin (Zuschauer: 3.770.000) - Schirmherr A. Hitler / tragende Figur der Spiele wurde der Farbige Jesse Owens *12.09.1913 - †31.03.1980, der H. die Schau stielte und vierfacher Olympiasieger wurde (100m, 200m, 4x100m, Weitsprung)
08.09.1936: Eröffnung des VIII. Reichsparteitags der NSDAP in Nürnberg
Herbst 1935: 1 Million Arbeitssuchende
24.10.1936: Auf dem "Berghof" treffen H. und Graf Ciano zusammen
25.10.1936: "Achse Berlin-Rom" mit Italiens "Führer" (ital. "Duce") -> Benito Mussolini
23.11.1936: der im KZ festgehaltene und Gestapo bewachte Schriftsteller und Journalist Carl von Ossietzky *03.10.1889 [Hamburg] - †04.05.1938 [Berlin] erhält Friedens-Nobelpreis. Hitler untersagt allen "Reichs-Deutschen", den Preis in Zukunft anzunehmen.
25.11.1936: Vertrag zwischen Japan und dem Deutschen Reich, in der die Bekämpfung der Kommunistischen Internationale festgelegt wird (Antikominternpakt) sowie Beitritt Italiens (06.11.1937), Ungarn und Mandschukuo (24.02.1939) und Spanien (27.03.1939)
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1937 (48)
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Januar 1937: Albert Speer wird "Generalinspekteur für die Reichshauptstadt" (Berlin)

05.11.1937: Treffen Hs. mit allen Oberbefehlshabern von Heer, Marine und Luftwaffe sowie den Reichskriegsminister und Aussenminister. Tagesordnung: Planung zum Einmarsch in Österreich und der Tschechoslowakei

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1938 (49)
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1938: H. wird Oberbefehlshaber der Wehrmacht
1938: H. besucht das Grab seiner Eltern in Leonding (ÖS)
1938/39: Verordnungen zur Dienstverpflichtung
01.01.1938: jüdische Ärzte werden aus den Ersatzkassen ausgeschlossen
12.02.1938: Treffen mit österr. Kanzler Schuschnigg auf dem "Berghof". H. droht ihm!

12.03.1938: Einmarsch und Anschluss Österreichs in das Deutsche Reichsgebiet. Soldaten der Wehrmacht und Polizisten, insgesamt 105.000 Mann.

13.03.1938: Unterzeichnung des Gesetzes zum "Anschluss Österreich" an das Deutsche Reich

14.03.1938: H. trifft mit dem Zug in Wien ein. 15.03.: Hs. Rede auf dem Heldenplatz mit seiner Vollzugsmeldung zum Anschluss - "... den Eintritt meiner Heimat in das Deutsche Reich".

18.03.1938: H. redet vor dem Reichstag
28.03.1938: Konrad Henlein *16.05.1898 [Maffensdorf] - †10.05.1945 [Pilsen] Suizid, "Führer" der Sudetendeutschen, trifft sich erstmals mit H. in Berlin
10.04.1938: Volksabstimmung in Österreich über den Anschluss an DT. mit 99,7%

25.04.1938: H. ernennt den NSDAP-Gauleiter Josef Bürckel *30.03.1895 [Lingenfels in der Pfalz] - †28.09.1944 [Neustadt Haardt] Suizid auf Geheiss Hs. - zum Reichskommissar für die Wiedervereinigung mit Österreich (Reichsstatthalter), SA-SS-NSKK-Obergruppenführer

26.04.1938: Gesetz zur Anmeldung jüdischen Vermögens
02.05.1938: erstes von Hs. handgeschriebenes Testament (eines der wenigen handgeschriebenen Texte nach dem Beginn II. WK) setzt er die Partei als Haupterbin ein
03.05.-09.05.1938: H. reisst zu einem mehrtägigen Staatsbesuch nach Italien
22.05.-29.05.1938: erste "Reichsmusiktage", die nach dem Vorbildthema "Entartete Musik" (1937) abgehalten wurden. Veranstalter war die Reichmusikkammer.
28.05.1938: Befehl Hs. zum verstärkten Ausbau der Westgrenze (-> Westwall), Wehrmacht und Luftwaffe
01.06.1938: SD-Chef -> Heydrich ordnet Verhaftungswelle gegen "a-soziale Elemente" im DR. an

03.06.1938: Gesetz über entschädigungsloser Einziehung von "entarteter Kunst" erlassen. Damit wurde auch der Besitz entsprechender Kunstwerke verboten.

03.06.1938: H. beruft Martin Bormann sen. (Leiter der Privatkanzlei des "Ver-Führers") als Adjutant in seinen persönlichen Stab
18.06.1938: H. besucht die Dresdener Gemäldegalerie in Dresden
06.07. - 14.07.1938: Konferenz im französischen Evian bei dem Delegierte aus 32 Ländern zugegen waren
22.07.1938: Ankündigung zur Einführung einer Kennkarte für Juden
25.07.1938: Vierte Verordnung zum Reichsbürgerrecht (von 1935) verbietet jüdischen Ärzten jegliche Berufsausübung. Bis zum 30.09.1938 endet die Approbation
03.08.1938: Ausländische Juden in Italien werden vom Besuch an allen Hochschulen und Universitäten ausgeschlossen
10.08.1938: Hitler trifft die Führungsspitze der deutschen Wehrmacht und unterstreicht seine Entschlossenheit, die Tschechoslowakei zu zerschlagen
27.08.1938: Der Generalstabschef des Heeres, Generaloberst Ludwig Beck *29.06.1880 [Biebrich bei Wiesbaden] - †20.07.1944 [Berlin], zum Suizid gezwungen, wegen Attentat 20. Juli - tritt aus Protest gegen Hs. Politik zurück
05.09.1938: X. Parteitag der NSDAP in Nürnberg ("Parteitag Grossdeutschlands")
27.09.1938: Fünfte Verordnung zum Reichsbürgerrecht (von 1935) verbietet jüdischen Rechtsanwälten jegliche Berufsausübung
29.09.1938: Münchner Abkommen (Unterzeichnung, Vier-Mächte-Abkommen über die Aufteilung der Tschechoslowakei (Abtretung des Sudetengebiet an DT. bis zum 10.10.1938), Nichtangriffspakt zw. Deutsches Reich und Grossbritannien (Unterschriften von Reichskanzler Hitler (Deutsches Reich), Premierminister Arthur Neville Chamberlain (GB), Edouard Daladier (FRA) und Ministerpräsident -> Benito Mussolini (ITA) sowie -> Julius Schaub als Sekretär)

30.09.1938 Annahme der Verträge des Vier-Mächte-Abkommen durch die Tschechoslowakei

01.10.1938: Einmarsch dt. Truppen ins Sudetenland
03.10.1938: erster Besuch Hs. in Eger (heute Cheb, Sudetenland, CZ)
30.10.1938: Hitlerstellvertreter -> Rudolf Heß eröffnet das Schiffshebewerk Rothensee bei Magdeburg, mit dem der Mittellandkkanal (321,3 km) in Betrieb genommen wird.
09./10.11.1938: so genannte Reichspogromnacht oder "Reichskristallnacht", Beginn der Zerstörung von jüdischen Synagogen durch die NSDAP organisiert unter Mithilfe von SA, Gestapo, weiterer Hitleranhänger
12.11.1938: Anordnung zur Schliessung aller jüdischen Geschäfte jeglicher Art
15.11.1938: Kinder von jüdischen Familien dürfen keine Schulen mehr besuchen
06.12.1938: Nichtangriffserklärung zw. Frankreich und dem Deutschen Reich unterzeichnet

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1939 (50)
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1939: erste Verleihung des "Mutterkreuzes" (drei Stufen) - bis 1945 am 3 Millionen Frauen
1939: Hs. Besuch seiner damaligen Volksschule (1895/96) in Fischlam. Er kaufte sie und lies ein neues Schulgebäude im Ort errichten.
Jan. 1939: 234.000 Menschen jüdischen Glaubens leben noch im Deutschen Reich

01.01.1939: Juden im Deutschen Reich müssen aus Stigmatisierung neben ihrem Vornamen noch "Sara" bzw. "Israel" hinzufügen

05.01.1939: Hs. Unterredung mit dem polnischen Aussenminister Josef Beck auf dem "Berghof"

07.01.1939: Speer führt Hitler durch die Neue Reichskanzlei (NRK) / Planungen seit 1937
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Parkplatz heute - Gelände der ehm. Neuen Reichskanzlei mit dem Bunker...
©MichaelStolle.de | heutiger Parkplatz auf dem die Neue Reichskanzlei (NRK) und der Tiefbunker stand
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09.01.1939: Einweihung der Neuen Reichskanzlei (NRK) in Berlin (Voßstr. 1-19), die zwei Tage vor dem Abgabetermin durch Hs. Architekt -> A. Speer fertig gestellt worden war. Die alte Reichskanzlei befand sich nicht weit entfernt in der Wilhelmstr. 77 (Otto-Grotewohl-Str, "DDR"), in der Hs. Wohnung war.

Robert Konrad - besichtigte und fotografierte im Sommer 1987 heimlich als Letzter den Führerbunker unter der Neuen Reichskanzlei bevor die Reste der Anlage durch Bauarbeiter und Stasi/Grenzkommando abgetragen wurden. ZDF-VIDEO

"Adjutantur der Wehrmacht beim Führer und Reichskanzler" (Neue Reichskanzlei Berlin, Schild mit Reichsadler und Hakenkreuz)

Buch-Tipp: "Mythos Führerbunker", Sven Felix Kellerhoff, Herg. Wieland Giebel, Giebel Verlag, Sept. 2003, ISBN 3-929829-13-4

17.01.1939: Jüdischen Bürger wird ein grosses "J" in den Pass gestempelt

30.01.1939: Hitler hatte in seiner Reichstagsrede anlässlich des "Grossdeutschen Reichstag" in der Berliner Krolloper "die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa" angesprochen ; -> Wortlaut veröffentlicht im "VÖB" 1942

Ende Jan. 1939: ist H. wieder auf dem Obersalzberg

März 1939: Hitler inszeniert einen slowakisch-tschechischen Konflikt und schafft das "Reichsprotektorat Böhmen und Mähren".

Als "Stellvertretender Reichsprotektor" ernennt Hitler am 27.09.1941 den SS-Obergruppenführer Reinhard Tristan Eugen Heydrich *07.03.1904 [Halle a.d. Saale] - †04.06.1942 [Prag, CZ] starb erst in Folge einer Wundbrandinfektion ; SS (Eintritt 01.07.1931, gleich zum SS-Gruppenführer) - zweiter Mann nach Himmler. 1,85 Meter gross. Anwärter auf Hitlers Nachfolge. 1936 Chef des Sicherheitsdienstes (SD) und Sicherheitspolizei (SiPo) ; 1939 Chef des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA). Ein erfolgreiches Attentat am 27.05.1942 in Prag auf Reinhard Heydrich, tötet ihn 9 Tage später durch eine Wundinfektion. Ein Staatsbegräbnis fand am 09.06.1942 in der NRK in Berlin statt. Er fuhr am Morgen wie gewohnt zu seinem Büro im offenen Mercedes 320 durch die Stadt Prag, als Handgranaten seinen Wagen trafen. Durch von Grossbritannien unterstützte tschechische Partisanen (Josef Gabcik, Jan Kubis beide †18.06.1942) gelang so eines der wenigen erfolgenreichen Attentate, wenn auch damit einige tausend Menschen nachfolgend starben. Als Vergeltung lässt Hitler am 09.06.1942 durch SS-Verbände das Dorf Lidice in Brand setzen und die dortige 172-männliche Bevölkerung erschiessen, 195 Frauen kamen ins KZ Ravensbrück. Ausserdem wurden darauf über tausend Tschechen und Juden aus Prag, Berlin, Brunn und Theresienstadt umgebracht. Heydichs Ehefrau: Lina, geb Lina von Osten, *14.06.1911 [Avendorf auf Fehmarn] - †14.08.1985 [Burg auf Fehmarn], vier Kinder: ältester Sohn Klaus *1933 - †1943 ; Heider ; Marte ; Silke) / begabter Instrumentenspieler, Fechter und Massenmörder und Holocaust-Architekt.

Heydrichs Nachfolger wurde am 24.08.1943 Wilhelm Frick *12.03.1877 [Alsenz] - †16.10.1946 [Nürnberg] -> hingerichtet.

22.05.1939: Achse Rom-Berlin erneuert ("Stahlpakt")
31.05.1939: Nichtangriffspakt zw. Deutschen Reich und Dänemark
07.06.1939: Nichtangriffspakt zw. Deutschen Reich und Lettland
07.06.1939: Nichtangriffspakt zw. Deutschen Reich und Estland

Juni 1939 (a.Q. 01.07.1939): für das im März 1939 geplante "Führermuseum"* in Linz, wurden ab Juni 1939 die Kunsthistoriker Hans Posse *06.02.1879 [Dresden] - †10.12.1942 [Dresden, starb an Zungenkrebs] und ab März 1943 Hermann Voss *30.07.1884 [Lüneburg] - †28.04.1969 [München] von H. zu Sonderbeauftragten. Sie hatten die Aufgabe, alle Bilder und sonstigen Kunstwerke aus den eroberten Länder, insbesondere aus Frankreich für H. zusammenzutragen. *Linz war Patenstadt des "Führers"

12.06.1939: H. fährt nach Fischlham bei Leonding/ÖS (Waldviertel) um seine Schule zu besuchen, sowie das Grab seiner Mutter, zum Wohnhaus nach Hafeld

Ende Juni 1939: Albert Speer und H. auf dem "Berghof"

Juli 1939: Hs. Jugendfreund August Kubizek ist Gast bei den Bayreuther Wagner-Festspielen

Sommer 1939: Eva Braun reist mit Freundinnen nach Norwegen bis zum Nordkap

21.08.1939 "Berghof": Nachricht von Stalin, das er den NS.Aussenminster Ribbentrop in Moskau empfangen will. Hitler ist entspannt.

Hitler-Stalin-Pakt: -> Ribbentrop und -> Wjatscheslaw Michajlowitsch Molotow *08.11.1896 [Kurkarka] - †08.11.1986 [Moskau]  in Moskau unterzeichnen den  Nichtangriffspakt, der am 23.08.1939 geschlossen und am 22.06.1941 mit dem Überfall des Deutschen Reich auf die Sowjetunion gebrochen wurde. Im geheimen Zusatzprotokoll wurde die Abgrenzung von Interessensphären bezüglich Polens und der baltischen Staaten festgelegt. Filmaufnahmen von Hitler und seiner engsten Mithelfer auf dem "Berghof" sind erhalten.

24.08.1939: H. und eine Wagenkolonne mit 10 Fahrzeugen verlässt den "Berghof" über München in Richtung Berlin (u.a. mit Eva Braun)

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Raub- und Vernichtungskrieg

| UpDate: 18. Juni 2018

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25.08.1939: H. gibt Angriffsbefehl gegen Polen. Das Schulschiff "Schleswig-Holstein" triff in Warschau ein. Beistandserklärung zwischen Polen und Frankreich.

26.08.1939: Überfall einer Wehrmachtseinheit auf den Grenz-Bahnhof von Mosty (Jablunka-Pass). Abbruch der Aktion. H. verschriebt den Überfall auf Polen auf den 01. September 1939.

Überfall auf Polen - 31.08.1939 (Truppen Positionierung), am 01.09.1939 um 04:47 Uhr gingen 67 Granaten und 700 Schuss Munition von dt. Truppen auf die Westernplatte bei Danzig ab. 05:45 Uhr entfachte die dt. Marine mit dem Kriegsschiff "Schleswig-Holstein" damit den II. Weltkrieg. Hitlers Rundfunkansprache war eine Lüge, in dem er sagte: "Polen hat heute Nacht zum ersten Mal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen. Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen! Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten!"*. Eine der Vorbereitungen des Angriffs war u.a. der fingierte Überfall auf den dt. Rundfunksender in Gleiwitz (West-Oberschlesien) durch in polnischen Uniformen verkleidete SS-Männer. Die nahmen KZ-Häftlinge als "Täter" mit, töteten sie. Am 27.09.1939 kapituliert Polen.

*Im Rundfunk übertragene Reichstagsrede Adolf Hitlers am Vormittag des 01. September 1939

03.09.1939: Kriegserklärung Grossbritanniens, drei Stunden später von Frankreich

27.09.1939: Gründung des RSHA - Reichssicherheitshauptamtes durch Reinhard Heydrich
28.09.1939: H. besichtigt U-Boote in Wilhelmshaven

Okt.1939: H. befiehlt schriftlich die "T4-Aktion" (NS-"Euthanasie"-Programm), bis August 1941. Opferzahlen reichen von mindestens 70.000 Menschen in diesem Zeitraum.

12.10.1939: erste Deportationen von Juden - aus Österreich - und dem "Protektorat Böhmen-Mähren" in das "Generalgouvernement" in Polen

28.11.1939: Russland kündigt die diplomatischen Beziehung mit Finnland.

30.11.1939 09.00 Uhr: Überfall der Sowjetunion auf Finnland - Eroberungskrieg auf Helsinki. Bis März 1940 kommt es zu erbitterten Schlachten im Gebiet von Vyborg. Waffenstillstandvertrag mit Gebietsabtretung an Russland

Ende 1939: 4,7 Millionen deutsche Soldaten unter Waffen
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1940 (51)
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1940: Aufführung des Films "Der grosse Diktator" in New York unter Regie/Hauptrolle von Charlie Chaplin - Beginn der Dreharbeiten am 09.09.1939 zum Film / Zeitzeugen berichten, das der Film auf der Filmliste Hitlers verzeichnet aufgeführt war. Ob Filmfan H. sich "Der grosse Diktator" angesehen hat, ist nicht überliefert.

1940: 9 Millionen deutsche Soldaten unter Waffen

zw. 1940-45 wird H. zunehmend Abhängig infolge der Medikamenteneinnahme und Präparate zur Schmerzlinderung, zudem zunehmender Verfall seines Körpers (Leibarzt -> Th. Morell)

24.02.1940: Aufmarsch starker Panzerverbände in Richtung Ärmelkanal durch die Front zwischen Namur und Sedan. Durch den von Churchill geprägten Begriff "Sichelschnitt" von General Mansteins Operationsvorschlag, sollten die in Belgien aufmarschierten alliierten Kräfte abgeschnitten werden und mit dazutreffen der Heeresgruppe Mitte vernichtet werden. Hitler lies kurz vorher alle Truppen vor der Stadt Dunkerque (Dünkirchen) stoppen, da er im Machtspiel mit seinen Generälen stand. Dadurch konnten sich 340.000 Soldaten der englischen und belgischen Armee nach Großbritannien retten.

10.03.1940: Hs. Rede zum "Heldengedenktag" (Anmerk. jährlich am 08./09.11.)
30.04.1940: erstes bewachtes Ghetto in Lodz (Polen)

10.05.1940: Besetzung Norwegens und Dänemark sowie Beginn der Westoffensive auf Frankreich

Mitte 1940 wird neben der Stadt Oświęcim (seit 1939 durch NS umbenannt in Auschwitz) ein Konzentrationslager und ab 1942 ein Vernichtungslager (Aussenlager II+III) gebaut. In Polen entstanden weitere Vernichtungslager -> siehe www.shoa.de
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©MichaelStolle.de | Haupttor zum ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz I am 14.05.1993 (heute Gedenkstätte)
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17.06.1940: Hitler erhält mit äusserst freudiger Reaktion die Nachricht, das Frankreich um einen Waffenstillstand nachsucht (FHQ -> "Wolfsschlucht I" in der Nähe von Bruly de Peche in Belgien) ; Diese eher zufällig berühmte und bekannte Szene "Freudentanz" entstand mit der Kamera von NS-Kameramann -> Walter Frentz, die zensiert in der Deutschen Wochenschau  (DW) No. 512, 27/1940 gezeigt wurde

22.06.1940: Frankreich unterzeichnet am Abend im Wald von Compiègne die Waffenstillstandbedingungen die Hitler vorgab

30.06./11.07.1940-09.051945: Deutsche Truppen besetzen die Britischen Kanalinseln Jersey, Guernsey, Alderney und Sark im Ärmelkanal nahe Frankreich

11.07.1940: H. trifft auf seinem "Berghof" ein

23.07.1940: Jugendfreund August Kubizek sieht H. während der Wagner-Festspiele in Bayreuth zum letzten Mal. Hitlers letzter Besuch bei Winifred Wagner.

26.08.1940: brit. Bomber fliegen erstmals Berlin an
27.09.1940 schliesst sich Japan dem faschistischen Italien und dem Grossdeutschen Reich als dritter Partner an - Dreierpakt.

Oktober 1940: Vorhaben für Baubeginn des Führerhauptquartiers (FHQ) "Wolfsschanze" im Stadtwald Gierloz (Görlitz) etwa 8 Kilometer von Rastenburg (heute Ketrzy, Ostpreußen, Masuren) entfernt ; Unter der Planung der Organisation Todt (-> Fritz Todt) wurden ab dem 01.12.1940 auf einer Fläche von fast 2,5 km2 drei Sperrkreise + Sondersperrkreis A eingeteilt - rundum vermint, es entstanden 70 Gebäude und ein Bahnhof ; H. und sein Stab treffen am 24.06.1941 gegen 01:30 Uhr zum ersten Mal im FHQ ein ; im März 1944 letzter grosse Bauabschnitt (Betonummantelung, neue Bunker) ; -> Attentat auf H. ; Anmerkung: Das erste FHQ wurde der Führer-Zug mit dem H. am 03.09.1939 von Berlin nach Bad Polzin (Polen) fuhr. H. traf dort am 04.09.1939 um 01:56 Uhr ein / Keine Frau hat in Kriegszeiten jemals ein FHQ ausserhalb DT betreten!* (Anmerkung-Quelle: Buch "Das Führerhauptquartier 1939-1945) *Ausnahme Hs. Sekretärinnen / seit 1957 touristische Nutzung

Zeitzeugen: Wehrmachtssoldat Alfons Schulz *18.07.1922 [Frechen, Bachem] - † ; 1942-1945 Betriebsfernsprecher in der Nachrichtenzentrale des FHQ "Wolfsschanze" ; in Winniza war er ab Sommer 1942 / nach dem Krieg Frechener Schul-Rektor a.D. / In Dokumentation zum Attentat auf H. am 20. Juli 1944

05.10.1940: H. nimmt eine grosse Truppenparade in Warschau ab (zweieinhalb Stunden), nachdem "Blitzkrieg" gegen Polen (Filmmaterial ist erhalten)
21.10.1940: H. verlässt den "Berghof" und reist nach Süd-Frankreich
24.10.1940: H. trifft auf das französische Staatsoberhaupt Marschall Henri Philippe Pétain *24.04.1856 [Cauchy-la-Tour] - †23.07.1951 [Festungshaft Port Joinville, Insel Yeu] in Montoire zu Gesprächen ohne besonderem Ergebnis. Petain wird wegen Kriegverbrechen nach dem Ende des Krieges unter Arrest gestellt
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1941 (52)
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Februar 1941 Rommel trift in Tripolis (Libyen, Afrika) ein

04.05.1941 letztes Treffen zwischen Heß und Hitler während der Sitzung im Reichstags in Berlin

06.04.1941: Angriff deutscher Truppenverbände auf Jugoslawien

10.05.1941 gegen 22:45 Uhr: Der "Führerstellvertreter" -> Rudolf Heß landet 20 km vor seinem Ziel auf dem Land des Herzog von Douglas Douglas-Hamliton * - ) in Schottland mit seiner Messerschmitt-ME-110 auf einer Farm und wird kurz darauf festgenommen. Heß will einen Separatfrieden mit Großbritannien aushandeln. Zu Verhandlungen kommt es nicht. Er  bleibt bis zum Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozess 1946 in britischer Haft. Hitler ist ausser sich. Lässt ihn öffentlich für "geisteskrank" erklären. -> Martin Bormann übernimmt Heß Position, wird Reichsleiter der NSDAP sowie ab April 1943 persönlicher Sekretär des "Führers". Damit ist er die Nummer Drei nach Göring.

20.06.1941: Sturm auf Tobruk (Libyen, Afrika)
22.06.1941: Durch Luftangriffe auf sowj. Städte und Dörfer wird die Geheimaktion "Unternehmen Tannenberg" begonnen. Der Überfall auf die Sowjetunion macht den Hitler-Stalin-Pakt nichtig
09.07.1941: Hitler und Göring in der "Wolfsschanze" (Ostpreußen)

- 31.07.1941: SD-Chef Heydrich bekommt von Hermann Göring den Auftrag für die "Endlösung" vorzubereiten -> s. 20.01.1942

ab Aug. 1941: Frauen und Kinder aus Russland werden von SS getötet

Aug. 1941: in den medizinischen Unterlagen von Hitler durch Th. Morell ist die Eintragung vermerkt, in dem man heute ableitet das H. bereits an Parkinson leidet. Im April 1945 hat Morell die Diagnose richtig vermerkt - Schüttellähmung

06.08.1941: Truppenbesuch Hs. in der Ukraine
07.08.1941: H. erleidet einen schweren Schwindel (lt. Morrell)
Sept. 1941: Gaswagen für Tötungen von Menschen im Einsatz

15.09.1941: Einführung eines Judensterns ("Gelber Stern") durch NSDAP-Chef Martin Bormann im Deutschen Reich

29.09.-30.09.1941: Massenerschiessungen der Waffen-SS (Sonderkommando 4a der Einsatzgruppe C) in der Schlucht von Babi-Yar bei dem 33.771! Juden starben. Einer der hauptverantwortlichen Mit-Täter war der ehem. Linzer Gestapo-Chef Dr. Dr. Otto Rasch, jetzt SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei, Chef der Einsatzgruppe, †01.11.1948 krankheitsbedingt - Mord an mindestens 120.000 Menschen

14.10.1941: Beginn der ersten systematischen Deportationen aus dem Reichsgebiet

26.10.1941: in Minsk werden zwölf Menschen von einer SS-Einheit öffentlich gehängt. Diese Morde wurden als "Partisanenbekämpfung" bezeichnet. (Photos sind erhalten geblieben)

25.11.1941: Aberkennung der dt. Staatsbürgerschaft für Juden, wenn sie das Land verliessen. Ihr Vermögen verfiel dem NS-Staat.

26.11.1941: Abbruch der Geheimverhandlungen mit Japan durch Präsident Roosevelt.

07.12.1941, Sonntag, 07:30 Uhr: Überraschungsangriff japanischer Flugzeuge auf die US-Marinebasis im Hafen von Pearl Harbor (Insel Oahu, Hawaii) wo die Schiffe der US-Kriegmarine liegen. Damit traten die USA in den II. Weltkrieg ein (08.12.1941). Fast 3.500 Menschen sterben, nur 65 angreifende Japaner.

Die Japaner brauchten von ihren Flugzeugträgern bis nach Pearl Habor eineinhalb Stunden. 7:48 Uhr erste Angriffswelle mit 185 Flugzeugen, 7:51 Uhr erste Bombenabwürfe, 7:55 Uhr Bomben auf Fort Island / Zweite Angriffswelle: Untergang der "Arizona" (1.177 Tote, 300 gerettet)

08.12.1941: USA erklären Japan den Krieg
11.12.1941: Deutschland erklären den USA den Krieg
18.12.1941: Himmler lässt sich durch H. bestätigen "Juden als Partisanen auszurotten"
19.12.1941: Hitler übernimmt das Oberkommando der Wehrmacht
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1942 (53)
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| UpDate: 18. Juni 2018

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20.01.1942 12:00-13:30 Uhr: "Endlösungskonferenz I" ("Wannsee-Konferenz", WSK): Ort: Am Grossen Wannsee 56/58 in Berlin - Auf Befehl Hitlers über Göring, "lud" -> Reinhard Heydrich (37) schriftlich am 29.11.1941, Karl Adolf Eichmann *1906 - †1962 Jerusalem hingerichtet, SS-Obersturmbahnführer, Ltr. Judenreferat im RSHA), Vertreter von NSDAP, SS und verschiedener Reichsbehörden in die Villa der Dienststelle des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) am Grossen Wannsee Nr. 56/58 ein, um über die "Endlösung der Judenfrage" abzustimmen. Die Themen der Unterredung waren von Hitler vorgegeben, längst entschieden und nur formal als Anweisung an die 15 Teilnehmer+ gedacht.

Die "Beseitigung der jüdischen Rasse in ganz Europa", also 11 Millionen Menschen, sollte von da an - geordnet, konsequent, bürokratisch, industriell - durchgeführt werden. Über den effizienten Einsatz mit Giftgas zur Vernichtung wurde diskutiert und durch vorherige Versuche den Teilnehmern aufgezeigt (Eichmann las über die Versuche mit Kohlenmonoxid, Giftgas und Zahlen der Getöteten vor). Vor 1942 haben z.B. in der UdSSR vier SS-Einheiten (u.a. die Einsatzgruppe A bis Februar 1942 218.050 jüdische Menschen getötet) mit Massenerschiessungen an Zivilisten längst begonnen. Diese Praxis des Erschiessens war diesen SS-Mördern nicht effizient genug und psychologisch äusserst unangenehm.

Die Verstrickung in Mordaktionen von Wehrmachtseinheiten ist erwiesen. Mit u.a. mindestens 5,1 Millionen* Morden an Juden in Europa sollte dies erst 1945 enden. (*Buch-Quelle: "Die Vernichtung der europäischen Juden" von Raul Hilberg, 1990, drei Bände)

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Die WSK sollte ursprünglich schon am 09.12.1941 stattfinden. Von den dreissig Kopien des Protokolls (Auftrag von Heydrich an Eichmann) über die Zusammenkunft blieb die 16. Ausfertigung der Nachwelt erhalten. Diese wurde im Frühjahr 1947 in den Akten des Auswärtigen Amtes (Gebäude der Telefunken GmbH in Berlin-Lichterfelde) gefunden. Nach der I. WSK gab es zwei weitere "Endlösungskonferenzen" (die III. am 27.10.1942) unter der Leitung von Eichmann. Von den 15 Teilnehmern überlebten 9 das Jahr 1945, der Letzte starb 1987 -> Gerhard Klopfer

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.+Die 15 NS-Teilnehmer der "Wannseekonferenz"

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Reinhard Heydrich SS-Obergruppenführer / Chef d. Reichssicherheitshauptamtes 

*07.03.1904 - †04.06.1942 in Folge ->Attentat - Massenmörder

Dr. Alfred Meyer NSDAP-Gauleiter / Reichsstadthalter (1933) / Staatssekretär im Ostministerium (Nov. 1941) / SA-OgrF (1938) / Stab Rosenberg / NSDAP (1928)

*05.10.1891 [Göttingen] - †11.04.1945 [Hessisch-Oldenburg] Suizid

Dr. Georg Leibbrandt Reichsamtsleiter im Ostministerium (1941) / Stab Rosenberg / NSDAP (1933)

*05.09.1899 [Hoffnungsthal bei Odessa, Ukraine] - †1982, Verfahren 10.08.1950 eingestellt durch deutsches Gericht

Dr. Wilhelm Stuckart Jurist / mitverantw. f. NS-Rassentheorie / Staatssekretär in versch. Ministerien (1933, 1934, 1935) / SS-Ogrf (1944 ; 1932 SA ; Sept. 1936 zur SS) / NSDAP (1922)

*16.11.1902 [Wiesbaden] - †15.11.1953 [bei Hannover] Autounfall, Karriere in DT.

Erich Neumann Jurist / Staatssekretär bei Göring (Sept. 1933) / Amt für den Vierjahresplan (1936) / NSDAP & SS (Mai 1933) / SS-Oberführer (Ehrenrang) / Aufsichtratsvorsitzender *31.05.1892 [Forst Lausitz] - †1948 [?]
Dr. Roland Freisler Jurist / Staatssekretär im  Reichsjustizministerium (April 1934) / Präsident des Volksgerichtshof (VGH) / NSKK- Brigadeführer / NSDAP (1925)

*30.10.1893 [Celle] - †03.02.1945 [Berlin] starb bei Luftangriff im Keller des Volksgerichtshofs (VGH) ; verantwortlich u.a. Todesurteile "20. Juli" und "Weisse Rose" (Feb. 1943) - Massenmörder, der "Hinrichter"

Dr. Josef Bühler Reichsminister (1934), Staatssekretär (1940) / stellv. des Generalgouverneurs in Polen *16.02.1904 [Waldsee, Württemberg] - †21.08.1948 [Warschau] hingerichtet
Dr. Martin Luther Unterstaatssekretär ; SA-Brigadeführer (1942) / Auswärtiges Amt

*16.12.1895 [Berlin] - †13.05.1945 [Berlin] starb im Krankenhaus nach der Befreiung des KZ Sachsenhausens

Gerhard Klopfer SS-Gruppenführer (1944) / Gestapo (1934), SS (1935) / Parteikanzlei und Stellv. v. Martin Bormanns ; 1956 Rechtsanwalt,  1962 Einstellung des Ermittlungsverfahrens *18.02.1905 [Schreibersdorf / Schlesien] - †29.01.1987 [Ulm]
Friedrich- Wilhelm Kritzinger Ministerialdirektor in der Reichskanzlei (1938) / NSDAP (1935) *14.04.1890 [Grünfter / Filehne] - †07.10.1947 [Nürnberg] starb im Krankenhaus
Otto Hofmann SS-Obergruppenführer (1943) & General der Polizei / RuSHA = Rasse- und Siedlungshauptamt *16.03.1896 [Innsbruck, ÖS] - †31.12.1982 [Bad Mergentheim]
Heinrich Müller SS-Gruppenführer & GenLtn. der Polizei (1941) / Gestapo-Chef  (RSHA IV, 1939-45) ; SS & SD (1934), NSDAP (1939), zuletzt im Tiefbunker der NRK in Berlin gesehen**

*28.04.1900 [München] - verschollen seit 29.04.1945** [Berlin], inzwischen Tod

Karl Adolf Eichmann SS-Obersturmbahnführer / Leiter RSHA Ref. IV B4 Gestapo, Referent f. Judenfragen (1940) / 11.05.1960 in Argentinien aufgespürt

*19.03.1906 [Solingen] - †01.06.1962 [Tel Aviv, Israel] hingerichtet - Massenmörder

Dr. Karl Schöngarth Jurist, SS-Brigadeführer & GenMajor der Polizei (1943) / erneut NSDAP sowie SS (1933) und SD, Sipo (BdS) ; Generalgouvernement

*22.04.1903 [Leipzig] - †15.05.1946 [Hameln] hingerichtet

Dr. Rudolf Lange SS-Standartenführer (1945) / KdS Lettland Einsatzgruppe A - Vertreter des BdS Ostland

*18.04.1910 [Weißwasser in Preußen] - †23.02.1945 [wahrsch. bei Poznan/Polen] getötet

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[DIENSTGRADE] [DAS WSK-PROTOKOLL]
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16.01. / 17.01.1942: H. im FHQ "Wolfsschanze"
26.04.1942: Hitlers Ernennung zum "Obersten Gerichtsherrn" durch den Reichstag in der Berliner Krolloper (dort letzte Sitzung!)
29.04.1942: Der italienische "Führer" B. Mussolini besucht Hitler auf dem "Berghof" (Obersalzberg)
Juni 1942: erste Massenvergasung im VL Auschwitz (Polen)
10.06.1942: Das tschechische Dorf Lidice wird von SS dem Erdboden gleich gemacht in Folge des Attentates auf -> Heydrich
20.06.1942: H. verlässt seinen "Berghof" (Obersalzberg)
30.06.1942: Alle jüdischen Schulen im Reich werden geschlossen
17.07.1942: Der Name "Stalingrad" ist erstmals in einem Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht OKW zu lesen.

30.09.1942: Rede Hitlers zum deutschen Volk und der Welt in der er zu verstehen gab: "Ich habe am 1. September 1939 in der damaligen Reichstagssitzung zwei Dinge ausgesprochen: Erstens, dass, nachdem man uns diesen Krieg schon aufgezwungen hat, keine Macht der Waffen und auch nicht die Zeit uns jemals niederzwingen werden, und zweitens, dass wenn das Judentum einen internationalen Krieg zur Ausrottung etwa der arischen Völker Europas anzettelt, dann nicht die arischen Völker ausgerottet werden, sondern das Judentum .... Die Juden haben einst auch in Deutschland über meine Prophezeiungen gelacht. Ich weiss nicht, ob sie auch heute noch lachen, oder ob ihnen nicht das Lachen bereits vergangen ist. Ich kann aber auch jetzt nur versichern: Es wird ihnen das Lachen überall vergehen. Und ich werde auch mit diesen Prophezeiungen recht behalten." (Text der Rede Hitlers im "Völkischer Beobachter" VÖB)

Anmerkung: Damit erklärte er mehrfach seine Anschauung und seine Ziele gegen die Bevölkerung jüdischen Glaubens (Anteil 1% 500.000 Menschen in DT) und deren weltweite Vernichtung, die in den nächsten Jahren erfolgte. Seit der -> "Wannsee-Konferenz" im Jan 1942 wurde die Deutsche Reichsbahn als Schlüsselglied in die Vernichtungsausführung einbezogen. Diese Äusserungen haben weitere Teile des "deutschen Volkes" gelesen bzw. in der NS-Wochenschau gesehen. Die wenigsten Menschen haben danach ein Gewissen gehabt.

30.09.1942: Rede Hs. zur Eröffnung des Winterhilfswerks ("Winterhilfswerk des deutschen Volkes" gegr. September 1933)

03.10.1942 startet die erste A4 - Aggregat 4 (genannt "V2" - V=Vergeltungswaffe) mit einer Reichweite von 300 km ; 07./08.09.1944 erste V2 auf London abgeschossen ; zuständig war die Heeresversuchsanstalt in Peenemünde (Ostsee) unter Leitung von Ingenieur Wernher von Braun *1912 - †1977 -> BIO

08.11.1942: H. und seine <<alten Kameraden>> finden sich im Münchner Bürger-Bräu-Keller zusammen. Das Thema u.a. ist Stalingrad. Hitler: "Zufälligerweise trägt sie den Namen von Stalin selber. Aber denken Sie nur nicht, dass ich aus diesem Grund dorthin marschiert bin - die Stadt könnte auch anders heissen -, sondern deshalb, weil dort ein ganz wichtiger Punkt ist. Den wollte ich nehmen." ... " Wissen Sie, wir sind bescheiden, wir haben ihn nämlich". (Anmerkung: Hitler sagte die Unwahrheit)

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1943 (54)
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14.-21.01.1943: Konferenz von Casablanca

31.01.1943: Ende der Schlacht bei Stalingrad und Kapitulation des südlichen und am 02.02.1943 des nördlichen Kessels. Das OKW* gibt bekannt: "... Die Schlacht um Stalingrad ist zu Ende. ..." - seit 20.01.1942 OB der 6. Armee: Generalfeldmarschall Friedrich Paulus *23.09.1890 - †01.02.1957 [Dresden, "DDR"], geht in russische Gefangenschaft, nur 8.000 Soldaten überleben *OKW=Oberkommando der Wehrmacht (Chef des OKW -> Wilhelm Keitel)

18.02.1943: -> Goebbels spricht im Berliner Sportpalast vor tausenden Nazis, Schauspielern und Zuhörern. Er rief: "Wollt ihr den totalen Krieg?, Wollt ihr ihn totaler und radikaler, wie ihr ihn noch nie......"

19.04.1943: Beginn des Aufstandes im Warschauer Ghetto gegen die SS und Wehrmacht. 27 Tage lang.
13.05. zum 14.05.1943: Deutsch-italienische Truppen kapitulieren nahe Tunis (Tunesien)
07.06.1943: Hitler auf seinem "Berghof"
29.06.1943: SS-Himmler besucht die Raketenversuchsanstalt Peenemünde
24.07.1943: Der ital.  "Grosse Faschistische Rat" lässt Mussolini fallen
25.07.1943: Entmachtung und Verhaftung des italienischen Faschistenführers -> Mussolini
Aug./Dez. 1943: polnische und russische Ghettos werden aufgelöst. Juden werden in die Vernichtungslager abtransportiert
03.09.1943: Waffenstillstandsabkommen zwischen Italien und den Alliierten
12.09.1944: Aus der Haft auf dem Campo Imperatore (Gran Sasso d'Italia) wird -> Mussolini von dt. Fallschirmjägern und dem im Auftrag Hitlers SS-Offizier Otto Skorzeny *12.06.1906 - †06.07.1975 befreit. (Skorzeny's Tochter: Waltraut Riess)
07.10.1943: Hitler und Himmler in der "Wolfsschanze"
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1944 (55)
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1944: erste Unterwasserrakete entwickelt

1944/45: dt. Marine-Kampfschwimmer werden ausgebildet, um den Truppenvormarsch der Alliierten durch gezielte Sprengungen an Schiffen aufzuhalten. 1945 wurden Kampfschwimmer erstmals im Deutschen NS-Fernsehen gezeigt.

30.01.1944: Rundfunkansprache Hs.
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©MichaelStolle.de | Blick vom Kehlstein-Busparkplatz auf den Untersberg, 04.06.2011, bei Berchtesgaden, Bayern

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03.06.1944: Massenmörder, zuletzt SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS, Otto Hermann Fegelein *30.10.1906 [Ansbach, Franken DT] - †28.04.1945 [Berlin, Führerbunker], exekutiert auf Befehl Hitlers* - heiratete Margarete "Gretl" Braun, die Schwester von Eva B. in Salzburg und feierte** auf dem Obersalzberg in Berchtesgaden u.a. auf dem 1.834 Meter hoch gelegenen  Kehlsteinhaus (Hitler war nicht bei der Hochzeitsfeier auf dem Kehlstein dabei) / Karriere in der Reiter-SS ; 1932 NSDAP, April 1933 SS, 02.12.1942 SS-Oberführer, Mai 1943 SS-Brigadeführer, 21.06.1944 SS-Gruppenführer / Trauzeugen: Hitler und M. Bormann // Fegeleins Adjutant: Johannes Göhler *15.09.1918 [Bischofswerda bei Dresden, DT] - †?? [], SS-Sturmbahnführer, SS-Nr. 310.963 (1937), NSDAP-Nr. 5.229.214 (1937)

*Festnahme am 27.04.1945 wegen unerlaubter Entfernung aus dem "Führerbunker" in Berlin und der geglaubten Verbindung zum abtrünnigen Himmler - lt. Bunkerfunker -> R. Misch in einem Gang im Führer-Bunker von hinten erschossen. Misch kannte den Mann, der Fegelein erschoss! /// **Beleg Filmdokument von Eva Braun

05.06.1944: Rommel ist zu einer Besprechung bei H. auf dem Obersalzberg (Berchtesgaden)

06.06.1944: D-Day, Alliierte Streitkräfte starten gegen 3:00 Uhr morgens  von Süd-England mit 5.000 Schiffen und landen drei Stunden später  in der Normandie (Nordfrankreich)

07.06.1944: Graf v. Stauffenberg ist zu einem Vortrag bei H. auf dem Obersalzberg

10.06.1944 14:30 bis 20:30 Uhr: Auslöschung des französischen 700-Seelen-Dorf Oradour-sur-Glane durch 150 Mann der 2. SS-Panzerdivision "Das Reich" unter Befehl von Adolf Diekmann (*18.12.1914 - †29.06.1944, SS-Sturmbannführer) ; 642! Menschen sterben qualvoll ; viele der Männer werden mit Maschinengewehrfeuer getötet ; 400 - Frauen und incl. 205 Kinder werden in die Dorfkirche eingeschlossen, die angezündet und gesprengt wird ; 7 Personen (u.a. Maurice Baubreuil) überlebten und konnten der Nachwelt berichten, 2013 waren noch zwei Überlebende am Leben / Die SS-Haupttäter: Adolf Diekmann (†Juni 1944, nie bestraft), Heinz Barth (84 Jahre, 16 Jahre in "DDR"-Haft) und Otto Kahn (starb vor der Urteilsverkündung)

26.06.1944: Rommel sieht H. zum letzten Mal
04.07.1944: H. hielt eine Rede vor Wehrwirtschaftsführern im Platterhof / Obersalzberg, Bayern
06.07 bis 20.07.1944: Graf v. Stauffenberg plante mehrere Attentate, davon zwei auf dem Obersalzberg (06.07. und 11.07.) und zwei in der Wolfsschanze (15.07. um 13:00 Uhr und -> 20.07.)
09.07.1944: H. reist mit seinem Stab in die stärker befestigte -> Wolfsschanze (FHQ). H. kehrt am Nachmittag zum "Berghof" zurück.
13./14.07.1944: Hitler und sein Stab treffen wieder in der -> Wolfsschanze ein. Damit verlässt H. für immer seinen "Berghof" am Obersalzberg.
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| UpDate: 28. Juni 2O18

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Die Haltung und das Gewissen gegen Hitler: Tausende Menschen halfen in der Zeit von 1933 bis 1945 vielen verfolgten Menschen. Sie versteckten sie in Kellern, auf dem Land, in Gartenanlagen und in den Wäldern.

Attentate, Hauswandmitteilungen, Flugblattaktionen, Aufrufe im ausländischen Rundfunk waren Zeichen des Widerstandes.

Bekannte Namen u.a. Georg Elser (Attentat 08.11.1939, †09.04.1945 im KZ von SS erschossen) ; Münchner Studentengruppe "Weisse Rose" (um Hans Scholl *22.09.1918 und Sophie Scholl *09.05.1921 - †22.02.1943 [München] beide Tod durch Fallbeil*) ; "Rote Kapelle" ; Jugendgruppen der "Edelweißpiraten" (siehe 10.11.1944) ; einige Priester & Pfarrer: Pastor Martin Niemöller *1892 - †1984; Pater Rupert Mayer *1876 - †1945 ; Theologe Dittrich Bonhoeffer *04.02.1906 - †09.04.1945 ermordet ; zahlreiche Personen die jüdischen Bürgern halfen (u.a. in Berlin) ; Sabotage in Firmen ; Studenten ; Oskar Schindler und andere Wohlhabende (sie übergaben jüdische Zwangsarbeiter und Familien nicht der "SS", Rettung von 1.100 Personen vorwiegend Juden) ; einige hunderte Offiziere und wenige Generale (u.a. der umstrittene Abwehrchef Wilhelm Canaris *01.01.1887 - †09.04.1945 im KZ ermordet) ; Friedelinde Wagner *1918 - †1991 (Enkelin von Richard Wagners, die das Deutsche Reich verliess) ; ...

*durch Johann Reichardt *1893 - †1972 (dt. Henker von 1924 bis 1946)

Hans Scholl
Geheime Staatspolizei
StaatspolizeiLeitstelle München
Erkennungsdienstliches Foto: 8117/43

Sophie Scholl
Geheime Staatspolizei
StaatspolizeiLeitstelle München
Erkennungsdienstliches Foto: 8118/43

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20.07.1944 12:42 Uhr: Das bekannteste und bedeutendste aber missglückte Attentat Claus Schenk Graf von Stauffenberg (Bild: AP)auf Hitler in dessen -> Hauptquartier "Wolfsschanze" bei Rastenburg (heute Ketrzyn, Polen) durch Oberst i.G. Claus Schenk Philip Maria Graf von Stauffenberg *15.11.1907 [Schloss Jettingen, Günzburg] - †20.07.1944 [Bendlerblock, Berlin] hingerichtet.

Die Lagebesprechung fand nicht wie geplant im Bunker, sondern in einer betonbefestigten Holzbaracke statt. Die Fernster standen offen. So konnte der Expositionsdruck entweichen. Nachdem Stauffenberg und sein Ordonnanzoffizier Werner Karl von Haeften *09.10.1908 - †20.07.1944 hingerichtet - unter dem Vorwand das Hemd wechseln zu wollen, nicht beide Sprengstoffkörper scharf machten, nahm von Haeften ein Paket wieder mit.

Das war ein grosser Fehler, denn bei der Explosion in der Lagebaracke wäre auch das andere Paket ohne Zünder mit explodiert. Nach dem 20. Juli wurden viele tausend Verhaftungen durch SS und Gestapo vorgenommen. Fast sämtliche der ca. 200 Mitverschwörer sind hingerichtet wurden (Volksgerichtshof unter Gerichtspräsident Roland Freisler. Urteile standen bereits fest). Ihre Familien kamen teils ins KZ, in Sippenhaft und Kinderumziehungsheime. Von den 6.000 verhafteten Personen, wurden ca. 4.000 Menschen Opfer. 4,5 Millionen Menschen starben während des letzten dreiviertel Jahr des Krieges.

Stauffenbergs letzte Worte: "Es lebe das heilige Deutschland". Die Gedenkfeier der Bundesregierung findet aller 5 Jahre im Berliner "Bendlerblock" (heute Stauffenbergstr.) statt.

Stauffenberg war bis zu dem Zeitpunkt 1938 als die Synagogen in Berlin und anderen Städten brannten, las, ein überzeugter NS. Während des Russlandfeldzug im Juni 1940 jedoch war sein Hass auf die SS und deren verbrecherischen Massnahmen gegen die Bevölkerung abgrundtief. 1942 äussert er auch öffentlich Kritik an Hitlers Befehlen. 1943 wird Stauffenberg nach Tunesien versetzt, erleidet dort am 07.04.1943 nach einem Tieffliegerangriff schwerste Verletzungen. Wurde wegen seinem Organisationstalent in den Generalstab - 01.07.1944 Chef des Stabes beim Befehlshaber des Ersatzheeres - berufen. Somit war es ihm allein unter den Mitverschwörern möglich, eng an H. zu gelangen. Er traf auf Gleichgesinnte, die einen Umsturz als mögliche Kriegsverkürzung möglich hielten. Die Verletzungen hatten so vielleicht Sinn sowie das Glück für das später im Juli 1944 durchgeführte -> Attentat auf H.

Seine Ehefrau Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg *1913 - †02.04.2006 [93jährig in Kirchlauter bei Bamberg, DT] ; Die Stauffenbergs haben 4 Kinder / er hatte zwei Brüder

WEBSEITE: www.stiftung-20-juli-1944.de

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20.07.1944: Eva Braun, ihre Eltern und Schwester Gretl Fegelein sowie Freundinnen verbringen den Tag mit Baden am Königssee. Die Nachricht vom Attentat auf Hitler traf E.B. mit einem Nervenzusammenbruch.

20.07.1944: letztes Treffen zwischen H. und Mussolini im FHQ Rastenburg nach dem Attentat.

24.07.1944: KZ Majdanek (Polen) durch Rote Armee befreit

25.08.1944: Paris unter deutscher Besatzung wird durch die französ. Resistance befreit

September 1944 - Mai 1945: Alliierte Streitkräfte (USA, England und Frankreich) sind auf deutschen Staatsgebiet mit Kampfhandlungen vorgerückt

September 1944: Aktivierung des so genannten "Volkssturm" (16-60 jährige Personen)
07./08.09.1944: erster V2/A4-Einsatz (Flugkörper) u.a. auf London (GB)

15.09.1944: Alliierte US-Streitkräfte haben erstmals deutsches Staatsgebiet an der belgische Grenze überschritten.

02.11.1944: In Auschwitz werden die Vergasungen eingestellt (Anordnung von Himmler im Oktober 1944, da die Rote Armee vorrückte), letzte Deportation von Juden am 05.01.1945. Am nächsten Tag werden vier jüdische Mädchen gehängt, weil sie Sprengstoff in das Lager schmuggelten. Ende November. 1944 werden die Verbrennungsanlagen im Lager II durch SS gesprengt (Beseitigung der Mordanlagen)

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©MichaelStolle.de |  Das 19.000 m² grosse Stelenfeld in Berlin für die ermordeten Juden während der Hitlerdiktatur in Europa (Photo 16.062005)

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10.11.1944: Gestapo und SS erhängen ohne Prozess vier Mitglieder der Widerstandorganisation "Edelweisspiraten" am Bahndamm in Köln-Ehrenfeld (Alter zw. 16-57 Jahren). Erst 2005 wurden die Jugendlichen als Widerstandkämpfer in Deutschland anerkannt.

20.11.1944: H. verlässt endgültig sein FHQ -> "Wolfsschanze"
ab 20.12.1944: Franz Schädle wird Chef des SS-Begleitkommandos für H. (Nachfolger von -> Bruno Gesche), *19.11.1906 Westerheim - †02.05.1945 Suizid, Berlin, 1930 SS Nr. 2605 und NSDAP Nr. 73023, SS-Obersturmbahnfhr.

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1945 (56, Tod)
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16.01.1945: Hitler fährt vom Hauptquartier "Adlerhorst" bei Bad Nauheim nach Berlin in die Neue Reichskanzlei und bleibt dort bis zur Selbsttötung im Tiefbunker

17.01.1945: Warschau wird von den Sowjets besetzt und "befreit". Diktator Stalin überliess zuvor die Hauptstadt Polens seinem Schicksal, trotz eines Hilfeersuchens. Das Warschauer "Juden-Getto" war durch SS-Einheiten dem Erdboden gleichgemacht worden.

23./24.01.1945: Sprengung der Bunkeranlagen -> Wolfsschanze (FHQ, 1940-44) durch dt. Pioniereinheiten. Seit 1959 von der polnischen Regierung als Touristenstätte freigegeben.

27.01.1945: Befreiung des Vernichtungslager Auschwitz I-III (Süd-Polen, bei Kattowitz) durch die Rote Armee +++ Mindestens 1,1 Millionen Menschen wurden hier fabrikmässig getötet!

30.01.1945: Rundfunksprache Hitlers an "sein Volk"

12.02.1945: Frauen werden in den "Volkssturm" integriert. H. gibt zuvor seine Zustimmung

13.02.1945: Grossangriff auf Dresden durch Alliierte Bomber. Mehr als 25.000 Menschen sterben.

März bzw. April 1945: letzte Fotos von H. im Garten der Neuen Reichskanzlei mit seinem Adjutanten Schaub (mindestens drei Bilder wurden aufgenommen, von wem ist unbekannt)

07.03.1945 (abends): Eva Braun folgt Hitler endgültig vom -> "Berghof" (Bayern) nach Berlin bis zu ihrer gemeinsamen Suizid am 30.04.1945

11.03.1945: H. besucht zum letzten Mal eine Kriegsfront: Sein Aufenthalt nahe der Oder diente dem Durchhalten. Er versprach den Offizieren den Einsatz neuer todbringenden Waffen (Wunderwaffen). Anwesend war auch SS-Gfrh -> Fegelein.

16.03.1945 21:20 Uhr: Die Stadt Würzburg wird durch einen massiven Alliierten Bomberangriff fast vollständig zerstört

19.03.1945: Hitlers "NERO-Befehl", der die totale Zerstörung von Deutschland vorsah. Dieser Befehl wurde durch -> Albert Speers Rücksprachen mit den örtlichen Dienststellen weitgehend unterlaufen.

19.03. oder 20.03.1945 gegen 17:00 Uhr: Wahrscheinlich letzte Filmaufnahme Hs. bei der Auszeichnung (Eisernes Kreuz) von 20 Hitler-Jungen auf dem Gelände der Neuen Reichskanzlei. Dabei u.a. Reichsjugendführer -> Arthur Axmann mit zahlreichen SS-Offizieren (-> Otto Günsche) und anderen Mitarbeitern in Hs. Stab im Hintergrund. Hitler hatte in der 20 Minuten dauernde Danksagung drei Abordnungen passiert.

Die NS-"Wochenschau"-Ausgabe mit der Auszeichnungsszene (28 bzw. 43 Sekunden!) lief am 22.03. oder 23.03.1945. Hierbei handelt es sich um die zensierte Berichterstattung. Die Szene, wo Hitlers linke Hand auf dem Rücken deutlich zusehen ist, da er an einem Tremor in Folge seiner Parkinsonerkrankung leidet, wurde herausgeschnitten. Das Original ist erhalten geblieben. Einer der Hitler-Jungen vom 20. März war Armin D. Lehnmann *23.05.1928 [bei München] - †2008 [], der in Dokumentationen zu Wort kam.

Anmerkung: Am 20.04.1945, Hs. 56. Geburtstag, wurden auch Hitler-Jungen ausgezeichnet. Eine Filmaufnahme existiert davon nicht, dafür offizielle Fotos.

23.03.1945: Die Alliierten überqueren den Rhein
11.04.1945: Befreiung des KZ Buchenwald bei Weimar, DT
12.04.1945: US-Präsident Franklin D. Roosevelt (*1882) stirbt um 07:22 Uhr

15.04.1945: Befreiung des KZ Bergen-Belsen  durch brittische Soldatenim Kreis Celle, Niedersachsen, DT | Anne Frank stirbt* hier bereits in den ersten zwei Wochen des März 1945 vor der Befreiung des Lagers

*Anmerkung: Das genaue Sterbedatum von Anne und Margot Frank ist bis heute nicht ermittelbar. Ihre Schwester Margot stirbt im Februar 1945

18.04.1945: Amerikanische Truppen erreichen die Grossstadt Magdeburg (heute Sachsen-Anhalt)
19.04.1945: Amerikanische Truppen erreichen die Grossstadt Leipzig (Sachsen)
19.04.1945: Schlacht bei den Seelower Höhnen (Brandenburg)
2o.04.1945: Amerikanische Truppen erreichen die Grossstadt Nürnberg (Bayern)
21.04.1945: letzte Rundfunkansprache J. Goebbels

21.04.1945: Hs. Befehl für einen Gegenangriff unter SS-OGrf (1943) Felix Martin Steiner *23.05.1896 [Stallpönen] - †17.05.1966 [München] - auf den Vorstoss der Roten Armee im Norden Berlins mit dem 3. Germanischen SS-Panzerkorps

22.04.1945: Beginn des Häuserkampfes in Berlin. Alliierte Verbände dringen weiter auf das Stadtzentrum vor

22.04.1945: Hitler sagt offen - der Krieg ist verloren - und entlässt alle Mitarbeiter die im Führerbunker verblieben sind ; u.a. Familie Goebbels †01.05.1945, -> A. Axmann†, -> Rochus Misch† und -> M. Bormann† bleiben bis nach Hitlers und Eva Brauns Suizid am †30.04.1945, gegen 15:30 Uhr im Bunker

22.04.1945: Stuttgart wird von der Amerikanischen Armee eingenommen

23.04.1945: Von Hermann Göring aus Berchtesgaden trifft ein Ferntelegramm in Berlin ein. Göring setz H. ein Ultimatum, wenn er nicht in sieben Stunden antwortet, würde Göring Hs. Nachfolge antreten. H. enthob darauf Göring aller Ämter und lies ihn verhaften.

26.04.1945: Julius Schaub bekommt im Bunker der Neuen Reichskanzlei persönlich von H. den Auftrag, sofort alle Tressore in Berlin, München und Berchtesgaden ("Berghof") zu öffnen und den Inhalt der persönlichen Akten Hitlers zu verbrennen.

28.04.1945: morgens gegen 9:00 Uhr - erste Welle von Maschinen der Royal Airforce auf das Gebiet des Obersalzberges. Insgesamt sind 400 Maschinen in mehreren Angriffswellen bis 10:58 Uhr beteiligt gewesen. Der "Berghof" und 95% aller anderen Gebäuden wurden zerstört. Das Haus u.a von Albert Speer blieb erhalten

28.04.1945: H. diktiert seiner vierte Privat-Sekretärin -> Traudl Junge *1920 - †2002, sein zweites privates (3 Seiten) und "politisches" Testament (zwei Teile mit 10 Seiten) - die Testamente wurden am 29.04.1945 um 04:00 Uhr datiert, unterzeichnet (von H. Hitler, M. Bormann und N. v. Below), in drei Ausfertigungen ; das erste private Testament Hs. stammt aus dem Jahr 1938 (mehr www.ns-archiv.de)

28.04.1945: Eva Braun und Adolf Hitler heiraten kurz vor Mitternacht in einem kleinem Saal in der neuen Reichskanzlei ; Trauzeugen sind J. Goebbels und M. Bormann sen. ; Heiratsurkunde wird am 29.04.1945 ausgestellt

28.04.1945: Das Konzentrationslager Dachau bei München wird von amerikanischen Stosstrupps (7. US-Armee) befreit. Das KZ wurde am 20.03.1933 als erstes deutsches Muster-Lager gebaut, um NS-Gegner zu isolieren. Ein grauenhaftes Bild zeigte sich den Befreiern im Lager.

30.04.1945: Verbrennung der Leichen von Hitler und Eva Hitler mit 180 Litern Benzin im Garten der Neuen Reichskanzlei

02.05.1945: Smerch-Einheit betritt den Garten der Reichskanzlei. Übereste der verbrannten Leichen von Goebbels und seiner Frau Magda, sowie die ihrer körperlich unversehrten 6 toten Kinder werden gefunden

04.05.1945: Berchtesgaden - Die Amerikanische Armee trifft in der Stadt ein

05.05.1945 (?): Adolf und Eva Hitlers verbrannte Leichen werden auf dem Gelände der NRK gefunden

08.05.1945: Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches

09.05.1945: Frieden

16.07.1945: Erster Atombombentest der Weltgeschichte in der Wüste von Los Alamos (USA)

02.09.1945: Japan kapituliert (damit war der II. WK global beendet) -> 08.05.1945 in Europa

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ab 1946 bis heute
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25.10.1956: Hitler wird vom Amtsgericht Berchtesgaden für Tod erklärt.

1964: Gründung der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), mit einer nationalsozialistischen, völkischen und rassistischen Denkweise, Organisationsstruktur der NSDAP (Junge Nationale)

25.04.1983: Pressekonferenz und der wochenspätere Skandal um die "Hitler-Tagebücher". Das Magazin "STERN" (bei Gruner & Jahr) kündigt in seiner Ausgabe 18/1983 vom 28.04.1983 "Hitlers Tagebücher entdeckt" an. Sechs Wochen später decken Mitarbeiter des Bundesarchiv die Fälschungen der von Konrad Kujau gefertigten 62 Bände auf.

1992: Ein Praktikant eines Landschaftsbauunternehmens sichtete Luftaufnahmen von der Uckermark. In einem Wäldchen bei Zernikow war ein Hakenkreuz aus Bäumen zu erkennen. Die Entdeckung des Symbols, das man nur aus der Vogelperspektive erkannte, schlug im In- und Ausland hohe Wellen. Frankreichs Präsident François Mitterrand intervenierte wegen der Angelegenheit sogar bei Bundespräsident Roman Herzog. Denn niemand konnte sich erklären, wie das Zeichen der NSDAP in die Kutzerower Heide kam. Quelle: "Mysterien von oben - Rätselhafte Satellitenaufnahmen - Nazi-Frevel im Wald", Discovery Channel

2004: Die NPD zieht erstmals in einen Landtag (Sachsen) ein

Sept. 2009: Die im Moskauer Archiv aufbewahrte Schädeldecke mit Einschussloch, die man bisher Hitler zuschrieb, stammt von einer Frau. Bekannt wurde das Schädelfragment erst 1968.

06.02.2013: Gründung der rechtsnationalen, völkisch und antisemitischen -> "AfD" ("Alternative für Deutschland") durch Bernd Lucke, Frauke Petry und Konrad Adam. Mit populistischen Themen geht diese Gruppierung auf Stimmenfang. Ziele u.a.: Zerstörung der EU, Abschaffung des Euro,  Errichtung eines Nationalstaates, Stop des Zuzuges von Ausländern, Islamfeindlich, rassistisch ...

Nov. 2014: Die originale Eingangstür der KZ-Gedenkstätte Dachau wird gestohlen.

Juli 2015: Der SS-Mann Oskar Gröning (von Journalisten "Buchhalter von Auschwitz" genannt) wurde wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen im Auschwitz-Prozess vor dem Landgericht  Lüneburg verurteilt.

17.06.2016: SS-Wachmann in Auschwitz, Reinhold Hanning (*28.12.1921 - †30.05.2017), wird wegen Beihilfe zum Mord in 170.000 Fällen (Juden und andere Volksgruppen) zu 5 Jahren verurteilt. Hanning war mit 17 Jahren als Wachmann ins VL Auschwitz gekommen.

28.11.2016: Das Urteil zu SS-Wachmann in Auschwitz, Oskar Gröning *10.06.1921 - †09.03.2018, wird erstmals vom Bundesgerichtshof bestätigt. Mitverantwortlich für den Massenmord (so genannte Beihilfe zum Mord) in über 300.000 Fällen. Starb vor Haftantritt und Gnadengesuch. Anmerk.: Gröning und andere Massenmörder des NS-Regime konnten grösstenteils unbehelligt nach 1945 frei Leben. Grund war die Durchsetzung des Justiz

17.01.2017: Das BVG entschied, das die NPD nicht verboten wird.

22.02.2017: Das im Nov. 2014 gestohlene 100 kg schwere Eingangstor der KZ-Gedenkstätte Dachau ist wieder zurück an seinem Platz. Allerdings wird das Tor nach der Restauration in die ständige Ausstellung am 30.04.2017 zu besichtigen sein.

06.02.2018: Der Platz vor dem NS-Dokumentationszentrum in München wurde in Max-Mannheimer-Platz umbenannt.

Max Mannheimer *06.02.1920 - †23.09.2016 war ein bekannter Holocaustüberlebender, der nach dem Ende der Hitlerdiktatur sich bis zuletzt für das Wachhalten und Erinnern für die ermordeten europäischen Juden einsetzte. Er informierte nachfolgenden Generationen darüber in Schulen und im Fernsehen über die unmenschliche Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen. Er war u.a. für die Mahn- und Gedenkstätte in Dachau tätig.

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HiNTERGRÜNDE, WEiTERE PERSONEN
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Attentate:

auf  Hitlers wurden seit 1933 bis 1944 insgesamt 42 Attentatsversuche nachweislich vorbereitet bzw. verübt. Erinnert sei an -> Georg Elser, der am 08.11.1939 im Münchner Bürgerbräukeller über der Rednertribüne eine Bombe platzierte die auch pünktlich explodierte, doch Hitler ging 11 bis 13 Minuten früher aus dem Saal. Ein angebliches ausgedachtes Attentat im Bunker der NRK durch Hitler-Freund -> Albert Speer ist unwahrscheinlich, trotz dessen Aussage. Speer war Teil des NS-Regimes!

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Massenbegeisterung und Massenmorde:

Historiker errechneten, dass Hitler vor mindestens 35 Mill. Menschen auftrat ; auf seinem Befehl hin brachten er und seine Helfershelfer ca. 40.000.000 Menschen (davon 28 Mill. Zivilisten) den Tod, darunter viele Juden (zw. 5,1 bis 6,0 Mill.) im Holocaust - mit dem II. Weltkrieg forderte das insgesamt ca. 55 Millionen Tote, davon 2,7 Mill. von 20 Mill. ZwangsarbeiterInnen!

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| UpDate: 29. Juli 2018

Hitlers engste Mitstreiter ab 1920:

siehe auch 1925 -> NSDAP Neugründung

Ernst Hanfstaengl *02.02.1887 [München, DT] - †06.11.1975 [München], genannt "Putzi" ; Kunsthändler, nach 1945 Publizist ; 1922 NSDAP, war Hitlers Auslandspresse-Chef (bis 1933) und Pianist - Ehefrau *Helene Hanfstaengl und Sohn Egon (*1920 - †2007) für Hitler eine Liebschaft*, besuchten ihn oft u.a. auf dem Obersalzberg. Sie zählten seit den frühen zwanziger Jahren zu Hs. wichtigsten Weggefährten. Nach dem "Hitler-Putsch" 1923 wollte sich Hitler erschiessen, doch Helene überredete ihn, als er ins Haus der Hanfstaengls kam. Helene brach 1937 mit Hitler und ging in die USA zurück. Ernst H. ging endgültig im April 1937 nach London, da Goebbels gegen ihn seit November 1934 intrigierte. Hitler brach mit Ernst H. im Juli 1937.

Sohn Egon Hanfstaengl kämpfte im 2. Weltkrieg auf Seiten der Alliierten, lebte bis 2007 mit seiner Familie in den USA.

*Mutter von Ernst: Erna Hanfstaengl, lebte einige Zeit mit dem bekannten Chirurgen und Chef der Berliner Charité, Prof. Dr. Ernst Ferdinand Sauerbruch *03.07.1875 - †02.07.1951. Sauerbruch geht endgültig Anfang 1928 von München (Chirurgische Klinik) nach Berlin. Er ist Erfinder einer neuen Prothese (künstl. Hand), die sich durch Muskelkraft bewegen lässt, zudem entwickelte er ein Verfahren für Lungenoperationen (April 1916)

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Reinhold Hanisch *27.01.1884 [Grünwald bei Gablonz, Böhmen] - †02.02.1937 Gefängnis Wien, ÖS, durch Herzschlag lt. Gerichtsarzt, Fälscher, Dieb - Jugend-/Duzfreund Hs. -> Herbst 1909 bis Juli 1910 H. lernte Hanisch im Obdachlosenasyl kennen ; Hitler zeigte Hanisch im August 1910 beim Kommissariat Brigittenau der Wiener Polizei an. Als Grund gab Hitler an, Harnisch hätte ihn um einen Teil des Verkaufserlöses seines Aquarell mit der Darstellung des Wiener Parlamentes betrogen. Harnisch wurde zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Er fälschte in den dreissiger Jahren Hitlerbilder, worauf er am 16.11.1936 verhaftet wurde. Starb in Untersuchungshaft.

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August Kubizek *03.08.1888 [Linz an der Donau, ÖS] - †23.10.1956 [Linz, ÖS], Jugend- und Duzfreund zw. 1904 bis Sommer 1908 aus Linz und Wien ; war Musikschüler, arbeitete im väterl. Tapeziergeschäft in Linz ; studierte ab Febr. 1908 am Wiener Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde ; war vor 1914 zweiter Kapellmeister am Stadt-Theater in Marburg (ÖS), ab 1918 Kapellmeister in Wien ; ab 1920 Gemeindesekretär in Eferding (ÖS) ; Begegnungen mit H. nach 1908: April 1938 (Linz) ; ab 1942 NSDAP / Ks. Buch: "Adolf Hitler, Mein Jugendfreund" (1953)

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Gregor Strasser *31.05.1892 [Geisenfeld, Bayern, DT.] - †30.06.1934 [] von "SS" erschossen - 1921 NSDAP ; 18 Monate Festungshaft in Landsberg - engen Kontakt mit H.; Gründung der Nationalsozialistischen Freiheitsbewegung (NSFB) ; 1928-Dez. bis 1932 Reichsorganisationsleiter der NSDAP - später Auseinandersetzung mit Hitler, danach Niederlegung aller Ämter in der NSDAP ; Feb. 1934 Goldenes Parteiabzeichen, danach  Verhaftung durch Gestapo ; erschossen im Zusammenhang mit dem -> "Röhm-Putsch" (1934) /// Bruder -> Otto
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Otto Strasser *10.09.1897 [Windsheim, Mittelfranken, DT.] - †27.08.1974 [München] ; 1925 NSDAP ; 1930 Bruch mit Hitler, begründete am 03.07.1930 die Kampfgemeinschaft der revolutionären Nationalsozialisten "Schwarze Front" gegen Hitler, 1933-1955 Exil in Kanada, 1955 Rückkehrt nach Deutschland

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-> Julius Gregor Schaub *20.08.1898 [München, DT] - gest. 27.12.1967 [München, DT] Hs. engster und vertrautester Parteigenosse - gehörte seit 1920 zum inneren Zirkel um Adolf Hitler - "Hitlers Schatten" & "Faktotum" / / FHQ - auf dem -> "Berghof"

SS-Obergruppenführer (1940-1945 ehrenhalber), persönlicher Adjutant und Vertrauter, Leibwächter, Fahrer, zeitweilig Chef der Leibstandarte SS "Adolf Hitler"

- umgänglicher Mensch
- gewalttätig gegen NS-Gegner (vor allem zw.1920-1933)
- evangelisch
- Brillenträger
- fühlte sich als unpolitischer Mensch
- Volksschule
- Ausbildung an der Drogistenfachschule und Privathandelsschule in München
- 1916 Gehilfenprüfung,
- Arbeit bei der Handelsgesellschaft deutscher Apotheker,
- Januar 1917-1918 Soldat (Dienst als Krankenwärter) im Ersten Weltkrieg (mehrere Zehen erfroren - Klumpfuss)
- 1918 längere Erkrankung
- Entlassung aus den Krankenhaus
- Angestellter am Hauptversorgungsamt in München
- 10.10.1920 NSDAP-Mitglied Nr. 81 (nach Neugründung)
- 1925 SS Nr. 7 (SS-Mitbegründer im "Stosstrupp Adolf Hitler")
- Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP
- 08./09.11.1923 Teilnehmer am sogenannten "Hitler-Ludendorff-Putsch" in München
- im Anschluss Flucht nach Österreich, anschl. gefangennahme
- Haft: sass mit Hitler in Landsberg am Lech (Verurteilung zu einem Jahr und drei Monaten, vorzeitige Entlassung)
- Da Schaub wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft seine Stelle verlor, ab 01.01.1925 Hitlers persönlicher Privatsekretär, Diener & Leibwächter (Maximilian Str. in München)
- 1932 SS-Sturmführer
- 1933 - April 1945 persönlicher Adjutant des "Führers" (alle privaten Belange Hitler
- Teilnahme an den jährlichen Wagner-Festspielen in Bayreuth
- ab März 1936 bis 1945 Mitglied des deutschen Reichstages in Berlin für den Wahlkreis 24 in Oberbayern-Schwaben
- 1938 wurde Schaub in Hs. Testament mit 10.000 Reichsmark plus Rente 500 RM/Monat bedacht
- Schaub nahm an allen Treffen, Verträgen, Unterschriften, Frontbesuchen und Reisen Hitlers teil (u.a. Viermächteabkommen, Nürnberger Rassegesetze)
- übernahm am 18.10.1940 bis 30.04.1945 die Nachfolge von Chef-Adjutant Wilhelm Brückner
- 21.06.1943 SS-Obergruppenführer
- 20.07.1944 während des Stauffenberg-Attentates bei Hitler im Hauptquartier "Wolfsschanze" (Polen)
- 20.04.1945 wahrscheinlich für das letzte bekannte Photo mit Hitler zusammen an einem Ausgang der Neuen Reichskanzlei in Berlin
- 22.04.1945 vernichtete Hs. privaten Unterlagen im Bunker und in der Alten- / Neuen Reichskanzlei
- 22./23.04.1945 (lt. Schaub der 25.04.) flog er von Berlin nach München (Prinzregentenstrasse), danach zum Obersalzberg ("Berghof") und vernichtete dort am Donnerstagvormittag, 26.04.1945 alle privaten Dokumente Hitlers
- Schaub liess Hitlers Sonderzug (FHQ) sprengen (lt. S. 324 *Buch von Olaf Rose)
- Flucht: versuchte in Österreich unterzutauchen und nahm den Namen Josef Huber an
- 08.05. bzw. 23.05.1945 Festnahme durch die Amerikaner bei in Kitzbühl bei Berchtesgaden, u.a. im Internierungslager Garmisch - Haft bis 17.02.1949
- 02.08.1948: Freispruch von der Anklage wegen Beihilfe zum Mord durch die Grosse Strafkammer des Landesgerichts I in München
- ab 1949 Drogist in München

Familie: (zwei Ehen) erste Ehe geschieden im Mai 1925 --- 05.05.1931 Hochzeit in der Münchener Matthäus-Kirche mit seiner zweiten Ehefrau Wilma, geb. Giersiepen, (Wilhelmina "Wilno" Giersingenovou) *(12.12.)1906-†1967 (sie starb vor Schaub), Trauzeugen A. Hitler und Franz Xaver Schwarz ; Kinder: Wieland *10.12.1942 - †1951 und Wolfgang *1932 - †1937 / Schaub ist auf dem Ostfriedhof in München beerdigt (Familiengrab)

Schaubs Geliebte: Hilde Marzelweski, geb.  - gest. , die Tänzerin im "Metropol" in Berlin war.

Einziges Buch zu Julius Schaub: herausgegeben von Olaf Rose "In Hitlers Schatten: Erinnerungen und Aufzeichnungen des persönlichen Adjutanten und Vertrauten 1925-1945" (2005) und "In Hitlers Schatten: Erinnerungen und Aufzeichnungen des Chefadjutanten 1925-1945" (2010, 2. Auflage) Anmerkung: Dieses Buch ist inhaltlich auf Daten und der Ausblendung des Holocaust und anderer Verbrechen sehr fraglich! Schaubs Erinnerungen sind wenig präzise. Der Herausgeber ist in der nationalsozialistischen Szene einzuordnen!

Buch von Traudl Junge "Bis zur letzten Stunde" (2002) mit persönlichen Erinnerungen zu Schaub ab S. 49

Anmerkung: Ob Julius Schaub nach 1945 Aussagen zu Hitler und seiner Tätigkeit in Tonband- oder Film-Interviews mit Historikern gegeben hat, ist NS-FORSCHUNG bislang unbekannt. Verhöre: U.a. am 12.03.1946 wurde Schaub von Dr. Robert Kempner verhört. (näheres im Buch "Hitlers Ende" von Anton Joachimsthaler, F.A. Herbig Verlag)

Fragen und Informationen über das Portal NS-FORSCHUNG

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Mario Giuseppe Renzetti *1891 [Ascoli Piceno, ITA] - †1953, Konsul seit Ende der 20er Jahre, enger politischer Freund Hs. sowie des ital. Duce ; er gründete zahlreiche Handelskammern (Zwischenstaatliche Organisationen) / Konsul ab 1938 für Italien/Deutschland, auch davor für den Kontakt zwischen Hitler und Mussolini zuständig. Stand am 30.01.1933 bei der Machtergreifung an der Seite Hs. auf dem Balkon vor der jubelnden Nazi-Masse ; war mit einer Deutschen verheiratet mehr
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Julius Schreck *1898 [München] - †16.05.1936 [München] tödl. Unfall - engster Mitstreiter, neben Emil Maurice, aus der "Kampfzeit" um 1925 ; stellte für Hs. Schutz eine acht Mann starke Schutzgruppe (Stabswache, Stosstrupp) auf, die wenig später die -> "SS" begründete, SS-Mitglied Nr. 1 ; bis 1936 Fahrer von H. / nahm aktiv am "Röhm-Putsch" (1934) teil.

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Rudolf Walter Richard Heß *26.04.1894 [Alexandria, Ägypten] - †17.08.1987 [Gefängnis in Berlin-Spandau] Suizid / Hitler blind, fanatisch und ergebend folgend ; 1914 freiwillige Teilnahme im I.WK. ; 1919 Freicorps Epp ; 1920 NSDAP-Mitglied Nr. 16 ; 1924 sass er zu 18 Monaten verurteilt, gemeinsam mit Hitler wegen des "Hitler/Ludendorff-Putsches" (08./09.11.1923) im Gefängnis in Landsberg am Lech (bis 13.12.1924) ; ab 1925 Privatsekretär Hs. ; vom 21.04.1933 bis 10.05.1941 "Stellvertreter des Führers" (StdF) mit Sitz im "Brauenhaus" in München (H. direkt unterstellt) ; SS-Obergruppenführer und Reichsminister ohne Geschäftsbereich ; -> flog am 10.05.1941 nach Schottland ; 1946-1987 lebenslange Haft im Alliierten-Gefängnis Berlin-Spandau. Beerdigt wurde Heß im Familiengrab in Wunsiedel (Bayern), am 20.07.2011 aufgelöst // Ehefrau Ilse Pröhl *22.06.1900 - †07.09.1995 ; Kind: Wolf Rüdiger Heß *18.11.1937 - †24.10.2001, der Nazis bis zu seinem Tode unterstützte ; HAUPTKRIEGSVERBRECHER
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Heinrich Luitpold Himmler *07.10.1900 [München] - †23.05.1945 23:04 Uhr [Lüneburg] Zyankali-Suizid, sein Leichnam wurde  in der Lüneburger Heide verscharrt  - Diplomlandwirt, Student der Agrarwissenschaften, Okkultist, 1918 Ausbildung als Offiziersanwärter (Fähnrich) ; 1919–1922 Studium Technische Hochschule München ; Freikorps Oberland ; NSDAP (Nr. 42.404, 02.08.1923 ; Nr. 14.303, 1925 ; Goldenes Parteiabzeichen) ; Teilnahme am -> "Hitler-Ludendorff-Putsch" (08./09.11.1923) ; 1925 stellv. NSDAP-Geschäftsführer Gau Niederbayern-Oberpfalz,  1926 Oberbayern und Schwaben ; SA (1925) ; SS (Nr. 168, 08.08.1925) ; Reichsführer-SS (RF-SS 06.01.1929 - 28.04.1945) ; Chef der Deutschen Polizei (17.06.1936 - 28.04.1945) ; Inspekteur des Preußischen Geheimen Staatspolizeiamtes (20.04.1934) ; Reichsinnenminister (25.08.1943) und Befehlshaber des Ersatzheeres (21.07.1944) ; Reichskommissar des deutschen Volkssturms  (07.10.1939) ; war Hitler persönlich unterstellt ; "Ahnenerbe e. V." (01.07.1935), "Lebensborn" beim RuSHA (Dezember 1935) ; besuchte seine KZ und Vernichtungslager u.a. Buchenwald, Auschwitz und Sobibor ; stellte die umfangreichste Sammlung zur Hexenverfolgung zusammen (ab 1935 Hexen-Sonderauftrag des RSHA) ; wurde spöttisch auch "Anhimmler" genannt ; Himmler setzte sich am 19.02.1945 und 20./21.04.1945 in Hohenlychen (Heilanstalten) bei Berlin, sowie am 24.04.1945 im schwedischen Konsulat in Lübeck mit dem engl. Grafen Folke Bernadotte in Verbindung, um eine Kapitulation mit dem Westen auszuhandeln ; Enthebung aller Ämter (28.04.1945) ; gründete den "Freundeskreis Reichsführer SS" (1933) ; war selten Gast Hs. auf dem -> "Berghof" (u.a. Frühjahr 1943, 03.04.1944) ; Brillenträger, Grösse: etwas unter 1,70 m ; H.H. war u.a. Pate von 50 Lebensborn-Kinder ; HAUPTKRIEGSVERBRECHER

Himmlers Eltern: Vater: Josef Gebhard Himmler sen. *1865 [Lindau am Bodensee], Gymnasiallehrer und Mutter: Anna Maria * , geb. Heyder (Heirat am 22.07.1897) ;

Grossvater: Johann Himmler

Geschwister: zwei Brüder Gebhard Ludwig Himmler *29.07.1898 [] und Ernst Hermann Himmler *23.12.1905 [München] - †Anfang Mai 1945 [Berlin] (beide in der "SS" - Ernst: ab 01.06.1933 (1939 Sturmbahnführer), NSDAP am 01.11.1931)

Heinrichs Ehefrau Margarete Himmler, geb. Boden, geschiedene Siegroth *09.09.1893 [] - †25.08.1967 [München] ; kennenlernt im Dez. 1926 in Bad Reichenhall (a.Q. Mitte Sep. 1927 bayer. Sulzbach), Heirat am 03.07.1928 in Berlin-Schöneberg, anschl. kirchlich in Zepernick ; Kind: Gudrun Margarete Elfriede Emma Anna, gen. "Püppi", verh. Burwitz *08.08.1929 (Heirat mit dem Autor und Journalisten Wulf-Dieter Burwitz (NPD) ; Himmlers Pflegesohn (ab März 1933): Gerhard von der Ahé *28.07.1928 - †Dezember 2010 [Lübeck]

Geliebte (1938 - Mitte März 1945) Hedwig Potthast *05.02.1912 [Köln] - †1994 [], Privatsekretärin Anfang 1936 bis Anfang 1941, gemeinsamer Sohn Helge *15.02.1942 [Hohenlychen] und Tochter Nanette-Dorothea *20.07.1944 [Berchtesgaden] (Sepp Dietrich als Pate)

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Katrin Himmler *1967 [Dinslaken am Niederrhein], Grossnichte von Heinrich Himmler und ihr Grossvater Ernst Hermann Himmler ; 1999 Geburt eines Sohnes ; Physiotherapeutin, Politikwissenschaftlerin und Autorin - Buch: u.a. "Die Brüder Himmler - Eine deutsche Familiengeschichte" ©2005 im S. Fischer Verlag, 330 S.

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Dr. phil. Paul Joseph Goebbels *29.10.1897 [Rheydt am Niederrhein bei Mönchengladbach, DT] - †01.05.1945 ["Führerbunker" in Berlin] Suizid - ::: "Der Radikale" - ein Demagoge der besonderen Art. Joseph war gehbehindert (Klumpfuss) ; Antisemit und Gewaltfanatiker

::: Sohn von Vater Friedrich Goebbels (*1862 - †) und Mutter Maria Katharina Odenhausen * - †, die sechs Kinder hatten

1917 Abitur ; 1922 Promotion Dr. phil. ; 1925 NSDAP (Nr. 8762), offz. Aufnahme 1926 Nr. 22 ; ab 01.11.1926 (28.10.) NSDAP-Gauleiter von Berlin-Brandenburg ; 1930-Mai 1945 Reichsminister (Reichspropagandaleiter der NSDAP) ; 19.12.1931 Heirat mit Magda Quandt (Industriellen-Gattin) ; ab 13.03.1933 Reichsminister für Propaganda und Volksaufklärung ; Präsident der Reichskulturkammer ; ab 25.07.1944 Generalbevollmächtigter für den totalen Kriegseinsatz ; 30.04./01.05.1945 Reichskanzler

Bei einer Parteiversammlung rief G. im Berliner Sportpalast am 18.02.1943 den geladenen NS-Gästen und Prominenten zu: "Wollt ihr den totalen Krieg? .... Wollt ihr ihn wenn nötig totaler und radikaler als wir ihn uns heute überhaupt erst vorstellen können. Die Engländer glauben ... Nun, Volk, steh auf und Sturm bricht los."

April 1945: liess durch seine Ehefrau Magda Goebbels, unehelich-geb. Behrend *11.11.1901 [Berlin-Kreuzberg] - †01.05.1945 [Berlin, NRK -> Suizid], ihre 6 Kinder - Hedwig, Holdine, Heidrun, Helga, Hildegard, Helmut - mit Zyankali (-> Dr. Ludwig Stumpfegger) vergiften. Zuvor gab SS-Zahnarzt Helmut Kunz *1910 [Ettlingen] den Kindern Morphium. G. tötete seine Frau mit einer Pistole, anschliessend sich selbst auf dem Gelände d. NRK nahe des Ausgangs zum "FH"-Bunker - die Leichen der ganzen Familie, Eva Brauns und  Hs. wurden durch eine russische Spezialeinheit der 3. Stossarmee bis nach Magdeburg gebracht ; G. war ab und zu Gast Hs. auf dem -> "Berghof" / Fehlgeburt am 30.12.1932 / Magdas Sohn Harald (*01.11.1921 - †22.09.1967 Flugzeugabsturz) aus ihrer ersten Ehe mit dem Industriellen Günther Quandt ; G. war ein "Schürzenjäger" bei Frauen: zahlreiche Affären überschatten die Ehe mit Magda (u.a. mit den Schauspielerinnen Anneliese Uhlig (*1918 - †2017) ; Lida Baarova (*1914 - †2000) - Hitler musste einschreiten ; ...  / HAUPTKRIEGSVERBRECHER

Buch: 30 Bände Dienstaufzeichnungen, die sogen. Goebbels Tagebücher (herausgegeben von Elke Fröhlich ©1987 K.G. Saur Verlag, München

Anmerkung zum Namen: nicht - Josef Göbbels oder Joseph Göbbels oder Josef Goebbels

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Hermann Wilhelm Göring *12.01.1893 [Marienbad bei Rosenheim, Bayern, DT] - †15.10.1946 [Nürnberg] Suizid zwei Stunden vor seiner Hinrichtung / 1914-18 Teilnahme am I. WK, "Kriegsheld" bei der Luftwaffe ; 1922 lernt H. kennen ; 1922 NSDAP, Aufbau der SA, 1923 beteiligt am Hitler-Ludendorff-Putsch, Schussverletzung ; Nov. 1923 Morphiumabhängigkeit ; Gründer der "SA" und dessen Oberster Führer ; 1928 Mitglied des Reichstages ; 30.08.1932 bis April 1945 Reichstagspräsident ; 11.04.1933 Ministerpräsident von Preußen, 1933  Innenminister und Chef der preuß. Polizei ; General der Landespolizei ; Chef der Geheimen Staatspolizei (GeStapo) ; ab Mai 1933 Reichsminister für Luftfahrt ; 1935 General der Flieger ; 1935 Ansprache und Unterschrift unter die Nürnberger Gesetze ; 1935-1945 Reichsforst- & Reichsjägermeister ; 1936 Generaloberst ; 1936 Beauftragter des Vierjahresplanes ; 1938 Generalfeldmarschall ; 1939 offiziell zum Nachfolger Hs. ernannt ; ab Juli 1940 Reichsmarschall, raffte für sich privat teure und kostbare Bilder, antike und sonstige Wertgegenstände zusammen ; grosser Landbesitz -> "Carinhall" nördl. von Berlin ; selten Gast Hs. auf dem -> "Berghof" mit eigenem Haus am Obersalzberg / Familie: Bruder Albert Göring (half verfolgten Juden) ; Halbbruder Herbert Göring *09.12.1889 - † /// Görings erste Ehefrau: Carin von Kantzow *21.10.1888 - †17.10.1931, Heirat 03.02.1923 ; zweite Ehefrau: Emma "Emmy" Johanna Henny Göring, geborene Sonnemann *24.03.1893 (1894?) [Hamburg] - †08.06.1973 [München], Heirat April 1935, Tochter: Edda Göring *02.06.1938 (Hs. Patenkind) / G. wurde als ranghöchster NS vor dem -> Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozess gestellt. Urteil am 01.10.1946 zum Tode / HAUPTKRIEGSVERBRECHER

Hermann Görings Grossnichte Bettina Göring *1956, verheiratet mit Adi Pieper *1953. Sie hat einen Bruder *1954 ; Hermann Göring war der Onkel von Bettinas Vater. Ihr Vater rauchte stark. Sie verlies mit 19 Jahren Deutschland reiste nach Mexiko. traf auf Nazis in Honduras (70er Jahre), lebte 6 Jahre in der Bhagwan-Sekte, lebt in Thailand. Ihre Familiengeschichte hat sie aufgearbeitet. Sie ist fassungslos von den Verbrechen von einem Teil ihrer Familie / Bettina G. besuchte das Gebiet wo der Landsitz "Carinhall" nahe des Wuckersees in der Schorfheide, heute  Brandenburg und das Stelenfeld des Holocaust-Mahnmal in Berlin | ZDFinfo Doku: "Kinder des Bösen": Bettina Göring (©2016 Spot Productions MTVA Autentic GmbH + ©2017 ZDF)

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Martin Bormann sen. *17.06.1900 [Wegeleben bei Halberstadt, DT] - †01./02.05.1945 Berlin] Suizid durch Gift /   / Landwirt ; Chef der Reichskanzlei (), Reichsleiter der NSDAP (12.05.1941), SS-Obergruppenführer / diente beim Feldartillerie-Regiment 55 von Juni 1918 bis Februar 1919 ; Juli 1926 lernt er H. kennen ; 17.02.1927 NSDAP (Nr. 60.508) ; 1933 Stabsleiter bei Rudolf Heß ; 1937 SS-Nr. 278.267 ; war zw. 1942-1945 der zweite Mann im Staat (alle politischen-, partei- und privaten Belange Hs.), 12.04.1943 "Sekretär des Führers" ; führte den Gelben Stern für jüdische Bürger ein (15.09.1941) ; blieb bis zum Selbstmord Hs. zusammen im "Führer"-Bunker unter der "Neuen Reichskanzlei" aus ; 1972 Skelettfund am Lehrter Bahnhof in Berlin, kurz darauf Bestätigung seiner Identität ; 1973 amtsgerichtlich für Tod erklärt, 1984 endgültig für Tod erklärt, 1998 DNA-Vergleich bestätigt ; fester Gast Hs. auf dem -> "Berghof" incl. eigenem Haus und grössten Grundstück am Obersalzberg - leitete die gesamten Bauarbeiten seit 1935 / er zeichnete Hitlers Tischgespräche auf / führte selbst Tagebuch / Familie: Bruder -> Albert Bormann (zerstritten) / September 1929: Heirat mit Gerda Bormann, geb. Buch *23.10.1909 [Konstanz am Bodensee] - †23.03.1946 [Meran] ; ihr Vater war Walter Buch *1883-†1949 (1923 Hitlerputsch, SA-Ogrf., 1933-1945 Oberster Parteirichter der NSDAP) / 10 Kinder zw. 1930 - Sept. 1943, davon, Gerhard Bormann ;  der ältester Sohn: Adolf Martin Bormann jr. *1930 - †2013 wurde nach dem Krieg Theologe (lebte einige Zeit in Afrika), hielt u.a. Vorträge über die Verbrechen des NS-Staates auch in der Verantwortung seines Vaters / HAUPTKRIEGSVERBRECHER
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Prof. h.c., Dr. med. Theodor Karl Ludwig Gilbert Morell *22.07.1886 [Trais-Münzenburg bei Gießen, DT] - †26.05.1948 [Krankenhaus am Tegernsee, DT] / / - 1933 NSDAP, 1936 Hs. Leibarzt, Professor (durch H.), machte sich unentbehrlich, Januar 1943 100.000 RM-Dotation durch H.; M. gab H. Mixturen von Aufputschmitteln, brachte so H. in die  Medikamenten-Abhängigkeit, die aber Hs. Zurechnungsfähigkeit nicht beeinflusste ; wurde durch H. am 21.04.1945 im Berliner "Führer"-Bunker in "Treue" verabschiedet ; fester Gast Hs. auf dem -> "Berghof" ; Brillenträger ; Vater: Karl
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Albert Speer sen. *19.03.1905 [Mannheim, DT] - †01.09.1981 [London, GB] - 1931 NSDAP/SA, 1932 Motor-SS ; "Leib"-Architekt (Sommer 1936: Hs. Auftrag für das "grösste Bauvorhaben nach dem Pyramidenbau in Ägypten"), die ausführende Hand Hs., der ihn 1937 zum Generalbaudirektor für die Reichshauptstadt Berlin, zuvor arbeitete Speer in Nürnberg ; S. hatte mehrere hohe NS-Funktionen ; 09.02.1942: Reichsminister für Bewaffnung und Munition ; 02.09.1943: Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion machte / Verhältnis zu H.: hatte mit Hitler wohl das engste, eine Art Vater/Sohn-Verhältnis ; fester Gast mit Familie auf dem -> "Berghof" mit eigenem Haus (heute noch erhalten) ; ab dem 09.02.1942 bis Anfang 1945 Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion, 1946-1966 Haft in Berlin-Spandau, danach Buch-Autor / Ehefrau: Margarethe Speer (*1905–†1987 ; befreundet mit Eva Braun†) ; 6 Kinder: u.a. Hilde Speer *1936 , Albert Speer jr. *1934 - †15.09.2017 (bekannter Architekt - Büro AS&P - in Frankfurt am Main) / HAUPTKRIEGSVERBRECHER
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Joachim von Ribbentrop *30.04.1894 [Wesel, DT] - †16.10.1946 [Nürnberg] gehängt / / arrogantes Verhalten / NSDAP (01.05.1932, Nr. 1.199.927), SS (30.05.1933, Nr. 63.083) ; SS-Obergruppenführer (1940) und Reichsaussenminister (04./05.02.1938-30.04.1945). Schloss alle bedeutenden Verträge für Hitler bis hin zum Hitler-Stalin-Pakt (23.08.1939) ; verantwortlich für die "Endlösung" (Auswärtiges Amt) ; Sekretärin: Margarete Blank ; einige Male Gast Hs. auf dem -> "Berghof" / HAUPTKRIEGSVERBRECHER

Reinhard Spitzy *11.02.1912 [Graz, ÖS] - †02.11.2010 [Maria Alm am Steinernen Meer, Österreich], Referent bei Ribbentrop, SS (1931), NSDAP (1931), Reichssicherheitshauptamt (RSHA, 1943) ; Augenzeuge bei Dokumentationen (u.a. "SpiegelTV")

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Wilhelm Keitel *22.09.1882 [Helmscherode, Harz, DT] - †16.10.1946 [Nürnberg] gehängt ; traf H. erstmals im Juli 1933 ; Goldenes Parteiabzeichen Generalfeldmarschall und Chef des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) - ranghöchster Militär, stand bis zuletzt fest zu Hitler. Sein Einfluss war allerdings gering. Er mit-unterschrieb auch die deutsche -> Kapitulationsurkunde am 09.05.1945 um 00:16 Uhr in Karlshorst bei Berlin / HAUPTKRIEGSVERBRECHER
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Dr. Fritz Todt *04.09.1891 [Pfortzheim] - †08.02.1942 [bei Rastenburg], durch Flugzeugabsturz / Jan. 1922 NSDAP ; SA-OGfr und Generalmajor der Luftwaffe ; 30.07.1933 Generalinspektor für das dt. Strassenwesen / 1938 Bau des -> "Westwalls" ; 17.03.1940-08.02.1942 Reichsminister für Bewaffnung und Munition ("Organisation Todt" (OT), gegr. 1938) - sein Nachfolger wurde -> Albert Speer / Familie: Ehefrau:  , Tochter: Ilsebill Todt
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Fritz Hippler *17.08.1909 [Berlin] - †22.05.2002 [Berchtesgaden], NS-Studentenführer ; 1942 bis 1944 "Reichsfilmintendant" / 1927 NSDAP / SS
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Walther Hewel *25.03.1904 [Köln] - †02.05.1945 [Berlin] Suizid nach Flucht aus dem Bunker / / 1923 Hitlerputsch (Fahnenträger) im Stosstrupp "Adolf Hitler" / 1937 SS ; 1938 Legationsrat 1. Klasse im Auswärtigen Amt ; Ernennung 1940 zum Gesandten 1. Klasse, Ministerialdirigent als ständiger Beauftragter des Reichsaussenminister bei H. ; 1942 SS-Brigadeführer ; 1943 Botschafter zur besonderen Verwendung ; Goldenes Parteiabzeichen ; verliess mit Martin Bormann die NRK in Berlin am 02.05.1945 ; fester Gast Hs. auf dem -> "Berghof"
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Benito Mussolini *29.07.1883 [Predappio, Romagna, IT] - †28.04.1945 [Giulino di Mezzegra, Provinz Como, ITA] erschossen / ab 1918 "Führer" der italienischen faschistischen Partei ("Fasci di Combattimento) und Diktator ; zusammen mit H. bildete er die Nord-Süd-Achse zw. Deutschland-Österreich-Italien / Freund von Hitler und teilte dessen Plänen zur Schaffung eines "Weltreiches" ; M. hatte eine überhebliche Art der Selbstinszenierung / verantwortlich für den hunderttausendfachen Massenmord / abgesetzt -> 1943 / Tod: wurde von ital. Partisanen in Giulino di Mezzegra bei Dongo/Provinz Como erschossen und mit seiner Geliebten Claretta Petacci (*1912 - †1945) und zwei Anhängern auf der Piazza Loretto am 29.04.1945 in Mailand öffentlich mit dem Kopf nach unter aufgehängt. Kinder: Edda *01.09.1910 [] - †09.04.1995 [], 1930 verh. mit ital. Aussenminister (1936/1943) Galeazzo Conte Ciano di Cortelazzo (Graf Ciano) *18.03.1903 [Livorno] - †11.01.1944 [Verona] hingerichtet ; Vittorio *1913 [Mailand] - †12.06.1997 [Rom]
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DUZ-FREUNDE HITLERS u.a.

| UpDate: 28. Juni 2O18

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Josef 'Sepp' Dietrich *28.05.1892 [Hawangen, Unterallgäu, Bayern, DT] - †21.04.1966 [Ludwigsburg, DT], Metzger, Kriegsteilnehmer im I. WK, Freikorps Oberland, 1923 Teilnahme am Hitlerputsch, 1928 NSDAP (Nr. 89.015) & SS (Nr. 1.177), 1. SS-Standarte München, 1929-1934 Kommandeur versch. SS-Einheiten ; 1930 MdR ; organisierte den Aufbau der SS & war Kmdr. der Leibstandarte-SS "Adolf Hitler" (ab 1933) - zugleich SS-Gruppenführer ; verantwortlich für die Exekution mehrerer SA-Führer im Gefängnis München-Stadelheim während des sogen. "Röhm-Putsches" im Juni 1934 - dafür am 04.07.1934 SS-Ogrf ; Mitgl. des Reichstages ; 20.04.1942 SS-Oberstgruppenführer & Panzergeneraloberst der Waffen-SS ; nach 1945 aktiv in der -> HIAG / Hauptverantwortlich für 100.000fachen Massenmord ; fester Gast Hs. auf dem -> "Berghof"
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Johann Dietrich Eckart *23.03.1868 [Neumark/Oberpfalz] - †26.12.1923 [Berchtesgaden], Journalist, Dichter, Dramatiker, Verleger, Judenhasser, Alkoholiker ; lernte Hitler im Herbst 1919 in München kennen und wurde bis 1923 sein einflussreichster Freund, Mentor, Vaterersatz, Förderer - dem er Tür und Tor der Gesellschaft öffnete / NSDAP
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Emil Maurice (Emil Jules Wilhelm Maurice, "Moritzl") *19.01.1897 [Westermoor/Schleswig-Holstein] - †06.02.1972 [München] / / Uhrmachergeselle, Hs. Fahrer, 1,80 Meter, Augenfarbe: braun, 01.12.1919 DAP-Mitglied Nr. 94 (594) - Ehrenmitgliedschaft, eines der ersten SA-Mitglieder (Nr. ) und erster Leiter der SA ; SA-Gründer und SS-Mitbegründer (Mitglied Nr. 2) und im "Stosstrupp Adolf Hitler" -> 1924-Januar 1925 Haftzeit mit H. in Landsberg (am Lech), Goldenes Parteiabzeichen, 1939 SS-Oberführer ; "EHREN-ARIER": weil seine Familie und er Hitler in den schwersten Stunden (1918/1919) zur Seite stand, war Maurice, wegen seiner halbjüdischen Familienbiografie "belastet" (Ur-Grossvater), der Einzige neben dessen Brüdern, der in der "SS" verbleiben durfte (Hitlers persönlicher Befehl an Himmler) ; liiert mit Hs. Cousine -> Geli Raubal †1931 / Familie: Vater: Charles Emil Amandus Maurice *1864 [Hamburg] - † ; Mutter: Amanda (geb. Hennings) *-†  ; Geschwister: vier Brüder, eine Schwester / sein Sohn: Dr. Klaus Maurice
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Christian Weber *25.08.1883 [Polsingen; Franken, DT] - †10./11.05.1945 [München] ermordet / / Gastwirt, Pferdehändler, Extrem-Antisemit, "Stosstrupp Adolf Hitler" ; 1921 NSDAP ; 1926-34 Münchner NSDAP-Stadtrat ; 1933 Präs. des Landtages Oberbayern ; 1935 Ratsherr ; Inspekteur der SS-Reitschulen ; Brigadeführer/SS-Ogrf, Adjutant von -> Sepp Dietrich
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-> Ernst Röhm -> Winifred Wagner -> Heinrich Hoffmann -> Julius Streicher -> Siegfried Wagner -> Hermann Esser -> Franz Xaver Schwarz
-> August Kubizek - auch Gustav, Gustl genannt - Jugendfreund
-> Max Amann - Reichsleiter und Präsident der Reichspressekammer
Rudolf Häusler *1878 - †1950 - trifft H. im Febr. 1913 bis 03.08.1914 im Münchner Männerheim, nennt H. "Adi"
Jakob Weiss (- H. nennt ihn "Weiss Jackl", 1933 wohnt W. in Abens/Hallertau
Fritz Seidl (Freund aus Hs. Kinder- und Jugendzeit)
Fritz Lauböck * - (Freund aus Kinder- und Jugendzeit, Lauböck wurde Regierungsrat)
Ulrich Graf *1878 - †1950 (Fleischergeselle) ; "Stosstrupp Adolf Hitler", Hs. Chauffeur
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HITLERS DIENER (Diener des "Führers") u.a.

|- Reisebegleiter, Haushofmeister, Butler, "Mädchen für alles", Personenschutz

| UpDate: 18. Juni 2018

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Karl Wilhelm Krause (*05.03.1911 Rosenberg-Michelau, Ostpreussen - †06.05.2001 Lich, Hessen) / / SS-Untersturmführer (1945) ; gelernter Tischler, 09.07.1934 H. entschied sich für Krause, 01.08.1934 bis 10.09.1939 / ab Weihnachten 1943 Kammerdiener ; 02.11.1940 Leibstandarte-SS "Adolf Hitler" (LSSAH) ; wurde in Hs. Testament von 1938 mit 100 Reichsmark/Monat bedacht ; bis Juni 1946 in Gefangenschaft

Heinz Linge *23.03.1913 [Bremen] - †24.06.1980 [Bremen] / / einer der ständigen Personen in Hs. Umgebung von 24.01.1935 - 1945 (pers. Diener ab 1939, Nachfolger von K. W. Krause) ; gelernter Maurer ; 1932 NSDAP (Nr. 1.260.419) + SS (Nr. 35.795) ; 1933 Leibstandarte-SS "Adolf Hitler" {LSSAH} ; wurde in Hs. Testament von 1938 mit 3.000 Reichsmark bedacht ; 02.05.1945 inhaftiert, 1950 zu 25 Jahren verurteilt, 1955 aus sowjet. Kriegsgefangenschaft entlassen ; danach Handelsvertreter / -> "Berghof")

Wilhelm Arndt (*1913 - †1945, "Willy") / / Mitgl. der LSSAH ; 1943-45 "Lieblings-Diener Hs. ; 22.04.1945 - vernichtete Hitlers und Eva Brauns private Papiere ; Das Flugzeug, das nach Berchtesgaden flog, stürzte in der Nähe von Börnersdorf (Sachsen) ab (Ursprungsquelle für die so genannten "Hitler-Tagebücher" 1983, STERN)

Hans  Herrmann Junge (*11.02.1914 Wilster/Hollstein - †13.08.1944 Dreux, Frankreich) / / 1933 SS ; 1934 LSSAH ; 1936 SS-Begleitkommando ; 1938 im Testament Hs. von mit 3.000 Reichsmark bedacht ; 1940 Diener und Ordonnanz (-> "Berghof") ; 19.06.1943 Ehemann von Hs. Sekretärin Traudl Junge ; 14.07.1943 Waffen-SS ; 01.12.1943 Fronteinsatz (12. SS-Panzer Division)

LEIBWäCHTER (SS-Führerbegleitkommando) u.a.

| UpDate: 2O. Juni 2O18

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Bruno Gesche *1905 [] - †1980 [] / / enger Mitstreiter und Leibwächter Hs. ; 1922 NSDAP ; 1928 SS Nr. 1.093! (SS-Obersturmbahnführer) ; seit März 1932 im FBK - vom 16.06.1934 bis Dez. 1944 Chef des "Führerbegleitkommando" - Leibstandarte-SS "Adolf Hitler" (FBK) ; Alkoholiker ; mehrfach von Hitler geschützt ; auf Himmlers Betreiben zum Fronteinsatz wegen disziplinären Vergehens abkommandiert, nochmals im Dez. 1944 - Vergehen mit der Androhung des Ausschlusses aus der "SS" (Verpflichtungserklärung dem Alkohol "abzuschwören") ; Entlassung aus dem FBK vor dem 05.01.1945 ; Kriegsgefangenschaft bis 1947 / Nachfolger Gesches beim FBK -> Franz Schädle ab 05.01.1945


Rochus Misch *29.07.1917 [Alt-Schalkowitz bei Oppeln, Oberschlesien] - †05.09.2013 [Berlin] / / katholisch, 1.85 m ; Vater: Rochus sen. (†29.07.1917 starb zwei Stunden vor der Geburt seines Sohnes), Mutter: Victoria (†1920), Bruder Bruno (†02.05.1922 Unfall) // Okt. 1937 in die "Verfügungsgruppe-SS" eingezogen ; wird während des "Polenfeldzuges" durch ein Geschoss schwer an der Lunge verwundet ; höster Dienstgrad: SS-Oberscharführer der "Leibstandarte-SS Adolf Hitler" (Begleitkommando) ; von Ende April 1940 bis 30.04.1945 auf dem Obersalzberg (Bayern), Telefonist in der Neuen Reichskanzlei (Berlin), später Leiter von Hitlers persönlicher Telefonvermittlung in der "Wolfsschanze" in Polen (Juni 1941-Nov. 1944), Kurier (Abwehr) sowie ständiger Leibwächter. Hs. Misch war letzter lebende Augenzeuge der Hitler im Bunker der Reichskanzlei gesehen hat (bis 02.05.1945 im Führerbunker der NRK) - die "Führer"-Telefonnummer lt. Misch lautete 12 00 50 ; er war 8 Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft (bis 31.12.1953) / Ehefrau: Gerda Misch (geb. Lachmund, *1920-†1998, stammte aus halb-jüdischer Familie), eine Tochter Gitta *11.04.1944 ; er wohnte allein in einem Einfamilien-Haus, Nr. 133 in Berlin) PHOTOS / Aussage zu Hitler: "Für mich ein ganz normaler Mensch und, und --- ich kann nur sagen er war ein guter Chef - für unsere Zwecke". M. gab bereitwillig jedem Interessierten am Telefon und per Post Auskunft, Autogramme und lebte mit seinen Erinnerungen, ohne die Gesamtheit der Schreckensherrschaft zu begreifen. Erst nach dem Krieg erfuhr er angeblich vom Massenmord / Photos: M. konnte in unmittelbarer Nähe und ungestört Bildaufnahmen von Hitler, Eva Braun und dessen Umgebung ("Berghof", "Wolfsschanze") machen.

Buch: In Frankreich erschien am 16.03.2006 eine 255 Seiten-Ausgabe "J'étais garde du corps d'Hitler" über seine Zeit bei H. zw. 1940-45 ; seit Juni 2008 gibt es die erste, zweite (335 Seiten) und dritte gebundene und als Paperback <11. Auflage seines Buches "Der letzte Zeuge - Ich war Hitlers Telefonist, Kurier und Leibwächter".

-> Kommentar zu Rochus Misch


Erwin Eugen Johannes Rommel *15.11.1891 [Heidenheim a.d. Brenz] - †14.10.1944 [bei Herrlingen, Württemberg] Suizid ; sogen. "Wüstenfuchs", Generalfeldmarschall (22.06.1942) ; 1936 Hs. Leibwächter, zw. August 1939 bis Februar 1940 Kommandeur "Führerbegleitbataillon" (u.a. "Wolfsschanze") ; Ehefrau: Lucie-Maria †, Sohn: Manfred Rommel *1928 - †2013 (CDU-Politiker)

Wilhelm "Willi" Schneider *1917 - † , Leibstandarte-SS "Adolf Hitler", Hs. Diener & Leibwächter
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BEGLEITäRZTE (gehörten zum Führerbegleitkommando, FBK) u.a.

| UpDate: 18. Juni 2018

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Prof. Dr. med. Karl Brandt *08.01.1904 [Mühlhausen, Elsaß] - †02.06.1948 [Landsberg, Bayern] hingerichtet - 1934 bis Juli 1944 Reichskommissar für das Sanitäts- und Gesundheitswesen (SS-Gruppenführer). 1948: Das Military Tribunal No.1 verurteilte ihn wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit zum Tod durch Hängen. Vor allem wegen seiner Verantwortung für die -> "Euthanasie" - die Frage seiner Mitwirkung an Menschenversuchen blieb unberücksichtigt. Er schrieb Tagebuch, auch in seiner Haftzeit nach Kriegsende) ; Hs. Begleitarzt bis 10.10.1944 / Ehefrau: Anni Brandt, geb. Rehborn, *25.08.1904 [Langenberg] - †nach 1985 [], ehemalige Schwimmerin, Heirat am 17.03.1934, einen Sohn, sie war oft Gast auf dem "Berghof", enge Freundschaft mit -> Eva Braun und -> Margarete Speer

Dr. med. Ludwig Stumpfegger *11.07.1910 [München] - †02.051945 [Berlin], Eintritt SS am 02.06.1933 Nr. 83668, zuletzt SS-Standartenführer und Oberst der Schutzpolizei (20.04.1945) ; 1935 NSDAP Nr. 3616119 ; SS-Verfügungstruppe Begleitarzt Himmlers ; Begleitarzt Hitlers ab 09.10./10.10.1944


Dr. med. Werner Haase *02.08.1900 [Köthen, Anhalt, DT] - †03.05.1945 [Moskau] (a.Q. 30.11.1950), 1933 Eintritt NSDAP, SA ; 1934/35 SS ; ab April 1945 Hs. letzter Arzt ; ab 1943 SS-Obersturmbannführer ; verweilte im Berliner "Fhr.Bunker" bis 03.05.1945 ; starb in sowj. Kriegsgefangenschaft in Moskau, Gefängnis Butyrka

Prof. Dr. med. Hanskarl von Hasselbach *02.11.1903 [Berlin] - †21.12.1981 [München] ; NSDAP / SA / SS ; Begleitarzt Hs. bis 10.10.1944

Zahnarzt: Dr. Johann Hugo Blaschke *14.11.1881 [Neustadt, Westpreußen] - †06.12.1959 [Nürnberg] von 1933-20.04.1945, davon seit 31.08.1943 Ernennung zum obersten Zahnarzt im Stab RF SS ; 01.02.1931 NSDAP ; März 1931 SA ; 01.05.1935 SS ; 09.11.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS ; 1948 aus Kriegsgefangenschaft entlassen, als Zahnarzt tätig


KOCH & KöCHINNEN, ZIMMERMäDCHEN u.a.

| UpDate: 18.1O.2O18

Leibkoch:

Arthur 'Willy' Kannenberg *23.02.1896 [Berlin-Charlottenburg] - †26.01.1963 [Düsseldorf] / / 1931 Leiter des Casinos im Braunen Haus, ab 1933 Hausintendant der Reichskanzlei, mit Ehefrau Freda arbeiteten beide als Hausintendanten in der Neuen Reichskanzlei (NRK) ; 1946 aus Haft entlassen und danach als Gastwirt in Düsseldorf tätig

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Köchinnen:
Lilli * [] - †? [], Köchin auf dem "Berghof" (Obersalzberg)
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Diätköchinnen:
Helene Marie von Exner *16.04.1917 [Wien, ÖS] - †? [], Rufname Marlene ;Ausbildung an der Wiener Universität als Diätassistentin ; September 1942 bis Juli 1943 Diätköchin bei Diktator Marschall (seit 1941) Jon Antonescu in Bukarest, Rumänien *14.06.1882 [Pitesti] - †01.06.1946 [Jilava] Kriegsverbrecher hingerichtet ; Diätköchin bei H. vom 15.07.1943 bis 08.05.1944 - entlassen auf Grund jüdischer Grosseltern

Constanze Manziarly *14.04.1920 [Innsbruck, ÖS] - †02.05.1945 [Berlin] in der Neuen Reichskanzlei von September 1944 bis 30.04.1945, nach der Flucht aus der NRK verschollen, vermutlich Suizid

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Haushälterin
Anni Winter *27.02.1905 [Pfakofen bei Regensburg] - †17.10.1970 [München] / / Prinzregentenplatz 16 in München, seit 01.10.1929-30.04.1945 bei H.
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Zimmermädchen ("Berghof"):
Anna Plaim geb. Mittlstrasser *1920 [Loosdorf, Niederösterreich, ÖS], beschäftigt seit Mai 1941 bis 19??  im "Berghof" ; Hochzeit 1948 Karl Plaim †1996 ; Anna's Tochter Anna (Enkeltochter Charlotte)

Grossvater: Johann Mathias Mittlstrasser (aus Bayern, gelernter Wagenmeister, 6 Kinder, 2 Ehen) ; Bruder Franz ; Vater Franz †1958 ; Cousine von -> Willi Mittlstrasser / Buch: "Bei Hitlers", Knaur Verlag, Nr. 77758, ©2005


Theresia 'Resi' Stangassinger * -

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Elfriede König * -


PRIVAT-SEKRETäRINNEN u.a.

| UpDate: 18. Juni 2018

= Hitler hatte seit 1933 bis 1945 vier Privatsekretärinnen

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1. Johanna Wolf *01.06.1900 [München] - †05.06.1985 [München] / / ledig, ab 1929 Schreibkraft in Hs. Privatkanzlei ; NSDAP-Mitglied ; 1933 Sekretärin in der "Privatkanzlei des Führers", später in der "Persönlichen Adjutantur des Führers" ; fester Gast Hs. auf dem -> "Berghof" ; zusammen mit -> Christa Schroeder wird sie von H. am 21./22.04.1945 verabschiedet
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2. Christa Schroeder *19.03.1908 [Hannoversch Münden] - †28.06.1984 [München] / / eigtl. Emilie Christine Philippine Schroeder / 1929/1930-33 Sekretärin in der Reichsleitung der NSDAP München ; 1933-39 Sekr. in der "Persönlichen Adjutantur des Führers" ; Beginn des Krieges 1940 bis 22.04.1945 auf allen Reisen Hs. ; fester Gast Hs. auf dem -> "Berghof" ; 28.05.1945 Verhaftung, interniert bis 12.05.1948 ; nach 1945 Sekretärin, 1967 Ruhestand ; Sch. nahm Hitlers Tuschskizzen (gezeichnet 1923/24) kurz vor Hs. Suizid mit dessen Erlaubnis an sich, "rette" diese während ihrer Gefangenschaft nach Mai 1945 mit der Aussage, das diese Skizzen, die ihres Grossvaters seien. (vgl. Werner Maser, "Hitlers Briefe und Notizen", S. 130, ) / Mutter: †1926 +++ Buch: "Er war mein Chef", Herbig Verlag, 1985 - Aug. 2002
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3. Gerda Christian *13.12.1913 [Berlin] - †14.04.1997 [Düsseldorf], geb. Daranowski, genannt "Dara" / / Vertrauteste aller Sekr. Hs. ; Kontoristin in Berlin bei Elisabeth Arden ; 1937 Sekr. in der "Persönlichen Adjutantur des Führers" ; ab 1939 in versch. Führerhauptquartieren ; zw. Feb. - Mitte 1943 Arbeitsunterbrechung (Heirat am 02.02.1943 mit Major Eckard Christian) ; 1943-45 Führerhauptquartier ; Flucht am 01.05.1945 von Berlin nach Westdeutschland ; fester Gast Hs. auf dem -> "Berghof"
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4. Traudl Junge , eigtl. Gertraud Junge, geb. Humps - *16.03.1920 [München, DT] - gest. 11.02.2002 [dito] / / Privatsekretärin von November 1942 bis April 1945 auf dem Obersalzberg und im Berliner "Führerbunker" unter der Neuen Reichskanzlei (Wilhelmstr.) ; 1967-1971 tätig für die Kundenzeitschrift "Drogerie Journal" (Verlag "Wort und Bild") ; 1974 erkrankt sie an Unterleibskrebs / Familie: Eltern: Vater Max Humps (*1893 - †1962, Braumeister) - nimmt am -> Hitler-Putsch 1923 teil und Mutter (†1969) ; Geschwister: Inge // 1. Ehemann ( 19.06.1943): SS-Offizier und Hs. Kammerdiener Hans Hermann Junge (*1914 - †13.08.1944 Front) und Verlobter (nach 1945) Heinz Bald / Autorin: "Bis zur letzten Stunde - Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben" (2002 - Mit-Autorin: Melissa Müller, *1967) ; Buch-Rezession  ;  fester Gast Hs. auf dem -> "Berghof"
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Eva Braun (offiziell als Privatsekretärin, ohne tatsächliche Dienstaufgaben) ; fester Gast und spätere Lebensgefährtin (ab 1931) und Frau Hs. (28.04.1945) auf dem -> "Berghof"

WEITERE PERSONEN UM HITLER

| UpDate: 26. Juli 2O18

Hitlers langjähriger Anwalt:

Hans Frank *23.05.1900 [Karlsruhe] - †16.10.1945 [Nürnberg] -> hingerichtet ; Rechtsanwalt ; Reichsminister ohne Geschäftsbereich ; Reichsführer des NS-Juristenbundes ; 12.10.1939 Generalgouverneur für die polnischen Gebiete, Massenmörder // Familie: Sohn Niklas Frank

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Chef der Reichskanzlei:

Hans Heinrich Lammers *27.05.1879 [Lublinitz, Oberschlesien] - †04.01.1962 [Düsseldorf], NSDAP (1932), Reichminister (30.01.1933 - 23.04.1945), SS-Obergruppenführer (seit 20.04.1940) ; hatte erheblichen Einfluss auf H. bis zum Aufstieg Bormanns 1941 ; 1949 im "Wilhelmstrassenprozess" zu 20 Jahren Haft verurteilt ; 1951 entlassen - machte nach dem Krieg wieder Karriere in der Bundesrepublik

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Maschinist im Bunker der NRK:

 Johannes Hentschel *10.05.1908 [Berlin] - †27.04.1982 [Aachen b. Baden], seit 1934 Maschinenmeister in der Alten Reichskanzlei ; Mitte April 1945 ständig im Führerbunker und am 02.05.1945 als letzter von den Sowjets dort gefangen genommen worden ; 1949 aus Kriegs-Gefangenschaft entlassen

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Architekten:
Paul Ludwig Troost *17.08.1878  [Elberfeld] - †21.01.1934 [München] Selbsttötung / Hitlers Münchener Architekt, zahlreiche Bauten in München
Gerdy Troost *  [] - †  [] Architektin
Hermann Giesler *  [] - †  [] Architekt, u.a. "Berghof"
Alois Degano *1887 [] - †1960  [] / 1933 NSDAP / ab Sommer 1935  Hs. "Berghof", Obersalzberg / -> mehr
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Albert Speer *19.03.1905  [Mannheim] - †01.09.1981 [London] / März 1931 NSDAP ; für H.  ab Sommer 1933 tätig -> mehr
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NS-Fliegerfrau:

Hanna Reitsch *29.03.1912 [Hirschberg] - †28.08.1976 [Frankfurt am Main] / Hitlers Vorzeigefliegerin, die ihren "Führer" noch wenige Tage vor seinem Suizid am 30.04.1945 aus Berlin ausfliegen wollte. Reitsch wurde als einzige Frau von H. mit dem nationalsozialistischen "Eisernen Kreuz I" ausgezeichnet

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Leibfotograf:

Heinrich Hoffmann *12.09.1885 [Fürth, Bayern] - †16.12.1957 [München] / / Ladengeschäft in München, Schellingstr. 50 ; seit 1920 arbeitete Hoffmann für Hitler, auch als Kunstberater und Unterhalter, ab 1928 ständig ; April 1920 DAP/NSDAP-Mitgl. ; ab 1933 "Reichsbildberichtserstatter der NSDAP", über Hoffmann gingen alle offiziellen Filme und Photos von Hitler an die Presse und Kino-Wochenschauen (Monopol, Alleiniges Recht am Bild durch H.), rund 2,5 Millionen Photos nahm er von Hitler auf (Bayerische Staatsbibliothek, München) ; bediente sich am Bilderraub (Gemälde, Plastiken) für H. ; kein Duzfreund (formal "Herr Hitler", 1929), oft Gast Hs. auf dem -> "Berghof" ; Familie: Sofie (zweite Ehefrau), Tochter Henriette heiratete -> Reichsjugendführer -> Baldur von Schirach (RJF)

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Kameramann:

Walter Frentz *21.08.1907 [Heilbronn] - †06.07.2004 [Überlingen] / Kameramann bei der Ufa und bei Leni Riefenstahl, filmte Hitler auf dessen Reisen und in den Führerhauptquartieren als Filmberichterstatter der Luftwaffe ; fotografierte den privaten Hitler, anders als -> H. Hoffmann. Frentz machte kleine Kunstwerke - lässt Hitler und andere NS-Grössen in einem fast "vertrautem Licht" erscheinen, nahezu unheimlich ; fotografierte auf dem "Berghof" ab 1940 ; 1941 SS ;  WEB: www.walter-frentz.de ; Buch: "Das Auge des Dritten Reiches" (2007, Deutscher Kunstverlag, München)

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Chauffeure:
-> Ernst Haug (Hs. erster Fahrer) / /
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-> Julius Schreck bis 1936 (Tod durch Autounfall) / /
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Erich Kempka *16.09.1910 [Oberhausen] - †24.01.1975 [Freiburg-Heutingsheim], 1930 NSDAP und SS (Obersturmbannführer) ; seit 1932 Fahrer im SS-Begleitkommando und von 1936 bis 1945 ständiger Fahrer bei H., sowie Führer des Kraftfahrzeugparks ; fester Gast Hs. auf dem -> "Berghof" ; 18.06.1945 von US-Armee verhaftet, 1947 entlassen

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Chefdolmetscher:

Dr. phil. Paul-Otto Schmidt *23.06.1899 [Berlin-Charlottenburg, DT] - †21.04.1970 [München], 1923 Promotion (Dr.), Auswärtiges Amt, 1924 Dolmetscher, 1927 Chefdolmetscher, 1940 Gesandter 1. Klasse, 1943 NSDAP, bei Ribbentrop und Hitler

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Chefpilot:
Hans Baur *19.06.1897 [Ampfing bei Mühlheim am Inn] - †17.02.1993 [Neuwiddersberg, Bayern], eigtl. Johann Peter Baur / / flog für H. zwischen Febr. 1933 - 1945 / SS-Gruppenführer der Waffen-SS & Generalleutnant der Polizei (Febr. 1945) kannte Hitler seit 1926, Leibwächter Hs. ; ab 1926 bei der Lufthansa, 1932-45 Chef-Pilot, 1944 SS-Brigadeführer, 01.05.1945 Ausbruch aus der NRK in Berlin, 1945-1955 sowj. Kriegsgefangenschaft ; er filmte Hitler mit einer Farbfilmkamera unzensiert aus der Nähe ; Eva Braun's und Baur's Aufnahmen sind die bislang einzigen aufgetauchten Farbfilme aus Hitlers privater unzensierter Umgebung. Alle anderen öffentl. Aufnahmen sind zensiert und freigegeben (-> Heinrich Hoffmann) ; fester Gast Hs. auf dem -> "Berghof"

ADJUTANTEN u.a.

| UpDate: 18. Juni 2018

Persönliche Adjutanten:

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Wilhelm Brückner *11.12.1884 [Baden-Baden] -
†20.08.1954 [Herbsdorf]
1923 NSDAP, 1923 Führer des SA-Regiments "München" Teilnehmer am Hitler-Ludendorff-Putsch ; Adj. ab 01.08.1930 und später Chef-Adj. 1934 bis 18.10.1940, 1936 MdR, SA-Obergruppenführer (1934), Oberst (1941 zur Wehrmacht) ; Freundin: Sofie Stork ; "Berghofkreis" ; Brückners Nachfolger war -> J. Schaub
Fritz Wiedemann *16.08.1891 [Augsburg] -
†17.01.1970 [Fuchsgrub]
Hs. Kompanieführer des RIR 16 im I. WK, 1934 NSDAP, 1939 Generalkonsul in San Francisco, persönl. Adj. ab 01.01.1935 bis 1939, Hauptmann a.D., SA-Brigadeführer
Albert Bormann *02.09.1902 [Halberstadt] -
†08.04.1989 [München]
1927 NSDAP und SA ; 1933 Leiter der Privatkanzlei Adolf Hitler, persönl. Adj. ab 1934-1945 ; Chef des NSKK / jüngerer Bruder von -> Martin Bormann sen. ; "Berghofkreis"
Julius Gregor Schaub *20.08.1898 [München] -
†27.12.1967 [München]
Hitlers "Schatten", Leibwächter ; Teilnahme am -> H.-Putsch (1923) ; Privatangestellter b. H. (1925-1945) ; SS (Nr. 7)  und NSDAP (Nr. 81) Chef der SS-Leibwache ; ab 01.01.1925 persönl. Adj. und ab 1933 bzw. ab Mitte Okt. 1940  bis 30.04.1945 Chef-Adjutant ;  SS-Ogrf (ab 1943) ; "Berghofkreis"
Max Wünsche *20.04.1914 [Kittlitz bei Löbau] - †17.04.1991 [Wuppertal]

Waffen-SS, SS-Ordonnanzoffizier von H. (01.10.1938 - 1940) -> "Berghof" / Kommandeur der SS-Panzer-Division "Hitlerjugend". Hitler-Dotierung von 10.00 RM

Friedrich 'Fritz' Darges *08.02.1913 [Dülseberg] -
†25.10.2009 [Celle]
SS-Obersturmbahnführer ; pers. Adj. Hs. im FHQ (1943/1944) ; SS (1933) und NSDAP ; SS-Junkerschule (1934) ; Zugführer der SS-Standarte "Germania" (1935) ; Untersturmführer (1935) ; August 1937 Adjutant bei Martin Bormanns im Stab Heß ; Okt. 1940 - 16.03.1942 Ordonnanzoffiz. bei Hitler  ; Abkommandierung an die Front zur 5. SS-Panzerdiv. "Wiking" ; Verleihung des Ritterkreuzes (05.04.1945)
Otto Günsche *24.09.1917 [Jena] -
†02.10.2003 [Lohmar bei Bonn]
SS-Sturmbahnführer (1944) / Hs. Adjutant Jan. - Aug. 1943 und ab Feb. 1944 - Apr. 1945 ; Verbrannte Hs. Leiche (30.04.1945)  ; 02.05.1945 Gefangenschaft, Arbeitslager in Russland und  Verhör durch Russen ; Aussage vor Gericht zum Tod Hitlers ; 02.05.1956 aus dem "DDR"-Zuchthaus entlassen ; nach 1956  Manager in Köln
Militärische Adjutanten:
Bernd Freytag von Loringhoven *06.02.1914 [] -
†2007 []
Major, Wehrmachts-Adjutant vom 23.07.1944 bis 29.04.1945 bei Hitler in der "Wolfsschanze" und in der NRK Berlin, 1932 Abitur, anschl. Studium der Rechtswissenschaften, ....
Wilhelm Burgdorf *14.02.1895 [Fürstenwalde] -
†02.05.1945 [Berlin]
Generalleutnant (1943), Chef des Heerespersonalamtes ; Chefadjutant des Oberkommando der Wehrmacht
Friedrich Hoßbach *21.11.1894 [Unna, Westfalen] -
†10.09.1980 [Göttingen]
Verbindung zum Heer, Berufssoldat (I.+II. WK), Adj. ab Aug. 1934 bis 1937 ; Oberst ; ab 1943 Generalltn. und ab Juli 1944 Führer der 4. Armee
Rudolf Schmundt *13.08.1896 [Metz] -
†01.10.1944 [Rastenburg in Ostpreußen]
Verbindung zum Heer, Chef-Adj. ab Ende Januar 1938 ; 1935 Major i. Gen.Stab ; ab Okt. 1942 Generalltn. und Chef des Heerespersonalamts, beim Attentat auf H. am 20. Juli schwer verletzt. Starb am 01.10.1944
Gerhard Engel * Adj. ab März 1938 ;
Karl-Jesco von Puttkamer *24.03.1900 [Frankfurt an der Oder] - †04.03.1981 [Neuried b. München] Adj. ab 1935, Verbindung zur Marine (Okt. 1939), Kapitän (1941),  Konteradmiral (1943-1945) /// verwandt mit Jesco v. P. (NASA-Chefplaner, *1933 - †2012)
Nikolaus von Below *20.09.1907 [Jargelin bei Greifswald] - †24.07.1983 [Detmold] Verbindung zur Luftwaffe, Adj. ab 16.06.1936 - April 1945,  Oberst (1944), Anfang 1946 von der brit. Armee interniert 1948 entlassen ; "Berghofkreis" ; sah Hitler zuletzt in der NRK
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Görings Nachfolger (ab 27.04.1945): Robert Ritter von Greim *22.06.1892 [Bayreuth, DT] - †24.05.1945 [Salzburg, ÖS] Suizid ; General der Flieger

HITLERS HUNDE u.a.

| UpDate: 2O.O6.2O18

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Während des I. WK hatte H. drei Jahre einen weissen Terrier, den er Foxl nannte. Er lief ihm weg.

H. hatte mehrere Schäferhunde/-hündinnen u.a. Prinz (1925) ; Sirius (um 1935/36) ; Wolf (ca. 1936) ; Muck () ; Blonda () ; Beroll (April 1939-Dez. 1941) ; Blondi (bis April 1945)

Schäferhündin Blondi29.04.1945 nach 18:00 Uhr  / von -> Prof. Dr. Werner Haase durch Zyankali getötet. Hitler wollte wissen, wie schnell das Zyankaligift wirkt. Zudem hatte er  Angst, das er und Blondi in die Hände der "Russen" (Rote Armee) fällt. So wie Mussolini und dessen geliebter wollte er nicht enden. Blondis fünf Welpen durch Pistolenschüsse getötet.

Eva Braun hatte Hunde u.a. Stasi und Negus ; ein weisses Kaninchen


FREUNDINNEN, ANHäNGERINNEN & VEREHRERINNEN

| UpDate: 18. Juni 2018

Nichte:
  "Geli", Angela Maria Raubal *1908 - †1931 ; 1923 wird H. ihr Vormund ; mit 19 zieht sie zu Hs. nach München (Prinzregenten Platz) ; Selbsttötung mit Hs. Pistole ; war die Frau - 19 Jahre jünger - die H. wirklich innig liebte. Ob es auch die Geliebte war, ist nicht geklärt. Gelis Liaison mit -> Emil Maurice (Hs. Fahrer und Dutzfreund)
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Lebensgefährtin & Ehefrau:
Eva Braun *1912 - 1945 / / H. nannte sie angeblich "Tschapperl" (Dummerchen, Träumerin), seit 1929 Hs. geheime Freundin, Heirat mit B. am 28./29.04.1945 -> beging mit ihr im 'Führer'-Bunker der Neuen Reichskanzlei den Suizid (Ort: Voßstr., 1973 begannen Ausschachtungen, Mai 1988 Abriss durch Sprengung durch die "DDR"-Stasi)
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weitere Freundinnen und Anhängerinnen:
Maria Reiter *1911 - †1992 ; "Mizzi", "Mitzl" bzw. "Mitzi ; H. lernte die 16jährige im Frühherbst 1926 (a.Q. 1925) in Berchtesgaden kennen (bis Frühjahr/Sommer 1927), die nach dem Krieg 1945 mit Hitlers Schwester -> Paula zusammen lebte / Sommer 1927 Suizid-Versuch wegen H. / 1931 Scheidung Mizzis Ehe /// Maria's Schwester: Anna Reiter ; Neffe: Richard Reiter
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Eugenie Jenny Haug *1891 - †1944, Schwester von Hs. ersten Chauffeurs Ernst Haug , der dem "Hitler-Stosstrupp" beim -> Hitler-Putsch angehörte / um 1923 kennengelernt
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Inga Ley 1942 Suizid - Schauspielerin, Tänzerin, Ehefrau von Reichsorganisationsleiter der NSDAP Robert Ley *15.02.1890 [Niederbreidenbach, Rheinland] - 25.10.1945 [Nürnberg], Chemiker, starb durch Suizid - Bauherr von vier geplanten und drei fertig gestellten NS-Ordensburgen in Vogelsang, Krössinsee und Sonthofen. Die zukünftigen Führungskräfte sollten an die Schaltstellen im Reich treten. Die Absolventen gingen nach Kriegsausbruch an die Front. INFO
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Margarethe Slezak * - †, Sängerin
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Henriette Hoffmann * - † , verh. von Schirach, Tochter von Cheffotograf Heinrich Hoffmann
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Martha Dodd * - †, Tochter des amerikanischen Botschafters in Berlin (1933-38) - William E. Dodd *1869 - †1940 ; H. lernte sie zw. 1933/34 kennen
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Unity Valkyrie Mitford *08.08.1914 [Batsford, Gloucestershire] - †28.05.1948 ca. 22:00 Uhr [], lebte für den Nationalsozialismus und war begeisterte Hitler-Anhängerin, unternahm nach Englands Kriegseintritt einen erfolglosen Selbstmordversuch und starb 1948 in ihrer engl. Heimat.

Eltern: David Bertram Freeman-Mitford, Lord Redesdale *1878 - †1958 und Sydney Mitford

Geschwister:  Schwestern (6) und Bruder (1): Deborah Mitford (spätere Herzogin von Devonshire) * - †2014 ; Diane Mosley, geb. Mitford, zweite Ehefrau des brit. Faschistenführers Oswald Mosley *16.11.1896 [Staffordshire, GB] - †1980 [Frankreich]

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Helene Bechstein *1876 - †1951, Ehefrau des bekannten Klavierfabrikanten Edwin Bechstein *1859 - †1934 ; H. lernt sie über seinen Mentor Dietrich Eckart ab Anfang 1920 kennen ; sie trug das Goldene Ehrenabzeichen der NSDAP auch nach 1945 unsichtbar in ein Schmuckstück eingearbeitet
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Stefanie Rabatsch, geb. Stefanie Isak *1887 [Urfahr bei Linz, ÖS] - †mindestens bis 1975 [], R. erfuhr erst durch Historiker von dem jugendlichen Verehrer Adolf Hitler. Wahrscheinlich hat sich H. im Frühjahr 1906 in Stefanie verliebt, bis Herbst 1907 als H. beschliesst nach Wien (ab Feb. 1908) zu reisen ; Sie wohnte in Urfahr, verlobte sich 1908 in einen in Linz stationierten Offizier ::: Anmerkung: Stephanie Richter
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Elsa Bruckmann *1865 - †1946 [Garmisch], machte H. mit einflussreichen Personen bekannt (Bankiers, Industriellen) ; sie stand ab 1939 Hitler kritisch gegenüber
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Helene Hanfstaengl * - †, brach 1937 mit Hitler, ging in die USA zurück. Ihr Sohn und Hs. Patenkind Egon Hanfstaengl kämpfte im 2. Weltkrieg auf Seiten der Alliierten, lebt heute mit seiner Familie in München. Hitlers Annäherung vor 1925
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Leni Riefenstahl *22.08.1902 [Berlin] - †08.09.2003 [Pöcking am Starnberger See, Bayern], NS-Filmregisseurin, wurde von den Alliierten als Mitläuferin eingestuft. Sie galt bis 2003 als die umstrittenste Filmemacherin Deutschlands.
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Winifred Marjorie Wagner, geb. Williams *23.06.1897 [Hastings, GB] - †05.03.1980 [Überlingen, DT.] - wuchs im engl. Weisenhaus auf / 26.01.1926 NSDAP-Mitglied Nr. 29.349 ; Antisemitin und Rassistin, sie war mit Hitler ab ca. 1920 freundschaftlich verbunden (er machte Ihr einen Heiratsantrag). Bis zu ihrem Tod hielt sie ihn - "Wolf" - die "Nibelungentreue". Sie unterschied zwischen dem Politiker und dem Privatmann. Ihr Mann, der homosexuelle Siegfried Wagner *06.06.1869 [Tribschen] - †04.08.1930 [Bayreuth], Hitlers Duzfreund schon vor 1925, ist ein Sohn des Komponisten, Antisemiten und Rassisten Richard Wagner *22.05.1813 [Leipzig] - †13.02.1883 [Venedig, ITA], der seit 1909 Leiter der Bayreuther Festspiele war und am 29.05.1915 Winifred Williams in "Wahnfried" heiratete (vier Kinder). In ihrem Umfeld "rette" sie ihre jüdischen Bediensteten und einige ausgewählte verfolgte Menschen durch deren Bittbriefe.

Anmerkung: Hitler war ein grosser Bewunderer (Wagnerianer seit der Zeit mit A. Kubizek 1904-1908) von Richard Wagners Werken, in denen er seine mystische NS-Gesinnung verankert sah. Nicht die musikalische Darbietung hatte es H. angetan, sondern die Bühnenszenen. Opernteile: "Der Ring des Nibelungen" (1857 / 1869), "Götterdämmerung" (1876) und besonders der "Rienzi, der letzte der Tribunen" (1842).

Hausarzt der Familie Wagner: Philipp Hausser

Tipp: TV-Interview mit W.W. von Jürgen Syberberg, 1975 DT, s/w, 302 Minuten, "Winifred Wagner und die Geschichte des Hauses Wagner" (TMT)


STICHWORT

| UpDate: 18. Juni 2018

Hitlers Münchener Wohnungen:

zw. 1920-1929 lebte H. in der Thierschstrasse. Von 1929 - 1945 hatte H. eine Privatwohnung in München, Stadtteil Bogenhausen mit 9 Zimmern auf der zweiten Etage des Hauses Prinzregentenplatz 16 - 397,5 m2 plus Luftschutzbunker im Keller. Miete von 1939-1945 ca. 4.200 RM/Monat. Das Wohnhaus kaufte H. 1936 (a.Q. 1934) über die NSDAP komplett. Heute befindet sich die Polizeiinspektion 22 auf der Etage.

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Hitlers letzte Film- und Fotoaufnahme:

In den letzten Kriegsmonaten 1945 hielt H. sich bekanntlich - ab dem 16.01.1945 - auf dem Gelände und in der Bunkeranlage der Neuen Reichskanzlei in Berlin auf. Am 20.03.1945 filmte NS-Kameramann Walter Frentz, Hitler, wie er Hitlerjungen auf dem Hof der Reichskanzlei auszeichnete, auf die Schulter klopfte und die Hand gab. Hs. körperlicher Verfall war deutlich zu erkennen. Bislang zwei Fotos vom 20. April 1945, das Hitler und seinen persönlichen Adjutanten -> Julius Schaub und die zerbombte Neue Reichkanzlei zeigen, ist die bisher letzte Aufnahme Hs. BILD und Bunker-Informationen

-- Am 04.05.1945 werden die vergrabenen und verbrannten Leichname von Eva Braun und Adolf Hitler im Garten der Reichskanzlei nahe des Führer-Bunker durch den 3. russ. Stosstrupp "SMERSCH" gefunden

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Kapitulation 1945:

Am 08.05.1945 wird die Kapitulationsurkunde in Karlshorst bei Berlin u.a. von Generalfeldmarschall -> Wilhelm Keitel ratifiziert. Der Verteidiger Stalingrads und Eroberer Berlins, Marschall der Sowjetunion (seit 1944) Georgij K. Schukow (*02.12.1896 - †18.04.1974) hatte im Auftrag Stalins dabei die Federführung.

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Alliierte Bombenabwürfe:

Während des II. Weltkriegs warfen amerikanische Flugzeuge ca. 2 Millionen Tonnen Bomben über deutsche Städte ab.

Zwischen Januar und Mai 1945 wurden aus heutiger Sicht der Forscher, die Alliierten Bombenangriffe ohne definierte Ziele und Sinn durchgeführt. Sehr umstritten ist u.a. der Angriff auf Dresden (um die 25.000 Toten), wo es nur den Nachschubweg der dt. Truppen nach Osten gab.

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Nürnberger Prozesse:

20.11.1945 bis 01.10.1946: Im ersten Nürnberger Prozess (Kriegverbrechen und Kriegsverbrecher) wurden die Verbrechen Hitlers und seiner Gefolgschaft durch die vier Siegermächte USA, England, Frankreichs und Sowjetunion verurteilt. Gegen die meisten Angeklagten erfolgten Todes- und lange Haftstrafen, die obersten Kriegsverbrecher entzogen sich alle durch feigen Selbstmord (-> Hitler, Göring, Himmler, Goebbels, Bormann).

Bis 1955/1956 kamen fast alle überlebende Kriegsverbrecher (Mitläufer, Belastete, sehr belastete Personen) wieder frei - Amnestie. Ein Grossteil der Kriegsgefangenen starben in Russland.


| UpDate: 18. Juni 2018

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DIE WICHTIGSTEN NS-PROZESSE (Wird fortgesetzt)

- insgesamt: 200 Anklagen, 36 Todesurteile, fast 40 Freisprüche / Nachfolgeprozesse gegen Ärzte, Juristen, SS-Mitglieder (Generale) / Die Urteile und der Prozess sind durch alle Bundesregierungen der Bundesrepublik bis heute nicht anerkannt. / 1993 wird das UN-Tribunal gegen Kriegsverbrecher berufen.


20.11.1945-01.10.1946 Nürnberger Hauptkriegsverbrecher-Prozess (218 Tage, 240 Zeugen, 400 Reporter)
12 Todesurteile, auch in Abwesenheit ; 3 lebenslängliche Haftstrafen ; 4 Haftstrafen ; 3 Freisprüche
Vollstreckte Todesurteile am Morgen des 16.10.1946
-> Hans Frank *23.05.1900 [Karlsruhe, DT] Reichsrechtsführer ; Generalgouverneur von Polen (ab 12.10.1939) ; SA-OGrF (1943)
-> Wilhelm Frick *12.03.1877 [Alsenz, Pfalz] Reichsinnenminister ; -> Reichsprotektor von Böhmen und Mähren (24.08.1943-1945)
Alfred Jodl *10.05.1890 [Würzburg] Chef des Wehrmachtsführungsstabs (ab 23.08.1939),  Generaloberst (ab 30.01.1944)
Ernst Kaltenbrunner *04.10.1903 [Ried im Innkreis] SS-OGrf und General der Polizei (seit 21.06.1943), Chef des Reichssicherheitshauptamtes - RSHA (ab 1942), Nachfolger -> Heydrichs (30.01.1943) und von Abwehr-Chef Adm. Wilhelm Canaris (seit Feb. 1944)
-> Wilhelm Keitel *22.09.1882 [Helmscherode im Harz] Generalfeldmarschall (19.07.1940), Chef des Oberkommando der Wehrmacht (ab 1938)
-> Joachim v. Ribbentrop *30.04.1893 [Wesel] Reichsaussenminister (ab 1938), SS-OGrf (1936)
Alfred Rosenberg *12.01.1893 [heute Tallin, Estland] Reichminister für die besetzen Ostgebiete (1941) ; davor Chefredakteur des VÖB ; Zentralperson des Antisemitismus, steif, moralistisch, selbstillusionär, Schreibtischtäter, NS-Ideologe ; führte Tagebuch (1934-44)
Fritz Sauckel *27.10.1894 [Haßfurt, Unterfranken] SA (1922) ; NSDAP (1923) ; Reichsbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz (Zwangsarbeiter) ; SA-Obergruppenführer (1937) ;
Arthur Seyß-Inquart *22.07.1892 [Stannern bei Iglau] NSDAP (1931) ; SS ; Reichskommissar für die Niederlande (24.05.1940) ; Verantw. f. Judendeportationen
Julius Streicher *12.02.1885 [Fleinhausen bei Augsburg] Grundschullehrer ; NSDAP (Okt. 1922) ; SA-(Ober)Gruppenführer (1937) ; Hörte im Okt. 1922 H. erstmals sprechen ; "Herr über das Frankenland" ; wiederlicher Rassist, Herausgeber der antisemitischen Hetzzeitung: "Der Stürmer" (1923, 1927-1945) ; Teilnahme Hitlerputsch (1923) ;  schärfster Antisemit, brutal, ausserordentlicher Hetzer gegen das jüdische Volk, Befürworter der Judenvernichtung ; 13.02.1940 Enthebung aller Ämter nach Parteigerichtsverfahren (Göring) :: 1946 in Nürnberg gehängt 02:28 Uhr
Haftstrafen
Walter Funk (1) (2) *1890 - †1960 [] Reichswirtschaftsminister
-> Rudolf Heß (1) *1894 - †1987 [] "Stellvertreter des Führers" (1933-1941), NS-Fanatiker
Erich Raeder (1) (3) *1876 - †1960 [] Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Grossadmiral
-> Albert Speer (4) (5) *19.03.1905 [Mannheim] - †01.09.1981 [London] Architekt & Rüstungsminister
-> Baldur v. Schirach (4) (5) *09.05.1907 [Berlin] - †08.08.1974 [Kröv, Mosel] Reichsjugendführer ("HJ", 1933)
Konstantin Frhr. von Neurath (6) *02.02.1873 [Klein-Glattbach, Württemberg] - †14.08.1956 [Enzweihingen, Württemberg] Reichsaussenminister (1932) ; Reichsprotektor von Böhmen und Mähren (18.03.1939-27.09.1941), SS-Ogrf (19.06.1943)
Karl Dönitz (7) *16.09.1891 [Berlin-Grünau, DT] - †24.12.1980 [Aumühle bei Ham]

Chef des Oberkommando der Kriegsmarine (seit 1943); Nachfolger Hitlers

Freisprüche
Hans Fritzsche *21.04.1900 [Bochum] - †27.09.1953 [Köln] Rundfunkkommentator (1937)  ; Ministerialdirektor und Leiter der Rundfunkabteilung (ab Nov. 1942) ; NSDAP (Mai 1933) ; DNVP (1923)
Franz von Papen *29.10.1879 [Werl, DT] - †02.05.1969 [Oberasbach, Baden, DT] Zentrumspartei, Reichskanzler (ab 01.06.1932 bis Nov. 1932, Vizekanzler Jan. 1933 - Juli 1934), 1934-1944 Botschafter in Wien
Hjalmar Schacht *22.01.1877 [Tingleff, DT] - †03.06.1970 [München] Bankier, Wirtschaftsminister, Reichsbankpräsident bis 08.03.1930 und ab 17.03.1933 unter H.
Der Anklage / Urteilsvollstreckung durch Suizid entzogen
-> Adolf Hitler *1889 - †1945

(30.04.) Pistole + Zyankali in der NRK

-> Martin Bormann (9) *17.06.1900

(02.05.) Zyankali am Anhalter-Bahnhof

-> Joseph Goebbels *1897 - †1945 (01.05.) Zyankali in der NRK
-> Hermann Göring (8) *1893 - †1946 (15.10.) Zyankali im Gefängnis in Nürnberg
-> Heinrich Himmler *1900 - †1945

(23.05.) Zyankali nach Gefangennahme

Weitere hohe SS-/ SA-Führer, die bis nach dem Krieg grösstenteils unbehelligt lebten

Johann Rattenhuber *30.04.1897 [Oberhachingen b. München] - †30.06.1966 [München]

SS-Gruppenführer (1945), Chef des Reichssicherheitsdienstes (RSD), 1951 aus russ. Gefangenschaft entlassen :: Gast auf dem "Berghof"

Otto Dietrich *31.08.1897 [Essen] - †22.11.1952 [Düsseldorf]

SS-Obergruppenführer (1941) ; Reichspressechef

Ludolf-Hermann von Alvensleben ("Bubi") *17.03.1901 [Halle a.d. Saale] - †01.04.1970 [Santa Rosa de Calamuchita, ARG]

SS-Gruppenführer (1943) + Generalleutnant der Waffen-SS ; NSDAP (1929) ; MdR (1933-45) ; SA (1929) ; SS (1934) ; Führer des Selbstschutzes in Westpreußen ; Nov. 1938 - Jan. 1941 Chefadjutant von Himmler (enger Gefolgsmann) ; Schuldig wegen 4.247-fachen Mordes ::  1945 floh nach Argentinien unter dem Namen "Carlos Lücke" : Sohn: Guntram

-> Josef "Sepp" Dietrich (1) (3a) *1892 - †1966

SS-Oberstgruppenführer (Aug. 1944) und Generaloberst der Waffen-SS (nach Reichsführer-SS Himmler ranghöchster SS-Führer)

Karl Friedrich Otto Wolff *13.05.1900 [Darmstadt] - †15.07.1984 [Rosenheim]

SS-Obergruppenführer und Gen. der Waffen-SS (SS-Oberstgruppenführer am 20.04.1945 lt. "Das Buch Hitler") ; 1931 NSDAP und SS, ab 1936 Chef des "Persönlichen Stabes Reichsführer SS" (Adjutant von Heinrich Himmler) ; Jan. 1942 General der Waffen-SS ; Feb. bzw. Sept. 1943 Höherer und ab Juni 1944 bis 29.04.1945 höchster SS- und Polizeiführer sowie bevollmächtigter General der Wehrmacht in Italien ; 13.05.1945 Festnahme in einer Bozener Villa (Ital.) ; 30.09.1964 Verurteilung zu 15 Jahren wegen Beihilfe zum Mord an 300.000 Menschen bei Deportationen nach VL Treblinka ; 1971 Haftverschonung wg. gesundh. Gründen, freie Tätigkeit / FAMILIE: Ehefrau Frieda Wolff (1943 Scheidung), Tochter: Helga Lili Wolff *1934-†2013 ; Sohn: Thorismann Wolff *1937 (3. Sohn  / Gast auf dem "Berghof"

Karl Maria Wiligut (Pseudonym "Karl Maria Weisthor") *10.12.1866 [Wien, ÖS] - †03.01.1946 [Arolsen, DT]

Oberst (I.WK), SS (1933, 1936 SS-Brigadeführer ehrenhalber, 1939 SS-Austritt wg. Scharlatanerie und Alkoholmissbrauch) ; Okt. 1934 bis 20.08.1939 Abt-Ltr. "Rasse- und Siedlungshauptamt", ab Jan. 1936 im RuSHA für Sonderaufgaben (Okkultist und Runenforscher) ; Schuf den "Ring der SS" (Fingerring) ; engster Berater Himmlers zu weltanschaul. Fragen ; Ehefrau: Malwine +++

Walter Schellenberg *16.01.1910 [Saarbrücken] - †31.03.1952 [Turin, Italien]

SS-Brigadeführer, Chef des Auslandsnachrichtendienstes der SS

Paul Hausser *07.10.1880 [Brandenburg / Havel] - †21.12.1972 [Ludwigsburg]

SS-Oberstgruppenführer und Gen. der Waffen-SS (01.08.1944) ; Offizier, Leutnant (1899), Hauptmann (1913), Major (1918), trat 1932 aus der Reichswehr ; NSDAP (Nr.. 4.158.779) & SS (1934, Nr. 239.795), Inspekteur der SS- Verfügungstruppen (01.10.1936), mehrere Fronteinsätze in Polen bis nach Charkow und Frankreich ; OB der 7. Armee (Jan.-April 1945), Apr. 1945 von H. aller Ämter enthoben ; ältester und ranghöchster der Waffen-SS (1936: Inspekteur der Verfügungsgruppe SS) :: amerik. Gefangenschaft (bis 1948) ; Vors. der -> HIAG

Kurt Max Franz Daluege *15.09.1897 [Kreuzburg, Oberschlesien] - †23.10.1946 [Prag] hingerichtet

SS-Oberstgruppenführer & Gen.Oberst der Polizei (20.04.1942) ; 1923 Beg. mit H. ; NSDAP (1923, Nr. 31.981) & SS (Nr. 1.119) ; Mitbegr. der SA in Berlin (1926), zahlreiche hohe Ämter bei SS, SD, Ordnungs-Polizei ; Goldenes Parteiabzeichen ; MdR (1933) ; 1936 OgrF und stellv. Himmlers - Dank H. ; 1942 stellv. Reichsprotektor von Böhmen und Mähren ; verantw. für die Verfolgungen und Aufbau des Polizeiapparates in den eroberten Ostgebieten

Max Amann *24.11.1891 [München] - †30.03.1957 [München]

SS-Obergruppenführer (1936), "Hitlerputsch" (Nov. 1923) ; NSDAP Nr. 3 (1925), SS Nr. 53.143 (1932) ; Mitarbeit an Hs. Buch "Mein Kampf" (1925) sowie Hs. Kriegskamerad (I. WK) ; Reichsschatzmeister (1925); Generalbevollmächtigter (1931) Reichsleiter und Präsident der Reichspressekammer (1933-45), "Hitler-Stosstrupp", Chef des NSDAP-Zentralverlages "Franz Eher Nachf." (1922-45) :: Hauptschuldiger - 10 Jahre Haft, 1953 entlassen

Friedrich Jeckelin *02.02.1895 [Hornberg] - †03.02.1946 [Riga] hingerichtet

SS-Obergruppenführer (1936), NSDAP Nr. 163.348 (1929), SS Nr. 4.367 (1930, Chef des HSSPF-Mitte Oberschlesien  (Jan. 1945)

Philipp Bouhler *11.09.1899 [München] - †19.05.1945 [Suizid bei Dachau]

NSDAP Nr. 12 (Juli 1922), zweiter Geschäftsführer der NSDAP (Okt. 1922), "Hitlerputsch" (Nov. 1923), März -> 1925 Reichsgeschäftsfhr. d. Partei), März 1933 SS-Ogrf (Ehrenrang) und MdR, Juni 1933 Reichsleiter d. Partei, 17.11.1934 bis 1941 Leiter der "Kanzlei des Führers" in Berlin ::  amerik. Kriegsgefangenschaft zus. mit Göring) - Konkurrenz zu -> M. Bormann

Richard Walter Darré *14.07.1895 [Buenos Aires, BOL] - †05.03.1953 [München] SS-Obergruppenführer (09.11.1934), Reichsbauernführer (04.04.1933), Reichsminister f. Ernährung und Landwirtschaft (29.06.1933), Chef d. Rasse- u. Siedlungshauptamtes (RuSHA, Sept. 1938) ; NSDAP (Juli 1930, Nr. 248.256) und SS (Nr. 6.882) ; beurlaubt ab 16.05.1942 - Nachfolger offiziell ab 01.04.1944 Herbert Backe
Ernst-Wilhelm Bohle *28.07.1903 [Bradford, GB] - †09.11.1960 [Düsseldorf] SS-Obergruppenführer (1943), NSDAP Nr. 999.185 (1932), SS Nr. 276.915 (1936), Gauleiter und Chef der NSDAP Auslands-Organisation (AO, 1934-1945), 1949 entlassen
Werner Best *10.07.1903 [Darmstadt] - †23.06.1989 [Mühlheim a.d. Ruhr] SS-Obergruppenführer (April 1944), NSDAP (Nov. 1930), SS (Nov. 1931), Rassist, Reichsbevollmächtigter in Dänemark (Nov. 1942) :: zu lebenslanger Haft verurteilt, 1951 freigelassen
Gottlob Berger *16.07.1896 [Gerstetten] - †05.01.1975 [Stuttgart] SS-Obergruppenführer  und General der Waffen-SS (15.08.1940); NSDAP (1922), SS (1936) ; Chef SS-Hauptamt (01.01.1040-1945) ; eigentlicher Begründer der "Waffen-SS" :: 14.04.1949 zu 25 Jahren, 16.12.1951 Strafe ganz erlassen
Hans Jüttner *02.03.1894 [Schmiergel] - †24.05.1965 [Bad Tölz] SS-Obergruppenführer (Juni 1942) ; Chef SS-Führungshauptamt (Januar 1943-45) ; SA (1933) ; SS (Mai 1935)
Max Jüttner *11.01.1888 [Saalfeld a.d. Saale] - †14.08.1963 [München] SA-Obergruppenführer (1939) und Stellv. des Stabschefs der SA ; NSDAP (1934) ; SA ()
Erich von dem Bach-Zelewski *01.03.1899 [Lauenberg, Pommern] - †08.03.1972 [München] SS-Obergruppenführer und Generalleutnant der Polizei (Nov. 1941), NSDAP Nr. 489.101 (1930), SS Nr. 9.831 (1931), Chef der SS-Bandenkampfverbände (1943)
August Eigruber *16.04.1907 [Steyr, ÖS] - †28.05.1946 [Landsberg am Lech] hingerichtet SS-Obergruppenführer (1943), NSDAP-ÖS Nr. 83.432 (April 1928), SA (März 1938) und SS Mitgl.-Nr. 292.778 (22.05.1938), Gauleiter Oberösterreich :: im "Mauthausen-Prozess" verurteilt
Viktor Lutze *28.12.1890 [Bevergen] - †02.05.1943 [Tod durch Autounfall bei Hannover] SA-Obergruppenführer (1932), NSDAP (21.02.1922), SA (1923), Stabschef der SA nach Röhm-Mord (01.07.1934) ; Ruhestand (1941)
Wilhelm Mohnke *15.03.1911 [Lübeck] - †06.08.2001 [Damp,  Eckenförde] SS-Brigadeführer (1945), SS (1931), Leibstandarte-SS "Adolf Hitler" (1933) ; am 23.04.1945 von H. mit der Berlin-Verteidigung beauftragt, 1955 entlassen
Theodor Eicke *17.10.1892 [Hudlingen] - †26.02.1943 [Orelka, Ostfront] Flugzeugabsturz SS-Obergruppenführer u. Gen. d. Waffen-SS (1942), NSDAP (Dez. 1928), SS (Juli 1930), Inspektor aller KZ (Dachau) ab Juni 1934-1943; erschoss SA-Chef -> Ernst Röhm (Juli 1934); aktiver und kruppeloser Massenmörder
Otto Ohlendorf *04.02.1907 [Hoheneggelsen bei Hildesheim] - 07.06.1951 [Landsberg am Lech, hingerichtet]

SS-Gruppenführer (Nov. 1944), NSDAP (1925), SA (1925-26) SS (1926), ab 1942 Chef des SD (RSHA), SS-Einsatzgruppenführer ; weitere hohe Funktionen :: verantl. wg. Mord an 90.000 Menschen

Walter Schmitt *13.01.1879 [Hamburg] - †18.09.1945 [Dablice/CSSR, hingerichtet]

SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, MdR, 1939-42 Chef der SS-Personalkanzlei (später Personalhauptamt) :: Nachfolger 1942-45 Maximilian von Herff

Oswald Pohl *30.06.1892 [Duisburg] - †08.06.1951, [Landsberg am Lech, hingerichtet]

SS-Obergruppenführer  und General der Waffen-SS ; NSDAP/SA (1926) ; Chef des Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt

Benno von Arendt (genannt "Reibübi") *19.08.1898 [Görlitz] - †14.10.1956 [Bonn]

SS-Oberführer (seit mind. 14.08.1941 o. 1944) ; Reichsbühnenbildner ; NSDAP (1927), SS (1931)

Dr. Ing. Hans Kammler *26.01.1901 [Stettin] - †09.05.1945 [nahe Prag]**

** auch später erst gestorben

SS-Obergruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS / SS-Grfhr (1944), SS-Brigadefhr (1942), SS-Oberfhr. (1941) ; 1933 SS-Eintritt / Chef der Amtsgruppe C Bauwesen der SS / Kammler war u.a. aktiv am Bau des VL Auschwitz III Birkenau führend, Raketenbau in Peenemünde (Atombombe) / Aufenthalt 03./04.05.1945 in der Nähe von Ebensee

** Nach Aussagen von engen SS-Angehörigen angeblich Selbstmord am 09.05.1945 in einem Waldgebiet bei Prag (sechs verschiedene Todesvarianten) ; neuste Forschungen überlebte Kammler, in dem er sich den Amerikanern stellte / vernommen durch OSS Offizier Donald Richardson

Ehefrau: Jutta Kammler

- * - † -
demnächst weitere Personen . .
12 NS~Folgeprozesse bis 20.06.1949
z.B.
-> Dr. med. Karl Brandt *1904 - †1948

NSDAP (1932, Nr. 1009617), SA (1933), SS (1934) ; SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS ; Reichskommissar für das Sanitäts- und Gesundheitswesen ; ab 1934 chirurgischer  Begleitarzt Hitlers ; Hs. "Euthanasiebevollmächtigter" (T4, 1939-45) ; 1934 verh, mit Anni Brandt, geb. Reborn *25.08.1904 - †?? ; 20.08.1947 Urteilsverkündung ; †02.06.1948 Todesurteil vollstreckt -> mehr

Dr. med., Dr. phil. Josef Mengele *16.03.1911 [Günzburg, Bayern, DT] - †07.02.1979 [Bertioga, Brasilien]

SS-Hauptsturmführer, Rassist ;  NSDAP ; 1938 Doktorgrad ; SS-Division "Wiking" ; schwere Verwundung (Frühjahr 1943) ;  KZ-Arzt "Todesengel" in Auschwitz (30.05.1943 bis 16.01.1945!), schickte mindestens  40.000 unschuldige Opfer  ins Gas oder erschoss persönlich, benutzte Kinder für Menschenversuche. Nach dem Krieg gelang ihm die Flucht, er wurde weltweit verfolgt - aber nie gefasst.

Karl Höcker *11.12.1911 [Engershausen] - †2000 []

SS-Obersturmführer (1944) ; SS (1933), Kom. KZ Auschwitz (Mai 1944) ; nach 1945 Hauptkassierer bei der Sparkasse Lübbecke

demnächst weitere Urteile  
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Erklärung:

(1) lebenslänglich   (2) Freilassung 1957 aus gesundh. Gründen   (3) Freilassung 1955 aus gesundh. Gründen   (3a) 25 Jahre, 1955 entlassen   (4) 20 Jahre   (5) Freilassung 01.10.1966   (6) 15 Jahre   (7) 10 Jahre   (8) 15.10.1945 vor 23:00 Uhr Suizid Görings vor der Vollstreckung am 16.10.  (9) Todesstrafe in Abwesenheit (†02.05.1945 auf der Flucht in Berlin-Weidendammbrücke umgekommen

Abkürzungen: SS/SA-OGrf=Obergruppenführer (Generalsrang in der 'SS' entsprechend General/Admiral)

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| UpDate: 18. Juni 2018

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Nachkriegsdeutschland hatte selbst kein grosses Interesse an der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit und wenn, nur auf Druck der Opfer bzw. Presse. Hitler & Co. sind leider bis heute immer noch 'Mythos' für politisch-rechte Gruppen, Organisationen und Parteien (NPD, Republikaner, AfD) in Deutschland, den USA und weitere Länder! Erst ab den 60er Jahren wurden die NS-Verbrechen auch durch Fernsehen, Zeitungen und Vorträge wieder behandelt. 1973 erschien die erste deutsche Hitler-Biografie von -> Joachim Fest †2006.
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Das was Hitler und seine Helfershelfer taten, war grausames Unrecht gegen Völker, Glaubensrichtungen und einzelne Menschen. Das sich ein Volk zu 90% aktiv hinter Hitler stellte, ist für Historiker eine der wichtigsten Fragestellungen - nach dem 'Warum?'. Allein der Verführung Hitlers wegen, kann dies nicht begründet werden.
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Hitler war zwischen 1933-2007 immer noch "Ehrenbürger" von Maulbronn (Stand 19.12.2007). Anmerkung: Fast jede Stadt, jede Gemeinde machte Hitler zum "Ehrenbürger". Nach dem Ende des Krieges liessen die Stadt-/Gemeindeverantwortlichen über lange Zeit die NS-Ehrenbürger in den Büchern stehen.
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Die Zeit zwischen 1931 bis 1945 und die Person(en) um Hitler sowie der Gegner, ist bis heute das meistgeforschte und dokumentierte historische Gebiet von Presse, TV und Historikern. Grund hier bei ist auch das es den Schmalfilm, ab 1935 den Farbfilm und die Kino-NS-Wochenschauen gab. Als die Alliierten selbst das Vorrücken ihrer eigenen Truppen filmen liessen, sind einzigartige Aufnahmen entstanden. (u.a. ZDF_info, n-tv, WELT-n24, "SPIEGEL-TV" (VOX) und Spiegel Geschichte über Sky)
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Am 16.09.2004 kam der Film "Der Untergang" von Bernd Eichinger †2011 in die deutschen Kinos und später ins Fernsehen der ARD.
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Am 22.01.2009 lief der Film "Operation Walküre" (2008) mit dem umstrittenen Schauspieler Tom Cruise (*1962, USA) in Deutschland an. Er ist eine Führungsfigur in der "Scientolog"y-Sekte.
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| UpDate: 18. Juni 2018

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Man muss die Verbrechen des russischen Diktator Josef W. Stalin *21.07.1879 - †05.03.1953 vor, während und nach dem II. Weltkrieg auch in Erinnerung halten. Bis zum Überfall der Wehrmacht und SS-Einheiten auf die Sowjetunion im Juni 1941, machte Stalin mit Hitler gemeinsame Sache in militärischen Fragen und bei der Aufteilung Polens (geheimes Zusatzprotokoll).

Auf Stalins Befehl hin, lieferte man hunderttausende deutsche Widerstandskämpfer (auch Juden) an Hitler aus, liess Polen aufteilen, Millionen Krieggefangene verhungern, verheizte Millionen eigener Soldaten sinnlos in Schlachten.

Die Säuberungswellen, 1934 mit 1 Millionen Toten und besonders die der Jahre 1936/1938, beschränkten sich nicht nur auf die physische Vernichtung von missliebigen Funktionären, sondern auf alle Sowjetbürger.

Die Geheimpolizei NKWD, MWD und MBD unter Chef Lawrentij Pawlowitsch Berija *29.03.1899 [Merkheuli, Abchasien] - †23.12.1953 [Moskau, erschossen] vernichtete und schwärzte sämtliche Photos der Opfer. Offizielle Photos, Bilder und Statuen wurden gefälscht bzw. Personen entfernt. Stalin plante ab Januar 1953, kurz vor seinem Tod, eine weitere Säuberungswelle ("jüdische Ärzteverschwörung"), die auch Berija betraf.

Fast acht Jahre nach Ende des II. Weltkrieges stirbt Stalin alleingelassen am 05.03.1953 in seiner Villa bei Moskau - Millionen russische Menschen weinten bei seiner Beisetzung am 09.03.1953 im Kremelmausoleum auf dem Roten Platz. Ein weitere Massenmörder schreibt Geschichte von mindestens 20 Millionen toten Opfern.

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| UpDate: 29. Juni 2O18

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Ministerium für Staatssicherheit ("MfS") /
Staatssicherheitsdienst ("SSD") der "DDR"
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Terroristischer, politischer und militärisch-organisierter Geheimdienst der SED (Staatspartei) in der "DDR", als oberste Behörde 08.02.1950 - Mitte 1952 vom KGB im Hintergrund geführt, ab 1955 - Nov. 1989 durch die SED und deren Minister*, der die linientreue und nicht linientreue Bevölkerung, alle Vereine, Betriebe, Kombinate, Armee, Justiz, Polizei, Kripo, alle Massenorganisationen wie die FDJ, FDGB, GST, Kampfgruppen, in allen anderen Bereichen von Kultur und Gesellschaft bespitzelte und durchdrang.
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Minister des MfS:
08.02. 1950 - 1953 : Wilhelm Zaisser *20.06.1893 [Rotthausen] - †03.03.1958 [Berlin-Buch]
Juli 1953 - 1957 : Ernst Wollweber *29.10.1898 [Hannoversch-Münden] - †03.05.1967 [Berlin]
1957 - Nov. 1989 : Erich Mielke *28.12.1907 [Berlin] - †21.05.2000 [Berlin], 1980 Armeegeneral
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Führungsaufgaben - der Grenztruppen, Wachregimente, u.a. das Kombinat "Robertron". Kontrolle über alle Gefängnisse, Jugendwerkhöfe, medizinische Einrichtungen und der Psychiatrie. Personen, die dem 'DDR"-Regime zu unbequem und gefährlich wurden, sind auch physisch vernichtet worden.

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Im Ausland - nachrichtendienstliche, politische Einflussnahme und Aufklärung, gesellschaftliche Unterwanderung verfolgte. Das MfS war ein Staat im Staate mit allen Vollmachten ausgestattete Executive (ohne richterliche Anordnung), incl. eigener Gerichtsbarkeit.
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Arbeitsweisen und Methoden vergleichbar mit dem Sicherheitsdienst ("SD"), der Schutzstaffel der NSDAP ("SS") oder der Geheimen Staatspolizei ("Gestapo") im "Dritten Reich". Nach dem Ende der "DDR" wurde das "MfS" am 30.06.1990 abgewickelt.

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Es gab keine staaatsanwaltlichen Ermittlungen nach der Wiedervereinigung jenseits der Mauertoten, wegen Menschenhandels, Entführungen, Doping im Sport, Morde oder Tötungen an Regimegegnern und eigenen MfS-Mitarbeitern zwischen 1950 und 1989. Straftaten durch russischer Mitlitärangehörige wurden bis 1989 nicht aufgeklärt und vom MfS verhindert.
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Stasi-Generale und Offiziere bilden seit der Wende bis heute ein Netzwerk, um sich gegenseitig zu unterstützen. Viele dieser Stasi-Angehörige fielen ab 1990 in ein "berufliches Loch" oder gingen die Wirtschaft. Wobei die Renten doch recht hoch sind.
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| UpDate: 18. Juni 2018

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BERLINER UNTERWELTEN e.V. (VBU, seit 1997)
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www.berliner-unterwelten.de (Dietmar Arnold, Sascha Keil)
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HAMBURGER UNTERWELTEN e.V. (VHU)
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www.hamburger-unterwelten.de ()
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MAINZER UNTERWELTEN e.V. (VMU)
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www.mainzer-unterwelten.de ()
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MÜNCHNER BUNKERFREUNDE e.V. (MBF)
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www.bunkerfreunde-muenchen.de ()
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ACHSENMÄCHTE zwischen 1936, 27.09.1940 bis 03.09.1943
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Italien (1936-1944) ; Japan (27.09.1940) ; Rumänien (1940/1941) ; Ungarn (1940/1941) ; Bulgarien (1940/1941) ; Slowakei (1940/1941) ; Jugoslawien/Kroatien (1940/1941) ;
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"ALPENFESTUNG"
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H. sprach am 18.04.1945 im Führerbunker von einer "Alpenfestung", die dazu dienen sollte, die vorrückenden Feindverbände der Alliierten aufzuhalten. Weil man im NS-Rundfunk davon sprach, das sich dorthin SS-, Feldjäger- und Wehrmachtsverbände verschanzen werden, waren die Amerikaner vorsichtig. Tatsächlich gab es keine solche Alpenfestung! Mit der Alpenfestung wollten Heinrich Himmler und seine Gefolgsleute ihre Haut retten. Den Strategen der Alliierten bereitete die Alpenfestung in den letzten Monaten des Krieges viele Sorgen.

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ARIER & "Arier"
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Arier [Sanskrit arya, "der Edle"], im Altertum Selbstbezeichnung von Völkern in Indien und im Iran mit eng verwandten indoeuropäischen Sprachen (Arisch). Das Wort "Arier" kam im 18. Jhd. in Westeuropa als sprachwissenschaftlicher Ausdruck in den Gebrauch - zum Teil wurde es gleichbedeutend mit "Indogermanen" verwendet. Die im 19. Jhd. aufkommende Rassenideologie prägte den Begriff "arische Rasse", die mit der "nordischen Rasse" gleichgesetzt wurde. WEB

Nationalsozialismus: Der Begriff "Arier" wurde von den Nationalsozialisten und Rasseforschern (pseudowissenschaftliche Rassentheorie) missbräuchlich benutzt, um Menschen in ideologische Rassen einzuteilen, die - "weiss", "blond", "nordisch aussehend", "wertvoll", "blauäugig" und "nicht mit dem Blut von nicht wertvollen Völkern vermischt wurden". Im Sprachgebrauch zwischen 1935 bis 1945 verengte sich der Begriff "Arier" dann als "Nichtjude".

Menschen, die als "Arier" bezeichnet wurden, mussten einen Familienstammbaum (Arierpass, Ariernachweis) aufstellen, der mindestens bis um 1800 zurück reichte. Besonders streng war die Aufnahme in die -> "Schutz-Staffel" ("SS", Schwarzer Orden der NSDAP). Die rassistischen Alldeutschen und deren Vors.  von -> Schönerer verwendeten den Begriff der "Arier" schon ab ca. 1880.

Hitlers Rassenideologie während seiner Zeit  in Wien und München entstand u.a. aus den Schriften dieser völkischen, antisemitischen und rassistischen Gruppen im Deutschen Reich.

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ATLANTIKWALL
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Während des Zweiten Weltkrieges von Norwegen (Nordkap) bis nach Spanien (Biskaya), ein über 5.000 km langes "Bollwerk" gegen eine mögliche Invasion der Alliierten. Das Bauwerk ist nicht durchgehend bebaut. Am besten bebaut ist der Atlantikwall zwischen der französischen und belgischen Kanalküste. Baubeginn 4.800 km lang, mit 13.000 bis 15.000 Bunkeranlagen. Am 06.06.1944 ("D-Day") konnte der Atlantikwall durch amerikanische kanadische und britische Soldaten überwunden werden.

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"DRITTES REICH"
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Epochenbegriff für die deutsche Geschichte zwischen 1933 bis 1945. Die Nationalsozialisten übernahmen den Begriff "Drittes Reich" für ihre "neue Ordnung" aus dem Buch "Das dritte Reich" (1924, Ring-Verlag, Berlin) des Autors Arthur Moeller van der Brunk †Mai 1925. Als Eigenbezeichnung für den nationalsozialistischen Staat wurde die Bezeichnung "Drittes Reich" am 10.07.1939 verboten.

Offizielle Bezeichnungen: Deutsches Reich (1871-1938), "Grossdeutsches Reich" (März 1938 - 1942), "Das Reich" (21.03.1942 - 08.05.1945)

Info: Deutsche Reich   (bis 1806) ++  Deutsches Kaiserreich (1871 - 1918)

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"EUTHANASIE" ("Aktion T4")

| UpDate: 18. Juni 2018

[griechisch] Medizinische Erleichterung des Sterbens ; bewusste Herbeiführung des Todes

Nur die Starken sollten überleben! Da der Nationalsozialismus auch auf den -> Sozialdarwinismus setzte, wurden neben den politisch und rassisch Verfolgten auch körperlich und geistig eingeschränkte Menschen ermordet. Dies wurde in den NS-Wochenschauen und NS-Zeitungen für die "arische" Bevölkerung propagiert. Allerdings nicht das Morden selbst, sondern die Gefahr des kranken gegenüber dem gesunden "Volkskörper" ("Unterbindung der Vermehrung"). Am Ende des Zweiten Weltkrieges sollten nur noch "reinrassische-gesunde" Menschen übrig bleiben.

April 1940: Die Nationalsozialisten in den Behörden, NS-Juristen, SS und NS-Mediziner nahmen den Tarnbegriff "Aktion T4" (Hauptamt II der Kanzlei des Führers - Villa in Berlin, Tiergartenstrasse 4) für ihre "Vernichtung lebensunwerten Lebens" auf.

Hitler datierte seine Ermächtigung für die T4-Aktion auf den 01.09.1939 zurück (Bundesarchiv Berlin, R22/4209). Körperlich versehrte (u.a. Kriegsgeschädigte), psychisch auffällige (u.a.  Vergewaltigungsopfer) und geistige behinderte Männer, Frauen und Kinder sollten als "überflüssige Esser" aus dem Erscheinungsbild verschwinden. Die Kosten sollten gesenkt und die Mittel dringender für den verbrecherischen Krieg  verwendet werden.

Besonders in Jahren 1939 (Herbst) bis April 1945. Ebenso erfasst (Meldebogen A4) und getötet wurden Bewohner von Altenheime, Fürsorgezöglinge und Kranke. Diese Aktion wurde überwiegend geheimgehalten und unauffällig durchgeführt.

Einstellung der "T4-Aktion" am 24.08.1941. Das Morden ging bis zum April 1945 weiter ("Aktion 14f13" über das KZ-System).

Euthanasie-Tötungsanstalten (6 T4-Anstalten): Hartheim (bei Linz), Pirna-Sonnenstein (bei Dresden), Bernburg a. d. Saale, Grafeneck (bei Münsingen, Schwäbische Alb), Hadamar (bei Limburg) und Brandenburg a. d. Havel

Gesamtzahl der Ermordeten: zwischen 90.000 und 120.000 / zw. 1940-1945 davon 5.000 bis 10.000 Kinder

Täter (T4-Ärzte, Bürokräfte, Leichenverbrenner, Urnenversender, ...): Die meisten NS-Verbrecher überlebten das Jahr 1945, wurden zum Teil in den Ärzten- und KZ-Prozessen angeklagt, aber oftmals freigesprochen, arbeiteten in ihren Berufen weiter und hatten ein juristisch-sorgenfreies Leben.

BUCH-TIPPS: Götz Aly [Hrgs.] "Aktion T4" 1938-1945. Die "Euthanasie - Zentrale in der Tiergartenstrasse 4, Berlin" +++ Ernst Klee † "Euthanasie" im Dritten Reich: Die "Vernichtung lebensunwerten Lebens"

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FASCHISMUS, Falangismus, Neonazismus und Nationalsozialismus

| UpDate: 18. Juni 2018

Faschismus (1922-1945): In Italien durch Benito Mussolini gegründete ideologische Bewegung und Herrschaftsform.
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Falangismus in Spanien von Juni 1936/1938 bis Nov. 1975 durch General Francisco Franco y Bahamonde *04.12.1892 [El Ferrol] - †20.11.1975 [Madrid]
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-> Falangismus in weiteren Staaten wie Ungarn (Pfeilkreuzler), Österreich (Heimwehr), Polen, Estland, Rumänien ("Eiserne Garde"), ...

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Nationalsozialismus (NS, 1919 bis 1945): Ideologie ausschliesslich in Deutschland durch Adolf Hitler begründete radikalpolitische-völkische-rassistische-anitsemitische Bewegung (DAP/NSDAP) und von 1933 bis 1945 monotheistische Herrschaftsform. Der NS ist vor allem durch die Ausgrenzungs- und Vernichtungspolitik Hs. ab 1935 geprägt.

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Neonazismus / Neofaschismus (1945-heute): ideologisch-faschistische Bestrebungen nach 1945 vor allem in Deutschland, Österreich und Italien. In Deutschland wurden nach 1945 einige Parteien gegründet: u.a. "Deutsche Reichspartei" (DRP, 1946-1965) ; "Sozialistische Reichspartei" (SRP, 1949-1952) ; "Nationaldemokratische Partei Deutschlands" (NPD, 1964-heute)

Nazi(s) ist die Bezeichung von Personen heute im Sinne des Geistes und der Ideologie von Adoif Hitler, der NSDAP, SS, SA, Rassisten, Anisemiten, vieler Deutsch- und Rechtsnationaler

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FüHRERHAUPTQUARTIER (FHQ) 1936-1945

| UpDate: O8. Juli 2018

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Befehls- und Kommandostelle von Adolf Hitler besonders während des Zweiten Weltkrieges. Findungskommission der Auswahl der FHQ: Erwin Rommel, Albert Speer sen., Fritz Todt
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seit 1938 - Ende  April 1945 Führerzug "Amerika" (als erstes FHQ ; ab 01.02.1943  Zug-Umbenennung in "Brandenburg")

04.09.1939

in Bad Polzin,

05.09.1939

in Gross-Born bei Neustettin,

09.09.1939

in Ilnau bei Oppeln,

11.09.1939

in Gogolin,

18.09.1939

in Goddentow-Lanz bei Lauenburg

19.09.1939

über Oliva nach Zoppot,

26.09.1939

Ende des "Polenfeldzuges", zurück nach Berlin

Ende April / Mai 1945

Sprengung zwischen Saalfelden und Zell am See (ÖS) unter Weisung von Julius Schaub

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...

Sommer 1936 - 14.07.1944 "Berghof " (Obersalzberg bei Berchtesgaden, Bayern), Aufenthalt Hs. mit Unterbrechungen, 1945 Sprengung und in Brand gesetzt durch SS

10.05.1940 - 05.06.1940 "Felsennest" (Rodert bei Bad Münstereifel)

06.06.1940 - 17.06.1940,
19.06.1940 - 28.06.1940
"Wolfsschlucht I" (Brûly-de-Pesche, Belgien)

Anmerkung: 14.06.1940 Himmlers Fahrer erschoss sich versehentlich mit einer Maschinenpistole MP 38.
17.06.1940: Hitler stampfte hier vor der Wochenschau mit seinem rechten Fuss auf ("Freudentanz"). Von hier aus besucht H. und sein Gefolge am 23.06.1940 Paris in den Morgenstunden


28.06.1940 - 05.07.1940 "Tannenberg" (auf dem 970 Meter hohen Kniebis im nördlichen Schwarzwald) ; H. besucht am 05.07.1940 das Lazarett in Freudenstadt. Gäste: J. Goebbels, Graf Ciano, M. Bormann.  Die Bunker wurde 1945 gesprengt

24.06.1941 - 17.06.1942,
31.10.1942 - 07.11.1942,
22.11.1942 - 17.02.1943,
14.07.1944 - 20.11.1944
-> "Wolfsschanze" (2,5 km²  ; Forst Görlitz bei Rastenburg, heute im Nordosten Polens), Bunker wurden von SS/Pionieren gesprengt

: heute : Betreibergesellschaft Wilcze Gniazdo / Wolfsschanze


16.07.1942 - 31.09.1942,
19.02.1943 - 13.03.1943
"Werwolf" / "Wehrwolf" ("Eichenhain", Winniza, Ukraine) ; Bauchzeit zw. Nov. 1941 und Sept. 1942, ca. 8 km ausserhalb der Stadt Winniza

17.06.1944 "Wolfsschlucht II" (Margival bei Soissons, Frankreich) ; ab 1942 Baubeginn, Gross- und Flachbunker, MG-Stände - Hier wurde so viel Beton verbaut wie für kein anderes FHQ (250.000 m³), plus einem kleinen Teehaus (nicht das in Bayern) ; siebenstündiges Treffen mit den Ge K. R.G. von Rundstedt *1875 - †1953  und  -> E. Rommel ; seit 1940 gab es bereits in Margival einen Bahntunnel für den "Führersonderzug"

10.12.1944 - 19.01.1945 "Adlerhorst" (Langenhain-Ziegenberg, rd. 10 km westlich von  Bad Nauheim, gebaut Winter 1939/1940) -> Ardennenoffensive

12.01.1939 , *Jan. 1945 - 30.04.1945 "Reichskanzlei" (*Tiefbunker im Garten der Neuen Reichskanzlei, Voßstrasse  in Berlin)

weitere FHQ "Wiesental" (Teilobjekt von "Adlerhorst")
. "Anlage Süd" Krosno (Polen)
. "Waldwiese" Glan-Münchweiler (Pfalz)
. "Askania Mitte" {"Anlage Mitte"} Östlich von Lódz (Litzmannstadt)
. "Askania Süd" {"Anlage Süd"} Strzyzow und Stepina-Cieszyna bei Krosno
. "Bärenhöhle" (Smolensk)
. "Hagen" ("Siegfried") Pullach bei München
. "Wasserburg" Pleskau
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SOZIALISMUS (Staatsform)
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Gesamtheit der Theorien, politischen Bewegungen und Staatsformen, die auf gemeinschaftlichen oder staatlichen Besitz der Produktionsmittel und eine gerechte Verteilung der Güter hinzielen. Doch das war in der Realität gar nicht wichtig, sondern die Auflösung des privaten Eigentums.

In den Ländern (u.a. "DDR", Rumänien, Polen, ...) die den Sozialismus als Staatsform benutzten, wurden Strukturen wie im Nationalsozialismus fortgesetzt. Dies drückte sich im Alltag, im Militär, der Polizei, des Geheimdienstes, in der Schule (Fahnenappell, Uniformen), durch die Gerichtsbarkeit, Haft- und Justizwesen oder auch im Berufsleben aus. Kontrolle, Überwachung und ideologische Verblendung.

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"ORGANISATION WERWOLF" (1944)
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Nationalsozialistische Freischärlerbewegung, gegr. im Sommer 1944 im Auftrag vom Reichsführer SS Heinrich Himmler, im Falle einer Alliierten Besetzung des Deutschen Reiches. Zahlreiche Morde an der Bevölkerung, die weisse Fahnen hissten oder wenn flüchtige Soldaten und Kriegsgefangene versteckt wurden. Erbitterter und fanatischer Widerstand aber ohne militärische Bedeutung.